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BR118Ex / 18NLW9600

  • ralle14
  • 24. Dezember 2009 um 21:58
  • sabbelbacke
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    • 10. Februar 2010 um 23:41
    • #121
    Zitat von "FF"


    Bei Akabak ist die Bedienung Aba Kack :grin:


    :) Schdümmd, das ist so gar nichts für die Klickibunti verwöhnten Mäuseschubser :)

    Beim Erlernen von TeX lernt man ja dann auch erst mal, wie man es richtig macht, wo man immer schon dachte, Word wäre dolle.. ok, OT..

    hornresp

  • Stefan Rechenbauer
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    • 11. Februar 2010 um 00:22
    • #122
    Zitat

    ...das diese Simulation von Reflexboxen in AJ nicht sehr exakt ist, kann glaub ich jeder Unterschreiben, aber man erhält trotzdem Anhaltspunkte in welche Richtung man sich begibt ...


    Genau das stimmt eben nicht - dieser Umstand wird aber prominent ignoriert! Hier das Warum:

    - Beliebiger 18/15/21/12" in beliebiger Gehaeusevariante mit einer Schallwand der Kantenlaenge d nur unwesentlich groesser als der Strahler selbst; man bestimme den Leistungsfrequenzgang wenn Konstrukt auf Betonfuszboden steht. AJHorn / Hornresp denkt dann: Abstrahlung in 2Pi und rechnet mit dem akustischen Strahlungswiderstand eines Kolbens in unendlicher Schallwand. Resultat: der allseits bekannte UND STETS ERWARTETE glatte Achsfrequenzgang von f-3 bis fo. Das erwarten Simulant, Datenblattleser und Redakteur.

    - Was macht das Konstrukt? Es strahlt nicht von einer unendlichen, sondern einer sehr kleinen Schallwand ab. Der Betonfuszboden ist NICHT die unendliche Schallwand, nur die physikalische Manifestation der Spiegelschallquelle. Korrekter muesste man rechnen: Strahlungswiderstand eines Kolbens am Ende eines unendlichen Rohres. Die Abweichung zwischen diesen beiden Modellen ist dramatisch: wenn lambda/2>>max(d) ergibt das Kolben-in-Rohr-Modell einen um -6dB NIEDRIGEREN Schalldruckpegel. Steigt omega sodass lambda/2~max(d), hat die Schallwand ploetzlich einen deutlichen Einfluss und der Strahlungswiderstand steigt spuerbar an und naehert sich dem Kolben-in-unendlicher-Schallwand-Modell an. Ergo - zwischen f-3 und fo steigt der Achsfrequenzgang des Konstruktes um +6dB kontinuierlich an. Manche nennen das den baffle step. Den erwarten Simulant, Datenblattleser und Redakteur aber nicht, also wird die Existenz ignoriert.

    - Fakt ist - wenn obiges Konstrukt mit zB SB4 BR-Abstimmung (die ist glatt, wissen wir alle) auf den Betonfuszboden gestellt wird, ist der Achsfrequenzgang NICHT glatt, egal was AJHorn / Hornresp dazu meinen. Der Achsfrequenzgang STEIGT UM +6dB kontinuierlich AN, bis lambda/2~max(d). Simulationen und Messungen sind nichtssagend, wenn die zugrundeliegenden Annahmen nicht mit den Betriebszustaenden harmonieren.
    --------
    Nur so: das Konstrukt strahlt auch nicht in Halbraum 2Pi, sondern streng genommen in den Vollraum 4Pi ab. Unter Beruecksichtigung der Spiegelschallquelle und kohaerenter Abstrahlung beider bei lambda/2>>Strahlerdistanz, ergeben sich die +6dB Schalldruckpegelzuwachs welcher gemeinhin als Halbraumabstrahlung interpretiert wird. Anderenfalls koennte die schallharte Grenzflaeche keine Kammfiltereffekte hervorrufen, wenn die Messposition ausserhalb der Grenzflaeche liegt.
    --------
    Und was zum Raetseln: besteht u.U. ein Zusammenhang zwischen dem oft beschriebenen ToeckToeck statt BummBumm im Lichte obiger Schwurbelei?

