nun ja, da ganze soll ja nicht zu einer simplen definitiontsfrage werden...
meiner meinung nach reicht es nicht, ein paar speaker möglichst nah zusammenzubauen. das echte Line-Array hat in allen Frequenzbereichen (im Nahfeld) eine annährend kohährente Abstrahlung.
um sich sich der Terminologie von Anselm Görtz zu bedienen: bei Cobra handelt sich sich im Gegensatz vom dv-dosc nicht um eine Linienquelle, sondern lediglich ein diskretes Line Array, das bei hohen Frequenzen zunehmend sphärisch abstrahlt.
Die -per defitionem unendlich lange- Linienquelle strahlt kohärent und mit einem vertikalen Öffnungswinkel von 0° ab.
in der praxis ist das natürlich nicht so ohne weiteres möglich :smile:, daher ergibt sich bei einem 5,4m langen Array ein Öffnungswinkel von 4,4°...
wenn das cobra aber bei 1,5m Array schon 15° Öffnungswinkel hat, klingt das für mich nicht nach einem "echten" array.
Die akustische Kopplung tritt dann ein, wenn der Abstand der Quellen zueinander deutlich kleiner ist, als die halbe Wellenlänge.
Die 16KHz sind in der Praxis sicherlich ein realistischer Wert, viel höher spielen heutige PA-Systeme auch nicht (und wer hört noch so weit rauf??)
80% der wellenlänge von 16KHz sind 5mm....
Leider gibts vom Cobra noch keine Bilder ohne die Lautsprechergitter, sonst würde man sehr schnell sehen, ob man diesen Abstand einhalten konnte.
beim v-dosc besteht das "gehäuse" der Waveguides lediglich aus dünnen Alu-platten, so daß dieser Abstand eingehalten werden kann...