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Entwarnung bei Milos Traversen

  • ADMIN
  • 10. Oktober 2004 um 12:45
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    • 10. Oktober 2004 um 12:45
    • #1

    Es freut mich mitzuteilen, dass ich beim Thema Milos Entwarnung geben kann: ExpoEngeneering / Michael Lück hat da die Statiken neu gemacht, ich habe eben die ehemals genannten Kritikpunkte überprüft, und sie gehören der Vergangenheit an.

    Zitat von "Ursprünglicher Text"

    Angeregt durch die Plagiat-Vorwürfe habe ich mir gerade die Belastungstabellen der Milos M390K angesehen.

    1.) Die Zurückrechnung der Belastungstabelle in Querkraft und Biegemoment ergibt Kurvenverläufe, die alles andere als plausibel sind.

    2.) Als Maximum wird ein zulässiges Biegemoment von 20,4 kNm berechnet, das würde eine Gurtkraft (in beiden Gurten) von 60,1 kN ergeben, pro Gurt also 30 kN

    Das Gurtrohr ist ein 50x2 aus AlMgSi 1 F 31, bei rundum angeschweissten Verbindern wäre der zulässige Zug in der Wärmeeinflusszone 24,1 kN. Das würde also um etwa 25% überschritten.

    3.) Der Nachweis der Verbinder würde mich auch interessieren (oder zumindest das verwendete Material...)

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • luisi
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    • 11. Oktober 2004 um 00:58
    • #2

    Schön das die Allgemeinheit langsam aber sicher dahinter kommt

    Ich kenne Milos seit 4 Jahren und weigere mich diese zu verwenden !
    Halte sie sogar als sehr gefährlich .

    Lg
    Stefan

    tsssssssss

  • kater
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    • 11. Oktober 2004 um 09:02
    • #3

    schön dass sich hier was tut!

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • stagehand
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    • 12. Oktober 2004 um 11:21
    • #4

    Ein paar Überlegungen am Rande:

    Es gibt noch wesentlich gravierendere Unstimmigkeiten in den Belastungstabellen als im ersten Beitrag angesprochen z.B. der 3-Pkt. (Trio) M390K.
    Vergleicht diese doch bitte einmal mit den Belastungstabellen der nahezu baugleichen Prolyte-Traversen. Woher stammen denn diese Unterschiede bei nahezu gleichen Materialien und gleichen Baugrößen?

    Wie können unter diesen Voraussetzungen TÜV-Zertifikate für beide Systeme vorliegen?

    Laut Aussage auf der Milos Homepage gibt Milos eine "lifetime warranty" auf seine Produkte. Es heißt dort: "Safety and security is guaranteed with Milos lifetime warranty promise. Should your structure develop any faults or require servicing, simply return it to where it was originally purchased and we will repair or replace amy component(s) with manufacturing defects at no charge." Zu finden unter http://www.milos.cz/Lifetime.aspx
    Stellen unter dieser Voraussetzung fehlerhafte Belastungstabellen einen Mangel da, der zur Rückgabe des Materials berechtigt?

  • ADMIN
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    • 12. Oktober 2004 um 12:23
    • #5
    Zitat von "stagehand"

    Es gibt noch wesentlich gravierendere Unstimmigkeiten in den Belastungstabellen als im ersten Beitrag angesprochen z.B. der 3-Pkt. (Trio) M390K.

    Welche?

    Zitat

    Vergleicht diese doch bitte einmal mit den Belastungstabellen der nahezu baugleichen Prolyte-Traversen. Woher stammen denn diese Unterschiede bei nahezu gleichen Materialien und gleichen Baugrößen?

    Apropos Prolyte: Kennt dort jemand den statischen Nachweis der Verbinder? Oder zumindest die genauen Abmessungen und das Material?

    Zitat

    Wie können unter diesen Voraussetzungen TÜV-Zertifikate für beide Systeme vorliegen?

    Liegen denn für alle Milos-Systeme TÜV-Zertifikate vor? Und auf was wurden die geprüft?

    Zitat

    Laut Aussage auf der Milos Homepage gibt Milos eine "lifetime warranty" auf seine Produkte. Es heißt dort: "Safety and security is guaranteed with Milos lifetime warranty promise. Should your structure develop any faults or require servicing, simply return it to where it was originally purchased and we will repair or replace amy component(s) with manufacturing defects at no charge." Zu finden unter http://www.milos.cz/Lifetime.aspx
    Stellen unter dieser Voraussetzung fehlerhafte Belastungstabellen einen Mangel da, der zur Rückgabe des Materials berechtigt?

    Nun ja, sagt Milos, dass sie nach DIN 4113 rechnen?