    Gruss: Stefan

  • Holger
    Profi
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    • 11. Februar 2010 um 12:53
    • #123

    Stefan
    Du gehst bei deinen Annahmen davon aus, das die Bediener davon ausgehen, das Simulation und
    Meßergebniss identisch sind, das glaube ich wiederum nur von einigen.
    Das gemessene Frequenzgänge nur Aussagekraft haben wenn die Bedingungen genau bekannt sind,
    würde ich auch Unterschreiben.
    Das die Bediener nur ein Ziel haben "bekannte UND STETS ERWARTETE glatte Achsfrequenzgang " glaube ich auch nicht.
    Ansonsten meine Zustimmung

    Ich erlaube mir einen Schwenk zurück zum Thema, der Treiber wurde ja schon zerlegt, nun hilf uns bitte mal das Tunnel Konzept der BR118Ex zu zereißen. :D
    Kannst Du uns die Hintergründe erklären, Warum ein Port der "Klein-groß-klein" Vorzüge gegenüber einen z.b. "Groß-klein-groß" Port hat, oder eventuell auch Nachteile.
    Oder ist ein Port einfach immer effektiver wenn die Luftmasse erhöht wird, und relativ unabhängig von der Portform? Extrem Beispiel RCF 1018. Oder spielen da klangliche Aspekte oder größere Breitbandigkeit mit ein?
    Ich hoffe du bist in der Lage hier ein bisschen Licht in die Diskussion zu bringen.

    Danke

  • sabbelbacke
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    • 11. Februar 2010 um 13:42
    • #124
    Zitat von "Jonnytrance"


    18NXB 800 bei 1100W etwa 3,2dB PC


    Interessant. Wo ist denn der Wert her?

    Zitat von "Holger"

    Stefan
    Du gehst bei deinen Annahmen davon aus, das die Bediener davon ausgehen, das Simulation und
    Meßergebniss identisch sind, das glaube ich wiederum nur von einigen.


    Den Umstand, dass der Bafflestep selbst von "Fachredakteuren" zuweilen nicht beachtet wird und viele User das, was sie am Halbraum-Ergebnis auf dem Bildschirm sehen dann auch in der Realität erwarten, hat Stefan schon richtig erkannt. Das ist die große Mehrheit, die das nicht beachtet.

    Dass Datenblätter immer im Detail auf unterschiedlichen Messmethoden oder Modellen beruhen, ist nun mal so und dass man vereinfachen muss, um etwas (be)greifbar zu machen ist fast eine biologische Notwendigkeit. Ein Auto wird auch auf PS hin betrachtet, der Otto-Normalbürger weiß nicht, welches Übersetzungsverhältnis, welches drehmoment, welche maximale Drehzahl, welches Gewicht das Auto, etc.... denn nun tatsächlich vorhanden sind. Mit Kennzahlen wir PS und max. Geschwindigkeit und dann evtl. noch Beschleunigung in X Sekunen auf 100km/h gibt man sich zufrieden.

    Das, was das Merketing, die Gurus und die Erwartungshaltung uns versuchen weiss zu machen - gilt es zu entlarven. Gehen wir dabei jetzt lieber induktiv oder deduktiv vor ? (mal sehen, ob da einer reagiert)

    Zurück zum Thema:

    Bis jetzt bekannt:

    - Erhöht man das Volumen des Portes, muss er gleichzeitig länger werden um die Resonanzfrequenz des Helmholtz beizubehalten.
    - Je mehr Seiten eines Portes an einer Grenzfläche anliegen, desto stärker wird diese Grenzfrequenz nach unten gedrückt
    - Je länger ein Port, desto mehr TL-Effekte entstehen - Portresonanzen wandern weiter . in den Übertragungsbereich hinein
    - Je enger der Port, desto größer die Verluste und Störgeräusche aufgrund der Luftbewegung im Port.
    - Partiell Abhilfe schafft man durch Optimierung des Überganges zum Port z.B. durch Kantenabrundungen
    - ein sich erweiternder Port besitzt "Hornwirkung" (aka Schnelletransformation, Erhöhung des Strahlungswiderstandes, etc..). Da aber eine gewisse Länge und ein gewisser Umfang der Mundöffnung vorhanden sein muss, um diesen Effekt in den Bassbereich zu transformieren, sind bei ARLS und Co die BR-Anteile des Konstrukte nach wie vor überwiegend, es handelt sich also NICHT um ein Basshorn im eigentlichen Sinne, sondern um eine BR mit sich erweiterndem Port.
    - Einem solchen Konstrukt sagt man "bessere Anpassung / Ankopplung an die Umgebungsluft" nach. Klingt erst mal einleuchtend, mir fehlt hier der stichhaltige Nachweis bzw. die fundierte, wissenschaftliche Untersuchung - gibts da denn was? Seit Jahren liest man hier immer nur obiges Argument - hat es sich einfach nur eingebürgert, weil es jeder wiederholt? Im Marketing finden sich dann auch völlig unsinnige Formulierungen der Reichweitenerhöhung aufgrund dieser Bauweise... Wer hat was stichhaltiges (Link, PDF...)?
    - Bandbreite des "Portes" ändert sich mit der Formveränderung

    was vergessen an "Bekanntem" ?

