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Qualitätsstandards im Beschallungsgewerk

  • guma
  • 16. Oktober 2004 um 18:19
  • K-Ulrich
    Profi
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    614
    • 17. Oktober 2004 um 18:11
    • #21
    Zitat von "Tobias Zw."

    @ Wora:

    und die "Alten", die noch im Geschäft sind oft ziemlich abgerockte Figuren sind, die das Heute nicht mehr verstehen, ergibt das im Moment eine ziemlich unergiebige Melange aus jungen Menschen, die zwar ein großes Selbstbewußtsein und einen großen Mund haben, aber leider keine Erfahrung, und Alt-Rock'n'Rollern, die man aber auch nur noch das machen lassen kann und nicht mehr für irgendwelche sensitiven Jobs buchen darf.

    Tobias Zw.


    Na vielen Dank auch, ich kenne `ne Menge "Alte", die man ohne weiteres auf jeden Job schicken kann und sogar sollte und nehme das letztlich auch für mich in Anspruch. :evil:
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Ton_Opa
    Profi
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    • 17. Oktober 2004 um 19:11
    • #22

    Vielleicht kann man ein "Fight´n´Flame" -Brett einrichten, indem auch ein bißchen mit Dreck geworfen werden darf.
    In der Regel ist es doch so, dass sich hier willenloses Gesabbel schnell als Unsinn entlarvt. Die Gefahr von wirklich schädlicher Verleumdung ist also gering.

    Mir liegt auch nichts daran, Kollegen schlecht zu machen. Ich habe aber auch schon mehrfach erlebt, dass sich insbesondere Chefetagen größerer Firmen durchaus ein Feedback auch von Gast-Techniker-Seite wünschen. Firmenintern läuft eh nix und der Rest wird unter dem Mantel des Schweigens verhüllt? So ist es kein Wunder, dass sich "unwillige" aber intrigant begabte Mitarbeiter lange auf den Bühnen halten und wirklich allen den Spaß an einem guten Job verderben.

    Wenn ich irgendwo im Rahmen eines Jobs mal intensiver Kontakt zur Dispo- oder Chefetage habe, verschicke ich hinterher immer eine kleine Mail, wie das für mich als Gast aussah (also auch oft: alles allerbest.).
    Es ist auch für die etwas unkommunikativen Kollegen eine Hilfe, wenn sie mal einen Dämpfer bekommen, jeder sollte die Chance bekommen, sich zu verbessern.

    Gruß
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

    Einmal editiert, zuletzt von Ton_Opa (17. Oktober 2004 um 19:12)

  • guessi
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    897
    • 17. Oktober 2004 um 19:11
    • #23

    danke für diesen lichtblick:

    Für Qualität braucht man Leute, die Spaß an einem guten Job haben.

    (und alle die sich das nicht merken können: ausdrucken und zu jeder produktion mitnehmen...)

  • ADMIN
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    • 17. Oktober 2004 um 19:25
    • #24
    Zitat von "Ton_Opa"

    Qualitätssicherung....usw. halte ich alles für Quatsch.

    Am Ende kommt nur ein Gerangel um Zertifikate und Punktesysteme heraus.
    Die ständig voranschreitende Institutionalisierung der technischen Veranstaltungsbranche hat weder den Technikern noch dem Publikum Verbesserungen beschert, sondern einfach nur einer Handvoll Leuten Gelegenheit gegeben, mittels zweifelhaften Vorschriftenwerks den Markt weiter einzuengen.

    Wenn ich die Diskussion in diesem Thread richtig verstanden habe, dann möchte man die Qualitätssicherung ja ohne Institutionalisierung erreichen.

    Zitat

    Jeder Versuch auf dieser Welle Geld zu verdienen, unterstützt diese beängstigende Tendenz.
    Da kann ich leider auch den Admin nicht ausschließen, der mit seinem Lautstärketools eine geistesschwache DIN-Norm quasi in ihrem Amt
    bestätigt.

    Eine DIN-Norm muss nicht durch mich "in ihrem Amt bestätigt werden." Und viele Gerichte bis hinauf zum Bundesgerichtshof haben diese Norm als maßgebend für die Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters gesehen, noch bevor ich die DIN 15905 Teil 5 überhaupt gelesen habe.