    Und am Rande: Wenn eine Truss versagt, was nutzt es dann, wenn der Hersteller "auf Garantie" zwei neue Bolzen schickt?


    Und noch 'ne Frage: Hat jemand 'ne Belastungstabelle von Litetruss (Vertrieb LMP)?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • DJheini
    Moderator
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    • 12. Oktober 2004 um 13:03
    • #6

    Hallo zusammen,

    Frage: Milos = Alutruss (Steinigke) ?????????

    MfG

    DJHeini

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • stagehand
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    • 12. Oktober 2004 um 13:59
    • #7

    Für die Statikfreunde unter uns:

    Laut Aussage Milos (New Catalog 2004) http://www.milos.cz/upload/downloa…5B8504C2E88.pdf heißt es bzgl. der angesprochenen M390K:
    Legierung EN - AW 6082 T6
    Gurtrohr 50x2mm
    Bracing 20x2mm

    Auf der Seite dieses Traversensystems prangt ein Stempel "bauart geprüft RWTÜV", sowie ein SLV-Zeichen. Darf ich davon ausgehen, wenn direkt neben einer Systembeschreibung ein TÜV-Zeichen "bauart geprüft" abgebildet ist, dass dieses System als geprüft gilt oder nicht?
    Wenn Milos allerdings nicht nach DIN 4113 rechnet und arbeitet, dürften diese Traversen hier in Deutschland doch eigentlich zugelassen sein, oder?

    Jetzt zu Prolyte:
    Nach deren Angaben aus dem Katalog nennt sich das o.g. vergleichbare System X40-Serie (X40D 3-Pkt. Traverse).
    Legierung EN - AW 6082 T6
    Gurtrohr 51x2mm
    Diagonale 20x2mm

    Ich denke der eine Millimeter im Durchmesser dürfte nicht das Problem darstellen.

    Viel Spaß beim rechnen!

  • kater
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    • 12. Oktober 2004 um 14:18
    • #8
    Zitat von "DJheini"

    Hallo zusammen,

    Frage: Milos = Alutruss (Steinigke) ?????????

    MfG

    DJHeini


    Steibigke hat vorm Laden so einen seltsamen Aufbau aus Truss stehen, da stehen meist die Motorräder der mitarbeiter drunter, und ich glaub ich hab mich da schon mal gewundert, weil das Litetruss waren, sicher bin ich mir nicht mehr, aber wir haben auch schon mal die Überlegenung angestellt ob den Steinigke und LMP die selbe Truss verkaufen.

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

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    • 12. Oktober 2004 um 18:44
    • #9

    Also, die Firma LMP war heute so freundlich, mir den TÜV-Zeichengenehmigungsausweis vom Milos QTL zukommen zu lassen (Gurtrohr 48x3, entspricht also dem M390 L). Allerdings ist auf dem Zeichengenehmigungsausweis AlMgSi1 F 28 angegeben, während laut Katalog inzwischen das (höher belastbare, aber nicht in der WEZ) AlMgSi1 F 31 verwendet wird.

    Wenn man die Belastungstabellen von TÜV und Milos (M390L) vergleicht, dann findet man bei den kürzeren Längen identische Werte, bei den größeren Längen gibt der Katalog dann weniger an als der TÜV.

    Die Belastungstabelle vom TÜV zurückgerechnet gibt eine Gurtkraft pro Gurt von 41 kN, nach der in DIN 4113-2 aufgeführten zulässigen Spannung in der WEZ dürften es bei einem 48x3-Rohr 34 kN sein.

    Über die Verbinder möchte ich mich nicht auslassen, bevor ich nicht das Material kenne. Aber wenn man das mit den Mitbewerbern vergleicht, dann wundert man sich schon ganz erheblich...


    Am Rande: Für das 50x2-Material gibt es nach Angaben des LMP-Verkäufers keinen TÜV. Mal sehen, was Milos dazu sagt...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • CGVS
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    • 12. Oktober 2004 um 23:02
    • #10
    Zitat von "DJheini"

    Hallo zusammen,

    Frage: Milos = Alutruss (Steinigke) ?????????

    MfG

    DJHeini


    NEIN! Sind sie nicht...
    (Andere Statik Nachweise, anderer TÜV, andere Materialnachweise)

  • CGVS
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    • 12. Oktober 2004 um 23:22
    • #11
    Zitat von "kater86"


    wir haben auch schon mal die Überlegenung angestellt ob den Steinigke und LMP die selbe Truss verkaufen.

    LiteTruss von LMP und das SHOWTEC Truss System kommen beide von Milos!

  • kater
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    • 13. Oktober 2004 um 03:20
    • #12
    Zitat von "CGVS"


    LiteTruss von LMP und das SHOWTEC Truss System kommen beide von Milos!


