Interessanter Beitrag:
DJing made in GDR
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Na da kommen doch Erinnerungen hoch. Was der Mensch gegen die ORWO Kassetten hat, kann ich nicht verstehen. Gegen die orangenen Russenkassetten waren die Goldstaub. Ich habe mit einem B56 angefangen, das war vieleicht ein rumgespule.
Neulich ist mir auch was lustiges passiert. Ich war bei einem Typen in einer Garage und sehe da zwei Basshörner die ich mal vor ca. fünfundzwanzig Jahren gebaut habe.Uploaded with ImageShack.us
Bin gerade am Verhandeln um die Dinger zu erwerben. Im Alter wird man sentimental. -
Schwierige Umstände - unter der die damals in der DDR arbeiten mußten. :twisted:
Selbst die DDR-Plattenpressungen (Amiga) kosteten viel Geld. z.B. LP für 110,- Ost-Mark (bei z.B. 800,- Ost-Mark Nettolohn)
Daß Alles wäre für mich schon Grund genug, um aus der DDR zu fliehen ? :roll:In der BRD: "Blue Monday" von New Order spielte ich damals auch. Sehr guter Titel - gerade damals.
Und auch "Am Fenster" von City - stets in der langen Version. War bei den Leuten sehr beliebt, und es interessierte Keinen, daß dieses Stück aus der DDR stammt. :wink:
(Anfangs konnte ich es selber nicht glauben)
Es wundert mich, daß dieser Titel in der DDR nicht so beliebt war ? :shock:Meinen ersten DJ-Job (gleich als resident) bekam ich in einer kleinen, aber feinen Keller-Diskothek.
Ich erfuhr, daß der DJ aufhören wollte, bewarb mich um seine Stelle - zwei Stunden DJ-ing vor Publikum - und bekam den Job. :grin:
Auch mit Moderation zwischen den Tracks, usw. - aber keine Schule, keine Prüfung, keine Kommission, keine "staatl. Spielerlaubnis", usw.
Eine "deutsche Quote" hatte ich auch, das Publikum verlangte es. Ca. 20 % mußte ich "Neue Deutsche Welle" spielen - *würg*
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Hallo!
Zitat von "Bernd Masu"Schwierige Umstände - unter der die damals in der DDR arbeiten mußten. :twisted:
Selbst die DDR-Plattenpressungen (Amiga) kosteten viel Geld. z.B. LP für 110,- Ost-Mark (bei z.B. 800,- Ost-Mark Nettolohn)
Naja, die normale Amiga LP kostete 16,10 Mark, und da war sogar schon die AWA Gebühr (quasi die GEMA der DDR) mit drinne. Und zu dem Artikel, ich denke der gehört unter die Überschrift "Dramatisierte Darstellung", zumindest teilweise wird da etwas übertrieben, wie schon erwähnt waren die ORWO Kassetten eigentlich in Ordnung, und überhitzende Vermona-Endstufen kenne ich auch nicht (ich habe und hatte da einige von, und selbst unter dauer Volllast musste ich da noch nie zwangskühlen). Wer sich für das Thema interessiert, der kann sich mal auf http://www.dirksipp.de/53501.html durchlesen, unter "Mein Weg", "Spielerlaubnis SPU" und "AWA wird GEMA" findet sich dort auch noch einiges zum Thema. -
Zitat von "Bernd Masu"
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Und auch "Am Fenster" von City - stets in der langen Version. War bei den Leuten sehr beliebt, und es interessierte Keinen, daß dieses Stück aus der DDR stammt. :wink:
(Anfangs konnte ich es selber nicht glauben)
Es wundert mich, daß dieser Titel in der DDR nicht so beliebt war ? :shock:
...Und wie "Am Fenster" heute noch ankommt... alles Ü25 kennt den song und erfreut sich wenn er zu geschrittener Stunde läuft. Meine Erfahrung.
Aber wenn man den Artikel so ließt war das ja richtig Arbeit damals. Nicht so ein Luxus wie heute zu Zeiten von VDJ und so digitales Zeug.
Nen :lol: "SYNC" :lol: Button gab es bei den JVC Decks besimmt nicht... -
Ich denke früher wurde weniger Wert auf taktgenaues Mixen gelegt denn auf qualitative Unterhaltung...
