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Potis am Amp defekt?

  • Martin Krenn
  • 14. Januar 2008 um 09:45
  • Martin Krenn
    Beiträge
    120
    • 14. Januar 2008 um 09:45
    • #1

    Hallo Leute!

    Hab da ein kleines Problem mit meinem alten American Audio V3000 Top-Amp.
    Wenn ich die Potis ganz aufdrehe, dann kommt kein Ton mehr aus den LS - eine Stufe zurück (Potis rasten ganz leicht spürbar ein) rauscht es fürchterlich aus den Tops - noch ein - zwei Stufen zurück ist wieder alles normal - der Amp ist aber dann nur mehr zu ca. 3/4 aufgedreht! :roll:

    Meines Erachtens dürfte der Fehler an den Potis liegen... komisch finde ich nur, dass das Problem an beiden Kanälen fast gleich besteht?!
    Was denkt ihr - sind die Potis viell. verdreckt , überhaupt kaputt oder könnte der Fehler an was ganz anderem liegen?! Könnte man sowas selber reparieren wenn man Lötwerkzeug hat und auch ein wenig damit umgehen kann? Ersatzteile - woher?

    Nur so am Rande: Der Amp ist natürlich schon so alt und wurde auch gebraucht gekauft, dass es sich hier keinesfalls um einen Garantiefall handeln kann! Das Ding wird lt. Herstellerhomepage auch gar nicht mehr produziert - daher die Frage nach den Ersatzteilen!

    lG
    Mörti

  • ljbigfish
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    • 14. Januar 2008 um 13:45
    • #2

    Tach,
    wird wohl an den Potis liegen. Das Rauschen ist weder gut für die Lautsprecher, noch für den Amp. (Also bitte nicht weiter testen)
    Wird an Dreck, Staub und vllt. Flüssigkeit auf den Potis liegen. (Oder die Federkraft vom Schleifer reicht nichtmehr für den Kontakt).
    Also einfach tauschen. Löttechnisch sollte das kein Problem darstellen.
    Eher problematisch ist es, passende Potis zu bekommen. Einfach mal bei Conrad o.ä. schauen, was die rumliegen haben. Nimm ruhig ein Poti zum vergleich mit.
    Ansonsten, wenn die nix brauchbaren haben, müsstest du mal bei irgendeinem Veranstaltungstechnik-Betrieb schauen, ob die dir was bestellen können oder zufällig auf Lager haben.

    Gruß Simon

  • treibsand
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    1
    • 14. Januar 2008 um 16:33
    • #3

    Ich habe mir den Spass erlaubt, sogar Potis einfach zu Brücken... :oops:
    Wenn du weisst, dass der Amp IMMER AUSSCHLIESSLICH mit Poti-rechtsanschlag betrieben wird, kannst du die Dinger ausbauen bzw. an den Abgängen überbrücken.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • ljbigfish
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    • 14. Januar 2008 um 17:08
    • #4

    An den Poti-Anschlussen zu brücken, wenn das Poti noch eingebaut ist, ist gaaaaaaanz schlecht. Zum einen handelst du dir einen Kurzschluss ein, wenns nach links gedreht ist, zum anderen denkt mann, dass die Stufe abgedreht ist und jagt 0dB oder mehr aus dem Mischpult :shock:

    Mir sind die Potis schon lieb, um die Lautstärke zu regeln, ohne erst am Controller rumschrauben zu müssen. (Wenn mann das Eingangssignal nicht beeinflussen kann)

    Gruß Simon

  • Martin Krenn
    Beiträge
    120
    • 14. Januar 2008 um 21:15
    • #5

    Das wäre wohl die letzte Möglichkeit, die Dinger einfach zu brücken 8)

    Hab jetzt mal bei 2 Vertriebspartnern von AA angefragt, ob man noch irgendwie an solche Potis rankommt - bin mal gespannt, ob von denen eine zufriedenstellende Antwort zurückkommt :?:

  • treibsand
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    • 15. Januar 2008 um 09:32
    • #6
    Zitat von "LJbigFISH"

    An den Poti-Anschlussen zu brücken, wenn das Poti noch eingebaut ist, ist gaaaaaaanz schlecht. Zum einen handelst du dir einen Kurzschluss ein, wenns nach links gedreht ist, zum anderen denkt mann, dass die Stufe abgedreht ist und jagt 0dB oder mehr aus dem Mischpult :shock:

    Mir sind die Potis schon lieb, um die Lautstärke zu regeln, ohne erst am Controller rumschrauben zu müssen. (Wenn mann das Eingangssignal nicht beeinflussen kann)

    1. lötet man da nicht einfach nur eine Brücke rüber, sondern den Mittelabgriff ab und an den Rechtsanschlag an. Sorry, falls das oben missverständlich war.