    So, jetzt drehen wir den Port um und dann scheinen wir bei diesem Konstrukt zu sein. In Hifi Kreisen ist diese Bauweise oft anzutreffen, mit etwas Versatz und schön lang auch in Größenordnungen einer TL, dann als Voigt Pipe oder auch TQWT bezeichnet... Die TL-Anteile sind einfach erklärt, bei kurzer Ausführung auch das BR-Verhalten, die Auswirkungen rein auf den Pegel sind einfach erklärbar - aber was ist jetzt mit:

    - geringer Fläche des Portes "nach außen".... Nix Verluste hier?
    - welchen Effekt (Vorteil) genau handelt man sich denn nun durch die sich verjüngende Form ein...

    Der Strahlungswiderstand ändert sich wie folgt laut AjHorn:


    Vergleich BR mit 400qcm Fläche und einem sich verjünenden Port mit 3-facher Startfläche nud entsprechend erweiterter Länge, um aufs gleiche Tuning zu kommen - Größer die Kiste dann ist, klar.

    So... Und an den obigen 2 Fragen hängt man nun - seit langem schon.... (oder sinds mehr? Bitte ergänzen)

    Bin gespannt :)

    hornresp

  • Mechwerkandi
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    • 12. Februar 2010 um 09:03
    • #125

    Lass' mal den Gasdynamiker nach vorne.
    Formal ist die Verjüngung zunächst mal ein Widerstand, wie ein Strömungskörper.
    Der Widerstand verhält sich bei zunehmendem Volumenstrom (hier: Hub) nicht linear.
    Bei Erreichen eines, fallweise zu ermittelnden, Grenzwertes nimmt der Widerstand schlagartig überproportional zu.
    (Vergleich vom Prof mit einer Engstelle im Strassenverkehr: Man kann in einer Zeiteinheit eine bestimmte Anzahl an Kfz an der Engstelle vorbeileiten, überschreitet man diese Anzahl nur geringfügig, kommt es zum Stau.)
    Umgesetzt auf die Anwendung in dem Resonator bedeutet das:
    Ist die Verjüngung/der Widerstand im Verhältnis zum Volumenstrom klein, verhält sich das Ganze wie ein gerader Port.
    Ist die Verjüngung/der Widerstand im Verhältnis zum Volumenstrom gross, gerät das Ganze bei Überschreitung eines zu bestimmenden Hubes wegen des überproportional zunehmenden Strömungswiderstandes in Richtung einer CB.

    Der Effekt müsste sich mit einer Impedanzmessung im Grossignalverhalten einwandfrei nachweisen lassen.

  • Holger
    Profi
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    • 12. Februar 2010 um 10:20
    • #126

    Hört sich doch schon mal sehr Interessant an.
    Zum Thema Autos:
    Falls die Fahrer dizipliniert sind, sollte es keinen Stau geben,
    da der Eingang des Tunnels genauso groß ist wie der Ausgang.
    Aber Luft und auch Autofahrer besitzen eine Eigendynamik, also
    kommt es wahrscheinlich wieder zum Stau in gewissen Zonen.Und es gibt Zonen wo nur wenig Fahrer sind.
    Und sie Fahren immer wieder mal Vorwärts und dann wieder Rückwärts und das noch
    nach abwechselnden Zeiten,
    was auch der Grund für die ständig wechselnden Stauzonen im Tunnel ist

    Von den Autos wieder Weg.
    Hört sich das für mich an wie eine Resokammer die bei Verschiedenen Anregungsfrequenzen
    natürlich Unterschiedlich reagiert.
    Falls das so ist, verstehe ich aber nicht wieso man den Ein und Auslaß so ungünstig (Strömungstechnisch) gestalten muß.
    Irroniemodus: hätte man sonst +8dB Gewinn erklären müssen?:

    Seltsam Seltsam

  • Stefan Rechenbauer
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    179
    • 12. Februar 2010 um 10:48
    • #127
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Umgesetzt auf die Anwendung in dem Resonator bedeutet das:
    Ist die Verjüngung/der Widerstand im Verhältnis zum Volumenstrom klein, verhält sich das Ganze wie ein gerader Port.
    Ist die Verjüngung/der Widerstand im Verhältnis zum Volumenstrom gross, gerät das Ganze bei Überschreitung eines zu bestimmenden Hubes wegen des überproportional zunehmenden Strömungswiderstandes in Richtung einer CB.


