da ich mich nun eines besseren belehren lassen mußte, werd ich wohl über den bau von horngeladenen tops nachdenken müssen. es gibt ja hierzu schon einige anregungen, die ich aber aus verschiedenen gründen für mich nicht als optimal empfinde.
nach einigem überlegen finde ich das gae director top ansich nicht schlecht, nur die horizontale abstrahlung von 60° ist mir zuviel. ich würde dort 40° als besser empfinden. nun sollte es ja auch nicht das problem sein, die hornkonturen anzupassen bzw. ein geeignetes ht horn zu finden.
meine frage dazu: führt es zu offensichtlichen problemen (verzerrungen im horn...etc.) bei der von mir angestrebten "verengung" des horns? der hochtöner im director top fungiert wohl als phaseplug.?--so 1:1 kann man das ja dann auch nicht übernehmen. die hornsimulation ansich stellt nicht das große problem dar, nur der einfluß des phaseplugs ??? angestrebt ist dann ein einsatz von 2 tops pro seite als standardbetrieb. das sollte dann auch nicht das problem für eine tiefere trennfrequenz sein.
bicoaxiales horntop
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Literatur zum Thema:
http://www.eaw.com/APP/pdf/KF700_whitepaper.pdf
http://www.jblpro.com/pub/technote/PD%20HF%20TechNote.pdf
Frage:
- ein oder zwei Konustreiber pro Top ?
Gruß SRAM
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danke sram...es sollen zwei 12er zum einsatz kommen (bicoaxial :wink: ); als ht erst mal ein cp600ti (hab ich da) an nem limmer 243 (40x30°). als treiber hatte ich die 18sound 12mb600 im auge (hab ich auch noch da). die hornkontur modulier ich mit eingekerbtem dünnen mpx vom tischler.
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nach der literatur zu urteilen, wäre ein langes schmales ht horn günstiger (ein 40° circular horn?). der ht treiber sollte nah am mitteltontreiber sitzen, um hier reflexionen zu vermeiden. den hinteren teil des ht treibers kann man ja relativ spitz gestalten.
nun zur hornform des mid horns. die aussenseiten des gehäuses sollen gleich der stackingwinkel sein. sollte nun das horn konisch oder expotential sein? was wären die vor und nachteile? aj horn sagt dazu nicht viel aus oder ich finds nicht :oops: . allgemein sollte ein expo horn kürzer zu gestalten sein als ein konisches. die gesamttiefe des tops wird wohl bei 60-max. 70cm liegen. die höhe von 1m beim director top möchte ich nicht überschreiten. die breite wird das übliche 60er maß werden. damit sind die randbedingungen fertig. eine kompression am mid treiber möchte ich nicht-ergo ist die hornanfangsfläche klar....mehr gedanken nach dem studium der kartoffel zum mittag
mahlzeit
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so...weitere recherchen und ein ansprechendes ht horn: selenium hl47-50r mit 40°x20° und 332mm einbautiefe oder hl14-50 mit 45x45° aber eben ein ganzes stück kürzer. hat da evt schon wer erfahrungen?
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Das HL47-50SLF hat ein Q von 53, das ist Spitze. Das Richtverhalten und die Abstrahlung auf Achse mit dem D4400TI entspricht derart gut der Theorie, das ist fast zu gut.
--> zu dem Horn kann mann nur raten, das wird LAUT und sehr gut gerichtet ( und die sehr tiefe untere f_gr und die große Tiefe macht es möglich etwa 1 Oktave über der untersten Hornresonanz zu trennen --> auch das sehr günstig; Trennfrequenz etwa 800 Hz).
Bei den beiden Konustreibern würde ich die topseitenwände zu den Hornseitenwänden machen (bedingt dann Trapez-Top mit 40 Grad). Eine leichte Kompression halte ich für notwendig um bei 800 Hz problemlos trennen zu können, etwa 513 zu 400 cm^2. Druckkammer so klein wie möglich (Einfräsung im Bereich des äußeren Membranradius/Sicke). Öffnung der Druckkammer 300 (abschrägen) X 140 mm hoch (querliegender Schlitz). Backkammer ca. 4 Liter pro Treiber (displacer).