    2. macht man das nur, wenn man das Poti nicht braucht. Gerade bei Mehrweg-aktivgeweichten Systemen wird doch wohl niemand ernsthaft die Lautstärke an den Potis der einzelnen Ampwege verstellen...


    Meisst gehen die Potis kaputt, weil der Schleifer immer am Rechtsanschlag steht und dort der kontakt zwischen Mittelabgriff und Schleifbahn korrodiert.
    Unterbrechungen irgendwo im Regelweg sind selten.

    Aber neue Potis einbauen ist sicherlich nie verkehrt. Wenn man weiss, was man tut, geht oft auch ein Poti mit gleichen techn. Daten aber anderer Bauform. Ist dann halt etwas mechanisches Gebastel.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • mikee mike
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    • 15. Januar 2008 um 18:26
    • #7
    Zitat

    2. macht man das nur, wenn man das Poti nicht braucht. Gerade bei Mehrweg-aktivgeweichten Systemen wird doch wohl niemand ernsthaft die Lautstärke an den Potis der einzelnen Ampwege verstellen...

    Unsere Potis kennen genau 2 Stellungen ... ganz rechts, und ganz links.
    Ich habe aber auch kaum Leute gesehen bisher, die Ihre Amps auf Vollanschlag dudeln lassen. Leider meinen die meisten ja immer noch, dass sie so ihre Boxen nicht mehr schießen könnten.

  • ljbigfish
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    • 15. Januar 2008 um 19:26
    • #8

    Oh mann,
    mann dreht die Endstufe ja nicht herab, um die Lautsprecher zu schützen, sondern um seine Ohren und die seiner Gäste zu schützen, wenn der DJ nicht kappiert, dass wenn kaum noch wer auf der Tanzfläche ist, er nicht die völlig überdimmensionierte Anlage gegen Peak fahren muss.

    Des weiteren gibt es Veranstaltungen, bei denen es ganz praktisch ist, die Endstufe nicht auf rechtsanschlag zu stellen, damit mann noch einen kleinen Ausschlag auf dem VU vom Mischpult sehen kann.

    Und wenn das Pult 18dB Headroom hat, will ich auch nicht, dass die Endstufen schon irgendwo bei 0dB oder -6dB clippen.

    Die Hersteller haben schon einen Grund dafür, dass fast überall Gain-Potis eingebaut sind.
    Wenn das nicht so wäre, dann wären die Endstufen ja bisschen billiger herzustellen.


    Gruß Simon

  • tufkadib
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    • 16. Januar 2008 um 09:55
    • #9

    ljbigfish:

    Da bist Du auch einer der Wenigen, die das so sehen. Ich pegle meine Verstärker auch praxisgerecht und dazu braucht man nun mal die Eingangspegelsteller.

    MfG

    DirkB

  • treibsand
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    • 16. Januar 2008 um 10:28
    • #10
    Zitat von "DirkB"

    Ich pegle meine Verstärker auch praxisgerecht


    Dieser Teil klingt sehr vernünftig. Da ahbe ich mal ein FULL ACK für übrig...


    Zitat von "DirkB"

    dazu braucht man nun mal die Eingangspegelsteller.


    Radio Eriwahn: "Im Prinzip ja, aber..."

