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Passiv-Weichen-"Filosofie"

  • Mechwerkandi
  • 8. September 2003 um 10:58
  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 8. September 2003 um 10:58
    • #1

    Aufhänger:
    Passiv-Weiche in einer 15/3-Selbstbau.

    Würdet ihr:
    1.) Die Weiche zum Selbstzweck degradieren, also ausschliesslich zur Trennung des Frequenzbandes einsetzen, mit zum Chassis passenden Parametern selbstverständlich. Motto: Simple as possible...

    Oder:

    2.) Mit entsprechender Messtechnik eine Weiche "designen", die mit passender Entzerrung, Pegelanpassung usw. in der Summe einen möglichst linearisierten Frequenzgang darstellt.

    Ich selber neige im Moment eher zu 1.), weil ich im täglichen Gebrauch ohnehin die Raumakustik berücksichtigen muss (variable, aktive Entzerrung) und mir reflektionsfreie Arrangements, ausser vielleicht Frei-Feld, nur schwer vorstellen kann.
    Eure Meinung?

  • ton(i)
    Verifiziert
    Beiträge
    158
    • 8. September 2003 um 11:07
    • #2

    2.) denn um mit der Raumakustik zu "spielen" macht es sinn das die grundlage erstmal linear ist!

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 8. September 2003 um 11:38
    • #3

    auf jedenfall 2.)

    was will ich mit ner box, die ohne eq wie ein mülleimer klingt?

    besonders im verleih ist wichtig, dass die kiste ohne eq klingt, da die meisten leute sowieso keinen mitleihen wollen.
    und wenn die kiste dann bescheiden klingt leiht die so schnell keiner mehr.
    außerdem lassen sich einige dinge auch mit nem eq nicht lösen.

    z.b. wenn du irgendwo ne auslöschung hast und da mitm eq reindrehst klingts najo... kennt wohl jeder...

    ich lege immer sehr viel wert auf eine gute passiv weiche.
    ansonsten kann ich gleich vollaktiv fahren. (gut bei ner 3 wege box bisschen umständlich).

  • ton(i)
    Verifiziert
    Beiträge
    158
    • 8. September 2003 um 11:43
    • #4

    Thomas: konkret richtitsch

    aber die Hersteller machens doch so schön vor: irgentwas in ne box und dann mit nem controller so lange glattbügeln bis es geht und wenn man ne 20dB Hochtonanhebung drausmacht...stöhn

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 8. September 2003 um 13:20
    • #5

    Die Frage ist, ob die Box auch ohne EQ klingen soll.
    Wird eine Box IMMER mit Systemcontroler gefahren, mach 1) Sinn.
    Die Phase muß allerdingens trotzdem passen, da kommt man nicht drum herum! Es sei denn man fährt 2-Weg aktiv, dann kann man sie vorm Amp hindrehen. Aber das war ja nicht gefragt.
    Vorteile von 1) sind:
    - Die Bauteile auf der Weiche müssen auch leistungsmäßig nicht so groß ausfallen.
    - Es geht weniger Leistung in Wärme auf. Passives EQing = fast immer nur durch Dämpfung.
    - Dadurch auch höhere Dynamik.
    Nachteil:
    - Ohne passendes EQing klingt´s scheiße.

    Ich mach immer 2) oder einen Kompromis. Eine softe Mitteltonanhebung (500Hz bis 2kHz) kann bei vielen Jobs sogar helfen. Sprachverständlichkeit und so.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 8. September 2003 um 13:21
    • #6
    Zitat von "Thomas"

    was will ich mit ner box, die ohne eq wie ein mülleimer klingt?

    Das eine Lautsprecherbox ohne Eq wie ein Mülleimer klingt, ist keine zwingende Notwendigkeit.


    Zitat von "Thomas"

    besonders im verleih ist wichtig, dass die kiste ohne eq klingt, da die meisten leute sowieso keinen mitleihen wollen.

    Sie kann auch ohne Eq "gut" klingen, wobei "gut" allerdings einer subjektiven Einschätzung unterliegt.
    Hängt aber nicht von dem Aufwand der Weiche ab.

    Ich war unkommentiert von einer sinnvollen Chassisauswahl ausgegangen, das eine JBL Arschbacke mit einem Heco TT nicht so recht zusammengeht, ist mir schon klar... :D

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 8. September 2003 um 13:31
    • #7
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Sie kann auch ohne Eq "gut" klingen, wobei "gut" allerdings einer subjektiven Einschätzung unterliegt.
    Hängt aber nicht von dem Aufwand der Weiche ab.

    Wenn sie auch ohne EQing gut klingt, braucht man auch keins.
    Dann hast Du einfach mit der Speakerwahl Glück gehabt, was die erforderliche Weiche anbetrifft.

    Oder man braucht ein EQing, dann heißt das, das die Box ohne nicht klingt.
    Realisiert man das dann also wohl erforderliche EQing passiv, dann hängt der Wohlklang sehr wohl von dem Weichenaufwand ab. Und natürlich vom Geschick und den (Werkzeug-) Möglichkeiten des Entwicklers.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 8. September 2003 um 14:18
    • #8

    "Das eine Lautsprecherbox ohne Eq wie ein Mülleimer klingt, ist keine zwingende Notwendigkeit. "

    das ist mir auch klar, aber wenn man eine weiche baut, die außer trennen nichts tut. klingt nen hochtontreiber der locker mal 10 db lauter ist und obenrum abfällt zusammen mit nem mitteltöner nicht wirklich toll.
    solche boxen können dann ohne eq definitiv nicht eingesetzt werden.
    und das wäre dann in meinen augen fall 1.)

    verstehst nun was ich meine?
    und es fällt so ziemlich jeder treiber obenrum ab. einzige aussnahme die mir gerade einfällt. oberton 2544 am B&c me 45.
    aber sonst ...
    wenn da nicht passiv entzerrt wurde und ohne eq betrieben wird... viel spaß...

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