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01V96 im Livebetrieb, bis in welche Liga?

  • Stephan Graeske
  • 22. August 2003 um 15:26
  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. August 2003 um 15:26
    • #1

    Hallo, ich möchte eine Diskussion anregen welche argumentativ durchdenkt bis in welche Liga und bis zu welcher Personenzahl ein 01V96 (wenn nötig 2 Stück kaskadiert) als FOH-Mischer akzeptabel ist.

    (Minimal 1000 Besucher).

    Wo genau seht Ihr den Punkt, ab dem man dann doch lieber eine gute analge Konsole mit Siderack einsetzen sollte (z.B. Yamaha PM oder Midas)?

    Wo genau liegt gegebenfalls dann der Vorteil einer Entscheidung zur einer analogen Konsole mit Siderack?

    Ich würde gerne alle Meinungen hören.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Fossi
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    • 22. August 2003 um 15:35
    • #2

    Hallo Stephan,

    ich würde das nicht an der Besucherzahl festmachen, sondern am Programm.

    Eine eingespielte Band/Show/Techniker die auf dem Pult arbeitet kann damit auch grössere Sachen fahren.

    Wenn allerdings mehrere (dem Tech. unbekannte) Bands oder Gasttechniker, bspw. auf einem Festival über dieses Pult gemischt werden sollen und wenns auch nur für 300 Leute ist, wirds schon kompliziert denke ich.


    Ansonsten muss ich dazusagen das ich dieses Pult selbst noch nicht in den Händen hatte, aber ich hab dann doch lieber meine mir bekannten Effekte,Comps und EQs im Siderack, da ist der Zugriff imho auch schneller.

    Gruss Thomas

    blubb.

  • ThomasL
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    • 22. August 2003 um 16:32
    • #3

    Hallo Stephan,

    ich sehe das ähnlich wie Fossi, das Problem bei Digitalpulten ist immer noch, daß viele Mischer sich noch nicht wirklich mit allen beschäftigt haben und man daher immer Akzeptanzprobleme hat. Ich kann auf ein Stadtfest bei uns noch nicht mal guten Gewissens ein/zwei 02R hinstellen, obwohl das ja nun das bekannteste Digi-Pult überhaupt ist, weil ich genau weiss, daß nicht alle Mischer damit zurecht kommen. Ich bin mal gespannt, "meine" Top-40-Band will sich ein 01V96 als Submischer bzw. Mischer für kleine Tanz-Jobs zulegen, ich werde dann mal berichten, wies so läuft.

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • wora
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    11
    • 22. August 2003 um 17:06
    • #4

    ein wichtiger grund, warum keine digitalkonsolen bei festivals zum einsatz kommen, ist die tatsache das diese teile einfach zu unübersichtlich und zu komplex sind und man zu viel zeit benötigt um sie zu konfigurieren.

    mein spruch:
    "geht zwar schneller - dauert aber erstmal ein bisschen länger"

    ausserdem funktionieren die verschiedenen konzepte der hersteller nicht alle gleich, was zu irritationen bei der bedienung führt.
    man kann sich doch nicht 10 verschiedene pulte mit bedienungsanleitungen von hundert seiten draufarbeiten, nur weil man vielleicht einmal im jahr an einem bestimmten teil steht.

    ein analoges pult dagegen hat einen kanalzug, einen dazugehörigen gain-regler, einen EQ, ein paar auxregler und einen fader. dazu ein paar routing-knöpfchen und das wars dann auch schon im groben.
    damit kommt JEDER techniker zurecht und es ist wesentlich übersichtlicher als immer in verschiedenen ebenen rumspringen zu müssen (um dann doch mal irgendwo was zu übersehen).

    wenn digitale pulte für diese zwecke akzeptiert werden sollen, dann müssen sie aber vor allem in der bedienung alle logisch und gleich funktionieren und zur wirklichen zeitersparniss müssen die techniker dann die passenden speicherkarten (oder sowas) mitbringen.

    bisher jedenfalls ist das alles für livebedingungen meiner meinung nach nicht akzeptabel gelöst.


    ansonsten ist es wirklich egal, für wieviele zuhörer ein digi-pult eingesetzt wird.
    ich habe gerade in dieser woche für ein paar tausend leute ein altes 01V eingesetzt... das war allerdings ein schöner kampf - aber es hat geklappt.
    das neue 96er ist dafür aber weitaus besser geeignet...
    wenn die kanäle ausreichen kann also auch ein 01V96 für große veranstaltungen genutzt werden... warum nicht?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ThomasL
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    • 22. August 2003 um 19:42
    • #5

    @ wora
    Sorry, wenn mein Beitrag etwas anders daher kam so á la alle Mischer sind doof (genau DAS wollt ich nicht sagen), aber ich wollte genau in deine Richtung. Digi-Pulte sind halt komplizierter einzustellen und fordern wesentlich mehr "Vorwissen" vom Techniker als ein analoges Pult + Siderack. Jedes "neue" Pult, vor dem man das erste Mal steht, fordert einen kleinen Moment zum Überblick verschaffen...aber ein Digi-Pult dauert halt doch wesentlich länger, ich denke mal dieses "sich-durch-tausend-Untermenüs-wühlen" ist da ein gutes Bild.

