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Technische Frage / Widerstand Lautsprecher

  • Stefan.Klepka
  • 28. August 2011 um 02:10
  • Stefan.Klepka
    Beiträge
    3
    • 28. August 2011 um 02:10
    • #1

    Guten Abend zusammen,
    zuerst möchte ich euch sagen, dass ich noch nicht allzu große Ahnung von Musik/Technik habe, aber Basiswissen besitze. Vielen Dank für Antworten, die meine Frage beantworten!

    Und zwar: Ich besitze für Kellerpartys zur Zeit den T.AMP E800 mit 2*440 Watt an4Ohm oder 2*240Watt an 8Ohm. Zur Zeit betreibe ich daran die Boxen The.BOX PA110 mit 250Watt / 8Ohm.

    Da ich aber nicht nur einen Raum beschallen möchte, sondern auch einen zweiten, möchte ich ein weiteres Boxenpaar anschließen, undzwar die Omnitronic DX.1022 mit 200Watt/8Ohm. Bitte keine großen Diskussionen um die Soundqualität der Boxen, für Kellerpartys reicht der Sound jedenfalls, auch wenn sie nicht hochwertig sind!
    Nun hat mir ein Freund den Tipp gegeben, ich könnte die PA110 parallel an Kanal A der E800 anschließen und würde somit einen Widerstand von 4Ohm haben und so teilen sich die Boxen die 440Watt. An den Kanal B der E800 könnte ich dann für den anderen Raum die DX-1022 anschließen, wiederum parallel und auch hier würde ein Widerstand von 4 Ohm sein.

    Meine Frage ist nun: Sind denn beide Widerstände dann wirklich jeweils 4Ohm oder sind diese leicht unterschiedlich, sodass sie sogar der E800 Schaden zufügen könnten bzw. die Lautsprecher angreifen könnte,?
    Der Verstärker schafft ja kaum zwei verschiedene Widerstände ( je Kanal verschieden) zu verkraften, oder?

    Fallls noch Fragen auftauchen, beantworte ich diese gerne und umgehend! Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Jürgen Klingel
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    • 28. August 2011 um 02:18
    • #2

    Hallo und willkommen hier im Forum :D

    Dein Verstärker "sieht" bei der genannten Konstellation eine Impedanz von jeweils 4 Ohm, für was er auch geeignet ist. Das wird funktionieren und Krach machen 8)
    Leider werden die Boxen unterschiedlich laut sein, unterschiedlich klingen und nicht gleichzeitig überlastet sein (okay, bei Dir wird vermutlich der Amp vor den Boxen kotzen...) wenn Dich das nicht stört, kannst Du deine Kellerparties damit durchziehen :grin:

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Stefan.Klepka
    Beiträge
    3
    • 28. August 2011 um 12:03
    • #3
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    und nicht gleichzeitig überlastet sein (okay, bei Dir wird vermutlich der Amp vor den Boxen kotzen...)
    Gruß, Jürgen

    Könntest du mir das oder jemand anderes das nochmal genauer erklären? wovon sollten die Boxen überlastet sein, wenn ich den Verstärker nur etwa zu drei Viertel aufdrehe? Überlastete Boxen hört man doch, dass da was nicht stimmt, oder? Und Warum sollte der Amp eher kaputtgehen durch Überlastung (der richtige Ausdruck für "kotzen" wahrscheinlich)?

  • Jürgen Klingel
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    4.858
    • 28. August 2011 um 13:08
    • #4

    Okay...ich sehe, Du hast Dich noch nicht tiefer mit der Materie beschäftigt :wink:

    1. Angenommen, Du hättest eine stärkere Endstufe, dann würden verschiedene Boxen mit ihren unterschiedlichen Bestückungen und Abstimmungen eben nicht gleichzeitig "zu viel" haben, Du müsstest Dich nach der weniger leidensfähigeren Box mit dem Pegel richten, um diese nicht zu zerstören.

    2. Nein, der Amp weiß in der Regel, sich gegen Überlastung zu schützen (kann er es nicht, ist seine Konstruktion zweifelhaft).
    Mit "Kotzen" meinte ich "Clipping", also ein hartes begrenzen des Signals durch Verstärkerüberlastung, hier setzt die für die Elektronik des Amps verhandene, endliche Versorgungs-Gleichspannung dem sinusähnlichen Verlauf des Musiksignals ein Ende, aus dem Sinus wird ein Trapez- oder Rechteck- ähnliches Signal, dieses enthält erhebliche Gleichspannungsanteile. Lautsprecherschwingspulen werden beim Beaufschlagen mit Gleichstrom ungleich wärmer, wie bei unverzerrtem Wechselstrom, sie brennen irgendwann durch - Ende der Fahnenstange.