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Zitat von "Bernd Masu"
Und auch "Am Fenster" von City - stets in der langen Version. War bei den Leuten sehr beliebt, und es interessierte Keinen, daß dieses Stück aus der DDR stammt. :wink:
(Anfangs konnte ich es selber nicht glauben)
Es wundert mich, daß dieser Titel in der DDR nicht so beliebt war ? :shock:Bei "City" musste ich grad wieder an die legendären Parties von "Cleopha ´87" bei uns in Mittelbaden denken, war der Walter Holtfoth bei Euch auch unterwegs?
Gruß, Jürgen :wink:
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Zitat von "Jürgen Klingel"
Bei "City" musste ich grad wieder an die legendären Parties von "Cleopha ´87" bei uns in Mittelbaden denken, war der Walter Holtfoth bei Euch auch unterwegs?
Hallo Jürgen,
Ich war damals + heute in Südbaden = "eigenes Land für sich" - Alles nördlich von Freiburg/Br. ist "Ausland". :grin:1994 - 95 hatte ich u.a. eine eigene Radiosendung, ähnlich wie "Cleopha 87", in einem unabhängigen Lokalradio (kommerzfrei) Jeden Montag-Nacht, 22 - 24 Uhr.
Das Sendestudio war damals winzig klein, (Sechs qm ?), die Technik tlw. abenteuerlich. Um mich herum meistens flippige Teenies.
Nebenan eine Punk-Kneipe, http://www.myspace.com/cafeirrlicht von der ich ggf. Live-Auftritte von Bands auf den Sender brachte.
Da hing Alles von einem einzigen laaangen XLR-Kabel ab, von deren Mixer auf unser Studiopult.
Insgesamt machte viel Spass - konnte man Viel lernen + ausprobieren - aber war nur Hobby = ohne Lohn.
Und man soll die Vorarbeit beim Radio nicht unterschätzen - war mehr als vgl. fürs DJing.
Außerdem vermisse ich beim Radio machen - das Publikum.
Zu Cleopha 87: http://www.cleopharadio.de/
Zu meinem damal. Radiosender (Heute in anderen Räumen) :http://www.kanal-ratte.de/ -
Zitat von "Bernd Masu"
Hallo Jürgen,
Ich war damals + heute in Südbaden = "eigenes Land für sich" - Alles nördlich von Freiburg/Br. ist "Ausland". :grin:Wo war nochmal der "Stinkefinger"-Smiley :lol: ?
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Ich habe selber um 1990 herum eine komplette Anlage (Doppelzwölfer, Eigenbau-Amp, conrad-Mixer und Denon-Player) an einen Novemberdeutschen verkauft, der auch noch mit so einem "Schallplattenunterhalter"-Schein Reklame machte.
Der war nach eigener Auskunft schwerpunktsmässig auf privaten Feiern unterwegs, und ich muss ihn irgendwie komisch angekuckt haben, als er micht frägte, wo der denn die Feiern anmelden müsse... :grin: -
Bild 11: Regent 60 mit den originalen Boxen und ein Tesla Tonbandgerät (genaue Bezeichnung weiß ich nicht mehr).
In den Boxen waren je zwei 30cm-Breitbänder drin. Der Lärm war enorm.Damals wurde nicht taktgenau gemixt, wozu auch. Niemand hätte seine teure Import- oder Intershopschallplatte gegen die natürliche Drehrichtung bewegt.
Die Orwokassetten gingen eigentlich, haben allerdings beim schnellen Umspulen bisweilen geklappert.Allerdings muß ich dazu sagen, die Schallplattenunterhalter haben auch Stimmung erzeugt. Ganz ohne Notebook mit 25000 MP3s drauf und DJ-Software mit 10 beliebig ineinander überblendbaren Spiellisten, ohne Laser und auf 30m Truss aufgereihter Riesenlichtshow...
