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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Reflexrohr Formgebung

  • cyberlight
  • 20. November 2003 um 14:48
  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 20. November 2003 um 14:48
    • #1

    Macht es dem Reflexrohr was aus, wenn
    1. man nur einen Kreisabschnitt benutzt.
    2. man schwache Knicke im Rohr hat.
    3. sich der Kanal erst verjüngt und dann wieder aufweitet
    4. es für Einzelbetrieb des Subs nach hinten eingebaut wird.

    Ausserdem wollte ich den Reflexkanal eckig um den Treiber herum bauen (4 ports) und dann in ein Rohr setzen, so dass sich zwischen der Holzkiste um den Treiber und der Rohraussenwand ein Reflexkanal bildet.

    Da der Kanal bei passendem Querschnitt nicht parallel zur Rohrwandung laufen kann, weil eben das Rohr sich verjüngt, müsste der Kasten um das chassis nach hinten etwas spitz zulaufen, was dann aber hoffentlich keine Kammer bildet, wenn der Querschnitt der Öffnung hinten mindestens so gross wie die Membranfläche ist, richtig?

    Ich werde mal versuchen, eine Skizze davon hier rein zu stellen, aber mein Rechner macht da leider derzeit nur selten mit.

    Alternativ müsste ich einfache Rohre in die Rückwand des Rohres einbauen.

    Die Frage steht auch ähnlich unter Selbstbau "Bassreflexkanal Anordnung und Grösse"
    Ich bin gerade dabei, dass Ding zu bauen, deswegen farge ich nochmal hier, weils evtl. schneller geht, so dass ich die notwendigen Teile noch besorgen kann.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • DJ-JAJA
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    4.137
    • 20. November 2003 um 15:04
    • #2

    Gegenfrage:

    Warum sind Orgelpfeifen runde Zylinder
    Wann hast Du das letzte mal ne eckige Posaune gesehen?
    Klingt es anderst wenn man in eine dickbauchige Flasche und in eine knubbelige Flasche "anbläst" ?
    In der Physik gibt es die Regel, dass der entstehende Ton von der Fläche und der Halslänge abhängt.

    Wir mussen aber im Grunde von der Fläche immer noch die Bereiche abziehen, die Verwirbelungen auslösen können.

    daher lassensich im Grunde nicht einfach die Flächen addieren.

    Also 2 Stück 10 x 10 cm Löcher sind nicht genau so zu behandeln wie ein Rundes Loch mit 200cm2 Fläche.
    Weil es in den Ecken 1. zu mehr Verwirbelungen kommt und 2. Randbereich größer ist.
    Dort ist eben auch die Schallschnelle anderst. Ich denke man kann es mit einem Fluss vergleichen, der am Ufer langsamer ist als in der Mitte.

    Aber denk dran, jeder Vergleich hat seine deutlichen Schwächen. Denn der Flüss wird ja langsamer wenn er um 10 Biegungen muss.
    Aber einem BR-Rohr sollte das nach meinem Physiklehrer damals egal sein :-?

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • cyberlight
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    6.061
    • 20. November 2003 um 16:12
    • #3

    Du sagts es ja selbst, dass man eben nicht einfach so irgendeine Form nehmen kann, obwohl der Physiklehrer meint, dass das so ist. Deshalb frage ich ja. Du beantworstest deine Gegenfrage ja selbst.
    Erst stellst du fest, dass Resonatoren eigentlich rund gebaut werden und dann, dass es keinen grossen Unterschied macht, ob man einen eckigen oder runden Resonator anregt.
    Meiner ist aber eben nicht nur eckig oder rund, sondern ein Kreisabschnitt. (x4)
    Da fallen die Kanten dann etwas mehr auf als bei einem rechteckigen Gebilde.
    Ich kann aber keine runden Löcher machen, weil es ebend nicht mehr reinpasst.
    Der schmalste Querschnitt soll dabei so gross sein, dass es nicht zu überhöhten Luftschnellen kommt. Das kann man ja wohl hinbekommen.
    Direkte Knicke oder Biegungen macht das Rohr nicht, nur einen(!) "leichten Schlenker" (siehe Stutzen normales Abflusrohr)
    Nur ist mein Rohr halt etwas grösser...

    Wie wäre dass mit Reflexrohr hinten?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • DJ-JAJA
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    • 20. November 2003 um 22:54
    • #4

    ich bin wieder zu kompliziert.
    Ich nehm mir mal merh zeit für ne bessere Erklärung.
    Aber im Moment ist meine Faustformel so rund wie möglich und so groß wie nötig.
    Ist vom LS abhängig.

