Hallo,
was ist so besonders an diesem Mikrofon das es immer wieder von Bläsern gefordert wird ?
Mit freundlichen Grüßen
Electric Voice RE 20
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Es tut. Seit Ewigkeiten.
Evtl. liefert es aber auch genau den Sound, den der Musiker haben will. Oder der Musiker hat schon mal davon gehört und den Rider nur abgeschrieben.
Kommt auf den jeweiligen Einzelfall drauf an

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Wobei der Sound maßgeblich vor dem Mikrofon gemacht wird. Und dann findet die nächste wesentliche Beeinflussung erst durch die Lautsprecher und danach beim Mix statt. Spätestens dann ist es Essig mit dem vom Musiker präferierten Spezialsound. Von Raumakustik noch gar nicht zu sprechen...
Was Marce sonst sagt, stimmt natürlich. Das Ding ist eine Institution. Praktisch gesprochen geht ein SM58 oder auch ein SM57 genau so gut und ist auch bei teuren Produktionen durchaus an dieser Stelle zu sehen. Mit Pragmatismus betrachtet wird man bald feststellen, dass live kein Zuhörer einen Unterschied zwischen RE20 und SM58 erkennen würde, auch die meisten Tonkollegen werden da versagen. Im besten Fall bescheinigt wer da einen Unterschied, aber dann klar zu sagen, was besser klingt und warum und das blind auch wiederholt akustisch sicher zu erkennen, geht voll in die Hose. Eigenversuch macht da klug - es sei denn, man lügt sich gerne selber in die Tasche und erzählt seinem alter ego gerne einen vom Pferd, dass man das Gras wachsen hört. Muss jeder Tonmann selber wissen, ob er sich dem albernen Ringelpiez unterwerfen will, nur damit da so ein dicker Trumm einen tollen optischen Eindruck machen kann, für das akustische Endergebnis im Mix aber nichts beizutragen vermag. Wenn man so ein Ding hat, kann man damit Eindruck schinden, und wenn man keins hat, nimmt man das Standardgesangsmikrofon und erzielt ein gleich gutes Ergebnis.
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Naja, es hat schon seine Grund, daß das Ding eines der Standardmikros für Bläser, Base und Bass ist. Es formt den Sound schon in diese Richtung (so oft hatte ich es leider nicht vor mir, nur auf Wunsch, ansonsten sind wir mit unseren anderen Mikros immer gut ausgekommen und haben das Ding nicht vermisst - zumal die Alternativen auch günstiger zu bekommen sind)
RE20 ist halt RE20 - keine Experimente, Bass-Wohlfühl-Sound ohne großes Geschraube, so zumindest meine Erinnerung.
Einziger wirklicher Nachteil (über die Optik mag man streiten) - das Ding braucht ein verdammt stabiles Stativ. Gerade wenn Bläser und damit evtl. langer Galgen gefordert.
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Zitat von "Audiowerk"
Wobei der Sound maßgeblich vor dem Mikrofon gemacht wird. Und dann findet die nächste wesentliche Beeinflussung erst durch die Lautsprecher und danach beim Mix statt. Spätestens dann ist es Essig mit dem vom Musiker präferierten Spezialsound. Von Raumakustik noch gar nicht zu sprechen...
Was Marce sonst sagt, stimmt natürlich. Das Ding ist eine Institution. Praktisch gesprochen geht ein SM58 oder auch ein SM57 genau so gut und ist auch bei teuren Produktionen durchaus an dieser Stelle zu sehen. Mit Pragmatismus betrachtet wird man bald feststellen, dass live kein Zuhörer einen Unterschied zwischen RE20 und SM58 erkennen würde, auch die meisten Tonkollegen werden da versagen. Im besten Fall bescheinigt wer da einen Unterschied, aber dann klar zu sagen, was besser klingt und warum und das blind auch wiederholt akustisch sicher zu erkennen, geht voll in die Hose. Eigenversuch macht da klug - es sei denn, man lügt sich gerne selber in die Tasche und erzählt seinem alter ego gerne einen vom Pferd, dass man das Gras wachsen hört. Muss jeder Tonmann selber wissen, ob er sich dem albernen Ringelpiez unterwerfen will, nur damit da so ein dicker Trumm einen tollen optischen Eindruck machen kann, für das akustische Endergebnis im Mix aber nichts beizutragen vermag. Wenn man so ein Ding hat, kann man damit Eindruck schinden, und wenn man keins hat, nimmt man das Standardgesangsmikrofon und erzielt ein gleich gutes Ergebnis.
