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TC Q-Station

  • HMPF
  • 15. Juni 2004 um 22:23
  • HMPF
    Profi
    Beiträge
    618
    • 15. Juni 2004 um 22:23
    • #1

    Ich habe irgendwann mal versprochen, dass ich berichte wie dieser neue TC-Equalizer so tut. Ich bin allerdings kein Testberichtschreiber und habe auch kein Messplatz, deshalb kommen jetzt einfach nur ein paar ungezwungene Zeilen :)


    Ich habe momentan eine Q-Station in der 2-Kanal Version zum Testen.

    Was als erstes Auffällt ist das gigantisch große Display mit extremer Leuchtkraft! Ich habe einfach mal meinen Palm daneben gehalten und musste feststellen, dass das hier verbaute Display noch ein gutes Stück schärfer und heller als das meines geliebten Palms ist - Wow!

    Interessant ist dieses Gerät aus folgenden Gründen:
    -bis zu 8x31Band + 8x7Band para. + 8xDynamic EQ auf 2 HE
    -Fernbedienung
    -TC-bekannte Klangqualität
    -Varicurve gibts nicht mehr
    Wobei der letzte Grund eigentlich der Entscheidente ist, da ich niemanden kenne, der sich je über den BSS beschwert hätte und ein Varycurve war einfach günstiger.

    Heute habe ich das Gerät das erste mal "im trockenen" getestet. Das heisst ohne Band, ohne Veranstaltung - einfach im Showroom

    Als erstes fiel mir negativ auf, dass die optionale Fernbedienung leider nur für die grafischen EQ´s funktioniert und man keinerlei Zugriff auf die parametrischen hat, schade. Ausserdem schade ist es, dass die FB ans Netz muss - wäre schön gewesen, wenn die Steuerleitung irgendwie noch Strom für die FB mitgeschickt hätte. Ausserdem ist die FB wesentlich größer als die des Varycurves und muss auch ohne Display auskommen.
    Aber das was die FB kann, dass kann sie sehr gut. Die moving Fader lassen sich sehr feinfühlig bedienen.
    Die Menüstruktur im Gerät ist ordentlich und aufgeräumt, denke jeder Tontechniker sollte damit innerhalb von 5 Minuten klar kommen. Bedienelemente am Gerät selbst gibt es ausreichend, Displaysteppen kommt so gut wie nie vor.
    Sehr schön ist die Möglichkeit EQ-Kanäle zu gruppieren, sodas man eben sehr schnell viele Kanäle gleichzeitig Editieren kann oder auch schlicht nicht die Übersicht verliert - immerhin kann man sich hiermit mal eben schnell auf 8HE 32 EQs zusammenschrauben.
    Jede Einheit bietet vollen Zugriff auf alle im Netzwerk befindlichen Kanäle!

    Über Klang lässt sich absolut nicht streiten bei diesem Gerät - es klingt einfach nach überhaupt nichts, macht also genau das, was ich mir bei der Preisklasse erwartet hätte. Wer auf einen bestimmten Equalizersound steht, der kann gängige Eqs nachbilden lassen, zur auswahl steht der 960er BSS, "alte" TC 1128 und noch irgendwas :) Laut TC sollen da noch einige dazu kommen, wie etwa die Yamaha EQs aus den 02r.


    Grafischer EQ:
    Standard 31 Band mit stimmbarem Hochpass und eben veränderlichem Charakter

    Parametrischer EQ:
    7-Band wobei erstes und letztes band auf shelving gestellt werden können. 2tes bis 5tes Band können parametrische EQs oder Notchfilter sein.

    Dynamischer EQ:
    noch nicht getestet. Bis jetzt ist mir aufgefallen, dass man damit in 3 Frequenzbereichen comprimieren kann und dabei auch die Übergangsfreuquenzen der Bereiche einstellen kann.

    Sonst:
    Ausreichend lange Delay-zeiten in jedem Kanal einstellbar. In sekunden, füßen, metern und frames!
    Limiter On Board. Leider lassen sich hier nur der Threshold und die Release einstellen. Könnte mich klanglich nicht überzeugen.


    Besonders aufgefallen:
    -Gerät reagiert ohne Verzögerung auf Parameterveränderungen, selbst beim Abrufen von Presets vergeht nur ein kurzer Augenblick.
    -Ein und Ausschalten ohne auch nur dem leistesten Knacksen
    -Ein- und Ausgangspegel in 1db-Schritten einstellbar
    -irgendwo "frisst" das Gerät 6db Pegel weg, was sich aber ändern lässt, indem man eben die Ein- und Ausgangspegel entsprechend verändert


    Am Freitag habe ich ihn mal mit kleiner Band im Einsatz und am 3ten Juli gleich mit mehreren Bands auf einem Sommerfest. Wenn mir dabei noch etwas bestimmtes auffällt, werde ich es melden.

    Wer sonst noch bestimmte Fragen dazu hat, der soll bitte einfach posten, werde beantworten was ich beantworten kann :)

    Grüße

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

  • test
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    • 18. Juni 2004 um 10:29
    • #2

    das entscheidende problem ist die nicht nachträgliche erweiterbarkeit. da bin ich mit dem la digi eq doch deutlich besser bedient. ferner habe ich bei fernbedienungsnutzung das volle gerät im zugriff. es soll auch bald eine 4-kanal slave geben.
    klang sollte in dieser preisregion kein thema mehr sein 8)

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • HMPF
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    618
    • 19. Juni 2004 um 01:32
    • #3

    Das mit der Erweiterbarkeit finde ich auch seltsam. Wenn man eine 2Kanalkiste kauft, dann ist es nicht möglich das Ding mal eben mit I/O Boards oder sowas auf 8 Kanal zu boosten. Was sehr wohl natürlich möglich ist, dass man mehrere Geräte "kaskadiert" und alle Geräte über eine Fernbedienung ansteuert.
    Scheint ja irgendwie niemanden so sehr zu interessieren die Kiste, oder habe ich einfach alle Fragen ausreichend beantwortet?