    Wenn man trotzdem der Ansicht sein möchte, ich wäre Schuld an diesem Problem, dann darf man das gerne tun. Aber es wäre eine von der Realität völlig unbelastete Sicht der Dinge...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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    • 17. Oktober 2004 um 19:31
    • #25
    Zitat von "Ton_Opa"

    Das brauchen wir nicht. Für Qualität braucht man Leute, die Spaß an einem guten Job haben. Das lässt sich nicht durch ein Papier oder eine Kartei oder einen Standard erreichen. Das weiß auch jeder. Qualitätssicherung brauchen Leute, die zu blöde sind, ihr Ergebnis selbst beurteilen zu können.

    In unserer Branche sind eine ganze Reihe Leute, die den Job nur "aus Spaß an der Freud' " machen, zumindest ohne nennenswerte finanzielle Entlohnung. Liefern die für gewöhnlich eine besonders gute oder eine eher mäßige Qualität?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Ton_Opa
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    • 17. Oktober 2004 um 20:00
    • #26

    Admin:

    Zitat

    Eine DIN-Norm muss nicht durch mich "in ihrem Amt bestätigt werden." Und viele Gerichte bis hinauf zum Bundesgerichtshof haben diese Norm als maßgebend für die Verkehrssicherungspflicht des Veranstalters gesehen, noch bevor ich die DIN 15905 Teil 5 überhaupt gelesen habe.

    Wenn man trotzdem der Ansicht sein möchte, ich wäre Schuld an diesem Problem, dann darf man das gerne tun. Aber es wäre eine von der Realität völlig unbelastete Sicht der Dinge...

    Du bist nicht "Schuld an Sinn und Unsinn von DIN Normen".

    Aber Du sagst in Sachen Lärm: Die DIN braucht nicht bestätigt zu werden und schreibst selbst in diesem Thread:

    Zitat

    1.) Nun ja, die Norm gibt es ja schon, zumindest als Entwurf: DIN 15750, "Technische Dienstleistungen in der Veranstaltungstechnik - Grundsätze und Anforderungen".

    Meine Meinung dazu: Da hatte jemand sehr viel Langeweile...

    Relevanz für die Praxis: Unter der Meßgrenze. Und das sollte auch so bleiben.

    Es gibt also Normen, die auch Du nur für "unmeßbar praktisch" hältst. Ich halte auch die 15905 für nur wenig zweckmäßig.
    Die DIN Normen sind definitionsmäßig alle gleich "technisch allgemein anerkannt". Du und ich wissen, dass da eine Menge wenig praktisches dabei ist. Ich wollte nichts mehr, als ein weiteres Mal darauf hinweisen, das DIN Normen nur Vorschläge sind, sonst nix. Dass sich Gerichtsurteile ohne zu hinterfragen auf Normen berufen, spricht in meinen Augen gegen die Justiz, nicht für die Norm.

    Entschuldigung, ich bin auf dieses "Norm ist Gesetz"-Statement allergisch, solange da auch soviel Unsinn niedergeschrieben wird.

    Nix für ungut bitte, aber ich hätte mir von Fachkräften wie Dir Kritik an einer Norm gewünscht, die sowenig praktikabel (3 Meter zum Publikum) wie die 15905 ist - und nicht eine Geschäftsidee... deswegen der Seitenhieb.

    Gruß Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Ton_Opa
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    • 17. Oktober 2004 um 20:12
    • #27
    Zitat

    In unserer Branche sind eine ganze Reihe Leute, die den Job nur "aus Spaß an der Freud' " machen, zumindest ohne nennenswerte finanzielle Entlohnung. Liefern die für gewöhnlich eine besonders gute oder eine eher mäßige Qualität?

    Das kann ich nicht allgemeingültig beantworten. Ich habe eigentlich nur bei Musikern ab und an mit "Halblaien" zu tun. Dort finde ich ein tolles Engagement, was man manchmal bei Profis vermisst. Fehlendes Fachwissen ist allerdings immer schmerzhaft....und wenn man dann auch noch Überzeugungsarbeit leisten muss, nervts extra.

    Leider guckt sich mancher "Anfänger" das grenzenlos ignorante Selbstbewußtsein mancher "Profis" ab, mit denen diese ihre Wissenslücken zu vertuschen suchen.

    Ich hab am liebsten mit Menschen zu tun, die mit anderen Leuten zusammarbeiten wollen und können.