    38cm Sub sollte min. 160cm2 Reflexfläche kriegen.

    Rest wenn ich mehr Zeit habe

    Frauen denken analog; Männer digital!
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  • cyberlight
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    6.061
    • 21. November 2003 um 17:32
    • #5

    Während dei Experten noch überlegen, ob sie antworten sollten, hab ich das einfach gebaut.
    Leider ist die Abstimmung zu tief geraten, aber das bügele ich wieder glatt.
    Scheinbar ist der Korrekturfaktor grösser als angenommen und die portfläche etwas kleiner geworden.
    Aber der Querschnitt reicht völlig aus.
    Mal sehen, wie eine Messung davon aussieht.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Jens Droessler
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    • 28. November 2003 um 13:33
    • #6

    Über die "Korrekturfaktoren" im Allgemeinen sollte man sich auchmal unterhalten..... :)

  • SRAM
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    5.548
    • 28. November 2003 um 19:29
    • #7

    Korrekturfaktor ist etwas irreführend, da bei beiden Enden des ports additive Luftmassen zu berücksichtigen sind und mithin von der rechnerischen Portlänge zwei Längentherme abgezogen werden müssen.

    Gute Zusammenstellung der Grundlagen hier:

    http://www.geocities.com/f4ier/vents.htm

    bei offenem Ende ist 0.613 mal der Tunnelradius abzuziehen,
    bei geflanschtem Ende (Schallwand) 0.85 mal der Radius

    quadratische rechteckige ports auf rund umrechnen:
    geflanscht 0.54 mal die Seitenlänge abziehen
    offen 0.39 mal die Seitenlänge abziehen

    Ecktunnel kann mann virtuell zu einem quadratischen Tunnel (wenn es 4 Stück sind) zusammenziehen und dann für diesen die Korrektur rechnen. Diese Symmetriebeziehung kann mann auch für alle an Wänden anliegenden Tunnel als Berechnungshilfe nutzen.

    Bei schmalen Tunneln (Höhe << Breite) gilt:
    0.58 mal die Höhe des Schlitzes beim offenen Ende abziehen
    und 0.81 mal die Höhe des Schlitzes beim geflanschten Ende

    Auch hier kann mann günstig die Symmetrie bei anliegenden Tunneln nutzen.

    Als Beispiel habe ich mal den 15" Achenbach Neo-Sub gerechnet, dabei komm ich so auf ca. 54 Hz f_b. Würde mich interessieren, wo der gemessene Wert liegt und wieweit die tatsächliche Länge dann abweicht (der Fehler in Frequnz interessiert mich weniger, da nur sekundär).

    (sorry für die falsche Ableitung, Adam Selene hat darauf aufmerksam gemacht)

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

    Einmal editiert, zuletzt von SRAM (29. November 2003 um 18:34)

  • Adam Selene
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    2.271
    • 28. November 2003 um 19:52
    • #8

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist mit dem "Av", für das die Korrekturfaktoren gelten aber der Radius und nicht der Durchmesser gemeint.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • SRAM
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    • 29. November 2003 um 18:25
    • #9

    Hallo Adam,

    danke für die Korrektur. Werde es oben korrigieren.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Sound-Klinik
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    • 30. November 2003 um 19:22
    • #10
    Zitat von &quot;cyberlight&quot;

    Macht es dem Reflexrohr was aus, wenn
    (...)
    2. man schwache Knicke im Rohr hat.
    3. sich der Kanal erst verjüngt und dann wieder aufweitet

    ... um auch noch ein wenig "Senf" aus dem hohen Norden beizusteuern: die wesentlichen Punkte sind die bereits erwähnte Korrektur der Länge des Vents (wo u.a. der Durchmesser und die Kantengeometrie ihre Einflüsse ausüben) und die Verluste im Vent (d.h. Verringerung der Güte des Resonators ...) durch zu geringe Querschnitte und ggf. Unstetigkeiten.

    Bei "normalen" Längen eines Vents führen Unstetigkeiten (Querschnittsveränderungen, Knicke etc.) im interessierenden Frequenzbereich nicht zu Verfärbungen im Bassbereich - sondern lediglich zu (den bereits erwähnten) Verlusten (Strömung, Wirbel ...) mit Konsequenzen für die Güte.

