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zu blöd zum einmessen

  • TobiV
  • 11. September 2004 um 01:44
  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 11. September 2004 um 01:44
    • #1

    Hi!

    Was mache ich falsch?
    Hab den ganzen Abend lang versucht mein Eigenbau-Coaxtop einzumessen. Messmittel sind dabei aber nur Ultracurve + ECM8000, Controler LEM DX26
    Hab die (sowieso nicht optimale) Passivweiche rausgeschmissen und wollte die Kiste Aktiv fahren.
    Bestückung ist: 2x8" im Horn, coaxial davor 1x1"auf 60x60
    Die Spule des 1"ers sitzt mechanisch ca. 20-25cm vor den Spulen der 8er.
    Als Trennfrequenz habe ich 1,5kHz angestrebt.
    Beim rumspielen am Controler hat sich der Bereich um 1,6kHz als extrem schwierig herausgestellt. Mit EQ-Punkten in den Wegen ist da nix zu machen -> Phasensauerei
    Bei ca. 90° phasendrehung am HT scheint auf achse alles i.O. zu sein (Messton 1,62kHz sinus, ein weg gemutet -3dB, beide wege offen +3dB)
    Messe ich jedoch 30° ofaxis, habe ich ein entgehengesetztes ergebniss (beide wege offen -3db) -> Laufzeitproblem???
    Also habe ich die phasendrehung rückgängig gemacht und dem HT-Weg ein Delay gegönnt.
    Wieder Messton 1,62kHz, beide wege offen, Messung auf achse:
    viel pegel bei 107mm und 315mm delaystrecke, dazwichen jeweils wehniger Pegel. Bei den 30° Messungen jedoch wieder genau gegensätzliches ergebniss :shock:
    Wenn der HT gleichphasig zu den MT's spielt, und er um die besagten 20-25cm "zurückdelayed" wurde, müßte das System doch Zeitrichtig spielen, oder?
    Muß ich den HT um 25cm zurückdelayen und zusätzlich an der phase drehen? Hab leider nicht die möglichkeit die Impulsantwort zu messen.

    Vielen Dank für Eure Hilfe,
    Tobi

    ...ein Beck's bitte...

  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 11. September 2004 um 03:46
    • #2

    Hi Tobi,

    mit dem Winkel ändert sich auch der "Abstand" zwischen Ak.Zentrum Treiber und Pappe. (Geometrie, mal auf Papier zeichnen und durchdenken, sprich jeweils einen Punkt für die Ak.Zentren und einen dritten für die Hörposition, wenn Du jetzt die Hörposition änderst, ändert sich auch die Differenz der Abstände der Ak.Zentren bezüglich der Hörposition.
    Beide Extrema: Genau auf Achse 25cm diff. und im rechten Winkel zur Achse 0cm Diff.)

    100%ig funktioniert die Einstellung per Delay also nur auf einer Achse.
    Nun gilt es den Treiber so zu verzögern, dass, im Arbeitsbereich (angenommen +- 30grad) ein guter Mittelwert herrscht, aber bei Veränderung der Hörposition wird sich immer etwas ändern, da die beiden Quellen eben nicht mehr 25cm auseinander liegen, sondern von der Hörposition aus gesehen, dichter zusammenrücken.

    blubb.

    3 Mal editiert, zuletzt von Fossi (11. September 2004 um 11:22)

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 11. September 2004 um 07:44
    • #3

    ... wenn Du den Zeitversatz kompensierst (kannst Du sowas messen ?) - die Wege gleichphasig ansteuerst (im Übernahmebereich dann jeweils -6 dB bei der Trennfrequenz) - DANN kann es gelingen, den Arbeitsbereich ("winkelmässig") etwas auszudehnen, was besonders bei Monitoren empfehlenswert ist.

    Und wenn Du nicht verstehst, was ich meine, dann solltest Du sowas (Eimessen ...) nicht selbst versuchen ... oder zuerst ein wenig über Filterquarakteristiken lesen ...

  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 11. September 2004 um 11:45
    • #4
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... wenn Du den Zeitversatz kompensierst (kannst Du sowas messen ?) - die Wege gleichphasig ansteuerst (im Übernahmebereich dann jeweils -6 dB bei der Trennfrequenz) - DANN kann es gelingen, den Arbeitsbereich ("winkelmässig") etwas auszudehnen, was besonders bei Monitoren empfehlenswert ist.
    Und wenn Du nicht verstehst, was ich meine, dann solltest Du sowas (Eimessen ...) nicht selbst versuchen ... oder zuerst ein wenig über Filterquarakteristiken lesen ...