    Ist das wuenschenswert oder nicht? Ansichtssache:
    >> aus Sicht der Hubminderung bei der Abstimmfrequenz ist das schlecht (die maximale Hubminderung sinkt, je groesser der Widerstand i.e. je mehr sich bei steigenden Volumenstrom das Arbeitsprinzip zu CB hin verschiebt. Fuer eine gegebene Auslenkung der Membran sinkt die Hubminderung.)
    >> aus Sicht der Guete der Hubminderung bei der Abstimmfrequenz ist das schon besser (hoeherer Stroemungswiderstand -> hoeherer Realteil der akustischen Impedanz am Porteingang, geringere maximale Hubminderung aber auch geringere Guete. Fuer eine gegebene Membranauslenkung laesst sich die Bandbreite der Hubminderung vergroessern.)
    >> aus Sicht der Gruppenlaufzeit ist das u.U. besser, da die dominante Resonanz bei der Abstimmfrequenz bedaempft wird. Irgendwo muss die subjektive Empfindung mancher, dass "kleine Ports musikalischer klingen" ja herruehren.

    Zitat von "Sabbelbacke"

    ...Halbraum-Ergebnis auf dem Bildschirm [...] auch in der Realität erwarten.


    Nochmal meine Frage - besteht ein Zusammenhang zwischen obiger Beobachtung und dem oft gehoerten "Sub XX macht nur ToeckToeck" oder "Top YY kann keinen Grundton"?

    Die Auswirkungen der geanderten Portform siehst du am besten, wenn du die akustische Eingansimpedanz des Ports ausrechnest und in komplexen Werten ausgibst (nicht Betrag und Phase). Die akustische Impedanz der Membran selbst wird kaum beeinflusst, da die mechanische Impedanz der Membran viel groesser als die des Ports ist. Ohne auf Details einzugehen: man kann den Port so entwerfen, dass bei gegebener Resonanzfrequenz der Realanteil der akustischen Impedanz hoeher als beim geraden Port ist (ergo hoeherer Schalldruck bei gleicher Schnelle am Portmund). Und / oder man entwirft ihn so, dass die ausgepraegten hoeherfrequenten Resonanzen staerker bedaempft werden (weniger resonanten Verhalten bei breitbandigen Treibern).

    Schoenes Beispiel gibts bei Mapes-Riordan, D. (1991); "Horn Modeling with Conical and Cylindrical Transmission Line Elements", JAES. Und rate mal - der rechnet einen Port aus 2 exponentiellen Segmenten. Mund- und Halsdurchmesser sind gleich, in der Mitte ist der Durchmesser halbiert. Ergo - Ein- und Ausgang sind stark 'quasi-stroemungsoptimiert' - siehe mechwerkandi. Die hoeheren Resonanzen werden deutlichst bedaempft. Der Realteil der akustischen Impedanz steigt natuerlich nicht, aber der Imaginaerteil aendert sich weniger stark um die Resonanzfrequenz - die Resonanzguete sinkt, i.e. der Port 'arbeitet breitbandiger'.

    Gruss: Stefan

  • ralle14
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    • 12. Februar 2010 um 11:37
    • #128
    Zitat

    Ist das wuenschenswert oder nicht? Ansichtssache:
    >> aus Sicht der Hubminderung bei der Abstimmfrequenz ist das schlecht (die maximale Hubminderung sinkt, je groesser der Widerstand i.e. je mehr sich bei steigenden Volumenstrom das Arbeitsprinzip zu CB hin verschiebt. Fuer eine gegebene Auslenkung der Membran sinkt die Hubminderung.)

    Kann aber aufgrund des großen linearen Hubes des 18NLW9600 auch gewollt sein.

  • Mechwerkandi
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    • 12. Februar 2010 um 12:15
    • #129
    Zitat von "Stefan Rechenbauer"


    Ist das wuenschenswert oder nicht?
    ...
    Ein- und Ausgang sind stark 'quasi-stroemungsoptimiert' - siehe mechwerkandi.