    Viele Grüsse sendet

  • Adam Selene
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    • 30. November 2003 um 22:58
    • #11

    ... sowie zu Störgeräuschen (Fauchgeräusche durch Abrisswirbel) aus dem Tunnel.
    Meist sind die nur hörbar, wenn ein Sub alleine (ohne Top) betrieben wird. Gemein, da diese Situation bei einer Fullrange-Box nicht auftreten kann. Bei entsprechend mttelhochtonfreier Musik aber ggf. auch mit (dann arbeitslosem) Top.
    Das gilt natürlich auch für zu kleine Tunnel und/oder scharfkantige Enden.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Sound-Klinik
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    • 30. November 2003 um 23:25
    • #12

    ... da ich keine "bassbetonte" Musik mache, hab ich diese Probleme ja eher nicht.

    Aber: Selbst bei "mittel-/hochton-freier Musik" dürften bei Anwesenheit von Gästen (sofern man nicht in einem leeren Saal oder Kloster spielt) die auftretenden Strömungsgeräusche in Gegröle der trinkfesten Gäste gnadenlos untergehen ...

    Viele Grüsse sendet

  • Adam Selene
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    • 30. November 2003 um 23:46
    • #13
    Zitat

    ... dürften (...) untergehen.


    Von mir aus gerne :P
    Gibt aber trotzdem immer wieder Leute, die sich drüber mokieren.
    Die Box muss halt nicht nur (in erster Linie) dem Publikum gefallen, sondern dem Käufer. Und der hört sie auch schonmal "Probe".
    Ausserdem sind starke Strömungsgeräusche die hörbaren Indizien für zu kleine Tunnel/Portcompression.
    Und extrem "bassbetonte" Musik hat man z.B. bei einem Bass-Solo. Also finsterster R´n´R :wink:

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 1. Dezember 2003 um 00:59
    • #14

    @ Adam: Ja, Portgeräusche sind durchaus ernst zu nehmen. Bei Fullrange-Boxen ist es mir auch wurst, aber Subs, die quasi davon leben, nur Bass zu spielen, sollte sowas nicht vorkommen.

    Zum Bass-Solo: Ich behaupte mal, dass man es da auch nicht hört. Da gibts ja noch genügend Obertöne....
    DJs, die mit Filtern hantieren, da kann mans hören, besonders, wenn sie ihre "eigene Anlage" (von Reloop, DAP oder Omnitronic) dabei haben.....

  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2003 um 07:59
    • #15

    ... das war ja auch kein Plädoyer für zu "enge" Vents - ich finde nur, daß da manchmal auch etwas übertrieben wird :wink: .

    Es gibt ja Hersteller von Plastikrohren mit allen möglichen Abrundungen - durch mich verdienen die jedenfalls kein Geld ...

    Viele Grüsse sendet

  • Adam Selene
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    • 1. Dezember 2003 um 12:35
    • #16
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    Es gibt ja Hersteller von Plastikrohren mit allen möglichen Abrundungen - durch mich verdienen die jedenfalls kein Geld ...


    Solltest Du mal probieren. Einfach eine Sub-Kiste mit einem 10"er und 50 L bauen. Dann alternativ ein scharfkantiges und ein verrundetes (R10) Rohr Ø100 rein. Bei gleicher (sinnvoller) Abstimmfrequenz natürlich. Der Unterschied im "Prusten" ist deutlich hörbar! Und als Compression bei Voll-Last auch meßbar.
    Und dass die Dinger bei Conrad oder IT so teuer sind, hat ja wenig mit dem EK zu tun :wink: Spritzguss ist Spritzguss ...

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2003 um 16:15
    • #17

    ... ich hab diese Rohre schon mal ausprobiert - aber irgendwie erinnern mich solche Rohre immer an die Handwerker der Branche "Gas-Wasser-Schei...". :wink:

    Viele Grüsse sendet

  • Adam Selene
    Profi
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    2.271
    • 1. Dezember 2003 um 22:18
    • #18

    Also, da erinnern mich aber einige der käuflichen 2x1" auf 2" Adapter eher an so was. Schön strömungsgünstig gestaltet, weil auf große Durchflussmenge optimiert :P
    Wobei: schön scharfkantig abgesägtes KG-Rohr hat ja sogar einen direkten Bezug ...

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 2. Dezember 2003 um 08:22
    • #19
    Zitat von &quot;Adam Selene&quot;

    ... große Durchflussmenge optimiert ...

    ... da ist was dran :lol: .

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