    Auch kann beispielsweise ein verzerrtes Tiefmittelton-Signal den Hochtöner schrotten, warum das? Ein verzerrtes quasi-Rechtecksignal, setzt sich aus der Grundschwingung und mannigfachen Oberwellen zusammen (Stichwort: Fourier-Analyse), diese Oberwellen liegen im Zuständigkeitsbereich des Hochtöners und so kann auch der in den Himmel geschickt werden.
    Das wirklich schlimme dabei ist, dass ein 100 Watt-Verstärkerchen im "Dauer-Rot"-Bereich, also überlastet betriebenen Bereich, eine zigmal so belastbare Box durch die Gleichspannungsanteile ins Nirvana schicken kann. Das ist der Grund, warum man Endstufen im Vergleich zur Boxenbelastbarkeit immer ca. 30% überdimensioniert, ist es wesentlich mehr, empfiehlt sich der Einsatz von begrenzenden Helferlein, wie Limitern oder Controllern.

    Ein guter Verstärker wird immer eine Schaltung an Bord haben, die "hartes" Clipping (also die gefürchteten Gleichspannungsanteile) verhindert.

    3. Wenn ich höre "3/4 aufdrehen", sagt das soviel aus, wie: "Draußen hat´s Wetter!", nämlich fast gar nichts :roll:
    Wenn Du mit einem Mischpult mit zu kräftigem Ausgangangssignal die Eingangsstufen des End-Verstärkers überfährst, wirst Du dich über übelste Verzerrungen am Lautsprecher beschweren (und der Amp kann noch nicht mal was dafür, er soll ja nur das verstärken, was er reinbekommt)

    Bemühe Dich um eine sinnvolle "Gain-Struktur", Regler am Mischpult einstellen, dass da max. "0 dBm" rauskommen, dann kann man von unverzerrtem Ausgangssignal ausgehen, mit allen weiteren Geräten zwischen Mixer und Endstufe genauso verfahren. Die Endstufe sollte grundsätzlich voll aufgedreht werden, um der Gefahr von übersteuerten Eingängen aus dem Wege zu gehen. Kommt dann zu viel Rauschen aus den Boxen, kann zurückgedreht werden, sofern man die gewünschte Lautstärke dann noch erreicht (etwas "Luft" sollte immer vorhanden sein)

    Viel gesülzt, musste erstmal "verdauen" :grin:

    Gruß, Jürgen :wink:

    Edit zu 1.) Hab mich da verlesen, er will ja ein GLEICHES Pärchen an einen Kanal hängen, das heißt der max. Pegel ist getrennt für die zwei Kanäle anpassbar, ich bin von einem Mischbetrieb ausgegangen :oops:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Klingel (28. August 2011 um 17:21)

  • Thorsten Erpel
    Beiträge
    926
    • 28. August 2011 um 14:37
    • #5

    komisch - auf die eigenarten der verschiedenen anschlußeigenarten wurde noch gar nicht eingegangen

    wenn wirklich die jeweils gleichen boxen einmal an a und das andere paar an b anschliesst dann kann man zwar beide pärchen mit den potis in der lautstärke regeln - ABER - das eine paar macht dann bei stereo NUR die linke seite - das andere paar die rechte - und dann stimmt es nicht mehr mit dem stereoabgleich und einem gleichen sound für links und rechts

    in dieser anschlußvariante würde ich das signal vorher auf mono bringen - dann wärs noch ok und beide paare lassen sich anpassen

    ansonsten halt an einen kanal jeweils eine box von beiden pärchen parallel dran - dann halt keine regelmöglichkeit der unterschiedlichen boxen - aber sauberes stereo und gleicher sound auf beiden seiten

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
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    Beiträge
    4.858
    • 28. August 2011 um 17:20
    • #6

    Hm, eine Sorte Boxen für links und eine Andere für rechts dürfte klingen wie...
    für Thorsten´s letzten Satz trifft dann meine uneditierte Version von 1. zu :wink:

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Stefan.Klepka
    Beiträge
    3
    • 28. August 2011 um 18:18
    • #7

    Jürgen: Nicht alles was du geschrieben hast, ist zum Glück Neuland, aber vielen Dank für deine Bemühungen und Erklärungen!

    Jetzt wo ihr den Mischbetrieb erwähnt, ist dies von meiner Seite natürlich auch gerne umsetzbar. Hatte nur schonmal gehört, man soll pro Kanal nur gleiche Boxen verwenden. Im Mischbetrieb muss ich mich dann nach der "schwächeren" Box richten, richtig?

    Was ist besser, Mischbetrieb oder Kanal A zu Boxen A und Kanal B zu Boxen B?
    Welche Vorteile ergeben sich bei den Möglichkeiten vielleicht?

