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Brummen mit 2. Leiterschleife abschwächen (Micha Ebner)

  • rrbth
  • 16. August 2003 um 12:47
  • rrbth
    Beiträge
    39
    • 16. August 2003 um 12:47
    • #1

    Servus,

    der Michael Ebner schreibt im Handbuch der PA-Technik auf S. 54:<ul><i>Legt man nun neben Multicore und Netzleitung eine zweite kurzgeschlossene Leiterschleife, so wird auch in dieser ein Strom induziert, der dem Magnetfeld entgegenwirkt; in der Folge wird der Strom in beiden Leitern schwächer, die erzeugte Brummspannung nimmt ab.</ul></i>So, ich bin ja nun ein Elektrodepp, kann mir deshalb mal jemand erklären, was genau ich machen muß, um <i>"neben Multicore und Netzleitung eine zweite kurzgeschlossene Leiterschleife"</i> zu erhalten, mit deren Hilfe eine Brummstörung abgeschwächt werden kann?

    redi

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  • Kracky
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    Beiträge
    12.055
    • 16. August 2003 um 12:48
    • #2

    Ich glaub wenn der Admin da ist, wird er das tun!! *grins*

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Commander
    Beiträge
    131
    • 16. August 2003 um 17:30
    • #3

    Du nimmnst einfach ein min. 2 Pol-Kabel legst es neben Netzleitung und MuCo. Und auf einer Seite verbindeste die 2 Pole!

    Ob das den gewünschten Effekt bringt, kann ich allerdings nicht behaupten!

    _let's get loud!

  • rrbth
    Beiträge
    39
    • 16. August 2003 um 20:21
    • #4
    Zitat

    Du nimmnst einfach ein min. 2 Pol-Kabel legst es neben Netzleitung und MuCo. Und auf einer Seite verbindeste die 2 Pole!


    Nur auf einer Seite? Wo ist denn da der Kurzschluß?

    Wenn, dann doch wohl auf beiden Seiten, oder?

    So, wenn dem aber so ist. dann kann man das ja ganz schnell mit ein paar überzähligen Mikrokabeln zusammenstecken.

    Aber:
    Hat denn sowas überhaupt schon mal jemand gemacht?

    redi

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    • 17. August 2003 um 00:33
    • #5

    Also, damit mich jetzt keiner missversteht: Um eine Brummschleife zu vermeiden, minimiert man die Fläche zwischen Signal- und Stromleitung, und wenn man's ganz richtig macht, dann kommen überall Übertrager rein.

    Der hier zitierte Tipp ist ein Notbehelf nach dem Motto: Was bringt noch ein paar dB weniger Brummen, wenn ich es nicht richtig machen kann. Beispielsweise dann, wenn Multicore und Stromleitung fest verlegt sind und man daran nichts ändern darf (es gibt da ja hin und wieder sehr unschöne Konstellationen...)

    Grundgedanke ist der folgende: Die Masse von der Signalleitung und der Schutzleiter der Stromversorgung umreissen eine Fläche, und in dieser Fläche wird eine Spannung induziert, die (da die Schleife ja kurzgeschlossen ist) einen Strom hervorruft, der am Leitungswiderstand wiederum eine Spannung erzeugt, welche das Nutzsignal überlagert.

    Massnahme Nummer eins: Man minimiere die Fläche. Wenn das nicht geht, dann kann man versuchen, das Magnetfeld zu minimieren, also beispielsweise Verbraucher suchen und abschalten. Oft geht auch das nicht, weil der wirtschaftliche Erfolgt einer Veranstaltung viel mehr am Kühlwagen hängt als an der Tonqualität...

    Wenn ich nun eine Leiterschleife parallel zur Brummschleife lege und diese Leiterschleife kurzschließe, dann fließt dort ein Strom, der wiederum ein Magnetfeld erzeugt, was dem ursprünglichen Magnetfeld entgegengesetzt ist. Wenn ich da beispielweise ein 5-poliges CEE-Kabel parallel lege, dann kann ich das Brummen mit etwas Glück durchaus um 10 dB reduzieren. Das ist nicht viel, aber es ist besser als nichts.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Hubert Barth
    Profi
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    • 17. August 2003 um 04:53
    • #6

    Ich finde 10 dB eine Menge, hätte eher 3 erwartet.

  • rrbth
    Beiträge
    39
    • 17. August 2003 um 09:19
    • #7

    Servus,

    ADMIN schrieb:

    Zitat

    Wenn ich nun eine Leiterschleife parallel zur Brummschleife lege und diese Leiterschleife kurzschließe, dann fließt dort ein Strom, der wiederum ein Magnetfeld erzeugt, was dem ursprünglichen Magnetfeld entgegengesetzt ist. Wenn ich da beispielweise ein 5-poliges CEE-Kabel parallel lege, dann kann ich das Brummen mit etwas Glück durchaus um 10 dB reduzieren. Das ist nicht viel, aber es ist besser als nichts.

    Danke, nur damit ich mich vergewissere, daß ich (Elektrodepp) das verstanden hab:

    Normalerweise verlege ich Multicore und Stromversorgung für FOH zusammen. Wenn das mal nicht gehen sollte, und ich den FOH-Strom z.B. woanders hernehmen muß, dann kann so eine große Fläche zwischen den Signal- und Schutzmassen entstehen. Dasselbe passiert wohl auch beim Zusammenschluß von Geräten mit Antennenanschluß (Radio, TV) - oder?

    Um dann aber das Brummen nach der "Zweite-Leiterschleifen-Methode" reduzieren zu können, muß ich wissen, wo und wie die Massenschleife verläuft, die das Brummen verursacht. Dazu lege ich dann die zweite, kurzgeschlossene, d.h. Anfang und Ende stecke ich zusammen, Leiterschleife.

    Jetzt schreibt ADMIN, wenn <i>ein 5-poliges CEE-Kabel parallel</i> liege, könne sich <i>das Brummen mit etwas Glück durchaus um 10 dB reduzieren</i>. Das ist ja schon ziemlich viel. Wenn man dazu allerdings diese dicken Stromkabel braucht, ist diese Methode eher theoretischer Natur - zumindest für "normale" Veranstalter, denn wer hat schon soviel überzählige CEE-Kabel?

    Mit Mikrokabeln geht's nicht?

    redi

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    • 17. August 2003 um 11:51
    • #8

    Es geht natürlich mit jedem Kabel, und bei mir liegen halt am ehesten CEE-Kabel rum, Mikrofonkabel sind im Moment verdammt knapp...

    Im Prinzip gilt: Je mehr Adern die Leitung, desto besser, weil jede Ader eine eigene Leiterschleife ist. Darum komme ich bei CEE-Kabel auch auf Werte größer 3 dB.

    Außerdem: Je größer der Querschnitt, desto besser.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 18. August 2003 um 11:12
    • #9

    ... dazu sollte man aber auch möglichst genau wissen, so die Brummschleife verläuft - manchmal gibt es unglückliche Verlegungen bei Festinstallationen. Hier wird es schwierig werden (Unterputz, im Boden ...), mit einer zweiten Leiterschleife zu kompensieren - es geht übrigens auch gut mit LS-Leitungen (bei kurzgeschl. Kraftstromleitungen hätte ich Bedenken wg. "... hier ist ein Stecker noch nicht drin ...").

    Bei mobilen Soundsystemen ist der dagegen Aufwand geringer, wenn gleich "richtig" verlegt wird.

    Viele Grüsse sendet

  • rrbth
    Beiträge
    39
    • 22. August 2003 um 09:09
    • #10

    redi

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