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Fragen eines angehenden Abiturienten zur Fachkraft und Co.

  • spone
  • 27. September 2004 um 17:39
  • spone
    Beiträge
    233
    • 27. September 2004 um 17:39
    • #1

    Hallo,

    so ich hab mir nun so ziemlich alle Beiträge hier durchgelesen und wollte nun auch mal :wink:

    Also ich bin in der 13ten Klasse auf Gymnasium und werde mein Abitur (vorraussichtlich) 2005 abschließen.
    Danach kommt (als Kriegsdienstverweigerer :wink: ) der Zivildienst
    Und danach das große Unbekannte.
    Ich denke Fachkraft für Veranstaltungstechnik würde zu mir passen(Gründe dafür sind die allseitsbekannten und zu mir auch passenden, daher verzichte ich auf Ausführlichkeit), aber dazu ein paar Fragen.
    Physik habe ich seid der 9ten Klasse nicht mehr (obwohl es mich interessiert,aber aufgrund der Lehrer)und meine Frage ist erstmal wie wichtig Elektronik... also Ohm und all diese Begriffe sind?
    Und wie schwer ist es dann sowas zu erlernen?

    Dann kommt es auch noch auf den Ort an.Ich komme aus einer kleinstadt (emsland) und wenn ich eine ausbildung mache.... ist es ratsam an dem ort auch zu wohnen (wenn dieser zu weit entfernt ist?)
    -------
    In wie fern spielt das Organisieren einer VA eine Rolle? oder steht das auf und abbauen eher im Vordergrund?
    ------
    Bei und gibt es auch Berufsbildende Schulen.....würde ich dann dort den Theorieteil machen?
    ------

    Wie sieht es mit dem Geld nach der Ausbildung aus, also im festen Beruf, kann ich davon GUT Leben (mit familie?)
    --------
    Oder is studieren doch von Vorteil?Wobei ich dann in Richtung Eventmanagement gehen würde, wobei ich nicht weiß welche Studiengänge es da gibt.

    ---------

    Ich bedanke mich für jede Hilfe Anregung Tips und so weiter.....
    Schöne Grüße

  • Hami
    Profi
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    2
    • 27. September 2004 um 18:23
    • #2

    Ganz schön viele Fragen.

    Ich gebe mal meine PERSÖNLICHE Sicht wieder:

    1. Wenn Dich nicht wirklich interessiert, was "Ohm" etc. ist und Du da möglichst drum herum kommen möchtest, ist eine technische Ausbildung wie die Fachkraft nix für Dich.

    2. Wenn Du aber daran interessiert bist, ist dies relativ einfach mit persönlichem Engagement zu lernen - wie alles, mit dem man mal seine Familie ernähren möchte.

    3. Die Verwendung von "fest" im Zusammenhang mit "Beruf" mag nicht so gemeint sein. Fakt ist aber, Du solltest nach Deiner Ausbildung nicht davon ausgehen, auf jeden Fall "fest" bei einer Firma unterzukommen. Will sagen: Du bist meist Freier. Und ob Du Deine Familie ernähren kannst, hängt von Deinen Fähigkeiten und der Zahlungswilligkeit Dir wohl gesonnener d.h. Dich immer und immer wieder buchender Firmen ab.

    Ich hoffe, das klingt nicht zu hart. Aber wenn Du auch gern Eventmanagement studieren möchtest, solltest Du Dir wahrscheinlich eher eine Agentur suchen als eine Kanalarbeiterfirma.

    An Studiengängen gibt es mehr als man denkt.
    Spontan fällt mir Berlin ein, dort kann man demnächst (wird gerade umstrukturiert) entweder Theater- oder Veranstaltungstechnik studieren. Jeweils auf Bachelor oder Master.

    Wenn Du also nicht seit Jahren als Hobby schon mit Ton und Licht zu tun hast, mache entweder vor einer Ausbildung ein längeres Praktikum, um zu wissen, was Dich da erwartet und ob Du das wirklch möchtest oder studiere. Oder mach etwas ganz anderes.

    Du solltest übrigens in der Nähe Deines Ausbildungsbetriebes wohnen, damit Du nachts nach einem Job nicht auf der Heimfahrt einschläfst. Welche Schule in der Fachrichtung ausbildet, kann Dir eine IHK sagen.

    Wie gesagt, ist dies meine persönliche Meinung, aber ich weiß auch ein bißchen, wovon ich rede.

    [ich habe nämlich gerade Bewerbungsgespräche für Praktika hinter mir und habe schon die dollsten "Motive" gehört, in der Veranstaltungstechnik Fuß zu fassen. Manchmal komme ich mir vor wie eine Berufsberatung, aber warum nicht - die Arbeitsämter bei uns in der Nähe sind da leider nicht wirklich firm...]

    der Hami,
    der Dipl. Ing. Theater- und Veranstaltungstechnik ist und ausbildet.

  • Tobias Zw.
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    27
    • 27. September 2004 um 18:29
    • #3

    Hi Spone,

    viele Fragen... hier mal meine Sicht der Dinge. Aaalso...

    - theoretisch kann man auch mit Hauptschulabschluß Fachkraft werden. Aber auch nur theoretisch. Physik und Mathematik sind schon (je nach Berufsschule) ganz schön anspruchsvoll, und solche Grundlagen wie Ohm, Kirchhoff etc. solltest Du allerspätestens nach dem ersten Berufsschuljahr im Sitzen, Stehen und Liegen mit auf den Rücken gebundenen Armen beherrschen.

    - Oft gibt es pro Bundesland nur ein oder zwei Berufsschulen, an denen Klassen für Veranstaltungstechniker gebildet werden. Hier in Hessen sind sie in Wiesbaden und Kassel, in Rheinland-Pfalz weiß ich auf jeden Fall von einer in Mainz. Frag' doch mal bei der Industrie- und Handelskammer nach, die können Dir auch zu Deinen anderen Fragen wertvolle Antworten geben.