    Jaja, aber Steinigke hatte mal, wenn ich mich recht erinnere, Litetruss aufm Parkplatz stehn!

    Zitat

    Also, die Firma LMP war heute so freundlich, mir den TÜV-Zeichengenehmigungsausweis vom Milos QTL zukommen zu lassen (Gurtrohr 48x3, entspricht also dem M390 L).

    Ist also jetzt bestätigt dass LMP-LiteTruss von Milos kommt, ja?

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

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    • 13. Oktober 2004 um 10:45
    • #13
    Zitat von "kater86"

    Ist also jetzt bestätigt dass LMP-LiteTruss von Milos kommt, ja?

    Ich habe bei denen nach einer Belastungstabelle gefragt und habe einen TÜV-Zeichengenehmigungsausweis vom Milos QTL zugefaxt bekommen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • CGVS
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    • 13. Oktober 2004 um 22:36
    • #14

    Eine Belastungstabelle war mal oder ist im LMP Katalog abgedruckt. (Glaube ich zumidest - nur leider finde ich meinen Katalog nicht mehr...)

  • Michael Lück
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    • 9. März 2005 um 17:04
    • #15

    Hallo liebe Leute,

    unser Admin hat völlig recht, wenn er die konkreten Spannungen in den WEZ der Traversen nachrechnet und feststellt, dass es so nicht funktionieren kann.

    Übrigens können auch die Trusspins mal der Schwachpunkt sein und zwar wenn größere Wandstärken zum Zuge kommen und die Querschnittsflächen größer werden. Bei einem hochfesten Pin mit d=12mm (max) aus 42CrMo4 ist bei Verwendung von AlMgSi 1 F31, 50x4, ehr der Bolzen krumm, als dass die WEZ aufgibt.

    Beste Grüße
    Michael Lück

    http://www.expo-engineering.de

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    • 9. März 2005 um 18:05
    • #16
    Zitat von "Michael Lück"

    ehr der Bolzen krumm

    Bolzen krumm ????

    Dabei haben mir so viele Hersteller versichert, dass ihre Bolzen nur auf Scherung und nicht auf Biegung belastet werden... :roll:

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Michael Lück
    Profi
    Beiträge
    28
    • 10. März 2005 um 09:23
    • #17

    Hallo Michael,

    wenn man die gesamte Verbindung (Hülse,Spigot,Pin) FEM rechnet, so stellt sich durchaus Biegung ein. Wir haben das analysiert! Die Interpretation liegt in der Werkstoffpaarung Alu mit St Pin. Der E-Modul des Aluminiums beträgt nur ein Drittel des Stahls. Dadurch kommt es selbst in der geschlossenen "Bettung" der Hülse/Spigot zu Deformationen, die dem Bolzen ebenfalls eine Deformation erlauben.

    Wir haben mit Eurotruss unsere Erkenntnisse bestätigen können, da nun dickwandigere Traversen auf der nächsten Prolight&Sound vorgestellt werden und zuvor Zugversuche unternommen wurden >> Ergebnis wie berechnet! Ab 4mm Wand ist es der Bolzen (12mm) der maßgebend wird!
    Aus diesem Grund haben wir bei den "Männertraversen" von Eurotruss auch 16mm Trusspins geplant.

    Best Grüße

    Michael Lück

  • ADMIN
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    • 10. März 2005 um 09:54
    • #18
    Zitat von "Michael Lück"

    wenn man die gesamte Verbindung (Hülse,Spigot,Pin) FEM rechnet, so stellt sich durchaus Biegung ein.

    Mir ist das schon klar... aber bring das mal den Herstellern bei.


    Bei manchen Herstellern ist es unmöglich, etwas über den Werkstoff der Pins zu erfahren. Vermutung Numemr eins: Die haben ihre Gründe.

    Vermutung Nummer zwei: Bei Guss-Alu (Abschlussplatte Litec) ist die Durchbiegung höher als bei Strangpress-Drehteilen?

    Vermutung Nummer drei: 41 kN pro Bolzen ist schon ziemlich mutig...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • cyberlight
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    6.061
    • 14. Januar 2006 um 13:11
    • #19

    Es wäre sicher wünschenswert, wenn jemand die dort genannten Datenblätter mal kurz durchsieht:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=46812

    Anscheinend gab es eine nicht unerhebliche Produktänderung.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • beatbox
    Beiträge
    84
    • 21. Januar 2006 um 15:15
    • #20

    Su nun mal Butter bei die Fische !


    lauter Aussagen ohne Zahlen, und ohne ja oder neine.

    Nächste Sache , hat das Zeug TÜV ja oder nein ?? LMP hat bestimmt alles geprüft !


    Also Fakten !!!!


    Andreas

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