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Messtechnik

  • Anonymous
  • 18. Oktober 2002 um 09:04
  • Anonymous
    Gast
    • 18. Oktober 2002 um 09:04
    • #1

    Habe mal ne Frage! Wie messe ich mit Smaart richtig. Das System beruht ja auf das Vergleichen 2er Signale. Also schicke ich auf einer seite ein CD-Signal und auf der anderen das Signal der PA. Nun zu meiner Frage? Liege ich richtig in der Annahme, daß ich nur eine Seite vom CD- Signal hernehme(d.h.CD-Player an Monokanäle am Mischpult), da ich ja sonst eine falsche Messung erhalte.

  • ADMIN
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    1
    • 18. Oktober 2002 um 11:37
    • #2

    Ja, vom CD-Player sollte nur entweder der linke oder der rechte Kanal genommen werden. Addiert man beide Kanäle zu einer Mono-Summe auf, dann verliert das Signal an Höhen.

    Theoretisch sollte es egal sein, mit welchem Energieanteil die einzelnen Frequenzen im Signal vorliegen, die Praxis sieht "etwas" anders aus. Deshalb ist es nicht verkehrt, mit rosa Rauschen zu messen, zumindest so lange noch kein Publikum da ist.

    Bei Messungen während der Show stellt sich zunächst die Frage, wo das Mikro steht. Steht das mittig zwischen den Boxentürmen (beispielsweise am FOH-Platz), dann braucht man als Vergleichssignal eine Monosumme aus dem Pult.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Inselgert
    Profi
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    • 18. Oktober 2002 um 13:42
    • #3

    Also mit Smaart kann man ja verschiedene Dinge machen. Das was Du oben beschrieben hast ist die sog. Transfermessung. Da sollte man folgendermasen vorgehen. Monosignal auf einen Kanal, Mikro auf den anderen. Dann den Delaylocator nehmen und Delay zwischen Mikro und Box messen und uebertragen ( Wichtig wegen Phasengang). Danach kann man dann anfangen zu messen. Nur eine Seite oder respective teile davon zur Zeit. Danach macht man das mit jeder Komponente einzeln. Wenn dann das ganze System zum Mikro ensprechend delayed ist kann man mal alles anmachen und gucken ob der Delaylocator einen Peak findet ( Wenn ja hat man es gut gemacht) Dann erst auf EQ schauen. Also Transfer anschalten Kurve drehen und das sollte dann Deine respective Kurve sein. Dabei jedoch nicht die Ohren abschalten. Bitte immer dran denken wenn Du das Mikro bewegst musst Du das Delay neu messen. Ich stelle immer ne Box auf die Buehne als Referenzbox. Ungefaehr da wo spaeter das Drumkit steht. Verzoegere alles auf diese Box und waehle dann ne Mikroposition die einen Zuschauer darstellt.
    Das ganze funktioniert nur mit parametrischen EQS. Die graphic Funktion ist mehr wie so ein normaler Analizer. Welcher Dufte fuer Monitorjobs etc ist.

  • PA-Peter
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    • 20. Oktober 2002 um 14:26
    • #4
    Zitat


    Inselgert schrieb am 2002-10-18 13:42 :
    (...)Ich stelle immer ne Box auf die Buehne als Referenzbox. Ungefaehr da wo spaeter das Drumkit steht. Verzoegere alles auf diese Box und waehle dann ne Mikroposition die einen Zuschauer darstellt.

    Ääähm, sorry, das verstehe ich nicht so ganz... :???:
    Kannst Du das evtl. noch mal genauer erklären?

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • KREISS
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    • 20. Oktober 2002 um 15:20
    • #5

    Wenn ich das jetzt richtig deute, geht es da um ein generelles Offset-Delay für die Main PA.
    Macht grade in kleineren Hütten Sinn die PA auf den Mon zu delayen.
    Schafft ein aufgeräumteres Klangbild im Mix und zusätzlichen Headroom im Mon.

    Kai

  • tthorsten
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    • 21. Oktober 2002 um 01:11
    • #6

    aber wenn ich das PA per delay nach hintne schiebe, dann

    ist das doch , wie wenn ich sie hinter den frontsänger stelle.

    erhöht das nicht die Rückkoppel neigung ????

    Lautsprecherentwicklung nach mass
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  • Inselgert
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    717
    • 21. Oktober 2002 um 02:15
    • #7

    Also es geht genau um von Kai beschriebenes Offset delay. Die Band ist ja die Klangquelle und nicht die PA. Man nutzt also das originalsignal anstatt dagegen anzukaempfen. Die Koppelgefahr nimmt nicht zu da die PA ja physisch noch vor dem Saenger steht. Weiss nicht ob ich das jetzt richtig erklaeren konnte!

