Moin,
es werden immer Alternativchassis für den ex LMB-212 gesucht.
Was passen sollte und identisch klingt:
Sica PL3 (genau so teuer wie Kappalite)
Alles andere benötigt paar Literchens mehr oder weniger oder eine geringfügige Tuninganpassung,
klingt idR. aber komplett anders oder hat schwere Pappen und brummelt somit nur untenrum,
was genau das Gegenteil ist, was mit dem JM-sub212 erreicht werden sollte.
Passen könnte noch der neuere 18s 15NW530, ist aber net günstiger als Kappalite
und simuliert sich auch etwas anders.
Alles andere wird wieder teurer, ist genau so teuer oder kann net so sauber bis oben hin spielen,
oder hat andere Einbuße.
Ebenfalls war der the box Speaker 12-280/8-W im Gespräch, der vor allem wegen seines günstigen Preises von 49,-
interessant erscheint.
Habe dann endlich mal 2 Stück bekommen und konnte diese heute endlich vermessen und vor allem mal hören!
Messungen im Vergleich zum Original:
Vergleich:
Der Thomann ist ca 2-4dB leiser bei 1W
Gruppenlaufzeit und Ausschwingverhalten geben sich kaum was, wobei der Thomann bei 160-180Hz leicht längere Ausschwinger hat.
Imedanz sagt, dass das Tuning minimal zu tief sitzt, zudem ist die allgemeine Impedanz höher,
was heißt, dass das Original gerade bei günstigen Amps mehr Power bekommt.
Maxmimal kann das Original knapp 4-7dB lauter (mehr Leistung, mehr Xmax, Lauter bei 1W)
Bei niedrigem Pegel klingt der Thomann etwas voller, ab praxistauglichem Pegel klingen sie ähnlich vom Tiefgang,
wobei der Thomann bissel weicher wirkt klanglich.
Bei höheren Pegeln geht dem Thomann allerdings die Puste aus und fängt an im Vergleich dünner zu klingen als der Kappalite.
Klanglich hab ich keine Probleme das Original bei 200-250Hz akustisch anzukoppeln,
den Thomann würde ihr vom Hören her maximal bis 160 laufen lassen, also etwas tiefer.
Fazit:
Für's Geld auf alle Fälle zu gebrauchen und läuft ohne Veränderung 1A im JM-sub212 Gehäuse, kann man empfehlen.
Den Nachteil sehe ich nur darin, dass es sein könnte, dass man bei Thomann die Pappen net ewig bekommt
und dass sie eine Schaumsicke haben.
Grob geschätzt würde ich der Sicke 2-3 Jahre geben, Chassis-Verfügbarkeit aber unbestimmt, vielleicht 2-4 Jahre.
Dafür kosten die Dinger nix und zur Not kann man irgendwann auf den Kappalite umbestücken.
Laufen auch 1A mit der TSA 4-700.
Da die TSA grob 660W rms an 4 Ohm liefert, der Bass aber eher 5 Ohm aufweist,
kann man die TSA problemlos bis in's Clip treiben an dem Bass, was die Chassis somit fast voll auslasten sollte.
Grober Nachteil im Vgl. zum Original - kurzgefasst:
Bei 1W ~3dB leiser, Maximal ~5dB leiser (und klingt dabei bissel dünner), lastet günstige Amps net so gut aus, da eher 5 Ohm-Box,
kann net ganz so hoch spielen, ist recht schwer.
Vorteil:
Kostet 1/4 vom Kappalite und spielt dafür sehr gut.
Vielen Dank für die Chassis, gehen Di zurück.
Edit:
Klirrmessung habe ich auch gemacht, unter 100Hz beträgt der Klirr bei knapp 112dB schon ganze -21dB, also grob 10%!
Hab die Messung aber hier noch net eingestellt, da ich die vom Original net zu Hand habe, sind aber weniger als die Hälfte.
Rein vom Hören klingt's aber definitiv ok!
Bauplan kostenfrei unter: http://www.jobst-audio.de/public-address…e/117-jm-sub212
Messequip:
Mikrofon: Haun MBNM 550 E-L
Preamp: Monacor MPA-202
Software: ARTA ink. Messbox
Soundkarte: Audiophile 192
Messung: Outdoor, GPM, 2m Abstand, auf 40cm starkem Beton.
Impedanz inkl. allen Leitungen auf 1 Kommastellen kalibriert.
Mikro & Preamp Kalibriert
Klasse 2 Pegelkalibrierung per Center 326
Messung & Entwicklung: Benjamin Jobst
Jahr: 2013