    - Meines Erachtens solltest Du am Ort der Ausbildung wohnen. Speziell bei den oft räudigen Arbeitszeiten macht es ja wohl wenig Sinn, nach einer Veranstaltung nachts noch ein oder zwei Stunden heimfahren zu müssen.

    - Worauf der Schwerpunkt der Ausbildung liegt, solltest Du bei der Bewerbung beim Ausbildungsbetrieb klären. Sehr sinnvoll ist, wenn Du mal mit fortgeschrittenen Azubis und ausgelernten Fachkräften in der Firma sprichst. Im Übrigen kannst Du Dir beim Bundesinstitut für Berufsbildung ja mal den Rahmenlehrplan (http://www.kmk.org/beruf/rlpl/rlpveranstaltung.pdf, http://www2.bibb.de/tools/aab/ao/F…ungstechnik.pdf, http://www.bibb.de/redaktion/aweb/2002/veran.htm) ansehen und Dir überlegen, ob es das ist, was Du lernen willst. Auf jeden Fall liegt der Schwerpunkt auf der technischen Seite; alternativ kannst Du auch eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann machen.

    - Ob man gut von leben kann... man kann von leben. Wenn man eine Anstellung findet. Oder als Freelancer gut (in mehr als eine Hinsicht) und erfolgreich ist. Was ist heutzutage schon sicher?

    Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne auch per e-mail kontakten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • spone
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    233
    • 27. September 2004 um 18:48
    • #4

    An den Herrn Diplom Ingenieur,

    um mal konkret zu werden.
    Haben sie auch Fachkraft für VATechnik gelernt , dann ihren Meister und so weiter?
    Und wie ging es dann weiter?
    Wenn ich mir die Fragen erlauben darf.
    Also vom hobbytechnischen her befasse ich mich sehr mit der Materie.
    mitOrganisiere auch Veranstaltungen in unserem Jahrgang um Geld für das Abitur (Zeitung Ball Umzug etc.) zu verdienen . Kleine Sachen.
    Aber es macht unheimlich viel Spaß....
    Aber es wird wohl schwer werden eine Entscheidung zu treffen
    Danke

  • Hami
    Profi
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    • 27. September 2004 um 22:24
    • #5

    Vielen Dank für den vornehmen Respekt,

    aber jetzt komme ich mir plötzlich so alt vor. Bleiben wir beim "Du" und lassen den Titel mal weg, verbraucht eh nur Tippzeit und diente lediglich zur Orientierung, damit meine Aussage vielleicht besser einzuordnen ist.

    Da ich hier nicht vor allen meinen Werdegang ausbreiten muss, bekommst Du eine pn.

    Gruß,

    der hami

  • Oliver
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    1
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    • 29. September 2004 um 23:01
    • #6

    Mach auf jeden Fall erstmal ein Praktikum, vielen vergeht dann nämlich schonmal die Lust wenn sie sehen wie man knüppeln muss.
    Elektrotechnik spielt eine sehr große Rolle während der Ausbildung da man ja seit neuestem zur Elektrofachkraft ausgebildet wird. Man macht während der Ausbildung echt fast alles. Angefangen von Akustik, Optik über Statik bis Elektrik und Video- und Theatertechnik. Dann kommen auch noch Vorschriften und natürlich auch Projektplanung dazu. Ist schon 'nen Batzen...


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • dj eussi
    Beiträge
    734
    • 17. Oktober 2004 um 17:00
    • #7

    IS ja zimlich interessant was hier so mancher von sich gibt....

    KEnnt vll. einer nen Ausbildungplatz zum VA in NRW oder "nähere" Umgebung.

    Hatte auch schon in erwähgung gezogen Ausbildung als VA zu machen.

    Nur WAS kommt danach. 3 Jahre sind schnell rum. Was dann ? Noch was dementsorechendes studieren oder was ??

    Hab Hobby mäßig täglich damit zu tun und organisiere ich auch öfters mal "kleinere" Sachn.

    Nur in Sachen Ausbildung --> studieren ? --> Arbeiten (schotter ernten *lol*)

    Hab cih nun mal sogut wie null Ahnung.

  • Oliver
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    1
    Beiträge
    2.639
    • 17. Oktober 2004 um 17:20
    • #8

    Also für 90% meiner Klassenkameraden sieht es schlecht aus. Wir werden nach der Ausbildung nicht übernommen da es sich für die Betriebe nicht lohnt...
    Man könnte halt studieren, als Freelancer arbeiten oder sich halt selbstständig machen...


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

  • Hitower
    Verifiziert
    Beiträge
    1.457
    • 17. Oktober 2004 um 23:58
    • #9

    Hi
    Bin gerade angefangen und von Elektonik sollte man schon nen Tick begeistert sein!

    Ein Praktikum (oder mehrere) will ich dir auch auf jeden Fall empfehlen, dann sieht man viel mehr!

    In der Schule sitzen bei mir auch "Quereinsteiger" die andere Berufe im Sinn hatten bzw gelernt haben! Aber alle fangen "gleich" an und man bekommt ganz langsam alle beigebracht! Aber ein Grundwissen und halt das Verständnis sollte auch da sein, sonst bringt es nix!

    Geld ist überallverschieden und von Land zu Land und Betrieb zu Betrieb anders! Leben kann man zwar davon, aber Luxus erlauben ist nicht! Aber das ist nicht nur in dieser Ausbildung so!

    Bin bis jetzt super zufrieden und beiß mir in den Hintern nicht schon eher die Ausbildung gemacht/angefangen zuhaben...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

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