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

  • PA-Peter
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    • 21. Juni 2004 um 09:37
    • #4

    Da Du ja bereits mehrfach auf den VC im Vergleich eingegangen bist, würde ich mich mal um eine direkte Meinung im Vergleich freuen...
    ...die "Nachteile" des neuen "Bauchladens" hast Du ja bereits geschrieben.

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • test
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    • 21. Juni 2004 um 09:46
    • #5

    HMPF: die fraktion der leute, welche hier im forum sind und so ein gerät schon mal benutzt haben, ist doch eher gering. noch viel weniger entscheiden darüber ob so ein gerät angeschafft wird. :wink:

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  • john-boy
    Beiträge
    91
    • 22. Juni 2004 um 00:33
    • #6

    Also wirklich viele Unterschiede gibt es bei den ganzen Digi-EQs nicht, Funktionsumfang ist ziehmlich gleich, größe kommt auch aufs selbe raus und der Preis ist auch fast gleich (immer vorrausgesetzt ich bau mir ein kleines bis mittleres EQ-Rack zusammen 6-10 Wege)
    Nur im Handling gibt es noch deutliche unterschiede.
    - Der LA EQ gibt es als Master Unit, Slave und eine Remot Unit und es gibt eine Extra Fernbedienung (per kabel oder per Funk) von der aus sich alle Parameter ändern lassen (recht umständlich).
    - Der Helix von Klark hat auch eine Master Unit (2HE) und Slaves (4 Kanalig) es gibt aber bewusst keine extra Fernsteuerung sonder einen WLAN anschluss und eine software für Palmtops.
    - Der TC wurde weiter oben schon genauer beschrieben.
    Bei mir liegt der TC am weitesten vorne, weil sich das Gerät super einfach und übersichtlich bedienen lässt (ohne so eine komische Folientasten-leiste wie beim klark und den winzig kleinen Tasten vom LA). Die Fernbedienung darf deswegen auch so simpel ausfallen, denn in der Praxis steh ich doch eh am Mischpult und stelle an der Master-Unit alles ein, mit der Fernbedienung geh ich doch dann nurnoch über die Bühne und gleiche weiter an, da reicht mir der Zugriff auf den 31 Band-Eq (mehr hab ich doch bei normalen monitor setups auch nicht eingeschliffen) oder will einer von euch mitten auf der Bühne stehen und einen 7-bandigen parametrischen EQ einrichten? meist kennt man doch die Wedges und weiß vorher an welche Frequenzen man drann muss.
    Den Dynamischen EQ und die Delays braucht man doch auch meist nur in FOH Anwendungen, wo eine Fernbedienung überflüssig ist.
    Das mit dem Strom für die Fernbedienung ist natürlich ärgerlich, aber da ich eh ein Kabel mit mir rumschleppe ist mit ein bischen Gaffa auch schnell ein "mini Kabelbaum" gebastelt und alles wird gut.
    Korrgiert mich wenn ich irgendwo falsch liege :)

  • PA-Peter
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    Beiträge
    7.614
    • 22. Juni 2004 um 08:15
    • #7

    Öhm, mein Varicurve hat nun mal "nur" einen 6-Bandigen parametrischen EQ pro Weg...
    ...und den richte ich auch immer ein!
    ...auch mit dem Bauchladen auf der Bühne...
    ...oder auch im Saal für FOH-Aufgaben!

    PA-Peter
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    http://www.rieckmedia.com

  • guma
    Moderator
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    • 22. Juni 2004 um 09:06
    • #8

    @ test:

    ... aber das Gerät wird sicher den einen oder anderen Käufer finden, und daher finde ich es gut, daß HMPF diesen Thread angezettelt hat, auch wenns nicht gleich Millionen von Antworten hagelt, dazu ist das Gerät einfach noch zu neu.

  • HMPF
    Profi
    Beiträge
    618
    • 23. Juni 2004 um 21:24
    • #9

    Was ich absolut bestätigen kann ist, dass sich das Gerät sofort bedienen lässt. Nicht nur, dass man es schnell versteht, sondern eben auch große, logische und gut beleuchtete Bedienelemente. Mit diesen Folientastern vom Klark kann ich irgendwie auch nix anfangen.

    Nochmal zur Fernbedienung: Laut TC ist das Ding nicht wirklich als Fernbedienung zu verstehen, sondern als weiteres Bedienelement. Sie wollen den Technikern damit ein analog-feeling geben. Daher wohl das Ding auch im 19"-Design. Mir persönlich wäre eine etwas kleiner FB evtl. ohne Motorfader und sicher ohne Rackohren, dafür mit großem Display und drei Endlosregler oder sowas, lieber gewesen. Der Preis für die Fernbedienung (kann mich an etwa 1800.- erinnern) geht allerdings durchaus OK.

    Ich halte trotz einiger Kretikpunkte (gerade an der Fernbedienung) den TC für sehr interessant. Die 8-Kanal Version ohne FB ist günstiger als 4x FCS 960 und verbraucht dabei nicht 12 HE, sondern eben gerade 2HE. Alleine das ist ein Grund sich diese Kiste näher an zu gucken.


    Ich weiß grad nicht, ob ich es schon irgendwo erwähnt habe:
    Das Ding, das zum Test hier war, bleibt jetzt hier. Falls jemand gesteigertes Interesse daran hat so ein Gerät zu testen, dann kann er sich gerne einfach mal bei mir melden.

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