    Obacht- Bevor jetzt die Pferde durchgehen.
    Das o.g. Szenario beschreibt die Verhältnisse bei gedachten "idealen" Zuständen. Konstanter Volumenstrom, keine additiven Widerstände im Strömungsverlauf..
    Beides trifft in der Realität sicherlich nicht zu.
    Der Volumenstrom ist nicht konstant, sondern inkonsistent, ändert frequenzabhängig die Richtung und das Ganze auch noch überlagert.
    Additive Widerstände wie Gehäusekanten, Lochbleche, Abstand zum Boden durch Füsse unter der Box (Fliesswiderstand), alles das bleibt zunächst unberücksichtigt.

    Der m.E. entscheidende Punkt ist die sinnvolle Ankoppelung der unvermeidbaren Widerstandes im Strömungsverlauf an die Umgebung, im Sinne des Gehäusevolumens einerseits und der Umbebungsluft andererseits.
    Man wird hier sicherlich aus praktischen Gründen (Fertigung) Kompromisse eingehen müssen.

    Unter den o.g. Betrachtungen ergeben sich folgende Zusammenhänge:
    Bleibt der Pegel definitiv unter einer zu bestimmenden Grenze, läuft das Ganze weitgehend nachvollziehbar/simulierbar als Resonator.
    Steigt der Pegel konstant über diesen Grenzwert, mutiert das System Richtung CB mit überlagerten Resonatoranteilen.
    Pendelt der Pegel zufällig um diesen Grenzwert, ist das Ergebnis wohl mehr zufälliger Natur.

  • Holger
    Profi
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    • 13. Februar 2010 um 11:46
    • #130

    Würde dann bedeuten, das ich bis 600Watt die
    Vorteile des Resonators genießen kann und eine weiter
    Leistungssteigerung nicht eine Lineare erhöhung ergibt,
    sondern sich der Port immer mehr aus dem Geschehen
    ausblendet? Und das auch noch gewollt?
    Kann das im Sinne des Erfinders sein?
    Ich dachte immer man Versucht die Portcompresion so
    gering wie möglich zu halten, damit man nicht nur bei
    mittlerer Leistung den Gewinn durch den Resonator hat.
    Oder kann dieser Loudness-Effekt gewollt sein.

  • Mechwerkandi
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    • 13. Februar 2010 um 12:20
    • #131
    Zitat von "Holger"


    Würde dann bedeuten, das ich bis 600Watt die
    Vorteile des Resonators genießen kann und eine weiter
    Leistungssteigerung nicht eine Lineare erhöhung ergibt,
    sondern sich der Port immer mehr aus dem Geschehen
    ausblendet?


    Jeinnn...
    Das hängt ab von dem Querschnitt und der Koppelung des Ports nach innen & aussen.
    Man kann den Grenzwert im Grossignalverhalten messtechnisch erfassen, sollte sich aber darüber im Klaren sein, das der Wert bei jeder Aufstellung neu ermittelt werden muss. Der Aufwand bleibt also fraglich...
    Eine Lösung wäre, dem Port so gross zu gestalten, mit bestmöglicher Koppelung, um den beschriebenen Effekten sicher aus dem Weg zu gehen.
    Lehre aus dem Maschinenbau: Kannst du dynamische Lastfälle nicht erfassen, musst du statisch überbemessen.
    Dem steht aber wieder die Idee von den "kleinen Gehäusen" im Weg.


    Zitat von "Holger"


    Und das auch noch gewollt?


    Wenn ja, ist das zumindest ein konstruktives Wagnis...


    Zitat von "Holger"


    Kann das im Sinne des Erfinders sein?


    Fallweise ja.

  • flaxmo
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    • 13. Februar 2010 um 18:28
    • #132

    Wie lauten die äusseren Gehäusemaße von der Kiste?
    Bin am überlegen entweder 4 von den Eighteensound Doppel18 Bandpässen zu bauen oder 8 Stück von diesen Kisten. Der Woofer scheint ja wirklich ein schönes Stück Technik zu sein...

  • ralle14
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    • 13. Februar 2010 um 18:30
    • #133

    BxHxT: 58x65x65cm

  • flaxmo
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    • 13. Februar 2010 um 18:32
    • #134

    Okay und den Plan bekomme ich bei X-Max?!

  • ralle14
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    • 13. Februar 2010 um 19:23
    • #135
    Zitat von "flaxmo"

    Okay und den Plan bekomme ich bei X-Max?!