    Wenn man eine Mehrweganlage mit einem Controller nutzt, macht es wenig Sinn, die Pegel an den einzelnen Amps zu ändern...
    Das ist IMHO nicht praxisgerecht...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • tufkadib
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    • 16. Januar 2008 um 13:17
    • #11

    Isch habe gar keinen Controller, Signore... :wink: :grin:

    MfG

    DirkB

  • treibsand
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    • 16. Januar 2008 um 16:58
    • #12

    Oh, scusi.
    abe' danne bisse tu hier falsch!
    Musse gehen in suche-brett, da man verkauft Contolleure. :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • ljbigfish
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    • 16. Januar 2008 um 20:02
    • #13

    Hehe,

    ich gehöre auch zu den wenigen, die Controllerlos glücklich sind.
    Besitze nur paar Selbstbau-Limiter und Selbstbau-Frequenzweichen :grin:
    OK, Die EQ's sind nicht selbstgebaut, die werden aber auch recht selten verkurbelt.


    Gruß Simon

  • Martin Krenn
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    • 18. Januar 2008 um 20:14
    • #14

    Hallo Leute!

    So, ich hab den Amp jetzt mal aufgemacht (Fotos folgen im passenden Thread)!

    Neue Potis einzulöten sollte meiner Meinung kein wirklich großes Problem darstellen - nur welche Potis soll ich nehmen? Die defekten sind leider nicht beschriftet...
    Welche Werte sollen sie aufweisen: Widerstand und Belastbarkeit?? Bauform werde ich dann schon eine passende finden...

    hier zwei Bildchen der Potis:

    Vl. hat ja jemand so ein Poti schon mal wo gesehen 8)

    lG
    Mörti

  • Jürgen Klingel
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    • 18. Januar 2008 um 21:00
    • #15
    Zitat von "Mörti Krenni"

    Vl. hat ja jemand so ein Poti schon mal wo gesehen 8)

    Aber klar doch, sind "Ideal Standard" Bestückung für diverse Audio-Geräte.
    Haben logarithmische Charakteristik, übliche Werte sind 10 und 20 kOhm.

    Beispiel: http://www3.alps.co.jp/WebObjects/cat…K1631110TTU.pdf

    Mein Tip: Ein Poti auslöten und den Widerstand zwischen den beiden äußeren Anschlüssen messen, oder in den Elektronikladen mitnehmen, messen lassen und zwei von der Sorte kaufen.

    Müsste schon nen Saftladen sein, wenn er die nicht auf Lager hat - oder zumindest ähnliche passende.


    Viel Erfolg,
    Gruß, Jürgen :)

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Martin Krenn
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    • 18. Januar 2008 um 21:09
    • #16

    Gut, werde deinen Rat anfang nächster Woche sobald ich wieder ruhige Hände habe befolgen und mal zum Conrad schauen ob er diese "Ideal Standard" :grin: Potis liegen hat!!

    lG und schönes WE

    MÖrti

  • tufkadib
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    • 19. Januar 2008 um 10:31
    • #17

    Die Potis sehen doch von außen gar nicht so schlecht aus. Vorgeschlagene Vorgehensweise (ich weiß, in der heutigen Ich-werfs-weg-und-kauf-mir-was-neues-Gesellschaft eher unpopulär):
    - Potis auslöten und ausbauen
    - vorsichtig zerlegen und reinigen (KontaktWL + Wattestäbchen für Widerstandsbahn, Glasfaserpinsel für metallische Kontakte)
    - zusammenbauen, einlöten
    - fertig

    Immer dran denken, wirklich gute Potis sind heutzutage auch nicht billig (ab ca. 10€/Stck.)...

    MfG

    DirkB

  • ljbigfish
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    • 19. Januar 2008 um 16:25
    • #18

    Die Schleifer müsste mann warscheinlich auch wieder ein bisschen in richtung Wiederstandsbahn biegen.
    Diesen Typ von Poti kann mann wirklich gut zerlegen und reinigen.

    Gruß Simon

  • Martin Krenn
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    120
    • 19. Januar 2008 um 19:42
    • #19

    So, hab jetzt die Potis mal gereinigt - Aus- und Einbau hat super funktioniert!

    Das Ergebnis ist allerdings nicht 100%ig perfekt - dreht man die Regler während der Amp an ist, hört man ein leichtes Kratzen aus den LS, voll aufgedreht funktioniert jedoch wieder alles einwandfrei - und mehr wollte ich ja eigentlich auch nicht!

    Sollte das Problem bei "voll aufgerissen" erneut auftreten, tausche ich die Potis einfach - jetzt weiß ich ja wie´s geht :wink:

    Herzlichen Dank an alle!

    lG
    Mörti

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