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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Gehäuse für Gauss 4580

  • Anonymous
  • 15. September 2002 um 22:02
  • Anonymous
    Gast
    • 15. September 2002 um 22:02
    • #1

    Hallo

    Zuerst einmal ein Lob an das Forum es ist echt das beste wo ich im Internet gefunden habe.
    Doch nun zu meiner eigentlichen Frage. Ich habe 4 Gauss 4580 Basslautsprecher und möchte ein passendes Gehäuse bauen.
    Ich habe bisher mit EV 15B in Martin-Bins gearbeitet und von Gausslautsprechern keine Ahnung was gut ist und was nicht.

    Ich dank euch schon mal im voraus

    Mfg
    Michael

  • rockopa
    Profi
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    1
    • 16. September 2002 um 12:29
    • #2

    Wenn ich mich nicht irre, haben die 4580 Metallkalotten; ein Einsatz in einem gefalteten Horn, wie z.B. den Martin-Bins kommt deshalb nicht in Frage, weil die Metallkalotten dort durch die Kompression "zerknüllt" werden und zu scheppern anfangen. Der "amtliche" 15er für das Martin-Bin war der 4583. Ich würde einfach mal über Bassreflex nachdenken; der 4580 kann glaube ich einen ganz ordentlichen Hub machen und hat auch ne recht tiefe Resonanzfrequenz. Was du machen willst, hängt natürlich sehr vom Einsatzzweck ab.

  • Anonymous
    Gast
    • 16. September 2002 um 18:27
    • #3

    Hallo

    Ich dachte da so an das B2 nur mit 2x 15
    http://mitglied.lycos.de/crusher844/b2.html
    Es sollte im Nahbereich viel Druck bringen für die ferne hab ich meine Martin-bins.

    Mfg
    Michael

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 16. September 2002 um 22:01
    • #4

    @rockopa.....Du scheinst auch noch deine Erfahrungen in den 80ern gemacht zu haben - oder?
    Ich stamme auch aus dieser Epoche, Martin Bins, Rasierer und Vitavox S3 usw. sind mir bestens bekannt!
    Genau wie RSD800b und Peavy CS800, das waren Zeiten.
    Zu den Gauss, besonders laut sind die ja nicht....das sollte man beim Bau einer Box mit diesen alten Chassis bedenken. Ich persönlich fand die Gauss auch sehr störanfällig - und aufgrund der Doppelzentrierung waren die Reconekits extrem teuer.
    Das Chassis mit der Metallkalotte war eher was für die 4560 ähnlichen Rearloadedbins, wo noch gleichzeitig Mitten übertragen werden sollten.
    In die Falthörner kamen immer Chassis mit Pappkalotte, Rockopa hat recht - die Alukalotte zerknüddelte sich.
    Auch der EV 15B (der ja oft ins Martinbin geschraubt wurde) war dem Kompressionsdruck nicht lange gewachsen. Der hatte zwar Pappkalotte - aber dem 15B zeriss es oft komplett die Pappe!
    Aber heutzutage Gauss.....? Ich weiß nicht so recht.....
    Stefan

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: rockline am 2002-09-16 22:09 ]</font>

  • rockopa
    Profi
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    1
    • 17. September 2002 um 11:21
    • #5

    rockline :Ja , meine "aktive" Zeit war Ende der 70er und in den 80ern. Wenn ich mir so anschaue, was es heute an Lautsprechern und Endstufen zu welch recht niedrigen Preisen gibt, ja davon hätte man damals nur träumen können. Bei Gauss hat das Preis/Leistungsverhältnis nie gestimmt; die haben doppelt so viel gekostet wie ein EV 15" und waren vom Sound/Wirkungsgrad schlechter. Die 400 Watt Belastbarkeit war damals was besonderes, aber was hilft die, wenn der Wirkungsgrad 4-5dB geringer war als bei einem EV. Mir persönlich hat der sound von den Martin-Bins auch nicht gefallen, die hatten zwar ein echt geiles "attack" aber keinen richtigen Tiefbass; man brauchte mindestens einen Stack von 4 Stück pro Seite damit man eine akzeptable Grenzfrequenz erreicht hat. Zum Transport waren die auch viel zu sperrig, waren eben keine rechteckigen Kisten. Nach heutigen Maßstäben ist das Verhältnis von Transportvolumen zum Druck der dann rauskommt zu ungünstig. In einem alten Produktiv-Katalog habe ich gerade einige Daten für den Gauss 4580 gefunden; SPL 98 dB, Xmax+- 2.3mm (doch weniger als ich dachte), Vas 198 l, fres 31Hz. Da würde ich doch mal drüber nachdenken die vielleicht an einen Bassisten zu verkaufen, der sich damit ne Box baut, aber für Beschallungsanwendung im Bassbereich nicht mehr auf Höhe der Zeit, da muß ich rockline sicher zustimmen. Wenn es denn sein muß, würde ich einfach ne Baßreflexbox bauen mit je 2 Stück, in der jeder Speaker seine eigene Kammer hat. Mit 120L pro Kammer erreicht man ca. 40Hz Grenzfrequenz. Für richtig Druck im Tiefbassbereich ist die Auslenkung der speaker aber zu gering.