    Genau, aber nur wenn du die Chassis gleich mitbestellst. Evtl hilft auch betteln. :grin:

  • Hörnli
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    • 14. Februar 2010 um 16:46
    • #136

    Moin,

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Ist die Verjüngung/der Widerstand im Verhältnis zum Volumenstrom gross, gerät das Ganze bei Überschreitung eines zu bestimmenden Hubes wegen des überproportional zunehmenden Strömungswiderstandes in Richtung einer CB.

    Der Effekt müsste sich mit einer Impedanzmessung im Grossignalverhalten einwandfrei nachweisen lassen.

    Zitat von "Stefan Rechenbauer"

    >> aus Sicht der Hubminderung bei der Abstimmfrequenz ist das [der kleine Port] schlecht (die maximale Hubminderung sinkt, je groesser der Widerstand i.e. je mehr sich bei steigenden Volumenstrom das Arbeitsprinzip zu CB hin verschiebt. Fuer eine gegebene Auslenkung der Membran sinkt die Hubminderung.)

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Bleibt der Pegel definitiv unter einer zu bestimmenden Grenze, läuft das Ganze weitgehend nachvollziehbar/simulierbar als Resonator.
    Steigt der Pegel konstant über diesen Grenzwert, mutiert das System Richtung CB mit überlagerten Resonatoranteilen.
    Pendelt der Pegel zufällig um diesen Grenzwert, ist das Ergebnis wohl mehr zufälliger Natur.

    Wie kommt ihr auf den schiefen Ast, mit einem kleinen Port könne man das Verhalten einer BR in Richtung CB ändern?

    Ich habe höchstpersönlich einen Versuch über kleine Ports angestellt, nur um das Verhalten bezüglich Hub UND Musik zu erfassen. Dazu erhielt mein 60er Würfel einen runden Port in Brettstärke von 10cm Durchmesser, eingebaut war ein 18NW100. Dieser Treiber hat knapp über die Hälfte der Hubfähigkeit des 18NLW9600, in der Praxis eher weniger als die Hälfte, wegen der relativ früheren Begrenzung durch die Einspannung. Ich wollte zunächst wissen, bei welchen Frequenzen eine Hubreduzierung verglichen mit geschlossenem Loch eintritt. Auf der Tuningfrequenz erwartet jeder eine Hubreduzierung, die auch eintrat. Jedoch trat auch im für BR so kritischen Bereich oberhalb des Tunings eine deutlich über den simulierten Werten liegende Hubminderung auf. "Nebenbei" fiel ein verglichen mit der Theorie unerwartet geringer Hubanstieg unterhalb der Tuningfrequenz auf. Selbstredend habe ich dafür Pegel benutzt, die meßbaren Hub erzeugten.

    Ist ja toll, könnte man rauslesen, ein kleiner Port reduziert den Hub nicht nur in unmittelbarer Nähe der BR-Abstimmung.

    Bei einem dermaßen zu kleinen Port braucht man den Klirr erst garnicht messen. Der Klirr übertönt schon bei moderaten Pegeln alles. Die Betrachtung einer positiven Änderung der Box in Richtung CB ist unmöglich, bzw. nur für hartgesottene Physiker interessant. Oberhalb und auf der Tuningfrequenz kann ich den subjektiven Klangeindruck, als noch am ehesten einer Flatulenz ähnlich beschreiben. Unterhalb war mit zunehmendem Pegel erwartungsgemäß ein, von grollenden Wirbeln bis fauchenden Blasgeräuschen wechselndes Geräusch hörbar. "Zufälliger Natur", wie Andi es formulierte, trifft das Geschehen sehr genau. Rauschen, und genau das entsteht am und im Port durch Wirbel, ist zufällig, ja, zufällig, und ohne jeden harmonischen Zusammenhang zur Signalform.

    Gerade hier beschreibt das viel zitierte Groupdelay das Verhalten einer BR nicht.

    Das entstehende Klangspektrum der Wirbel"-geräusche" (von Rauschen ;) ), folgt jedoch in direktem Zusammenhang der Strömungsgeschwindigkeit. Von unteren Frequenzbändern bei langsamer Stömung, hin zu hohen Frequenzbändern bei schneller Strömung. Wie diese Rauschen von Tunnelresonanzen gefiltert werden, konnte ich in meinem Versuch nicht erforschen (Brettstärke). Meine ketzerische Vermutung ist, daß der mächtigere Klang von großen Ports vom, wegen niedriger Strömungsgeschwindigkeit tieferfrequenten Rauschen, und auch der tieferliegenden Portresonanzen herrührt. Pegelwahrnehmung ist subjektiv. Da der Mensch Pegel nur vergleichend beurteilen kann, auf einer Veranstaltung immerhin mit der Sprachlautstärke seines Gegenübers, genügt Krach, um das Kundenerlebniss "hohe Lautstärke" ist zu schaffen. Ein maskiertes Tonereigniss jedoch offenbart seinen informativen Inhalt nicht, geht es um Musik ist das Nachteilig.

