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Insertklinkenbuchsen (kurzfristig) instandsetzen?

  • Toff
  • 6. März 2004 um 14:51
  • Toff
    Profi
    Beiträge
    349
    • 6. März 2004 um 14:51
    • #1

    Das leidige Problem der irgendwann nicht mehr kontaktherstellenden Klinkenbuchsen mit Schaltfunktion dürfte ja bekannt sein, mich interessieren daran mehrere Aspekte:

    1. Was ist denn eigentlich das Problem? Nachlassende Federspannung oder Dreck/Korrosion, welche den Kontakt verunmöglichen? Oder beides?

    2. Falls die Federspannung nicht nachlässt, also nicht das Problem darstellt: Lassen sich die Kontaktflächen so reinigen, dass die Buchse zumindest für einige Zeit wieder funktioniert? Wenn ja: Wie macht ihr das? Die Kontaktzunge per Stecker etwas anheben, dann mit Schleifpapier? Oder Kontaktzunge anheben, und dann mit einem Kontaktspray? Welches Spray?

    Dass auf Dauer ein Austausch angesagt ist, weiß ich selber, auch der "Trick" mit den Kurzschluss-Steckern ist mir bekannt.

    Gruß vom Toff

  • TomyN
    Profi
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    6.777
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    26
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    2
    • 6. März 2004 um 16:43
    • #2

    Hi,

    für den Notfall nehm ich immer Kontakt 60, dann den Klinkenstecker 10 mal rein und raus, dann noch etwas WL (ich denke Kontakt 61) hinterher.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 9. März 2004 um 13:32
    • #3

    Das Problem besteht in Korrosion insbesondere bei Geräten, die über Generationen im Hühnerstall oder am Nordsee-Strand gelagert wurden. Diese Form ist häufiger bei alten Instrumenten-Verstärkern anzutreffen. Dort können auch MonoKlinkenbuchsen über Schaltkontakte verfügen. Für den Steckkontakt genügt die resulute mehrfache Betätigung mit dem Klinkenkenstecker. Keinesfalls sollte dort gefeilt oder geschliffen werden. Viele Buchsen sind Oberflächenveredelt. Gefeilte oder geschliffene Oberflächen funktioieren zunächst, oxidieren dann aber um so schneller, außerdem können sehr kleine Kontaktflächen mit hohem Übergangswiderstand entstehen (und wohin fallen die Späne?)
    Bei offensichtlich "vergammelten" Buchsen ist Kontakspray (Oxydlösend, nicht das für Autos) erlaubt, und zwar am besten am offenen Patienten, um die entstehende Sauerei sogleich zu entfernen. Das ist auch die einzige Chance, den Schaltkontakt wieder zum laufen zu bringen, die alten Metallbuchsen können auch gefühlvoll zurechtgebogen werden.

    Niemals Potis mit Kontaktspray behandeln.

    Wer am Mischpult "auf die Schnelle" mit Kontaktspray hantiert, muss damit rechnen, von dessen Besitzer ohne Warnung erschossen zu werden. Die Gefahr irreparabler Folgeschäden (weil Dreck durchs Pult plätschert) ist groß, wenn das Zeug nicht mit Wattestäben oder so nur auf die in Betracht kommenden Stellen gebracht wird.

    Bei Audiotechnik ist Oxidation nicht so häufig. Hier sind die (meist aus Kunststoff gefertigten) Buchsen einfach verbogen. Das passiert bei allzu eiligem Abbau, wenn der halbgezogene Stecker mit Gewalt in Richtung der Platine gebogen wird, bei Trunkenheit des Personals oder vielleicht ist auch Sabotage im Spiel. Materialermüdung ohne solch rüde Fehlbedienung ist ausgesprochen unwahrscheinlich. Bei verbogenen Kunststoffbuchsen hilft nur der Austausch, es ist sehr schwierig, das wieder hinzubiegen, und es gelingt auch nur, wenn die Buchse von oben gut zugänglich ist. Das Gehäuse muss also geöffnet werden und das "Steckgefühl" dieser Buchse wird ein anderes sein. Von aussen bleibt die Buchse irreparabel und es bleibt nur der Kurzschlussstecker. Die alten massiven Metallbuchsen in Instrumenten und Verstärkern lassen sich eher wieder hinbiegen, müssen aber auch gut zugänglich sein oder ausgebaut werden.

    Gruß
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

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