    Gruß Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Tobias Zw.
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    • 17. Oktober 2004 um 20:41
    • #28
    Zitat von "K-Ulrich"

    Na vielen Dank auch, ich kenne `ne Menge "Alte", die man ohne weiteres auf jeden Job schicken kann und sogar sollte und nehme das letztlich auch für mich in Anspruch. :evil:
    mfg
    Kai

    Hai Kai,

    sorry, daß Du das so verstanden hast - gemeint war es von mir anders. Ich habe mein Handwerk auf jeden Fall von und mit den "Alten" gelernt, und das, was ich heute kann, verdanke ich zu 99% Menschen, die seit den 70ern den Rock'n'Roll leben. Der Jüngste bin ich ja auch nicht mehr.

    Du wirst aber auch nicht bestreiten können, daß sich viele dieser Generation in angrenzende Geschäftsbereiche wie Handel oder Administration zurückgezogen haben, und daß es viele "Hängengebliebene" gibt, die sonst nirgendwo mehr unterkommen.

    Ich hatte da leider das traumatische Erlebnis, daß ich einen Job disponiert und durchgeführt habe mit einem der "Alten" - den Du garantiert auch kennst, und der bis dato eines meiner "role models" war -, der sich leider bei dieser Veranstaltung durch sein "Rock-'n-Roll"-Verhalten wie Alkoholkonsum auf der Baustelle, unangemessener Umgangston mit Kunden und Künstlern und verlotterte äußere Erscheinung so hervortat, daß der Kunde an mich herantrat und auf diese Mißstände ansprach. Schlimme Situation! Seitdem bin ich auch so pingelig bei der Zusammenstellung der Crews, für die ich verantwortlich bin.

    Und daher meine Rede. Auf jeden Fall entstammen ja auch die derzeitigen "Größen" der Szene dieser Generation, und natürlich sind die über die meisten Zweifel erhaben. Sie haben eben die Zeichen der Zeit erkannt und sich der Gegenwart angepaßt.

    Also als Fazit: Ich schrieb nicht wider das Alter, sondern wider die Unflexibilität und den Starrsinn, der sich bei manchen - schlechten - Kollegen eingestellt hat. Das ist nun einmal wie im restlichen Leben auch.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Tobias Zw.
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    • 17. Oktober 2004 um 20:43
    • #29
    Zitat von "Ton_Opa"

    Leider guckt sich mancher "Anfänger" das grenzenlos ignorante Selbstbewußtsein mancher "Profis" ab, mit denen diese ihre Wissenslücken zu vertuschen suchen.

    Ich hab am liebsten mit Menschen zu tun, die mit anderen Leuten zusammarbeiten wollen und können.

    Opa, drei tiefe Verbeugungen von mir in Deine Richtung! Voll ACK!

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • logi
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    • 17. Oktober 2004 um 22:16
    • #30

    Interessant, eine Qualitätskontrolle findet doch häufig statt, zumindest im Kopf (das und das hat irgendwie nicht richtig geklappt). Wichtiger wäre es ein System zu haben diese Dinge im Vorfeld abzustellen, was aber nur funktioniert, wenn auch der Wille da ist das umzusetzen.
    Wer z.B. best. Geräte nicht auf Lager hat und diese auch nicht besorgen will (unnötige Geldausgabe, dat klappt scho) hat ja gar kein Interesse an einer Änderung. Und solange solche Sachen häufig durchgehen...

    Es ist mir ein Rätsel warum hier über den Umgang miteinander gesprochen wird. Es geht doch immer um Teamarbeit und ein Team muß miteinander kommunizieren um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
    Daß das öfters mal nicht der Fall ist merkt man am Ablauf, am Stress und nicht zuletzt an der Laune. Ich jedenfalls brauche Nervereien genauso wenig wie einen Kropf. Diese Zusammenarbeit und Kommunikation setze ich im übrigen voraus, von mir und von den anderen.

    Wichtiger wäre es eigentlich eine nahtlose Überprüfung des Betriebsablaufes zu haben. Angefangen von der Auftragsprüfung, weiter zu den Aufstellungen, den Kontaktaufnahmen, dem beladen der/des Fahrzeuge/s, der Routenplanung und letztlich dem Geschehen vor Ort. Eine Aufgabenstellung vorher ist selbstverständlich.