    Hier schließt sich der Bogen zum genialen BR118ex. Ich vermute, daß die durchgängige Hubminderung die mögliche Belastbarkeitsangabe erheblich erhöht. Der BR118ex ist mit durchschnittlich vorhandenen Amps sicher sehr Nutzertolerant. Ein Lautsprecher ohne dieses verwirklichte Entwicklungsziel ist unverkäuflich, bzw. übersteht den Vertriebstest:"mach ihn kaputt" nicht. Zudem ist der DAU glücklich, wenn ein Lautsprecher ihn nicht bloßstellt, durch Ausfall.

    Die auffällige Portgeometrie ist ja mittlerweile erklärt worden, mich erinnert sie an den Resonanzschalldämpfer eines Zweitaktmopeds. Ich vermute, daß verglichen mit einer tonal sehr färbenden Großport-BR, ein unauffälligeres Artefaktspektrum erreicht wurde.

    isser zu klein, der Port? Nö, wieso denn? Egal was der Nutzer macht, er bekommt bekannte, gewohnte Ergebnisse. Ein völlig überblasener Port spielt zwar keine Musik, aber gequält klingende Lautsprecher sind gepflegtes Kulturgut. Jedenfalls dreht so mancher DJ oder Mischer auf, bis der gewünschte "Müllanteil" entsteht, und lässt sich auch durch reale, artefaktfreie Pegel nicht daran hindern - es muß bis es klirrt.

    Der musikbegeisterte Nutzer dreht weniger weit auf und erhält mit dem BR118ex eine sehr transportable, wohlklingende BR. Vermutlich besser als eine Eckportkiste. Die in dieser Betriebsart hohen Hubreserven des 18NLW9600 dürften den souveränen Eindruck erheblich begünstigen. Hubminderungslücke geschlossen, das ist ein großes BR-Problem weniger.

    Die Frage kann nun sein, ob der musikbegeisterte Nutzer überhaupt einen Port braucht, wenn ein über CB liegender Musik-Maximalpegel mit einer fast genauso kompakten BR nicht erzeugbar ist. Wenn ich einen über CB liegenden Maximalpegel erreichen möchte programmiere ich den DSP entsprechend, bohre kein Loch hinein, benutze also weiter das geschlossene Prinzip. Die erreichbaren Pegel liegen damit mindestens auf dem Praxis-Niveau einer ebenso kompakten BR, deren Port diese Funktionen mechanisch erreicht. Kompression bis zum Exzess. Portlärm konnte ich noch nicht programmieren, damit fällt CB hinter BR zurück. Jedoch pflegt CB das Residuumhören, der subjektive Eindruck ist ohne musikalische Nachteile deutlich mächtiger und tiefer als das korrekte Simulationen und Messungen vermuten lassen. Dynamische Filter stören den Effekt, ich filtere nicht.

    Möge jeder selbst entscheiden, ob er dynamische Filter möchte, und wenn ja, welchen Entwicklungsweg er dorthin gehen mag.
    Möge jeder BR-Entwickler einen Port nach seinen Artefaktwünschen gestalten, Residuumhören bleibt aber ausgeschlossen.


    Viele Grüße, Bernd

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Jonnytrance
    Gast
    • 15. Februar 2010 um 08:00
    • #137
    Zitat von "Hörnli"

    Portlärm konnte ich noch nicht programmieren, damit fällt CB hinter BR zurück.


    „Krach“ von BR-Ports kann man mit ne CB Kiste + Controller nicht nachmachen, ist klar, aber etwas gedrön schon. Und kaum zu vorstellen, aber genau das ist manchmal sogar gewünscht.
    Ich habe bei mir ein „Führerscheinfrischling“ gehabt. Der hätte 2 Subs, seins CB und von Kumpel BR. Er wollte unbedingt genauso haben wie beim Kumpel, da mit seinem Sub unzufrieden war. Eigentlich hat mir CB Kiste klanglich besser gefallen, nur meinte dieser 18-Jahriger, Kumpel seins spielt besser.
    Also, habe ich 2 benachbarten Frequenzen genommen und eine nach unten und andere nach oben ganz schmalbändig gezogen. Irgendwann schreite der „Das ist das, das ist was ich möchte“. Der CB Sub hat dröhnig angehört, würde aber so von dem Typ und sein Kumpel als besser empfunden. Danach wollen die beiden schnell in Netz um nach passendem EQing/Controlling fürs Auto umzuschauen.

