Mich würde es mal interesieren wieviel Miete ihr nehmt und wie ihr eure Mietpreise berechnet. Nehmt ihr immer die gleiche Formel oder wie macht ihr das?
z.B. VK*0,05 oder so.
Wieviel Miete nehmt ihr?
-
-
Mit den Berechnungsmodellen habe ich mich auch sehr lange Beschäftigt. Es gibt hier aber etliche Ansätze. Denkbar sind:
- man nimmt das gleiche wie die anderen Verleiher (Problem man hat halt nicht immer die gleichen Konditionen ...)
- man nimmt immer einen festen Prozentsatz vom EK (Problem man hat nicht immer die gleichen Konditionen, die Haltbarkeit der Geräte schwankt sehr stark von einigen Monaten bis hin zu 10 Jahren und länger, die Auslastungen sind sehr verschieden)Ich für meinen Teil habe mir ein Berechnungschema erstellt wo folgende Gesichtspunkte betrachtet: Lebensdauer(voraussichtlich), Auslastung , Wertverlust, Kapitalkosten(reelle oder kalkulatorische), Allgemeinkosten (Lager,Telefon....),Verbrauchsmaterial, (Lampen, Fluid, Folien),Wartungs und Reparaturkosten.....Das Ganze hat zum Sinn festzustellen was einem das entsprechende Stück tatsächlich pro Job kostet.
Wenn man seine Kosten kennt weiß man sehr schnell was man mindestens haben muß. Dann schaut man was der Markt(Deine Kunden) im durchschnitt pro Artikel hergibt. Mit diesen Wichtigen Eckdaten sollte es jetzt möglich sein einen vernünftigen Preis zu finden.
Gleichzeitig kann man sich mit einer solchen Kalkulation ein nettes Controlling aufbauen.
Gruß
Jürgen
-
Genauso oder Ähnlich sollte man kalkulieren.
Idealerweise macht sich ein Gerät innerhalb der ersten 15-20 Ausleihen bezahlt, was leider nicht der Regelfall ist.
Das Problem ist, das sich die wenigsten dran halten und die Preise systematisch verbrannt werden.
Klar, Qualität setzt sich durch - leider hast Du aber auch heute überwiegend "Geiz-ist-geil-Spinner" als Kunden, für die der dickste HiFi Verstärker bei Mediamarkt der Maßstab für professionell ist und daran dann die Preise festmachen - gerade im Kleinverleih.
Mittlerweile gibt es auch Beamer an jeder Ecke zu mieten.Es herrscht ein Verdrängungswettbewerb
Biete ich für 100,00€ an, ist sofort jemand da der 95,00€ nimmt u.s.w.
Irgendwann haste dann den Keller-Verleiher, der dir den Kram für 50,00€ all Inclusive vorbeibringt. Was Umsatz- und Einkommenssteuer bzw. Fixkosten sind, ist Ihm ein Rätsel.Es wäre gut für die ganze Branche, wenn sich die Verleiher auch mal übér Kalkulation gedanken machen würden und sich nicht um jeden Drecksauftrag prügeln würden - davon profitiert nur der Preiskampf und Qualität ist nicht zu halten.
-
Ich als "Hobby-PAler" habe kein bestimmtes Preisschema.
Ich vermiete meine Anlage in der Regel nur mit Bedienung, und die Bezahlung als Ganzes ist abhängig von:
Wie gut gefällt mir die Musik?
Wie gut kenne ich die Bezahlenden?
Was für ein Budget ist überhaupt vorhanden?
Anfahrtszeit / Arbeitszeit
Das Material ist sowieso durch die eigene Band vorhanden, wieviel ich davon ins Auto lade macht keinen großen Unterschied für mich. -
Glaub hier sind wirklich nur reine Gerätemieten gefragt.
Sind viele Verleiher in deiner Umgebung (wie hier) orientiert man sich gezwungenermaßen an den Mitbewerbern ...
Wieviel man für ne Mobildisco bei Bekannten nimmt ist da noch was anderes ..