Und genau das waren die Resultate des letzten Weekends. Also warum ? Variable D ?
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Variable D? Wie meinen?
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Es soll ja eine ganz spezielle Richtcharakteristik haben
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Soll es? Wer sagt denn sowas? Kann ich eigentlich weder aus dem Datenblatt noch aus der persönlichen Erfahrung heraus nachvollziehen...
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Selbst wenn das so wäre - wenn ich ich die Kiste greife und ein Mikrofon von der Stange wie das SM58 benutzen kann, ohne dass es einen praktisch relevanten Unterschied ausmacht, dann kann die Charakteristik vom RE20 meinetwegen wie die Höhenzüge des Pfälzer Waldes aussehen. Das relativiert dann auch nicht den Mehraufwand, dieses Ding zwanghaft anschaffen und mitnehmen zu müssen. Unsere hauptamtlichen Mikrofonverleiher mögen das anders sehen (die leben ja auch von sowas), ich hingegen neige da zu etwas unternehmerischem Pragmatismus und nehme, was gut funktioniert.
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wobei es schon einen eindeutigen Unterschied macht, ob man nun ein SM58 oder ein RE20 am Start hat - mag sein, daß man das gleiche Endergebnis hinmischen kann, der Weg zum Ziel ist aber durchgehend mit´dem richtigen Mikro an der richtigen Stelle entspannter...
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Wenn ich weiß, dass ich Mikrofone im Bestand habe, mit denen man das Gebläse ohne Aufwand laut und gut im Sound rüberbringen kann, warum soll ich dann ein RE20 kaufen? Wo ist denn da jetzt der Mehrwert? Mit einem RE20 wird der Sound keineswegs um Klassen besser, so dass der ambitionierte Zuhörer davon auch was hätte. Natürlich könnte ich mir trotzdem so ein Ding kaufen und auf der Bühne den dicken Mann markieren. Wenn es aber mir nichts bringt und dem Auditorium auch nicht, warum sollte man es dann tun? Und wer bezahlt einem das? Ich werde immer nur für "die haben auch einen Saxophonisten" bezahlt, Probleme gab es dabei mit SM58, SM57 oder Pro35X noch nie. Ich sag's nochmal: wer so ein RE20 hat, der kann das lächelnd anschrauben, und wer wie ich keins hat, nimmt was anderes als Alternative und es funktioniert genau so gut. Allerdings habe ich am Ende des Festes womöglich doch mehr verdient als der marken- und imagebewusste Kollege mit seinem dicken Ding

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Das RE 20 wurde ja ursprünglich für den Broadcast Bereich entwickelt (Sprechermikrofon) und hat als Besonderheit einen weniger ausgeprägten Nahbesprechungseffekt. Somit ändert sich der Klang nicht so auffällig, falls der Abstand zum Mikrofon variiert. Das kann ein Vorteil sein, falls der Trötenkollege sich stark bewegt. Das Signal wird nur leiser, bleibt tonal aber integer. Manche Tröter wollen deshalb ausdrücklich KEIN RE20, wenn deren Spielweise den Nahbesprechungseffekt mit einbezieht.
Ich hatte auch lange Jahre ein RE27...wurde aber nur selten benutzt. Kommt auch ganz gut in der Bass Drum, wenn es um einen natürlichen Sound geht. Obwohl ursprünglich für Sprache entwickelt, hat es mir da eigentlich am wenigsten Gefallen...LG
WW -
Ich habe auch so ein Mikro, aber noch die PL20 Version. Als Bassdrummikrofon finde ich das nicht brauchbar, funktioniert zwar - hat darin aber keinen Sound wie zB ein Beta52.
An einem Saxophon klingt das aber ziemlich anders als ein SM57. Das PL20 ist zudem weniger schnell am fiepen verglichen mit einem SM57. Das allein macht aber tatsächlich nicht den typischen, oft gesehen Einsatz an Blechinstrumenten aus. Vielmehr ist es die Epoche 70er/80er Jahre, wo es nicht so wirklich viel gute Mikros gab. Man war mit einem Mikrofon wie dem PL20/RE20 tonal sehr neutral unterwegs, ohne den dünnen Sound eines SM57 (oder 58) bei größeren Abständen zwischen Mikrofon und Instrument in Kauf nehmen zu müssen.
Heutzutage gibt es wesentlich bessere Lösungen und eine Menge mehr spezialisierterer Mikrofontypen, so das man das RE20 tatsächlich seinem ursprünglich angedachten Zweck vorbehalten kann.