    Nun zurück zum Thema Ports.
    Seit ich A/B Vergleich zwischen BR115EX und „normalem“ BR Gehäuse gemacht hab, finde ich „geradläufige“ Ports als langweilig.
    Falls Threadstarter es rausfinden möchte unterschied BR118EX zum „normalen“ Gehäuse, kann er zusätzlich ne Gehäuse bauen (130L 38Hz) und vergleichen.
    Evtl. auch Messungen starten (F-Gang, Impedance, Klirr, Hub).

  • Mechwerkandi
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    • 15. Februar 2010 um 08:27
    • #138
    Zitat von "Hörnli"


    Wie kommt ihr auf den schiefen Ast, mit einem kleinen Port könne man das Verhalten einer BR in Richtung CB ändern?


    Deine Wahrnehmung wird immer noch in weiten Teilen von Deiner Vorstellung beeinflusst.
    Es ging nicht um einen kleinen Port, sondern um einen, der in Abhängigkeit vom Volumenstrom ein grenzwertiges Widerstandsverhalten zeigt.
    Hier: Verjüngung zzgl. additiver Widerstände wie ausführungsbedingte Kompromisse bei der Koppelung des Ports an die Umgebung.
    "Klang" ist eine physikalisch nicht definierte Grösse und damit nicht diskussionsfähig.

    Aber warum sich für Grundlagen der Strömungsmechanik interessieren, wo man doch so herrlich seine Paranoia ausleben kann...

    PS:
    Subjektiv "dröhnende" BR Subs sind ein signifikantes Indiz für eine Fehlabstimmung. Entweder ist der Einbau zu gehäuselastig, zur Zeit recht beliebt, um untenrum noch etwas Pseudo-Pegel zu erzeugen, oder die Aufstellung ist ungeschickt gewählt. Das hat aber nichts mit den beschriebenen Zusammenhängen von BR Ports mit nicht-konstantem Querschnitt zu tun.

  • sabbelbacke
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    • 15. Februar 2010 um 12:59
    • #139
    Zitat von "Stefan Rechenbauer"


    Nochmal meine Frage - besteht ein Zusammenhang zwischen obiger Beobachtung und dem oft gehoerten "Sub XX macht nur ToeckToeck" oder "Top YY kann keinen Grundton"?


    Die Antwort hast Du ja oben selber schon gegeben (in fast sokratischem Fragestil :)).Dass bei jedem realen Konstrukt der Bafflestep mit eingerechnet werden muss in der Entwicklung und dass eine Halbraum Simu das nicht berücksichtig, wurde oben ja schon mehrfach illustriert.


    Kurzes Beispiel für ein imaginäres 12" Top in einer 40x50cm großen Front, Pegel auf 1m normalisiert, nur der Einfluss der Front ist eingerechnet. Schön zu sehen ist der Pegelabfall ab dem Moment, wo die Wellenlängen länger als die Gehäuseabmessungen werden und die dann eintretende, allmähliche Annäherung an den 4Pi Pegel.

    hornresp

    Einmal editiert, zuletzt von Sabbelbacke (15. Februar 2010 um 13:55)

  • FF
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    • 15. Februar 2010 um 13:49
    • #140

    Schönes Diagramm zur Veranschaulichung.

    Was in deinem Diagramm aber nicht berücksichtigt ist, sind die 6dB Pegelgewinn durch die Spiegelung an der Bodenfläche. Natürlich hat Stefan recht, wenn er sagt, dass es sich beim Subwoofer auf dem Boden streng genommen nicht um einen Halbraum handelt, sondern um Vollraum plus Spiegelschallquelle.

    Bei Subwoofersimulationen ist die Halbraum-Einstellung in einer Software wie hornresp dennoch die bestmögliche Näherung an die Realität. Der Bafflestep ist in diesem Fall aufgrund des zur Verwendung kommenden Frequenzspektrums vernachlässigbar, sofern wir jetzt größere Cluster mal außer acht lassen.

    Gruß FF

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