    Natürlich kann mal was danebengehen, das sollte dann wieder in das Qualitätssicherungssystem einfließen. Im übrigen glaube ich daß das Chaos was manchmal vorherrscht öfters direkt etwas mit dem "ich bin billiger" Effekt zu tun hat, wer am Rande des Draufzahlens agiert, dem fehlt wahrscheinlich die Motivation.
    Wer immer sein gesamtes Lager mitnehmen muß um eine VA durchziehen zu können hat einfach ein Logistik- und Größenproblem.
    Und mal nachdenken wo bei einem persönlich eine Können-Grenze ist, ist nie verkehrt, evt. sind einige noch nicht reif genug dafür.

    Gruß Frank

  • guma
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    • 17. Oktober 2004 um 22:28
    • #31

    Schön, daß Ihr euch alle gut unterhaltet !!!

    Es hat nur leider nur noch wenig mit dem aufgerufenen Thema zu tun und überhaupt nichts mehr mit den erbetenen konstruktiven Beiträgen !!

    Schön würde ich es finden, wenn die Altersdepressionen beim Stammtisch besprochen werden könnten, denn ich wollte hier mit einigen Ineressierten was arbeiten.

    Im römischen Senat gab es ja auch einen, der zu jedem Thema am Schluß noch unbedingt den Spruch: "Und ausserdem bin ich dafür, daß Karthago zerstört werden muß" loswerden mußte. ( was zwar richtig war, aber überhaut nichts zur Sache beitrug )

    @ Ton_Opa

    Dafür, daß das alles Quatsch ist, machst Du aber verdammt viel Worte.

  • ADMIN
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    • 18. Oktober 2004 um 00:02
    • #32
    Zitat von "guma"

    Worauf ich hinaus will ist z.B. die Organisation einer freiwilligen Zertifizierung einer Qualitätssicherung, die für die Kundschaft die "Spreu vom Weizen" trennt.

    Ist die Kundschaft (=Veranstalter) überhaupt daran interessiert?

    Die meisten Veranstalter kennen doch nur zwei relevante Größen:

    1.) Preis
    2.) Zufriedenheit des Publikums.

    Ob der Bandtechniker mit dem Beschaller unglücklich ist, interessiert doch etwa so viel wie der oft zitierte Sack Reis.


    Von daher würde ich eher nicht bei der Marktmacht des Veranstalters ansetzen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • DJ Detto
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    • 18. Oktober 2004 um 10:37
    • #33

    Moin,

    ämm als Betriebswirt möchte ich nur sagen, VORSICHT mit Zertifikaten:

    Wenn sich ein Kunde von der ISO 9000 ff. bzw. bald DIN EN 14000ff belnden lässt!!!!!!!!!!!

    Das Zertifikat besagt nur, das die Firma Ihre Aufbau und Ablauforganisation festgelegt hat. Jeder kennn seine Aufgaben und kann ggf. was im Handbuch nachlesen.
    Aber ein DIN ISO Zertifikat hat nix aber raun gar nix mit dem Produkt zu tun. Selbst ich als Semiprofi mit Peavy und FANE Meterial könnte an so eine Zertifizierung gelangen - aber das hat nichts mit dem MAterial zu tun was ich verwende. NAja und einVA der sieht ja nur das Zertifikat, der ist ja nicht vom PA FAch...........und glaubt er hat was gutes........

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • K-Ulrich
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    • 18. Oktober 2004 um 11:16
    • #34
    Zitat von "Tobias Zw."

    Hai Kai,

    sorry, daß Du das so verstanden hast - gemeint war es von mir anders. Ich habe mein Handwerk auf jeden Fall von und mit den "Alten" gelernt, und das, was ich heute kann, verdanke ich zu 99% Menschen, die seit den 70ern den Rock'n'Roll leben. Der Jüngste bin ich ja auch nicht mehr.

    Du wirst aber auch nicht bestreiten können, daß sich viele dieser Generation in angrenzende Geschäftsbereiche wie Handel oder Administration zurückgezogen haben, und daß es viele "Hängengebliebene" gibt, die sonst nirgendwo mehr unterkommen.

    Ich hatte da leider das traumatische Erlebnis, daß ich einen Job disponiert und durchgeführt habe mit einem der "Alten" - den Du garantiert auch kennst, und der bis dato eines meiner "role models" war -, der sich leider bei dieser Veranstaltung durch sein "Rock-'n-Roll"-Verhalten wie Alkoholkonsum auf der Baustelle, unangemessener Umgangston mit Kunden und Künstlern und verlotterte äußere Erscheinung so hervortat, daß der Kunde an mich herantrat und auf diese Mißstände ansprach. Schlimme Situation! Seitdem bin ich auch so pingelig bei der Zusammenstellung der Crews, für die ich verantwortlich bin.

