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Erinnerungen an Karlson Koppler?

  • karlsonite
  • 27. August 2003 um 14:45
  • ThomasK
    Beiträge
    147
    • 1. September 2003 um 11:24
    • #21

    Es ist doch deutlich zwischen einem reinen Karlson Koppler und dem sogenannten Baßhybridegehäuse zu unterscheiden.

    Bei Festinstallationen wäre eine reiner KK auch für den Tiefbaßbereich denkbar. Bei 2 Meter Länge käme das Ding auf 43Hz untere Grenzfrequenz. Da aber der Realteil der Strahlungsimpedanz an der unteren Grenzfrequenz 0 ist, wird keine vernünftige Schallabstrahlung erreicht. Also entweder verlängern oder höhere Grenzfrequenz akzeptieren. Ich habe bereits vor einem KK der Länge 2,2 Meter aus Dänischer Fertigung gestanden --- gehört habe ich ihn leider nicht, da die Installation nicht betriebsbereit war. Einer Closed/BR/[sym|asym]BP sollte das Ding zumindest in Punkto Wirkungsgrad überlegen sein. Darüber hinaus hätte das Abstrahlverhalten keine Lobes, selbst in Bereichen in denen bereits Schallbündelung durch die Membranengröße auftritt.

    Das Hybridegehäuse verwendet den KK nur für den Tiefmitteltonbereich. Wenn natürlich eure Definition als Tiefton nur alles akzeptiert was sich abwärts von 150Hz abspielt, dann hatt dieses Gehäuse, bei gegebenen Abmessungen, natürlich keinerlei Vorteile bzgl. Tieftonabstrahlung im Vergleich zu Closed/BR/[sym|asym]BP Systemen. Wenn die obere Grenzfrequenz jedoch im Bereich 250Hz - 500Hz oder gar darüber hinaus angesiedelt wird, dann gibt es doch deutliche Vorteile gegenüber direktstrahlenden oder BP Systemen.

    Ob die Kammer zusammen mit dem Schlitz tatsächlich zu einem unsymmetrischen BP führt wäre in der Tat einer näheren Untersuchung wert. Bei den veröffentlichten Wiedergabekurven gibt es zwei tiefe Einbrüche hoher Güte, die angeblich auf Resonanzerscheinungen in der Kammer zurückzuführen sind --- weiß da jemand genaueres? Eine Tiefpaßcharakteristik kann ich aber nicht sehen.

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 1. September 2003 um 13:32
    • #22
    Zitat von "ThomasK"

    Es ist doch deutlich zwischen einem reinen Karlson Koppler und dem sogenannten Baßhybridegehäuse zu unterscheiden.


    Kann man so oder so sehen. Ich unterscheide es nicht, sondern mache es an der Größe fest. Oberhalb Lambda Viertel KANN ja der Bass nicht mehr ge-KK-t werden. Also muss er anders rauskommen, wenn es trotzdem tiefer gehen soll. Ich finde aber albern zu sagen, der KK hätte Vorteile im Bassbereich, wenn er aufgrund der Größe im Bassbereich gar kein KK mehr ist. Ich hab vorher schon irgendwo geschrieben, dass diese Kisten für Bassisten was wären, aber als Subwoofer eben nicht. Es sei denn, man baut, wie du schon sagtest, eine Kiste mit über 2m......


    Zitat

    Ob die Kammer zusammen mit dem Schlitz tatsächlich zu einem unsymmetrischen BP führt wäre in der Tat einer näheren Untersuchung wert. Bei den veröffentlichten Wiedergabekurven gibt es zwei tiefe Einbrüche hoher Güte, die angeblich auf Resonanzerscheinungen in der Kammer zurückzuführen sind --- weiß da jemand genaueres? Eine Tiefpaßcharakteristik kann ich aber nicht sehen.


    Da ist auch keine Tiefpass-Charakteristik. Es ist analog zum PWH-Sub von Dynacord. Der Koppler muss, wenn er als "Hybrid" ausgelegt ist, ordentlich berechnet/ertestet werden. Denn wo der BP aufhört zu arbeiten, muss der KK-Anteil einsetzen, sonst gibt es ein Loch. Überschneidungen sind aber ebenfalls zu vermeiden (analog zu BR).

    Nehme ich einen normalen BP und setze den Port an eine ungünstige Stelle, habe ich ja auch entgegen der BP-Theorie höhere Frequenzen "in der Luft". So ist es beim KK auch. Dass er untenrum BP-Verhalten an den Tag legt, scheint mir dabei eindeutig (Als Beweis könnte man mal Groupdelay gegen Frequenz messen...). Interessanter wäre die Frage, ob dieses Verhalten die KK-Funktion evtl. beeinträchtigt (durch höhere Strömung etc.).[/quote]

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