Ich hab mal recht laienhaft versucht die PA mit SmaartLive einzumessen. Wie soll ich das Messergebniss interpretieren? Wie bekomm ich diesen "großen" Sound wie man ihn von den bekannten Festivals kennt? Setup pro Seite war Turbosound 6XTSE118, 2xTSE215, 2xTSE211, Trennfrequenzen 80 ,250, 3700 Hz, Abstand ca. 10m.
PA Einmessen
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Kannst du diesen "großen Sound" mal definieren?
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kann ich schlecht beschreiben. Ich nehm an das unter 45Hz gedrückt wird was die Pappen hergeben. Kann ich aber mit meinem Setup nicht machen da nicht infratauglich.
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Dann könnte man jetzt ja erst mal die Frage nach dem Sinn- und Informationsgehalt unter 45 Hertz stellen.
Aber - ich habe in der vergangenen Saison etwa 15 Festivals erlebt, von ganz groß bis ganz klein. "Den" Festivalsound hab ich nicht gehört, es waren 15 grundverschiedene Eindrücke und 15 grundverschiedene "Sounds".
Hast du dich schon mal mit dem Thema "Einmessen" auseinandergesetzt?
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Ja, ich hab mich schon damit beschäftigt aber mir fehlen einfach gewisse "Referenzpunkte" an denen ich mich orientieren kann. Wie erkenn ich Artefakte in der Messung von reflektierenden Wänden etc.? Wie kann ich die Delayzeiten der 4-Wege nachmessen? Ist nur pi x Daumen eingestellt.
mit Rosa rauschen [ ]
mit Rosa Band limitiert [ ]
Messabstand [ ]
Lautstärke [ ] -
Ich versteh nicht ganz was du vor hast.
Es gibt für die Tourbosound TSE Serie fertige analoge Weichen von BSS.
Ich frage mich gerade, ob es da ein Setup mit den TSE 215 gibt.Ich kenne es nur mit TSE118 und TSE111 bzw. 211.
Das interpretieren des Messsignals hat doch sehr viel mit Geschmack zu tun.
Das System ist durch den Controller bereits angepasst, also muss es nun nur noch den Raum und den Geschmack angepasst werden.Das große Festivals vielleicht etwas mächtiger klingen, mag wohl daran liegen, dass dort etwas mehr Material steht.....
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Controller ist ein Turbosound LMS700 also ein BSS 388. Für dieses Setup ist aber ab Werk keine Einstellung hinterlegt. TMS3 + TSE118 bzw. TSE218 wäre ja im Prinzip das gleiche wie meins.
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Wenn Top + LowMid geflogen sind, dann stell die Bässe in einer Reihe vor der Bühne auf, ohne Abstand (keine Zahnlücke, die macht mehr kaputt als recht).
Wenn du die Bässe fürs Stacking brauchst, dann stell die 3 Bässe (pro Seite) in einer Reihe auf, darüber die 15er und dann die Tops drauf. Tiefer geht die Sache, wenn du mit den Bässen Mirrorstacks aus 2 bildest, dafür ist die Anzahl von 6 eher dumm.
Damals wurde entweder 1x 211er, 1x 215er und 2x 118er pro Seite oder 2x 211er, 2x 215er und 4x 118er empfohlen.Auf jeden Fall gehören solche PAs in die Höhe gestapelt.
Infra wirst nicht zusammenbringen mit den Bässen, braucht auch keiner. Das, was auf den großen Festivals drückt sind keine 45Hz, das sind eher 80Hz, teils bis 150Hz rauf. Infra lässt Hosenrohre flattern, was aber mit 80Hz genau so geht.
Das TSE ist ein System alter Schule, sprich es sollte ohne EQing schon recht passabel klingen. Stell im Controller einmal die Crossovers ein (Lowcut bei 50Hz oder 45, nicht darunter, das bringt nichts), dann die Limiter, sodass keine Endstufe clippen kann (zumindest wegen zuviel Eingangsspannung). Stell die Pegel aller Wege entweder über die Engineeringdaten oder per Gehör/Smaart ein, sodass alles gleich laut (linear) ist. Dann hör dir ein paar Lieblingstracks darüber an und regle nach (beim Bass wahrscheinlich am meisten).
Du wirst, je nach Messgenauigkeit deines Systems bei den Übernahmefrequenzen "Löcher" messen - das ist dann mit dem Delay nachzuregeln. Das ist, weil die verschiednenen Schallquellen zusammen mit der Gruppenlaufzeit nicht "on line" sind. Da sollte dir aber auch das Datenblatt Auskunft darüber geben, wenn nicht, miss es aus. Ein paar ms verstellen und dann messen, verstellen,.... und so weiter.
