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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Welche Plattenware ?

  • Anonymous
  • 24. September 2002 um 23:35
  • Anonymous
    Gast
    • 24. September 2002 um 23:35
    • #1

    Sers
    Ich habe mir mal erlaubt, mal nen paar Plattenwerkstoffe mit Vor- und Nachteilen aufzulisten:
    Holzspanwerkstoffe:
    Flachpressplatten FPY/FPO (Spanplatte)
    Kunststoffbeschichtete Flachpr-pl KF
    Langspanplatten OSB

    Holzfaserplatten:
    Bitumen-Holzfaserdämmplatten SBI
    Harte-, Mittelharte-, Extraharte-Holzfaserplatten
    Mitteldichte Holzfaserplatte MDF

    Lagenwerkstoffe:
    Funiersperrholz
    Multiplex
    Schichtholz

    Polymergebundene Werkstoffe:
    Corian, Garan, Noblan u.s.w.

    und viele etliche die hier ausser Belangen sind

    Flachpressplatten:
    Sie bestehen aus getrockneten Spänen (Abfallholz) ,sie mit verschiedenen Harzen und Leimen gepresst werden. Gibt es in Dicken 8,10,13,16,19,22,25,28,35,40.
    Rohdichte:660kg/m³
    Bearbeitung: Schneiden, Fräsen, Hobeln, Funieren,
    Nicht so schwer, dafür keine alzuguten Eigenschaften für Pa-Boxen (ausser im Hifi-Bereich vielleicht)da nicht sehr stabil, viele Versrebungen notwendig, schlecht zu lackieren(Spachteln Füllern und alles..)
    Billigvariante.

    Kunstoffbeschichtete dasselbe in grün, blos mit einer Kernschicht, Dekorschicht und einer Overlayschicht zusätzlich versehen, also alles an Möbel Schränke u.s.w. die als Nachbildung gelten.


    OSB:
    Änlich vom auffbau wie FPY , hier nur vorwiegend Kiefer als Rohholz, und längsförmige Späne vorwiegens in Längsrichtung(Biegefestigkeit) etwas schlechtere bearbeitung als FPY, sehr billig, aber klanglich??

    Faserplatten (mit bitumen u. o. ä.) sind sehr teuer und selten im Geschäft zu bekommen , eignet sich nur fürn Schreiner (Bitumenhartfaser 5mm mit 18mm multiplex innen und aussen mit 1mm EdelstahlHPL beschichtet das ganze mit 4 38 utopia bestückt in den Kofferraum und dir fliegt der Kopf weg. und das gehäuse ist STEIF)

    MDF:
    Durch den homogenen Aufbau ist keine Arbeitsrichtung zu beachten. die Plattenkenten können leicht bearbeitet werden, hohe Stabilität, gute Biegefestigkeit, gut zu sägen, feilen, hobeln, schleifen, fräsen, lackieren, funieren.Dichte bis 850kg/m³.Schraubbar auch in den Plattenkanten ab 16mm dicke, am besten mit Korpusschrauben und passen Vorbohrer. Ist halt etwas schwerer aber sehr stabil und gute klangliche eigenschaften.

    Funiersperrholz:
    besteht aus kreuzweise aufeinadergeleimten Schälfunieren. Es hat eine höhere Festigkeit, masshaltigkeit und Formbeständigkeit, kann mit üblichen Holzbearbeitunsmaschienen bearbeitet werden, werkzeuge sollten scharf sein.
    Sonderform:Multiplex:
    Das sind vielschichtige Funiersperrholzplatten mit Harzen unter sehr hohem druck gepresst bis 80mm dicke.
    Sehr hart, sehr schwer, sehr stabil, sehr geil.Gibts meist als birkemultiplex(leichter, billiger)und als buchemultiplex(hart, härter, am härtesten, und am teuersten) lässt sich mit bauhaus-werkzeugen fast nicht bearbeiten aber ist klanglich , von der haltbarkeit, vom gewicht, kaum zu toppen (im pa-bereich).

    Schichtholz ist ähnlich , nur die einzelnen Lagen sind nicht kreuzweise verleimt sndern in eine Richtung, eher für Formteile (Stühle) u.s.w. gedacht.