  • Anonymous
    Gast
    • 17. September 2002 um 13:09
    • #6

    Hallo

    Danke für eure Antworten.
    Ich werde trotzdem mal ein Bassreflexgehäuse bauen nur zum test.
    Für den richtigen Tiefbass hab ich mir jetzt 4x RCF L18P300 bestellt ich glaube mit denen kann man mehr anfangen.

    Mfg
    Michael

  • Audiowerk
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    • 21. September 2002 um 16:25
    • #7
    Zitat


    rockline schrieb am 2002-09-16 22.01:
    Martin Bins, Rasierer und Vitavox

    Rasierer? Was zur Hölle war denn das?

  • rockopa
    Profi
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    1
    • 22. September 2002 um 18:27
    • #8

    Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, waren die sog. "Rasierer" mid-bins des britischen Herstellers Martin-audio. Durch die stark abgerundete Front und das ganzflächige Schutzgitter sahen die dem Scherkopf eines Elektrorasierers ähnlich, deshalb die Bezeichnung.

  • rockline
    Profi
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    Beiträge
    4.440
    • 22. September 2002 um 19:20
    • #9

    ja genau, dass waren Ende der 70er oberamtliche Mitteltonkabinette des englischen Herstellers Martin Audio. Der "Rasierer" hatte eine 2 x 12"(quer und schräg nebeneinander) Bestückung, die Chassis waren von ATC. Die Hornführung war aus Holz, dass ganze dann mit gewölbter Lochstahlgitterfront, so sah es eben aus wie ein Rasierapparat!

    Dieses Midbin hatte sehr hohen Output, dazu kamen dann etliche Bassbins und 2" Hörner und meistens die obligatorischen Crown DC300 Endstufen! Die Bezeichnung "DC" konnte man bei den Crowns (2 x 300Watt/4Ohm) wörtlich nehmen.....brannte einer der 8 Motorolatransistoren durch, konnte man anschließend die Box komplett mitreparieren!

    Bei den damals auch geläufigen Midbins von JBL (4562) mit sichtbaren 12"ern, bekam jeder somit noch eine kostenlose Pyroshow in Form kokelnder Membrane geliefert.

    Zum Glück haben sich die Zeiten geändert - obwohl es früher auch schon Spaß gemacht hatte!
    Stefan

  • shiva
    Beiträge
    95
    • 23. September 2002 um 21:26
    • #10

    Noch was zu den Shaves, habe meine aktive Zeit erst Beginn der 90iger, doch glaube ich das Martin-Zeugs wie meine Hosentasche zu kennen. Der erste Rasierer war der MH 212 und seiner Zeit, ca. 1977/78 das erste Mittelton Horn der Welt. Bestückung Doppel 12" mit kurzem Phase Plug. Wurde später auch in der 1x12" Version angeboten und bis ca. 1993 unter den Bezeichnungen M600 und M300 Verkauft. Ich hatte bis vor kurzem die M300 im Einsatz. Jedoch im Trapez Gehäuse, modifizierten ATC Treibern und mit BMS 2/1" und JBL 60/40o Horn (12 stk.) Hatte die Möglichkeit das Teil mit einem Melissa Messsystem einmessen zu lassen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Das Horn ist absolut TOP! Es ist von 150 bis ca. 1500 HZ auf ca. 107 dB W/M einsetzbar und klingt entzerrt, (gewaltiger 800 Hz Buckel) absolut toll. Mann sieht der Kiste im Ur-Zustand gar nicht an was sie kann. Früher klang dies eben sehr hart, weil diese in Kombination mit 115 er Nussecken (lustier Name) und JBL 2445 standen, die opt. Ringstrahler lösten das Problem auch nicht. Ebenso war das System nicht zeitrichtig und die Trennfrequenz Bass/Mid mit 250 bis 300 Hz zu hoch. Wieso schreib ich dies alles? Ich kenne das Forum noch nicht lange und habe mich auch erst kürzlich registriert. Ich habe jedoch der Eindruck dass oftmals PA's aus früheren Zeiten unterschätzt werden. Es sind nämlich meistens nicht die Tröten die den schlechten Sound machten sondern die fehlenden Mittel die Boxen richtig zu betreiben. Geht mal auf die Martin-Audio Homepage und klickt Euch die Gallery an... da seht ihr ein Floyd Konzert aus den 70gern. Da wurde noch korrekt in der Vertikale gestackt und beim genauen hinschauen kann man die ersten Schritte zum Linearray erkennen. Noch was bitte seid mir nicht böse aber das muss ich noch loswerden: Man könnte glauben dass hier nur Profis schreiben, jedoch wenn ich lese dass man 40 KW Meyer PA für 400 Personen Gigs einsetzt lädt mich dies zum schmunzeln ein??? Wie seht ihr das?? Grüsse aus der Schweiz

  • Oliver Derks
    Verifiziert
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    1
    Beiträge
    3.316
    • 23. September 2002 um 21:50
    • #11

    Wie definiert man Profi?
    Diese Diskussion hatten wir schon das ein oder andere mal. Ich persönlich halte mich nicht für einen Profi, weil ich immer noch jeden Tag einiges dazu lerne.

    Die 1000 Boxen für 10 Leute Fete Sache ist auch aus meiner Sicht eine Krankheit.
    Meist vordern oder empfehlen das auch wirklich nur Leute, die von der Sache a) keine Ahnung haben und b) dieses Material auch nicht am Lager haben und nie haben werden.


    Gruß Oliver

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