    Sicher läßt sich der Zeitversatz nur in der Impulsantwort (eventuell im resultierenden Wasserfall) eindeutig darstellen. Wenn ich mir aber die 1,6kHz am analyser anschaue und am controller das delay in echtzeit durchsweepe, ergeben sich ja delayzeiten (strecken) , bei denen sich der pegel der quellen addiert und eben bereiche bei denen sich die quellen auslöschen. Mit dem Zollstock kann ich ja vorher grob messen, in welchem Bereich sich das Delay bewegen müßte.
    Wenn aber eine der Quellen bei der Messfrequenz nicht phasenrichtig (sprich 0°) arbeitet, was ja schon wegen der Filter sehr warscheinlich ist, stimmt mein Delay natürlich nicht genau (+/- Fehler im bereich der wellenlänge von 1,6kHz-> immerhin irgendwas um die 21cm)
    War das gemeint?


    Natürlich ändert sich die Laufzeitdifferenz unter verschiedenen meßwinkeln, das hab ich vernachlässigt (je weiter ich mich von der Achse entferne, desto kleiner wird ja der enfernungsunterschied MT-HT gegenüber messposition). Danke für den Hinweis Fossi.

    [/quote]

    ...ein Beck's bitte...

  • Sound-Klinik
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    • 11. September 2004 um 12:39
    • #5

    TobiV
    .. natürlich kann man grob den Zeitversatz ermitteln, indem man schaut, bei welcher Frequenz ein Interferenzeinbruch stattfindet ... und dann an den Delayzeiten "spielt" - aber: Man muß dabei höllisch aufpassen, ob nicht auch Kanten, der Abstand vom Boden etc. die Messung beeinflussen (und stationäre Signale wie Zufalls-Rauschen oder Sinussignale sind da etwas heikel ...).

  • SRAM
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    5.548
    • 11. September 2004 um 13:01
    • #6

    Wie groß ist denn Dein Messabstand ?

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • TobiV
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    1.426
    • 11. September 2004 um 19:30
    • #7

    so ca. 80cm, auf achse hab ichs versuchshalber auch mal auf 2m zurückgenommen

    ...ein Beck's bitte...

  • SRAM
    Profi
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    5.548
    • 11. September 2004 um 20:21
    • #8

    Wie Fossi123 schon geschrieben hat:

    das ist viel zuwenig, die 2 Meter sind schon besser, aber ich würde mindestens auf 4 Meter oder mehr gehen, denn was nützt es Dir wenn in einem Kreis von 80 cm Radius alles stimmt und Dein Publikum im Mittel 10 Meter vom Top entfernt ist ?

    Mußt halt ins Freie gehen.

    Gruß SRAM

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  • TobiV
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    1.426
    • 11. September 2004 um 20:33
    • #9

    Ich hatte mir erhofft durch die geringe mikroentfernung die Raumeinflüsse klein zu halten, da ja so der direktschall viel lauter ist als die reflexionen.
    Naja, werd ichs bei gelegenheit nochmal auf der Wiese probieren.
    Vielen dank erstmal euch allen für die Tips.

    Tobi

    ...ein Beck's bitte...

  • Hitower
    Verifiziert
    Beiträge
    1.457
    • 11. September 2004 um 21:58
    • #10

    Hi

    Was ist dabei mit Freifeldmessungen?

    Ich habe bei mir immer im Garten gemessen. Waren aber "nur" Subwoofer ohne diese LZ Probleme...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 12. September 2004 um 10:58
    • #11

    Bei mittelhochton-messungen machen sich Raumeinflüsse vorzugsweise als Reflexionen bemerkbar. Diese treffen zeitlich versetzt (verzögert) auf das messmikrofon auf und können deshalb nachträglich ausgeblendet werden (messung "fenstern bzw. windowen")
    Im Bass macht sich der Raum aufgrund der großen wellenlängen durch andere Effekte (stehende Wellen z.B.) bemerkbar, welche nicht ausgefenstert werden konnen.

    Tobi

    PS@all: eventuelle Fehler bitte berichtigen

    ...ein Beck's bitte...

  • Sound-Klinik
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    Beiträge
    7.900
    • 12. September 2004 um 11:41
    • #12

    ... mit Zufallsrauschen und Sinussweeps ist das Messen in Räumen problematisch (d.h.: auf die Wiese !).
    Sofern man jedoch eine Impulsantwort (FFT, MLS) hat, kann man die störenden Reflektionen ausfenstern und bekommt verlässliche Informationen über das Übertragungsverhalten.

  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 12. September 2004 um 12:29
    • #13

    Habe Spectralab auf'm Rechner, bekomme es aber Audiomäßig nicht zum laufen und bin mit dem handling noch nicht vertraut. außerdem habe ich keine mikrofonkorrektur fürs ecm8000(brauch ich für das Behringer eine?)
    Daher der versuch mit dem Analyser.

    ...ein Beck's bitte...

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 12. September 2004 um 15:55
    • #14

    ... also: bei den etwas besseren Elektret-Messmikros sind die Fehler unterhalb von etwa 1 kHz vernachlässigbar gering.

    Erst ab etwa 2 kHz gibt es Abweichungen um 1 ... manchmal auch 1,5 ... 2 dB.

    Wenn man davon ausgeht, daß LS-Systeme sich hier erheblich mehr "Spielraum" leisten, kann jeder für sich selbst abwägen, was es für ihn letztendlich bringt ...

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