Kurze Frage. Ich habe mal so überlegt ob es einen Unterschied macht ob ich bei Y-Splits am Pult splitte oder an der Stagebox? Gefühlsmäßig splitte ich erst am Pult, dann hab ich das Signal nur einmal 30Meter durch den Raum. Gibs da überhaupt Unterschiede ?
Thanx, bias79
Y-Split am Pult oder an Stagebox
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Der entscheidende Unterschied ist für mich, wenn du am Pult splittest hast du einen u.A. wertvollen Multicorekanal gespart.
Auch wäre mir wohler wenn z.B. das Leadvocal-Kabel direkt in der Stagebox steckt und nicht in einem gelegentlich schwach zugentlasteten Adapterkabel. Am Pult hast Du ja meist keine Zugkräfte auf den Y-Splitt wirken. -
Jeder Meter Kabel stellt eine Last für die Quelle dar. Je kürzer das Kabel. desto besser. Und einmal 30m ist besser als 2x30m.
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Und wie sieht es bei Einsatz von Übertragern aus? Folgender Gedankengang: wenn ich einen Übertrager-Split für Mitschnitte haben will und meinen Recording-Kram neben dem FOH-Mischer aufbauen kann, dann könnte ich mir ein langes MuCo sparen, wenn ich nicht auf der Bühne splitte, sondern erst kurz vor dem FOH-Mischer. Ich kenn mich aber mit Übertragern nun nicht soo toll aus... :oops:
Gibt es da evtl. Nachteile, wenn das (Mikro-)Signal erstmal durch z.B. 60m Multicore geschickt wird, bevor es den Übertrager erreicht? Sollte man den Übertrager lieber näher an der Signalquelle einsetzen und 2x 60 Meter Muco verwenden?Gruss
Fummler -
dem splitttrafo ist es (fasst) egal ob er noch 60m MC dazwischen hat.
im eneffekt wirst du die 60m kabel ja immer dazwischen haben (entweder davor oder danach); insofern ist das endsignal wohl das selbe. -
Bitte nochmal fundiert erklären, was Du meinst. Wenn Du zwei mal 30m Kabel parallel betreibst (mit dem selben Signal) dann wäre dies eher vergleich bar mit 15 Metern (statt mit 60 Metern), weil sich durch die Querschnittsvergrößerung der Spannungsabfall auf der Leitung verkleinert (d.h. die Quelle wird weniger belastet).
Auf der anderen Seite sind auch 100 Meter Multicore kein Problem, solange dieses hochwertig ist. Also braucht man sich in dieser Liga, um die es hier geht, eh keine Gedanken darum machen.
Jedoch stimmt ich zu, daß ein Multicorekanal wertvoll ist und nicht verschwendet werden sollte (es sei denn, es sind genügend frei)
Grüße
Stephan
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Die kapazitive Last ist entscheidend, nicht der ohmsche Widerstand.
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Kapazitive Lasten erzeugen Blindleistung. Dies ist zugegeben auch eine Belastung. Sagst Du mir noch, wieso diese in diesem Fall so wesentlichen Einfluß haben soll. Ich denke nicht, daß jemand den Unterschied hört.
Woher weißt DU dies? Studiert? Was?
Grüße
Stephan -
ohmsche verluste sind hier relativ egal, da verliert man halt pegel, sonst nix. kapazitive verluste (bzw. belastungen der quelle) sind nich so wurscht, weil diese zusammen mit immer vorhandenen widerständen (innenwiderstand der quelle, kabel......) einen "klassischen" rc-tiefpass bilden... von wechselwirkungen mit induktiven quellen (z.B. dyn. mikro) ganz zu schweigen... und weil S.Graeske so wert drauf legt... is glaube ich stoff aus dem 2. oder 3. semester elektrotechnik... da lernt man auch was passiert wenn man 2 kapazitäten parallel schaltet

ausserdem: wenn du 2 (idealerweise rein ohmsche) kabel parallel schaltest wird die quelle stärker belastet, du verringerst ja den lastwiderstand (kabel+mic-preamps in serie) ein wenig. auch wenn das bei den paar ohm unterschied ziemlich wurscht sein dürfte... entscheidender is die belastung durch die impedanz der beiden parallelen Mic-Preamps, aber die hast du immer, egal wie und wo du (passiv) splittest.
im endeffekt würd ich bei Y-Splits für einzelne Kanäle am pult splitten, vor allem wegen der Flexibilität. an der stagebox gehts natürlich auch, v.a. wenn diese ein extra patchfeld hat, bietet sich das an. die hörbaren auswirkungen sind meistens eher gering (ordentliche, niederohmige quellen vorrausgesetzt), es spart jedoch y-kabel