    Und daher meine Rede. Auf jeden Fall entstammen ja auch die derzeitigen "Größen" der Szene dieser Generation, und natürlich sind die über die meisten Zweifel erhaben. Sie haben eben die Zeichen der Zeit erkannt und sich der Gegenwart angepaßt.

    Also als Fazit: Ich schrieb nicht wider das Alter, sondern wider die Unflexibilität und den Starrsinn, der sich bei manchen - schlechten - Kollegen eingestellt hat. Das ist nun einmal wie im restlichen Leben auch.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    Alles anzeigen

    Na gut Einzelfälle kenne ich da auch, und das viele jetzt im Büro hocken stimmt auch, ich hatte Dich nur so verstanden, dass man, nur weil man schon lange diesen Job macht, nicht in der Lage ist , BGV C1 zu verstehen oder mit Industriekunden klarzukommen. Schiesslich kam das alles ja nicht über Nacht sondern langsam genug zum Dazulernen!

    Es sei Dir verziehen
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • Boerx
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    • 18. Oktober 2004 um 18:05
    • #35

    Etwas früher kam die Anmerkung, dass man doch einfach nur beim Veranstalter/Künstler/Band nachfragen müsste, wie die Technik ihren Job erledigt hat.

    Ich les schon lange und mit viel Interesse hier im Forum mit, aber das hat mich dann veranlasst mich zu registrieren.

    Ich denke auch, dass ein Qualitätskontrolle nur stattfinden kann, in dem man den Künstlern/Veranstaltern, also alle die Technikbuchen, die Möglichkeit bietet sich auszutauschen.

    Eine Idee wäre hier zum Beispiel eine Datenbank in die jeder Künstler/VA/Techniker usw. einträgt welche Veranstaltung in welcher Form mit welchen beteiligten erledigt wurde.
    Nun könnte man auf anhieb sehen das Band ABC Technik von der Firma XYZ benutzt hat und bei der Band einfach per Email anfragen wie es denn ablief.

    Dann könnte man weiter schauen welche Jobs XYZ denn noch so gemacht hat und auch dort nachfragen.

  • Seven
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    • 18. Oktober 2004 um 18:21
    • #36

    Ich fange hier mal im kleinen an. Aber das wird sich sicher nach oben nicht viel anders verhalten.

    Wir spielen mit unserer Band ca 25 Gigs im Jahr und arbeiten pro Saison auch mit einem festen Verleiher zusammen. Macht ja aus vielen Gründen Sinn.

    Unser Problem: Unsere Show ist besser/größer als die der Konkurrenz. Dabei meine ich eigentlich nur: Qualifikation des Personals und Menge und Qualität des verwendeten Equipments.
    Das Problem hierbei ist natürlich, wie sollte es anders sein: der Preis.

    Die Show finden Zuschauer, wir und auch Veranstalter ganz toll. Wir haben da auch recht radikal mit angefangen und das Technikbudget einfach mal eben um einige Punkte nach oben korrigiert im Vergleich zu den anderen Bands und den Vorjahren.

    Nun wollen uns einige Veranstalter trotz sehr erfolgreicher Veranstaltung nicht mehr buchen. Grund: zu hohe Kosten. Was machen wir nun?
    OK wir erklären uns erstmal kompromissbereit und versuchen uns irgendwo zu treffen. Das ist nun in 3 von 25 zur Verhandlung stehenden Fällen schief gegangen. Wir waren nicht bereit uns eine Technikfirma aufdiktieren zu lassen und auch nicht bereit das Technikbudget um xx Punkte (wenn ich sage wieviele Punkte, glaubt mir das kein Mensch :evil: )
    nach unten zu korrigieren.

    Somit haben wir dann 3 Gigs verloren, die zu den besten im Jahr zählen.

    Also wie sollen wir bitte weitermachen? Wir können ja schlecht weiter so verhandeln, weil dann können wir den Laden leider dicht machen.

    Wir wollen ja gerne Veranstalter und Besuchern eine dicke Show bieten, aber der Markt nimmt es nicht an, da es nur ums Geld geht. LEIDER.