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 21. Oktober 2002 um 10:14
    • #8

    aber was macht das wenn sie elektronisch hinter der band steht, wenn sie physikalisch veór der band steht.

    der schall wird nach hinten also später abgestrahlt und so eigentlich früher


    Erklär mir dohc mal einer warum das funktioniert.


    Wieviel sekunden sind das denn so bei euch im schnitt.

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  • Volker Holtmeyer
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    • 21. Oktober 2002 um 15:02
    • #9

    tthorsten
    Da ist man ja fast geneigt an Deiner Kompetenz zu zweifeln :wink:

    Delay auf er Front macht (bei kleinen Sachen) durchaus Sinn. Man sorgt damit dafür, dass z.B. der Git-Amp zeitgleich mit der Front am Zuhörer ankommt. Dadurch arbeiten sie gewissermaßen gemeinsam und nicht etwa (durch destruktive Interferenzen) gegeneinander.

    Kann auch (bei sehr kleinen Bühnen) mal versuchen die Front sogar später als die Backine kommen zu lassen. Dadurch bekommt man fast den Eindruck, dass der Git-Amp gar nicht auf der Front drauf wäre. Der Amp ist plötzlich genau dort zu orten, wo er steht.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Inselgert
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    • 21. Oktober 2002 um 15:26
    • #10
    Zitat

    der schall wird nach hinten also später abgestrahlt und so eigentlich früher


    Naja das negativ delay ist meines wissens noch nicht erfunden, will sagen die note muss erst gespielt werden bevor man sie hoeren kann.
    Die anderen Kollegen verstehen was ich meine. Habe vieleicht bald die Moeglichkeit das in Praxis mal zu zeigen. Ich arbeite viel mit lauten Rockbands und habe mir daher zu gewohnheit gemacht mit dem Buehnenpegel zu arbeiten anstatt die PA so laut zu machen das man die Buehne nicht mehr hoert.
    Finde auch nen bisschen 3D ist besser als nur Stereo.

  • tthorsten
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    • 21. Oktober 2002 um 16:54
    • #11

    @ volker

    nun ja hab das noch nie probiert.

    hab das bis jetzt immer vermieden bzw. nur so im 30-50ms bereich probiert hat stellen weise funktioniert.


    ich teste da mal mit meinem DX 26 an .

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  • Toff
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    349
    • 21. Oktober 2002 um 17:20
    • #12

    Inzwischen gehts zwar nicht mehr wirklich um die ursprüngliche Frage, aber nichtsdestotrotz:
    Versucht doch beim PA-Nach-Hinten-Delayen mal, die Subs etwas weiter "vorne" zu lassen. Gerade bei recht tief getrennten Subs funktioniert das ganz gut, und gleicht - mit etwas Glück und Frickelei - den durch Hochpass verursachten Laufzeitanstieg der Subs aus. Klingt wie "schnellere Bässe". Allerdings darf dabei der Basscombo nicht allzu laut sein...

    Gruß, Toff

  • tthorsten
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    • 21. Oktober 2002 um 17:25
    • #13

    Was ist denn etwas

    kann mann da in metern oder ms fest machen so ein welcher grenze denn. ??

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  • Toff
    Profi
    Beiträge
    349
    • 22. Oktober 2002 um 02:53
    • #14

    tthorsten: Ich mach das nach Gehör/Gefühl; werde aber beim nächsten Job mal im Controller auf die Zeit- bzw. Meter-Angabe gucken (dauert bis zum WoEnde).

    Ach ja: das mit der Grenze hab ich nicht verstanden. Kannst du das nochmal deutlicher formulieren?

    Gruß vom Toff

  • ADMIN
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    1
    • 22. Oktober 2002 um 11:54
    • #15
    Zitat

    Aber wenn ich das PA per Delay nach hinten schiebe, dann ist das doch , wie wenn ich sie hinter den Frontsänger stelle. Erhöht das nicht die Rückkoppelneigung ????

    Nein.

    Wenn der Sänger mit dem Mic direkt vor der Box steht, dann ist das Mic im Hauptabstrahlbereich der Box und die Box im Empfindlichkeitsmaximum des Mics. Und deshalb koppelt's.

    Auch wenn ich noch so viel Delay setze: Die Position, wo der Schall tatsächlich abgestrahlt wird, ändere ich nicht. Und somit sollte auch die Schleifenverstärkung unter 1 bleiben.

    (Der Vollständigkeit halber: Mit dem Delay ändere ich die Gesamtphasenlage. Habe ich den sehr seltenen Fall, daß ich bei einer Frequenz eine Schleifenverstärkung von über 1 habe, aber ein Koppeln, da die Phasenbedingung nicht erfüllt ist, dann kann durch das Delay die Phasenbedingung erfüllt werden, und dann ist die Sache am Koppeln. Aber, wie gesagt, sehr selten, und mindestens ebenso wahrscheinlich ist, daß ich mit einem solchen Delay eine Rückkopplung weg bekomme.)

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