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Quickcheck Sennheiser XSW 35 gegen EW 835

  • norbert jersch
  • 31. März 2012 um 20:48
  • norbert jersch
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    • 31. März 2012 um 20:48
    • #1

    Hallo,
    Im Low-Budget-Bereich ist gutes Material zu günstigen Konditionen existentiell. Allerdings fällt die Auswahl schwer. Da ich mich noch nicht wirklich für eine neue Mic-Strategie entscheiden konnte und ich dringenden Bedarf habe, habe ich nach einer auch langfristig weiter nutzbaren Zwischenlösung gesucht:

    Heute ist dazu mein Sennheiser XSW-35 (821-832, 863-864Mhz) angekommen, und ich habe gleich einen kurzen Vergleich gegen ein ew-835 G2 D-Band vorgenommen. Grund für den Erwerb war, ein kostengünstiges und gutes Markensystem für Sprache ohne teure Registrierung bis zum Umbau/Austausch meiner D-Band Sennheiser EWs zusätzlich, für Vermietung und als Backup einsetzen zu können.

    Look & Feel Handsender XSW: aus Plastik, deutlich leichter als ew-Serie, mit Batterien dann aber angenehmen. Positiv ist, dass die XSW-Serie mehr direkte Einstellungen hat, und man nicht übers Menü gehen muss: So läßt sich der Pegel direkt ohne Menüaufruf per Schieber (am Sender) bzw. Drehrad (Empfänger) regeln. Es macht schon einen Unterschied, ob ein gestandener Redner oder ein schüchternes Kind das Mikro benutzt, daher ist die direkte Anpassung von Vorteil. Im Gegensatz zum ew fehlt eine Pegelanzeige am Sender. Ein/aus und Mute sind gut zu erreichen. Die Kapselkennung ist schwarz statt grün.

    Empfänger XSW: Zeigt Pegel an, läßt sich über Drehrad sehr schnell anpassen – gut! Freie Frequenzen sind rasch erkennbar. Squelch-Regelung auf der Rückseite. Sehr einfache Synchronisation mit Sender – die Frequenz wird nur am Empfänger eingestellt. Aussuchen der Bänke finde ich etwas aufwendiger als bei der ew-Serie – mag Gewohnheit sein.

    Praktischer Einsatz bei 830,600 MHz- nur Sprache, dafür habe ich es erworben: Beide Mics wurden parallel geführt linke/rechte Hand, alle -10dB: Reichweite bis Aussetzer – identisch mit ew. Störungen – keine, wie ew. Bei -10dB am XSW wird nur ein schwaches Signal angezeigt, bei 0 dB ist die Anzeige stark, aber auch das Feedback. Das XSW benötigt mehr Gain am Mixer, die Signalanzeige am Empfänger ist m.E. trotzdem zu tief - kaum Pegel, wenn alles richtig, bei typischen ew-Pegeln tritt Feedback ein. Allerdings ist bei -10dB und identischer Lautstärke die Feedbackempfindlichkeit bei beiden Mics etwa gleich, obwohl Gain beim XSW deutlich höher ist. Vielleicht ist die Anzeige auch nur als „orientierend“ anzusehen. Arbeiten kann man trotzdem damit.

    Klang: XSW klingt heller als ew, Nahbesprechungseffekt auch geringer. Dafür hat man den EQ.

    Fazit: Preis/Leistung ist sehr gut, für den Einsatz Moderation/Präsentation geeignet wie ew-Serie. Die Anzahl parallel möglicher Funkstrecken ist begrenzt, aber 2 X SW zusätzlich zu den „Premium-„ C-Band-Funken und für Vermietung oder Backup sind m.E. sinnvoll angelegt.