Für das alles kannst auch nur 1 Stack betreiben das irgendwo diagonal in den Raum strahlt, ziemlich egal, hauptsache es hat sowenig wie möglich äußere Einflüsse. Dann stell die PA richtig auf und EQe den Raum, sodass in der Messung nicht allzugroße Löcher sind.
Wenn du Racher bist geh eine halbe Stunde raus und rauche oder drink etwas,... sprich mach eine Pause. Dann hör dir das Zeug nochmals an mit Songs, die du kennst und EQe nach Geschmack - Messen ist das eine, gefallen das andere - und genau genau deswegen wurde uns ein sehr präzieses Messgerät in die Ohren eingebaut ;-).
Ich kenne das System und auch die TMS3, das sind sehr schöne Beschallungswerkzeuge, sollte nicht allzuschwer sein, die zum klingen bringen.
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Erst mal danke für die ausführliche Antwort

Eine Möglichkeit die Delayzeiten anzupassen wäre doch Sinuston genau bei der Trennfrequenz und dann so einstellen das keine Lücke oder Beule mehr zu sehen ist, oder? -
Zitat
Eine Möglichkeit die Delayzeiten anzupassen wäre doch Sinuston genau bei der Trennfrequenz und dann so einstellen das keine Lücke oder Beule mehr zu sehen ist, oder?
Nicht wirklich, da du ja die "Referenz", also den Frequenzbereich um den Cutoff nicht siehst. Der Einfachkeitshalber würd ich immer mit dem Sinussweep (etwas exakter) oder dem Rosa Rauschen arbeiten.
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Mit Gains könnte man die Wege etwas besser auf einander anzupassen.
Delay unbediengt messen.
Wie ist die Messung entstanden? Gabs Reflektionsflächen?
Als Tip: 4,5kHz etwas runterziehen, ab etwa 7kHz Hi-Shelv Slope12 einsetzen und boosten, evtl. noch Bereich um 1kHz bearbeiten, sprich leicht runterziehen. -
Hast Du denn jede Seite einzelnt oder beide zusammen gemessen?
Dann spielt natürlich noch drinnen oder draußen eine Rolle. -
Zitat von "zinhGO"
Ich hab mal recht laienhaft versucht die PA mit SmaartLive einzumessen. Wie soll ich das Messergebniss interpretieren? Wie bekomm ich diesen "großen" Sound wie man ihn von den bekannten Festivals kennt? Setup pro Seite war Turbosound 6XTSE118, 2xTSE215, 2xTSE211, Trennfrequenzen 80 ,250, 3700 Hz, Abstand ca. 10m.
Ich gehe mal davon aus, dass das für Live-Musik sein soll und nicht für Konserve.
Dann hätte ich folgende Vorschläge:
1.) Erhöhe mal die Trennfrequenz zu den Subs von 80Hz auf 100 Hz. Du hast bei 80Hz sechs 18" auf 3 Terzen im Vergleich zu zwei 15" auf fünf Terzen - das ist übertrieben.
2.) Dann zieh mal die Subs so weit im Pegel runter, dass sie nicht lauter sind als die 15". Weil Du sonst bei allen Kanälen Sub-Bass reinschiebst, also auch bei Hi-Hat, Gesang, Gitarre, also alles Kanäle, die in dem Frequenzbereich kein Nutzsignal haben, sondern nur Müll. Diesen Müll willst Du nicht auch noch mit 15 dB verstärken. Bass, Keyboards und Bass-Drum kannst Du dann immer noch im Pegel anheben oder am Bass-Regler noch ein Stück reinschieben.
3.) Ich kenne mich jetzt kein bisschen mit Smaart aus - kann man damit ein brauchbares Time-Alignment machen? Weil so ganz aus dem Bauch heraus geschätzt scheint mit das zwischen den 15" und den 10" nicht zu stimmen.
4.) Dann beobachte mal Deinen Controller im praktischen Einsatz: Wie schnell packt der Limiter für die 10" zu? Wie entspannt hört sich die PA in diesem Bereich an?
Je nach dem, welche Art von Musik Du spielst, könnten die 10" das schwächste Glied in der Kette sein (die müssen ja mehr als 11 Terzen abdecken, und zwar im wichtigesten Bereich). Wenn's dort knapp ist. dann erhöhe die untere Grenzfrequenz auf 315 Hz (dann um so wichtiger, dass die Subs bis 100 und nicht nur bis 80 gehen - ggf. sogar auf 125 Hz ziehen), je nach dem, wie entspannt die Höhen sind, kannst Du die auf 3,15 kHz bis 2,5 kHz runterziehen.