Hi Leutz.
Da ich ja bekannter maßen der freund der "billig"sachen bin, hab ich mich mal an ein neues gehäuse für einen der billigsten und gleichzeitig brauchbarsten billig-bässe am markt gemacht: den 12zoll kenford pa sub, -ZYD300-8 ist das genaue typenkürzell.
wichtig: ich rede hier über ein chassis für 25euro marktpreis! das davon keine wunder zu erwarten sind, ist wohl jedem klar. alle aussagen treffe ich in relation zum preis!
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kurzgeschichte, wie es dazu gekommen ist:
ich habe mir vor 3 jahren erst 2, dann weitere 2 chassis gekauft, um die ULB Bässe vom jobsti nachbauen zu können (nicht ulb pro!). habe dann 4 dieser bässe an einer E800 von Thomann betrieben. 220watt sind nicht die welt, klar, aber es reichte zumeist für 50man partys. zuletzt stand die komplette pa nur als raumunterstützung in unserem studio.
da vor wenigen wochen alle sachen im verleih unterwegs waren, haben wir zu einer privaten, kurzfristigen party die bässe mitgenommen und eine Fidek FPA 10 als antrieb mitgenommen. laut datenblatt 370watt pro bass. das ergebniss war echt überraschend!
da mir zuletzt immer häufiger die "clamshell" (muschel) bauweise untergekommen ist, hab ich mich gefragt - da die originalgehäuse mittlerweile echt stark gelitten haben - ob die kenford da auch drin funsen. rein optisch sehen diese gehäuse nämlich sehr nach "einfachen" BRs aus. das dem warscheinlich nicht so ist, ist mir schon klar, aber ich ich ignoriere sowas gerne mal ![]()
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da die abstimmung der vorhandenen bässe (aus eigenem verschulden, da etwas zu großes volumen) uns etwas zu tief war und wir meist mit EQing um 40hz den hahn zu gedreht haben, hab ich das volumen pro bass um etwa 10L verkleinert. der br-port ist zum original 2cm länger (wegen der schallwandschrägen unumgänglich) und hat etwa 5% mehr öffnungsfläche. alles in allem ist die kiste noch kompakt, -allemal kompakter, als die meisten 18er, womit die kiste am ehesten vergleichbar ist, denke ich. da ganze ist ein doppelbass in eben jender clamshellanordnung, zumidest theoretisch. die chassis sitzen im 90° winkel zueinander. die resonanzkammer ist nicht getrennt worden, beide chassis arbeiten also in der gleichen kammer.
versuchsaufbau:
unser hintere studioraum ist ca 7,5x6m groß bei 2,8m deckenhöhe. die speaker standen recht weit in der mitte, weshalb zum hörer nur ca 3m platz waren. das signal kam von einem DENON DNX 1500 bzw 2 400er Pioneers. masterout per xlr in 2 thomann pa502, die im hi-cut liefen (fest 120hz). das signal von dort aus wurde in die besagte fidek geslaved, somit laut datenblatt 740watt rms pro gehäuse, bzw 370w pro chassis. da der amp hat eine eingebaute weiche und einen 30hz bzw 50hz subsonic filter, der allerdings mit 12db recht flach abfällt, zumindest hab ich das laut betriebsanleitung so komisch im kopf. deshalb läuft der amp bei uns auch im 50hz modus. obenrum wurde per gehör ca passend an die tops angekoppelt (vor 2 wochen). alle limiter und schutzschaltungen waren auch eingeschaltet. die vielen einstellmöglichkeiten an dem amp und die optik lassen mich immernoch überlegen, ob das nicht einfach ein aufkauf eines alten, guten analog-eisenschwein-amps eines profiherstellers ist ... aber gut, anderes thema, jedenfalls kann man bei diesem setup auf ne zusätzliche weiche verzichten, was ganz praktisch ist.
speakerkabel sind 4mm² speakon. innen sind 2,5mm² uzden chassis verlegt, was für maximal 500watt dicke reichen sollte.
der test:
an der fidek saß nun auf der einen seite das neue doppel-clamshell-proto-gehäuse, auf der anderen seite zwei alte, originale mit jobstis literangabe (plus etwas 6liter) und portmaßen, -370watt pro chassis also. den bassamp voll aufgerissen und die tops pegeltechnisch an die alten (!) gehäuse angeglichen.
erster test mit "Kamui - Electro Slut (Kamui Original Mix)". erst die alten: schöner punsh, recht viel tiefgang (vor allem die bassline) aber noch ausgewogen, gute ankopplung zu den tops, -macht schon spass - vor allem für NICHTMAL 100€ gesammtkosten für dieses subwooferPAAR!!! dann der dreh am balanceregler auf die andere, neue seite: "huch, wasn das?!" brüllte der kollege mir da ins ohr. der bass war etwas lauter, etwas präziser, spürbar druckvoller, als die anderen beiden. hörbare verzerrungen kamen etwas später (bei höheren laustärken) unserer meinung nach, woraus wir schließen, dass der neue sub belastbarer ist. das gleiche stellte sich dann bei ähnlichem, progressiven bzw electro ähnlichen klängen herraus: der neue bass macht das, was er soll ![]()
kurz noch etwas uplifting trance reingeworfen: "Paul Webster Feat Angelic Amanda - Time (Sean Tyas Remix)" , "Aethna - Igma (Chris Matt Kidd Mix)" und "Trance Arts Feat. Claire Willis - All I Need To Know (Dereck Recay Dub)" bestätigten auch hier den einDRUCK. -und eben auch die etwas höhere präzision.
musikwechsel. "Metallica - One". das schlagzeuggeballer ist einfach zu geil. schöne kurze kicks. genau das richtige für den test der kickfähigkeit. auch hier das gleiche bild. der neue bass ist in den höheren lautstärken einfach etwas präziser.
tiefgangtest gabs dann abschließend mit "Artist Unknown - Mountain007.1 (Original Mix)" minimal. super geeignet für nebengeräusche. hier hörte man dann nebengeräusche, die wohl aber von überall aus dem raum kamen, nicht aber aus den chassis. vor allem: keine "pust" geräusche vom port, da das brett auch abgerundet wurde. meine ersten (alten, hier auch genutzten) gehäuse haben leichte windgeräusche hervorgezaubert.
blackmusic durfte natürlich auch nicht fehlen. "Curse - das wird schon", "Shai - if i ever fall in love" und "Play n´Skillz - Freaks" bestätigten dann meiner meinung nach den ausreichenden weil unserer meiner meinung nach nicht verminderten tiefgang.
ein voller erfolg meiner meinung nach!!!
hier noch ein bild des aufbaues, leider in mieser quali.
mfg!