    Loddy-Lo

  • PMN-Concepts
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    • 1. April 2012 um 17:30
    • #2

    Dann erweitere ich den Bericht mal um das XSW 65:

    Habe mehrere XSW-Sets aus gleichen Gründen wie mein Vorredner gekauft. Aufbau der Geräte logischerweise bis auf die Kapsel identisch. Was auffällt ist, dass der Korb vom 65er und vom 35 er gleich sind. Lediglich der Gummiring ist beim SKM 65 grau (vorher bei Evo war der Ring rot)

    Feedbackanfälligkeit ist etwas geringer als beim EW 965, zumindest subjektiv. Klanglich nahezu identisch mit dem Evo, ein leichter Pegelabfall im Bereich ab 14,6 kHz fällt auf, stört aber nicht weiter.

    Nachteil am Bedienkonzept: Die Mute-Taste am Sender drückt man schneller mal als man eigentlich will, bastel da gerade an einer Lödung mit der Plastikhülse drüber oder dergleichen.

    Dass man am Mixer mehr Gain geben muss habe ich nicht feststellen können, vorausgesetzt man stellt den Schalter am Ausgang des Empfängers auch auf Mic, wenn man an einen Mikrofoneingang will. Ausgänge sind in XLR(Symm) und Klinke-Unsymmetrisch ausgeführt. Das Sendergehäuse ist an den Seiten und am Deckel in Metall ausgeführt, vorne und hinten Kunststoffblenden. Alles in allem ein stimmiges und solides Konzept.

    Nachteil im Moment: Habe keinen Onlineshop finden können, der ein passendes Rackmount anbietet (GAM 1 bzw 2). Der Empfänger ist jedenfalls von der Größe nicht identisch zur Evo Generation 1 und 2, Mounts dieser Geräte passen also unter Garantie nicht. Vorteil am Empfänger ist aber, dass 3 Gewinde M4 an jeder Seite nahe der Front liegen, ein Eigenbau aus einer 1 HE Rackblende sollte also problemlos binnen kurzer Zeit zu schaffen sein.

    Was man wissen sollte: Am Sender gibt es keine Bedienung mit Menükonzept, Scheibeschalter für Pegel, Tasten für Sync und Mute sowie der Power-Taster reichen aber aus. Batteriewarnung wird per Pilotton an den Empfänger übertragen, Batterielebensdauer beim 35er und beim 65 mit Varta Industrial jeweils jenseits der 8 Stundemarke.


    Feedback von Kunden war durchweg positiv, eine Sängerin einer Band die ich betreue will nun kein EW100 mehr, sondern nur noch das XSW. Das Gewicht und die leicht konische Form gefallen ihr in Sachen Handling besser.

  • skyworker
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    • 1. April 2012 um 19:39
    • #3
    Zitat

    ein leichter Pegelabfall im Bereich ab 14,6 kHz fällt auf,

    - wodurch?

    Kein Applaus für Scheiße!

  • norbert jersch
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    • 1. April 2012 um 19:44
    • #4
    Zitat von "PMN-Concepts"

    Dass man am Mixer mehr Gain geben muss habe ich nicht feststellen können, vorausgesetzt man stellt den Schalter am Ausgang des Empfängers auch auf Mic, wenn man an einen Mikrofoneingang will.


    Meine Einstellung war natürlich MIC.

    Korb XSW sieht übrigens fast identisch aus mit ew 835. "Strickmuster" ist aber etwas gröber.

    Rackmout mache ich mir auch selbst wie gerade beschrieben. Das Stück Blech ist bei Sennheiser ja teurer als ein Mikrofon.

    Loddy-Lo

  • PMN-Concepts
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    • 1. April 2012 um 22:48
    • #5
    Zitat von "skyworker"

    - wodurch?

    Meine Quick&Dirty-Testvariante zum direkten Vergleich zweier Mikrofone: Im Studio vom Kollegen einen Monitor der Referenzklasse (M1) in 1 Meter Abstand zum Mikrofon stellen, rosa Rauschen auf den Monitor geben, Mikrofon auf 0 dB am Pult pegeln. Dann die Kurve im Spektrumanalyzer ansehen und abspeichern. Mikrofon tauschen alle anderen Parameter unverändert lassen, nächste Kurve ziehen.

  • skyworker
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    • 2. April 2012 um 10:39
    • #6

    Dumme Frage - und wo liegt da die Relevanz?

    Kein Applaus für Scheiße!

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