-
Zu wissen was Mitbewerber für Preise aufrufen ist sicherlich wichtig, aber auf deren Preisniveau einzusteigen sehe ich nicht unbedingt ein. Keine 50km von mir gibt es HighEnd 575 MH á 30,- okken zu mieten, sowas brauche ich nicht wirklich.
Zitat von "ph-showtechnik"Idealerweise macht sich ein Gerät innerhalb der ersten 15-20 Ausleihen bezahlt, was leider nicht der Regelfall ist.
Das wäre ja was! 400,- € für´n Pärchen PS15 mit Amp.... kommt, wir machen ´ne bundesweite illegale Preisabsprache!
-
es gibt Eventbereiche, wo das bezahlt wird.
Allerdings nicht im Kleinverleih. -
Zitat von "ph-showtechnik"
es gibt Eventbereiche, wo das bezahlt wird.
Allerdings nicht im Kleinverleih.Aha...deine beiträge werden immer besser
-
Zitat von "Frank Uhlig"
Zu wissen was Mitbewerber für Preise aufrufen ist sicherlich wichtig, aber auf deren Preisniveau einzusteigen sehe ich nicht unbedingt ein. Keine 50km von mir gibt es HighEnd 575 MH á 30,- okken zu mieten, sowas brauche ich nicht wirklich.
Das wäre ja was! 400,- € für´n Pärchen PS15 mit Amp.... kommt, wir machen ´ne bundesweite illegale Preisabsprache!
Ne PS15 wird wohl auch bisschen länger halten....
Die ist ja nicht nach 30 Einsätzen so hin das man die nichtmehr verleihen kann. Vielleicht mal nachlacken aber sonst.... -
special-radio-edit-version für klangterrorist:
*spass modus an*
400,- € für´n Pärchen PS15 mit Amp.... kommt, wir machen ´ne bundesweite illegale Preisabsprache!
*spass modus aus*
Ich habe sogar noch ne PS15 mit einer 3-stelligen Seriennummer, 483 glaube ich..... das dürften mittlerweile an die 1000 Einsätze gewesen sein.
-
Wenn ich eine PS 15 Kalkulieren müßte wurde ich folgenden Ansatz nehmen:
Haltbarkeit 8-10 Jahre (wenns mehr ist solls auch recht sein)
Vermietungen 30-40 pro JahrWer jetzt aber sagt man Teile einfach den Anschaffungspreis durch die z.B. 400 Vermietung und hat seine Kosten. Der soll man an folgende Punkte noch denken.
Cases, Kabel und alles was sonst noch mit Vermietet wird, ohne seperaten Mietpreis muß mit finanziert werden.Reperaturkosten, (Kalkulatoische)-Kapitalkosten, Verwaltungsauwand (Miete,Lager,Telefon....) und nicht zu letzt wollen wir auch noch was verdiehnen.
Gruß
Jürgen
-
Schade das es nur Hobby-PAler gibt. Ich denke es ist wirklich Branchenspezifisch und einmalig in unserem Buisness. Oder kennt gerade jemand einen Hobby-Maler,Mauer,Fließenleger,Dachdecker... :?
Gruß
Jürgen
-
Hi!
ZitatOder kennt gerade jemand einen Hobby-Maler,Mauer,Fließenleger,Dachdecker... :?
Ich würd da spontan an Schwarzarbeiter denken
Kommt den Hobby PAler ja oft sehr nah... :roll: -
Schwarzarbeiter = Verdient Geld mit seiner Tätigkeit und ist durch Nichtbezahlen von Steuern etc. billiger als seine Mitbewerber
Hobby-PAler: gibt für sein Hobby Geld aus. (Das Geld das ich nehme dürfte wenn es gut läuft gerade Sprit und Materialabnutzung (defekte Kabel etc) abdecken).
Warum es mehr Leute gibt die PA als Hobby betreiben: ganz einfach, es macht Spass (mehr als beispielsweise Müll durch die Gegend zu karren).