    Polymergebundene Werkstoffe:(kunststoffgebunden)

    je nach Hersteller unterschiedlicher Aufbau:
    mit Mineralstoffen, Naturstein, Harzen, Metacrylat.bla.bla.bla...
    Sehr biegefest, Dichte 1,75g/cm³, sehr druckfest, schlagzäh, Formbeständigkeit, Zigarettenfest, Lebensmittelecht(wers braucht). polierbar, unsichtbare fugen, nur mit scharfen, richtigen Werkzeugen zu bearbeiten, wird bestimmt klanglich das geilste sein, aber 1m² kostet mich im Ek je nach Hersteller um die 200 EUR(für 10mm dicke also was dann brauchbare 15mm kosten will ich garnicht wissen...

    So genug die Finger glühen, falls jemand ne andere Meinung hat oder noch irgend nen Material weis, das gut für Boxen ist.oder noch ne frage hat, bitte posten
    MFG.

  • aw-audio
    Reaktionen
    47
    Beiträge
    4.243
    • 24. September 2002 um 23:37
    • #2

    jo

  • rockopa
    Profi
    Beiträge
    490
    Marktplatz Einträge
    1
    • 25. September 2002 um 10:05
    • #3

    die sog. Tischlerplatte fehlt glaube ich noch. Ist im Prinzip verleimtes Schichtholz mit zusätzlich je 1 Schicht Funier auf beiden Seiten. Für Festinstallation würde ich MDF nehmen (klanglich gut, Schnittkanten brauchen nicht gespachtelt werden zum Lackieren), für PA-Boxen mit häufigem Transport ist Birken-Multiplex vom Preis/Leistungsverhältnis nicht zu toppen.

  • Sascha-B.
    Beiträge
    243
    • 25. September 2002 um 11:38
    • #4

    sogen. Tischlerplatten sind stabsperrholz oder stäbchensperrholz.
    Stabsperrholz besteht aus bretter in einer stärke von 24-30mm und wird zu blöcken verleimt, danach rechtwinklik eingeschnitten, dadurch entstehen vorwiegend stehende Jahresringe(wegen schwinden und quellen) Als Deckblatt um die Mittellage wird Funier mit mind. 13% der Stabdicke gepresst. Die Oberfläche wird wellig. Durch Massivholzmittellage eher schlechte Eigenschaften.Ausserdem zu teuer, schlecht zu bearbeiten an den kanten, Biegebelastbarkeit nur in längsrichtung(besser als span und mdf in gleicher dicke)
    Bei Stäbchensperrholz besteht die Mittellage aus rechtwinklig eingeschnittenen Schälfunieren in einer stärke von 8mm, dadurch nur stehende Jahresringe und geringeres Verziehen.Ist aber noch teuer als multiplex.

  • Anonymous
    Gast
    • 25. September 2002 um 20:51
    • #5
    Zitat


    Sascha-B. schrieb am 2002-09-25 11:38 :
    sogen. Tischlerplatten sind stabsperrholz oder stäbchensperrholz.
    Stabsperrholz besteht aus bretter in einer stärke von 24-30mm und wird zu blöcken verleimt, danach rechtwinklik eingeschnitten, dadurch entstehen vorwiegend stehende Jahresringe(wegen schwinden und quellen) Als Deckblatt um die Mittellage wird Funier mit mind. 13% der Stabdicke gepresst. Die Oberfläche wird wellig. Durch Massivholzmittellage eher schlechte Eigenschaften.Ausserdem zu teuer, schlecht zu bearbeiten an den kanten, Biegebelastbarkeit nur in längsrichtung(besser als span und mdf in gleicher dicke)
    Bei Stäbchensperrholz besteht die Mittellage aus rechtwinklig eingeschnittenen Schälfunieren in einer stärke von 8mm, dadurch nur stehende Jahresringe und geringeres Verziehen.Ist aber noch teuer als multiplex.

    --Multiplex--
    bei kleinen leichten Boxen 15mm, sonst 18mm, immer lamellieren und unter hohem Pressdruck verleimen; hält besser wie jede Schraubverbindung. Anstatt in der Materialstärke weiter nach oben zu gehen ist eine exzessive Verstrebung wesentlich wirkunsvoller und leichter (vom Gewicht her, nicht von der Arbeit;-)
    In ganzen Platten beim Schreiner bestellt ist Multiplex gar nicht sooo teuer.

    Grüße,
    Fux

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