Da bei 1 meter Höhe genügend Platz zur verfügung steht würde ich die Konustreiber möglichst weit nach unten und oben rücken und den MT-Treiber dazwischen so weit hinten plazieren, daß die Schwingspulen in etwa auf gleicher Ebene liegen ( ja ich weis, daß das nicht gleich der akustischen Ebene ist, aber immerhin eine sehr gute Annäherung). Dann dürfe das MT/HT-Horn gerade noch so zwischen die Seitenwände passen. Untere bzw. obere Kante der Druckkammershlitze dann mit geraden Brettern bis zur Ober- bzw. Unterkante des MT-Hornes verlängern, damit sitzt das MT-Horn plus Treiber in einer eigenen von hinten (Wartung) einfach zugänglichen Kammer. Hornkontur Oben und Unten ergibt sich dann automatisch, flare = ca. 95 Hz tractrix.
alles IMHHO :wink: SRAM
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mahlzeit
das hl47-50r und slf scheint wohl das gleiche zu sein. ich hab nur noch keine bezugsquelle gefunden.
der di4400ti wird da sicher nicht dran werkeln...der f-gang gefällt mir überhaupt nicht. ich möchte nur äußerst ungern tweeter da drüber setzen.
die kontur der schalllführung nach oben bzw unten spielt wohl nur eine untergeordnete rolle? da hab ich ja ziemlichen spielraum mit dem verschieben der treiber und der daraus resultierenden öffnung der druckkammer. die fräßungen für die sicke stellen nicht das problem dar. der membranhub sollte da wohl 4mm nicht übersteigen. macht ergo bei ner 22mm schallwand keine großen probleme in bezug auf die stabilität. sollte ich die rückseite des ht horns irgendwie verkleiden, um reflektionen an den kanten zu vermeiden oder kann ich das vernachlässigen? ich werd versuchen, die treiber auf eine ebene zu bringen-notfalls wird das top etwas höher.
was würdest du allgemein zur gesamten directivity des tops sagen. es sollen ja immer zwei pro seite stehen und möglichst untereinander geringste auslöschungen verursachen. -
- das Horn gibt es bei Achenbach, 118 Euro
- natürlich soll da der Selenium nicht dran, es ging nur um die extrem gute Übereinstimmung von Theorie und Praxis --> sieht mann selten
- das Horn sitzt ja, wenn Du so vorgehst wie beschrieben in einer eigenen Kammer, da muß mann die Rückseite nicht mehr verkleiden. Vieleicht habe ich das etwas zu unklar beschrieben: für den oberen Konustreiber --> Brett von Unterkannte der zu diesem Treiber gehörenden Druckammeröffnung schräg nach unten bis zur oberen Vorderkannte des Mitteltonhornes (brett geht über gesamte Breite des Tops). Für den unteren Treiber spiegelbildlich entsprechend. Damit sitzt das Mitteltonhorn mit der Frontseite oben und unten dicht in der Schallführung der Konustreiber, mithin sehen diese garnicht die Rückseite des MT-Hornes (Wenn ich heute Abend etwas mehr Zeit habe mache ich vieleicht eine Skizze). Wenn das MT-Horn jetzt auch noch so tief im Trapez-Top sitzt, daß die Seiten gerade mit den Innenwänden des Tops abschließen, dann ist das fast ideal integriert, ist das Top an dieser Stelle noch etwas weiter, dann einfach das MT-Horn an den Seiten mit zwei Dreiecks-Leisten noch soweit mit gleichem Winkel "verlängern", bis die Topseitenwände erreicht.
Gruß SRAM
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soweit kann ich dir jetzt folgen :oops: ..nur noch ein "kleines" problem: ich bekomm die konustreiber nicht mehr rein :shock: das mid horn für die 12er müßte ein ganzes stück kürzer sein, wenn ich den schmalen abstrahlwinkel hinbekommen möchte. das horn zu verkürzen wäre mir aber nicht recht...sollte schon lang bleiben, um eine genügende richtwirkung zu erhalten.
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Stimmt, bei Trapezform, vorne 600 breit und etwa 650 tief müssen die Seitenwände etwa 15° haben um die 12" ganz nach hinten zu bringen.
--> dann wird es dann halt ein 30° Top, bei zweien pro Seite ganz in Ordnung
Hab das mit dem Mitteltonhorn mal grob aufgezeichnet, das sieht ganz gut aus, die Breite kommt ganz gut hin und für den Treiber ist zwischen den beiden 12" auch genug Platz.
P.S.: bei zweien pro Seite und der Bestückung wird das ein ziemliches Brett, für den Test empfehle ich beim full stack 2 kw amping und als Konserve zum Testen "THE BALLAD OF CHASEY LANE" :mrgreen: , vergiß nicht die Nachbarn zu warnen.
Gruß SRAM
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genauer 2,4kw :mrgreen:
die nachbarn kennens nicht anders :oops:
30°..dann hätte ich die abstrahlung eines gae hawkwind tops. ist imho auch völlig ok, da bei größeren events dann eh noch ein infill steht. wie genau die ganze sache eingehalten wird, werd ich wohl in 14 tagen nach dem bau des protos wissen.
800hz mit dem cp600... :? ..da wird wohl ein anderer herhalten müssen (evt bms coax)
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Hört sich mal ganz interessant an, was Ihr hier anstrebt...
...doch 30°?
Findet Ihr das nicht ein bissl eng?