    Zitat von "Thorsten Erpel"

    komisch - auf die eigenarten der verschiedenen anschlußeigenarten wurde noch gar nicht eingegangen

    wenn wirklich die jeweils gleichen boxen einmal an a und das andere paar an b anschliesst dann kann man zwar beide pärchen mit den potis in der lautstärke regeln - ABER - das eine paar macht dann bei stereo NUR die linke seite - das andere paar die rechte - und dann stimmt es nicht mehr mit dem stereoabgleich und einem gleichen sound für links und rechts

    in dieser anschlußvariante würde ich das signal vorher auf mono bringen - dann wärs noch ok und beide paare lassen sich anpassen

    um mono wollte ich mich sowieso kümmern, habe ich leider vergessen zu schreiben, da ich einige Lieder habe, wo die beiden Kanale sich eine Zeit lang unterscheiden.

  • MatzeRockt
    Profi
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    2.370
    • 13. März 2012 um 00:32
    • #8
    Zitat von "Jürgen Klingel"


    ...Lautsprecherschwingspulen werden beim Beaufschlagen mit Gleichstrom ungleich wärmer, wie bei unverzerrtem Wechselstrom...

    Diese Aussage ist so nicht richtig. Ein unbeschnittener Sinus enthält mehr "Energie" als ein Gekappter. Der Effektivwert ist größer.

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Mario.Kock
    Beiträge
    164
    • 13. März 2012 um 07:28
    • #9
    Zitat

    Diese Aussage ist so nicht richtig. Ein unbeschnittener Sinus enthält mehr "Energie" als ein Gekappter. Der Effektivwert ist größer.

    Nein der Effektivwert ist bei einem reinen Sinus KLEINER als bei einem abgeschnittenen Sinussignal.

    Zitat

    Der Effektivwert oder RMS (root mean square) ist der leistungswirksame Wert eines periodischen Signals. Mit den Effektivwerten errechnet sich am Wirkwiderstand die gleiche elektrische Leistung, wie mit gleich großen Gleich(Spannungs-/ Strom-)werten. Mathematisch ist der Effektivwert die Quadratwurzel aus dem Mittelwert der quadrierten Funktionsgleichung des Signals über eine Periode. (Formel siehe Wikipedia)

    Kurz: bei einem beschnittenen Sinus ist die Fläche einer Periode größer als bei einem unbeschnittenen Sinussignal dies führt auch zu einem höheren Effektivwert

  • Jürgen Klingel
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    4.858
    • 13. März 2012 um 07:36
    • #10
    Zitat von "MatzeRockt"

    Diese Aussage ist so nicht richtig. Ein unbeschnittener Sinus enthält mehr "Energie" als ein Gekappter. Der Effektivwert ist größer.

    Grüße
    Matze

    Bitte noch mal (wenn Du schon meine Karteileiche hier fledderst :grin: ) das Kapitel "Wechselstromtechnik" in dem Buch durcharbeiten, aus dem Du diese Aussage herausdestilliert hast, Da wurde etwas nicht ganz richtig verstanden :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • MatzeRockt
    Profi
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    • 13. März 2012 um 09:30
    • #11

    Hallo,
    ich brauche dazu kein Buch zu destillieren.
    Ein unbeschnittener Sinus hat einen höheren Effektivwert als ein beschnittener Sinus (der ursprünglich mal der gleiche Sinus wie der unbeschnittene werden wollte (!)). Die Fläche (Intergral) unterm unbeschnittenen Sinus ist größer - da sind wir uns einig, oder?

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Mario.Kock
    Beiträge
    164
    • 13. März 2012 um 10:43
    • #12
    Zitat

    Ein unbeschnittener Sinus hat einen höheren Effektivwert als ein beschnittener Sinus (der ursprünglich mal der gleiche Sinus wie der unbeschnittene werden wollte (!)). Die Fläche (Intergral) unterm unbeschnittenen Sinus ist größer - da sind wir uns einig, oder?

    Die Schnittgrenze ändert sich ja nicht sondern nur das Sinussignal somit sind wir uns in diesem Fall nicht einig ...

    Zitat

    Mit "Kotzen" meinte ich "Clipping", also ein hartes begrenzen des Signals durch Verstärkerüberlastung, hier setzt die für die Elektronik des Amps verhandene, endliche Versorgungs-Gleichspannung dem sinusähnlichen Verlauf des Musiksignals ein Ende, aus dem Sinus wird ein Trapez- oder Rechteck- ähnliches Signal, dieses enthält erhebliche Gleichspannungsanteile.

    ... das heißt die "Schnittgrenze" ist hier die "endliche Versorgungs-Gleichspannung" also unsere "Konstante". Das Sinussignal unsere "Varibale" hingegen wird größer und durch die "Konstante" deformiert. Das deformierte Sinussignal hat einen höheren Effektivwert als das höchste zulässige Sinussignal ... oder ?

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