Es war halt mehr Handarbeit.MfG
DirkB -
Zitat von "DirkB"
In den Boxen waren je zwei 30cm-Breitbänder drin
In vier davon habe ich neulich die Klinkenbuchsen gegen Speakon getauscht, die Boxen werden in unserem Sportverein
seit gefühlten 100Jahren zur Beschallung von Springturnieren genutzt.Licht hatten wir damals schon, eine Rudel Trabi Scheinwerfer mit Glasfarbe beschmiert, Spannungsversorgung über einen selbstgewickelten 12Volt Trafo (ca.60kg schwer), gesteuert durch eine selbstgebaute Thyristorsteuerung mit einer Leiterplatte in Kratztechnik :lol:
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Zitat von "Matthias Falke"
Licht hatten wir damals schon, eine Rudel Trabi Scheinwerfer mit Glasfarbe beschmiert, Spannungsversorgung über einen selbstgewickelten 12Volt Trafo (ca.60kg schwer), gesteuert durch eine selbstgebaute Thyristorsteuerung mit einer Leiterplatte in Kratztechnik :lol:
Ich erinnere eines Besuches in Prag in den 80er Jahren, Disco mit "West-Musik" lt. Auskunft des Taxifahrers = Boney M. :grin:
Auf einem Sofa neben der Anlage vier Personen sitzend, jeder vor sich so ein Nähmaschinen-Gaspedal = Lightshow. :wink: -
Zitat von "Matthias Falke"
In vier davon habe ich neulich die Klinkenbuchsen gegen Speakon getauscht, die Boxen werden in unserem Sportverein
seit gefühlten 100Jahren zur Beschallung von Springturnieren genutzt.
Also für den Einbau von Großtuchel hättest Du jetzt meine uneingeschränkte Anerkennung, für XLR hätte ich noch einigermaßenes Verständnis aufbringen können. Aber Lautsprecher-Gardena an solche antiken Schätzchen? :cry:MfG
DirkB -
Das ist halt der Praxis geschuldet. Jedes mal wenn die Leutchen etwas längere Kabel brauchten fing das Adaptergerödel an, ich habe etliche gebaut, und alle waren irgendwie verschwunden. Jetzt gibt es Kabel in die Hand gedrückt, und ich habe meine Ruhe.
Zitat von "Mechwerkandi"Auf einem Sofa neben der Anlage vier Personen sitzend, jeder vor sich so ein Nähmaschinen-Gaspedal = Lightshow.
Da waren wir schon weiter, sogar einen Lichtschlauch, bestehend aus einem längstseits aufgeschnittenen Melkschlauch, gefüllt mit einen Unzahl von bund gefärbten 12Volt Sulfitten, war im Einsatz. Drei Wege natürlich. :grin:
Als Andenken an dieses Teil habe ich einen schönen Strommarker. :shock: -
So, ich habe mal Bilder gemacht.
Uploaded with ImageShack.usp://img100.imageshack.us/i/86131918.jpg/]
[/URL]
Meine Untat. :grin: Und man verzeihe mir die Schrauben.
Und noch Micros Made in DDR
Die Lautsprecher haben schon einen erstaunlichen Wirkungsgrad.
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Tja, wirklich schlecht war KME nie, auch als es noch nicht KME hieß.

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Zitat von "Matthias Falke"
So, ich habe mal Bilder gemacht.
Da ziehe ich mal nach :grin:Wie bei Matthias schon zu sehen zwei L9064 Universalboxen, meine schon mit Kunststoffschutzecken, belastbar mit 60 W und der Preis 1170,- Ost-Mark... Und passend dazu ein Vermona Regent 1060 Mischverstärker (also neudeutsch: Powermixer) mit 100 W Monoleistung und 6 Eingangskanälen, die hervorragend als Rauschgeneratoren fungieren, da man die einzelnen Kanäle nicht stumm schalten kann, und somit das Grundrauschen der 6 Kanäle immer auf dem Master liegt, und sich dort summiert.
Zitat von "Matthias Falke"Die Lautsprecher haben schon einen erstaunlichen Wirkungsgrad.
Wenn mich jetz net alles täuscht, lagen die so bei 98 dB 1W/1m, kann aber auch sein, ich verwechsel da grad was. -
Genau mit dem gleichen Verstärker wurden die Lautsprecher bis noch vor einem halben Jahr betrieben. Dieser hat aber leider das zeitliche gesegnet, weil irgentwelche Ideoten meinten da noch mehr Lautsprechen ranhängen zu müssen.
Ein Bild habe ich auch.
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