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  5. Boxen und Amps

Mal ganz anders

  • Grasso
  • 30. Dezember 2004 um 16:15
  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 30. Dezember 2004 um 16:15
    • #1

    Hallo Leute!

    Ich hörte, daß ein Doppel-18er-Horn gerne mit mehr als 1KW Leistung angesteuert wird. Endstufen an der Grenze der Strombelastbarkeit des 230V-Netzes, Magnetsysteme mit 100mm-Spulen, 22mm dickes Birkensperrholz.

    Muß das sein?

    Ich bin der Meinung, daß soviel Leistung pro Box unsinnig sind. Die Luft im Hornhals verzerrt bei zu starker Beanspruchung nur noch.

    Das einzige was wirklich etwas bringt ist stacken. Mit einer 3KW-Endstufe könnte man 10 Boxen mit je zwei 15-Zöllern mit 50mm-Spulen betreiben. Die Hörner legt man als Klappkonstruktion aus, was mit dem Stacking synergisch wirkt, also gar nicht mehr so aufwendig ist. Die Treiber sind auch ohne Neodym und Gußkorb recht leicht, das 10-mm-Pappelsperrholz auch.

    So wird es nicht gemacht, doch so ginge es besser, als es gemacht wird. Das behandelt zwar nur den Bassbereich, aber vom Bass baut alles auf. Die Anlage würde weiter tragen und besser klingen, wäre billiger und alles in allem, also mitsamt Strom und Gerüsten, leichter.

    Uli

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 30. Dezember 2004 um 16:40
    • #2

    Da wärst Du dann wieder da wo wir in den 70ern waren. Damals gab es noch nicht so dicke Amps, dafür hat man Martin Bins gestapelt.
    Alles schön und gut, aber wer hat heute noch so viel Truckspace?

  • SRAM
    Profi
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    6
    Beiträge
    5.548
    • 30. Dezember 2004 um 18:10
    • #3

    Sein Ansatz ist ja auch etwas anders: das Horn so konstruieren, daß dieses beim Transport nur das notwendige Volumen (Treiber, Holz, Kleinteile) besitzt, aber nach Aufbau auch den für die Hornfunktion notwendigen Raum umbaut. Nicht ganz neu die Idee, aber es lohnt sich sicher darüber nachzudenken ob es notwendig ist 90% umbaute Luft durch die Gegend zu transportieren.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 30. Dezember 2004 um 23:23
    • #4

    Meine Rede, SRAM!

    Das zu transportierende Gehäuse besteht aus der Rückkammer für den Treiber sowie etwa der Hälfte des Hornwegs. Der restliche Hornweg bis zum Hornmund wird durch ein paar Bretter, die man mit Scharnieren und Ähnlichem luftdicht und druckfest miteinander und mit den Gehäusen verbindet, dargestellt.

    Uli

  • pm-acustics
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    3.542
    • 31. Dezember 2004 um 00:02
    • #5

    Hi,

    wir hatten ähnliches schonmal angedacht und testweise auch mal realisiert.

    Es war zwar keine Hornkonstruktion aber eine Reflexkiste 15"als Treiberkammer welche durch einen faltbaren Rechteckresonator bei Bedarf "geladen" werden sollte. Also ein Dynacord F-18 zum Zerlegen.

    Getestet wurde ein 15"ler Beyma 15G400 in 80 Liter welcher durch ein 1m Rechteckresonator bei Bedarf unterstützt werden sollte. 4 Butterflyverschlüsse verbanden die beiden Gehäuse, der Rechteckresonator war in den Ecken mit Gelenkband versehen damit man ihn zusammenklappen konnte. Und einer kreuzförmigen Verstrebung welche eingeschraubt werden musste.

    Fazit: Der Resonator zeigte zwar die Wirkung die zu erwarten war, aber der Aufwand im Aufbau und der Resonanzanfälligkeit ( war nicht steif genug) hat die Idee sterben lassen.

    Grüßle

    sven

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 31. Dezember 2004 um 08:27
    • #6

    Das gab es in den frühen 80ern von Föön aus Wuppertal (Solingen?) bereits! Damals war das so eine Art kleines W-Bin mit davorzubauenden Brettern.

    Hat sich irgendwie nicht durchgesetzt, habe das nur ein einziges Mal gesehen und gehört.
    Stefan

  • Inselgert
    Profi
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    717
    • 31. Dezember 2004 um 10:40
    • #7

    Naja das scheint mir auch nen bisschen Personal intensiv! Man kann ja auch viele Einzelteile verlieren?
    Also ich haette keinen Bock auf nem Gig erstmal meine PA ala Ikea zusammenzubauen.
    Und wenn man mal ehrlich ist, ist Pa auch laengst nicht mehr der groesste Kostenfresser auf Jobs!
    Man kriegt ja ne komplette Stadion pa mit Pulten usw in zwei Trucks! Auf manchen kleinen Clubtouren ist PA doch nur ein oder zwei Waende im Truck! Der Rest ist Set, Backline und Licht , Licht achja und Licht.
    Das bisschen Platz und Amping was man da spart gibt man schnell fuer laengere Aufbauzeit und mehr Crew aus!

  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 1. Januar 2005 um 16:54
    • #8

    Bassreflex ist auch etwas ganz anderes als Hörner. Bassreflex läuft nur mit verlustarmen Gehäusen, eben querversteiftes 22mm-Birkenmultiplex und ähnliche Monströsitäten.

    Föön sind aus Solingen. Die haben allerhand gemacht, unter anderem rückgeladene Bassrutschen, diesen Quatsch.

    Es geht nicht nur um den Transport sondern auch um Klang. Manche hier wissen wohl gar nicht mehr, wie gut eine Anlage klingen kann.

  • Inselgert
    Profi
    Beiträge
    717
    • 1. Januar 2005 um 17:56
    • #9
    Zitat von "Grasso"


    Es geht nicht nur um den Transport sondern auch um Klang. Manche hier wissen wohl gar nicht mehr, wie gut eine Anlage klingen kann.

    Ich kann mich nicht mehr dran erinnern wie toll 15 W-Bins mit Rasieren und dem ganzen Gammel klingen! Das stimmt! Es gibt Dinge die ich gerne vergesse!
    Das geklapper von losen Oesen und Haken und die 2 Tonnen Doublechainmotoren mit Stahlflugrahmen hab ich auch vergessen!
    Nicht vermissen tue ich auch die 300kg Ampracks die immer so schoen im Grass einsinken!
    Kann mich aber noch gut an den Tag erinnern als ich das erste mal ne tiefe H Saite von nem 6 Saiter Bass gehoert habe. Ca 50 meter weit weg von der Buehne auf nem Open Air!
    Das war ne Anlage mit Prozessor und Doppel 18 Subs.

    Frohes neues Jahr
    Gert

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