    Und da kommen die billigen Dumper ins Spiel.....

  • guma
    Moderator
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    • 18. Oktober 2004 um 21:57
    • #37

    @ logi/Frank

    Ja das was Du denkst, geht so ungefähr in die Richtung die ich meinte.

    "das und das hat irgendwie nicht richtig geklappt".

    Das wäre genau der Punkt wo eine, auch einfache aber schriftliche Dokumentation in einer Art Fragebogen sehr hilfreich zur Nachbereitung Dinge im Vorfeld abstellen helfen könnte.

    "Überprüfung des Betiebsablaufs"

    Genau darum gehts.

    "Und mal nachdenken wo bei einem persönlich eine Können-Grenze ist, ist nie verkehrt, evt. sind einige noch nicht reif genug dafür."

    Und darum auch. Danke !

    @ Seven

    Ja es geht aber doch nicht nur um den Preis und die Publikumszufriedenheit wie admin meint.
    Mir fallen schon Veranstalter ein, die auch andere Kriterien anlegen wie z.B. Einhaltung von Zeitplänen und nicht vergessen: Ich bilde auch zukünftige Veranstalter mit aus !

    Daher empfehle ich durchhalten und konsequent bleiben.

  • DJ Detto
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    • 19. Oktober 2004 um 23:34
    • #38

    @ seven

    Was ich nun nicht verstehe ist in einigen Fällen der Preis:

    es gibt in Duisburg eine Karnevals Traditions VA da kostet der EÍNTRITT (wohlgemerkt NUR der Eintritt) 15 Euro um 2 DJs mit 2 mittleren mobilen Discos zu sehen.

    und was an Karneval in Moers los ist im Van der Falk so glaubne ich sind 5000 Personen nicht übertrieben zu je 15 Euro!!!! (Kollege reiter kennt sich da ja bestens aus - glaube ich und kann die Zahlen bestätigen)

    Wieso haben VA kein Geld mehr?? Oder sind einige von Ihnen Größtenwahnsinnig oder Risikofeige geworden??????

    Vor einigen Jahren hatte ich Altweiber mal frei und bin durch Duisburgs "Szene" gestreift und mich haben die Eintrittspreise absolut angekotzt. Für nen Hobbykistenschlepper 10 DM Eintritt!!!! AUA

    Ich bin dann in einen LAden 5 DM Eintritt guter DJ mit fetter JBL Anlage - geiler Sound gute Stimmung Herz wat willste mehr. Mich kotzt es langsam an (und das spüre ich auch bei Privatfeiern) dass die Leute nur noch aufs Geld gucken aber hinterher weinen wenn die Hochzeit scheiße war. Okay Scheidung und nochmal heiraten oder was???

    Ich vermute ganz stark, das es in kurzer Zeit eine Wende geben wird und auch die VAler wieder vernünftig werden. Genauso wie nach dem Einbruch durch den Euro

    Also DURCHHALTEN

    IN diesem Sinne

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • AMLB
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    • 20. Oktober 2004 um 02:15
    • #39

    Ja sicher: Van der Valk in Moers:
    Wöchentlich After-Work-Party mit 400 - 700 Gästen (6 Eur)
    Silvester auf 2 Ebenen mit ca. 2500 Gästen (25 Eur)
    Altweiber auf 3 Ebenen mit ca. 3500 Gästen (18 Eur)

    Und alle Veranstaltungen laufen seit Jahren ordentlich.

    Ausstattung durch uns mit HK-Audio Material. Im Regelfall pro Ebene: 8 bzw. 4 x 18"er Sub (LP 118) und 4 x Doppel 10"er/1" (LP 210) mit entsprechenden Controllern und Amps als Vierpunkt-Beschallung. Dazu Background mit LP 112ern.
    Kein High-End, aber doch recht ordentliches Material, das wir (in erster Linie aufgrund der Veranstaltungsdichte > Lagerung im Hotel) zu einem für beide Seiten ordentlichen Kurs anbieten können.
    Weiterer Vorteil: Die Lichtanlage im großen Saal (After-Work: 24 x Pars, 6 x Scans, Effekte) haben wir fest installiert, somit kein Auf-Abbau nötig!!!


    Laßt doch die Veranstalter ruhig ordentlich verdienen, solange wir gut mit ihnen/von ihnen leben können.