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Stephan Graeske
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    • 22. August 2003 um 22:54
    • #6

    Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich hätte dazu schreiben soll, daß die Kenntnis der Bedienung vorhanden ist, da in den von mir gemeinten Fällen ich oder ein Techniker von uns - der das Pult sehr gut kennt - davor steht.

    Konkret bin ich deshalb auf diese Frage gekommen: Wir machen einen Tour mit einer Band und die Kanalzahl des 01V96 reicht. Das schön ist, daß man einfach alles abspeichern kann und beim nächsten Konzert nur aufzurufen braucht. Dannn sagte nur jemand, man könne bei 3000 Leuten z.B. kein kleines Digitalpult als FOH nutzen, da müsse dann ein PM3500 (in dem Fall genannt) hin mit Siderack... Ich konnte dies nicht verstehen, weil die Ausstattung ja reicht und überlegte halt, warum manche Leute dieser Meinung sind, daß bei einer gewissen Größe der VA auch größere Mischpulte her müssen.

    Ich denke, daß das 01V96 auch klanglich einigen größeren Events durchaus gerecht wird.

    Euren Meinungen zur Bedienung stimme ich zu, es dauert schon länger als einfach nur die Potis zu drehen. Aber wenn man die Tastenkombinationen im Kopf hat (und im Grunde sind es oft nur sehr weniger Tastenkombinationen) komme ich gut damit zurecht.

    Weiß jemand über die klangliche Tauglichkeit des 01V96 in höherer Liga? Vielleicht im Vergleich zu bekannten Pulten?

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • ThomasL
    Profi
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    Beiträge
    2.438
    • 22. August 2003 um 23:33
    • #7

    Also wenn Du in der Lage bist, dem Gerät n guten Sound zu entlocken...warum damit nicht 3000 Leute beschallen. Wenns allerdings unbedingt nach Midas etc. klingen (siehe hierzu auch WWs "Tomaten auf den Ohren-Thread")soll, dann muss es wohl Midas sein. Ansonsten seh ich da kein Problem...

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. August 2003 um 23:52
    • #8

    Danke!

    Ich denke auch, oft ist ein bischen Image dabei. Da wollen die Leute eher ein großes Pult mit 1000 Leuten SEHEN und nicht hören. Ich persönlich habe klanglich mit dem 01V96 - wir haben es zwar erst seit kurzem - sehr gute Erfahrungen gemacht. Die MicPreAmps scheinen ziemlich ordentlich zu sein, sogar noch viel besser als ich vorher gedacht hätte.

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • tthorsten
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    17.024
    • 23. August 2003 um 07:50
    • #9

    ich denke wie der wora auch ddass der sieges zug der DIGI pulte eigentlich nur dadurch aufgehalten wird, da die hersteller hier keine analoge oberfläche bieten.


    siehe 02R , 01V 03d , sind vom gleichen hersteller ähnlich von der bedinung leider dcoh in manchen punkten unterschiedlich.

    03D finde ich klasse. vielleicht liegt es daran, dass mann ne Maus anschliessen kann. den rest nun ja.


    2. sind es die wenigen MIC eingänge verstehe ja nicht wo das problem liegt XLRs und Phantom speisung ein zu bauen.


    3. die oft zu gringe grund aussatttung oder die mangelden steckpläte um eine normlae analog konfiguration herzustellen.

    4. beim 02R zb. kein ordentlicher PFL

    5. keine festen Routings oder setups so wie mann das vom analog pult gewohnt ist . 02r zb. die sends der Aux outs mann muss scih alles zusammen basteln einfach ätzend in 5 displays zu gucken wo was ist.

    6. zu kleine anzeigen Monitroe zb DM 2000 der monitro ist nciht grösser beim 02r und das bei nemm pult für 20000 euro

    7. es kann doch nicht so schwer sein zwei sektionen zu machen
    - kanalzug
    -compressoren
    -gates
    - effekte

    8. eien übersichtliche masersektion ist ja auch was wert.


    nur os ein paar überlegungen.

    Digi pulte verstehe ich von der struktur aber leider brauch ich da nen babysitter der zur not auch mal am richtigen knopf dreht.
    was im live stress oft äztend ist. für dne kollegen für einen selbst.

    ALso ist analog immer noch das beste.


    die licht abteilung hat es da ja ähnlich schwer. jedes pult bedient sich anders. deshalb sind evtl nur bestimmte pulte in bestimten bereichen
    standart bzw markt beherrschend.