Ich denke wer mit etwas sein Geld verdienen will das Andere aus Spass machen muss eben zum einen soviel besser sein (Material, Fähigkeiten, Umganston, Äußeres) dass es den Kunden den Mehrpreis wert ist, zum Aanderen kann er die Jobs machen die mit weniger Spass verbunden sind (was ich z.B. in der Regel nicht mache sind Industrie/Galajobs, reine DJ-Veranstaltungen).
Natürlich gibt es nicht unendlich Bedarf für solche Profis.
Kurze Anmerkung noch: Restaurantkritiker oder Urlaubstester sind sicherlich auch schöne Berufe, allerdings gibt es hier auch nur einen geringen Bedarf, die Mehrzahl der Leute zahlt um im Restraurant zu essen oder in den Urlaub zu fliegen... -
Aus Zeiten in denen mein Dad noch aktiv war, Mitte der 80er hielten es die Verleiher mit fixen Prozentzahlen hier in der Gegend.
Endkundenanschaffungspreis x 1,5% für Tontechnikequipment
und 2,5 % für Lichtequipment. Was 66 bzw 40 Einsätze bis zur Amortisation macht. Nach Milchmädchenrechnung.Mittlerweile sind die Preise eigentlich überall höher und teilweise über die Regionen als auch in den Regionen sehr verschieden.
Ich bekomme hier zb einen Mac 2000 mit bissi Connections für 60 € netto.
Bei anderen Firmen bekommen ich mit Conncetions für 60 € einen Giotto 400 oder wieder andere Firma einen Robe Spot 250 AT für 35 €.Das hat teilweise kaum noch was mit dem Anschaffungspreis zu tun. Denn ein M2K kostet ja bekanntlich mehr als doppelt soviel wie ein 250er Robe.
Die vielverbreite Venice 320 gibts hier einmal für 60 € und 4 km weiter geht sie für 180 €. Und sie muss wohl weggehen, sonst würde hier keiner über einen längeren Zeitraum das Geld verlangen.
Ist halt abhängig vom Markt und den Kunden. Wenn ich Kunden habe, die sich kaum über die Preise informieren, dann hab ich als Hochpreisverleiher eben Glück und die HKS gucken zum Glück in die Röhre.
Notebooks, Beamer und der Kram sind dann nochmal ne Nummer teurer. Müssen sich allerdings auch schneller amortisieren. Einen 2 Jahre alten Notebook kannste ja kaum noch verleihen. Während ne gute alte PS15 n paar Jahre drehen kann.
Sind zuviele Faktoren als das man eine allgemeingültige Aussage treffen kann. Was bringt dir ein ausgeklügeltes Preissystem, wenn dein Konkurrent um die Ecke immer 5 € billiger ist und das jeder weiß??? Und solange wir nur über Equipment reden und nicht über Bedienung isses egal ob die Venice mit der Seriennummer 2342134 60 € kostet oder ob die mit der Seriennummer 2345431 180 € kostet. Ich weiß welche ich dann nehme.
Und wer nicht davon leben muss, der hat bei der Preisgestaltung sowieso nochmal andere Möglichkeiten.
gruß
Seven
der übrigens 60 € fürn M2K zu billig und 80-100 € für ne V320 angemessen findet... -
Bei Pulten ist das mit der Kalkulation immer so eine Sache, habe das Venice 320 im Case, mit Splitt mal mit netto 4 T€ angenommen (kann real mehr oder weniger sein).
Gemäß meiner Kalkulation komme ich beim Venice 320 im Case mit Splitt auf selbstkosten pro Job 40,96 zzgl. Mwst /somit wäre bei 60 Euro und unserer Kostenstruktur immer noch was verdiehnt. (Annahme 8 Jahre/ 20 Jobs pro Jahr)
Bei ein Annhame von 30 Jobs / 5 Jahre (ohne Restwert berechnet) komme ich auf selbstkosten von 37,17 € pro Job.Wenn man hierrauf jetzt eine anständige Gewinnspanne rechnet, sollte sich das Pult Preislich mindestens zu 60 Euro zzgl. Mwst (unteres Limit) vermieten lassen das da was verdiehnt ist. Warscheinlich würde ich es mit ca. 75 € zzgl. Mwst. ansetzten.
Gruß
Jürgen