    Und der Eintrittspreis ist doch nicht von der Technik (ob Profi oder HKS)abhängig, sondern vom Ansehen der Veranstaltung. Wenn der/die DJs es schaffen, die Leute zu ziehen, wenn das Ambiente in Ordnung ist, wenn die richtige Atmosphäre herrscht, wenn die Tür die richtigen Gäste einlässt (lieber 100 Gäste weniger, dafür "bessere"), wenn das Personal ordentlich funktioniert: Dann hat die Veranstaltung einen entsprechenden Preis verdient.


    Was hilft es den Veranstaltern, wenn sie eine Band buchen, die sowohl mit aufwändiger (und somit teurerer) Technik als auch mit akzeptabeler (und somit preiswerterer) Technik die gleiche Menschenmenge anziehen und die Umsätze gleich bleiben.
    Wir als Technikanbieter müssen uns dem Markt anpassen. Ich kenne 2 Kollegen, die diese Anpassung nicht mitmachen wollten und auf einem "gewissen Niveau" bestanden haben. Beide haben in der letzten Zeit Insolvenz angemeldet!

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • DJ Detto
    Profi
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    2.178
    • 20. Oktober 2004 um 09:41
    • #40

    Guten morgen Kollege Reiter,

    nein Du verstehst da etwas falsch. Natürlich dürfen VAler gut verdienen und es ist legitim, dass Sie was verdienen, schließlich tragen Sie auch das Riskio. Nur habe ich langsam das Gefühl, dass VAler dass auf Kosten der Technik machen. Also immer mehr den Preis drücken.

    Du magst da mit van der Valk einen glücksgriff gemacht haben.
    Naja ein kleiner Miclhmädchenfehler ist schon in Deiner Argumentation, wenn Du sagst Du spartst Dir den Auf- und Abbau, aber dafür ist Dein Material an den VA Ort gebunden. Gut jetzt ist die Party jede Woche aber wenn Sie nur 14 Tägig oder monatlich wäre, dann wäre es zu überlegen Festinst. oder mobil. Und wie die Vögelchen so zwitschern sind die DJ´s ja auch nicht schlecht (GRINS) :oops:

    Ich meine nicht so wie bei der Jobsuche vom Pfälzer, das der VAler da an den 100 Euro für den DJ spart. Da denke ich (und das meinte ich eigentlich), dass das der falsche Ansatz ist. Was nutz mir eine super Technik wenn das DJing scheiße ist genauso wie wenn ich eine Supertechnik habe und die Band ist Kacke. Da kann ich besser bei beiden einen Mittelweg gehen und meinen Laden voll haben. Denn da muß ich Dir wiedersprechen, der Preis für die Technik macht schon etwas am Eintrittspreis aus. Denn ich würde Kosten durch Gäste teilen und einen Risikofaktor dazu rechen und schon hätte ich meinen Preis.

    Nur bitte wieso soll ich als Gast für 2 Mittelprächtige Discos und einem total überfüllten Laden 15 Euro (fast 30 DM) zahlen ??? Nur um dann wie eine Ölsadine mich dadurchzuquetschen um später zu sagen I did it!! (Ist nicht Van der Valk gemeint - das kenn ich noch nicht)

    Genauso wie in der Gastronomie finde ich die Eintrittspreise einfach total überzogen. Und wenn da soooo viele Leute auf eine VA kommen, warum quetschen VAler dann die Technik immer aus????

    Genauso finde ich es sehr schön wenn z.B. im privaten WIR an einer Hochzeit scheitern, weil wir am Abend vielleicht 100 Euro zu teuer sind. Einmal habe ich ein Brautpaar auf einer anderen Fete wiedergetroffen - und man hätte gerne die 100 Euronen mehr ausgegeben. :P

    Man muß sich mal die Relationen vor Augen halten 60 bis 80 Gäste und 100 Euro das ist gerade mal ein Glas Bier pro Gast!!!!!!!!! und ich glaube ein DJ ist wichtiger als ein Glas Bier pro Gast. :wink:

    Ach ja und zum Thema insolvent, ich vertrete da auch Deinen Standpunkt, das man sich am Markt orietieren muß in dem man arbeiten will. Ich bin und bleibe Semiprofi und darausf ist mein MAterial abgestimmt. Es paßt!! Ich bin weit von den Insolvenz entfernt. 8)

    DJ Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

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