    MA 24/6 blick ich z. b auch nach jahren nix gemacht 12/2 muss ich erst immer ne weile überlegen.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 23. August 2003 um 07:52
    • #10

    Ach so sinn und zweck eines DIGI pultes sollte es eigentlich sein

    mehr möglcihkeiten zu haben


    schneller auf und abbauen zu können

    (bin da immer neidisch auf die licht kollegen drei mal DMX raus und deckel drauvh und gut fertig ist der abbau für 200 moving lights - und ich basstel 2h bis der FOH weg ist)


    Mehr geld zu verdienen


    Flexibler zu sein

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  • Stephan Graeske
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    • 23. August 2003 um 14:43
    • #11

    Im Punkte Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit stimme ich zu. Was dies ein wenig verbesser ist die StudioManger Software, die Yamaha mitliefert. Zum einen ist das Pachten der Ein- und Ausgänge viel einfacher und übersichtlicher und zum anderen hat man (bei nicht zu kleinem Monitor) eine guter Übersicht über die einzelen Kanaleinstellungen (EQ-Kurve, Gate, Kompressor).

    Ich kenn nur das 01V96 gut, zu den anderen Pulten kann ich leider nicht viel sagen.

    Was schön ist, daß man beim Tour-Betrieb die Setups einfach auf dem Notebook speichert und so relativ schnell beim Soundcheck ist. (Speicherung auf dem 01v96 ist auch möglich, nur kann es da jeder zwischenzeitlich ändern).

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  • ThomasL
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    • 23. August 2003 um 19:34
    • #12

    Ich möcht Tthorsten mal zustimmen,

    ich denke der erste Hersteller der es schafft eine halbwegs übersichtliche DIGI-Konsole mit 24-32 XLR-Mic-Inputs (in der Grundversion) und meinetwegen 6 XLR-Outs (2 x Master, der Rest als Aux, Matrix Mono etc. frei wählbar) für einen guten Preis, also zum Preis eines Mittelklasse-Analogpults zu bauen, der hat gewonnen und wird viele neue Kunden finden.

    Bau doch mal einer, ich test gern den Prototyp ;)
    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 23. August 2003 um 21:01
    • #13

    im prinzip gibt es ja obiges shcon Yamaha macht es mit dem DM 1000 ja in einer gewissen weise vor.

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  • ThomasL
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    • 23. August 2003 um 21:12
    • #14

    Naja,

    eben nicht, das DM 1000 ist genauso wie das 02R/03D IMHO eine Studiolösung, die man zwar AUCH für Live nehmen kann, die aber nicht dafür gebaut wurde. Zitat: "Post-Production, kleine Projektstudios und Rundfunk". Das ganze bitte in Live-tauglich und 24/32 Kanal, am besten auf einer Ebene bedienbar...:-)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • tthorsten
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    • 23. August 2003 um 21:26
    • #15

    Immerhin macht das DM 1000


    16 Kanale Mirko mit phantom
    4 kanäle stereo

    und 12 mal raus


    was will ich mehr ein KEy feauture is tschon erfüllt.


    bedinung nun ja DM 2000 ist da schöner aber mann kann auf der winz fläache ja nicht alle sunter bringen.

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  • ThomasL
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    • 23. August 2003 um 21:32
    • #16

    @ tthorsten

    Ich versteh schon was Du meinst, und diese Grundfeatures sind beim DM1000 ja wirklich nicht schlecht, mir gehts nur darum, warum bis jetzt kein findiger Hersteller auf die Idee gekommen ist, sowas von grundauf für Live zu entwickeln, in einer gebräuchlichen Kanalanzahl. Verstehst Du was ich mein? ;) Ich denk mal, im Grunde sind wir uns ja einig.

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • wora
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    • 24. August 2003 um 01:39
    • #17
    Zitat von "tthorsten"

    Immerhin macht das DM 1000 ...

    ... wunde finger beim hin- und herspringen zwischen den menüseiten ...

    trotzdem werde ich mir wohl eins zulegen. es gibt momentan leider nix besseres für die kohle.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • PA-Peter
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    • 24. August 2003 um 16:37
    • #18

    Die Kohle ist doch der Faktor...

    ...schaut Euch doch mal die INOVASON-Teile an!
    Das sind reine LIVE-Tische!

    Funktionieren auch entsprechend, zudem stimmt die Ausstattung!

    Leider sind sie nicht ganz billig :(

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • ThomasL
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    • 24. August 2003 um 19:04
    • #19

    Eben, ich bin der festen Überzeugung, daß man ein DM1000-Style-Pult mit mind. 32 reinen Mic-Kanälen und ohne Studiorouting-Optionen durchaus für den Preis eines A&H ML-Pultes realisieren kann. Man muss nur wollen :)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • tthorsten
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    • 24. August 2003 um 19:06
    • #20

    doppelt so viel leistung für

    das halbe geld.


    trete doch mal dirket an yamaha ran und schilder denen deine wünsche und vorstellungen.

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