40° sollten doch schon drin sein....Freue mich auf weitere Anregungen!

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Kleine Korrektur:
um die Reflektion an der Vorderkante des MT/HT-Hornes gering zu halten ist es günstiger, ganz oben und ganz unten jeweils gerade (geneigte) Bretter als Hornbegrenzung zu verwenden und bei maximal auseinandergerückten 12" die zum MT/HT-Horn zugewandten Begrenzungsflächen gemäß der Hornkontur gebogen auszuführen. Dadurch wir der Winkel im Bereich der Vorderkante des MT/HT-Hornes sehr steil, was Reflektionen zu vermeiden hilft.
Gruß SRAM
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so..wieder zurück vom geldverdienen-jetzt wirds wieder ausgegeben

PA-Peter
der winkel von 40° war von mir auch angestrebt, nur bekomm ich dann das horn nicht so hin, wie ichs möchte. als treiber sollen da auch 12er rein-ergo ergibt sich, wie von sram bemerkt, eine verkleinerung der winkel der seitenwände auf 15°. da ja aber die seitenwände gleich die hornwände sein sollen (gewicht) ist der winkel definiert. man könnte allerdings die 12er weiter vor setzen um die 20° zu erreichen-das möchte ich allerdings nicht, da das horn so tief wie möglich sein soll. die frontabmessungen sind halt das übliche maß.SRAM
danke für deine hilfe. ich werd kommende woche mit dem bau von zwei protos beginnen. soweit ist mir alles klar-nur sollte ich bei der auslegung des bogens zum anschluß des ht horns einer funktion folgen oder einfach nur testen? -
ich hab mal ne skizze gemacht..ich denk mal, so siehts von der seite aus (etwa)
und so von vorn
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Guten Morgen Wulfson,
yo, genau so wars gemeint --> damit wird die Reflektion minimal.
Sieht gut aus. Viel Abstimmarbeit wird für die Rückkammern notwendig sein. Der Verlauf des Bogens ergibt sich ja aus der Hornfunktion, da dies die einzige freie Seite ist (Seitenwände so die obere und untere Begrenzung liegen ja nach der Positionierung der 12" fest). Übrigens kannst Du den vertikalen Abstrahlwinkel durch die Positionierung der 12" ja noch genauer festlegen --> je weiter Du diese auseinanderrückst, desto schmaler wird der vertikale Abstrahlwinkel. Ich würde denselben wie beim HT/MT-Horn wählen.
Einen schönen Tag wünscht Dir
SRAM
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eine kleine vorkammer wird sich leider nicht vermeiden lassen, da ansonsten die membran (hier eher die sicke) an der montage"wand" anstößt. laut simu sinds nur max 2mm hub bei max spl aber die sinds eben auch. die fräßung bzw das zwischenbrettchen werden wohl so 3-4mm sein, um auf der sicheren seite zu landen. das ergibt dann ne vk von rechnerisch 0,19l (3mm) bzw. 0,25l (4mm). genügt das schon, um ein "bandpassverhalten" zu provozieren?
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Simuliere ich heute Abend mal durch. Zum Volumen zählt auch das des Konus hinzu. Dieses folgendermaßen ermitteln: Frapan oder ähnliche Folie locker auf Chassis auflegen, Konusvertiefung bis Rand mit Zucker oder Salz füllen, mit Lineal abziehen. Dann Folie vorsichtig hochheben, so das der Zucker im "Plastikbeutel" verbleibt. In Küchenmeßbecher oder Meßzylinder geben --> Volumen ablesen. (Das Ganze nicht der Herrscherin der Küche vorführen, sonst droht Ungemach :mrgreen: ).
Gruß SRAM
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wenn wir schon in der küche sind, nehmen wir doch gleich mal frischhaltefolie :lol: da lohnt sich dann der streß mit dem weibchen :mrgreen:
trotzdem vor den kopf klatsch...an das naheliegende denkt man natürlich nicht (konusvolumen :oops: )
das alles sind solche faktoren, weshalb ich keine kompression haben wollte...wird wohl aber nicht ganz ohne gehen. das rückkammervolumen hab ich vorerst mal mit 8l angenommen. müßte in etwa hinkommen. ich laß es aber erst mal groß und verschieb dann die brettchen nach oben oder unten-je nachdem was raus kommt. wo sollte sich die reso einstellen? hab dazu leider nicht viel gefunden (nur sehr allgemein im unteren bereich?). -
backkammer ca. 4 bis 5 Liter sieht in der Simu am besten aus (und begrenzt so nebenbei den Hub sicher). Unterste Reso ca. 140 bis 150 Hz.
Die front-Kammer macht sich aufgrund der niedrigen Kompression kaum bemerkbar. Mit dem genauen Volumen kann mann dann mal genauer simulieren.
Gruß SRAM
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