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wirklich alles vom Band?

  • urmelii
  • 12. April 2005 um 00:46
  • urmelii
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    90
    • 12. April 2005 um 00:46
    • #1

    HI.

    Eine befreundete Band war die Woche bei einem Produzenten Team in Berlin. Die haben Ihnen erklärt heut zu tage müsste man so klingen wie auf CD und deswegen sei Live spielen ohne Samples vom Band gar nicht mehr möglich.
    Sie haben sich [gott sei dank] gegen die Jungs entschieden, aber die Frage steht trotzdem im Raum.
    Ist es tatsächlich so, das alle "Großen Kappellen" mit Sachen vom Band spielen, oder hat mal wieder jemand was erzählt?

    MfG
    Felix

    frohes fest!

  • Tobias Zw.
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    • 12. April 2005 um 08:19
    • #2

    Mit Verlaub: Produzenten, die so etwas erzählen, gehören zu den ersten, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt. Bullensch***e!

    Wer so etwas erzählt, will zwar auf schnellstmöglichem Kurs ohne Umwege mit einer One-Hit-Superband in die Charts, tut aber weder den Künstlern noch dem musikalischen Anspruch einen Gefallen und ist kein Musiker mehr, sondern nur noch Geschäftsmann.

    Und ein Produzent sollte eigentlich beides sein.

    MfG Tobias Zw.

    PS: Um die Frage zu beantworten: Ich kenne durchaus viele Musiker - auch ein paar erfolgreiche - die auf der Bühne wirklich nur Musik machen. Das geht also auch!

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • treibsand
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    1
    • 12. April 2005 um 12:17
    • #3
    Zitat von "Tobias Zw."

    Mit Verlaub: Produzenten, die so etwas erzählen, gehören zu den ersten, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt. Bullensch***e!

    Dafür brauchts keine Revolution...

    Aber mal ernsthaft: ich kenne einen Haufen Künstler, die ganz bewusst auf Samples, geschweige denn Playbacks verzichten.
    Da gehört auf der Tour eine ordentliche Begleitband dazu.
    Aber die meissten dieser Künstler sind auch schon so lange im GEschäft, daß sie vorausschauend genug arbeiten.
    Da ist nix mit 'in 14 Tagen in die Charts und dann nie wieder...'

    Eine Band DARF IMHO Live nicht so klingen wie auf CD, jedenfalls nicht, wenn sie den Anspruch hat ein anspruchsvolleres Publikum richtig zu begeistern. Da gehört nämlich weit mehr dazu, als stumpf die Songs nach Vorgabe runterzuspielen...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • audionrg
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    • 12. April 2005 um 13:15
    • #4

    Hallo
    da finde ich die band von robbie williams ein gutes beispiel.
    Ich finde diese band einfach genial.

  • EDE-WOLF
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    • 12. April 2005 um 13:41
    • #5

    gut dass ich nie auf konzerten bin, wo playbacks laufen :)


    aber das kommt natürlich auf die musik an, bei kommerzieller chartmusik wird das häufiger vorkommen als bei "fan-gesteuerter" musik, von leuten, die keine eintagsfliegen sind

  • Seven
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    • 12. April 2005 um 14:01
    • #6

    Es gibt halt auch Bands die teilweise ihre eigenen Studioproduktionen live nicht ganz hinbekommen, teils spielerisch aber auch in Soundfragen.
    Das macht die "großen Jungs" somit kleiner, weil man merkt, dass sie auch nur mit Wasser kochen. Die Songs haben dann live teilweise eine andere Charakteristik und das gefällt mir persönlich sehr gut. Eine gut produzierte Live CD gefällt mir desöfteren besser als der Pendant aus dem (sterilen) Studio.
    Ich sehe normal auch keine Konzerte mit viel Gesequence und Gesample...

  • Apostoli
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    • 12. April 2005 um 19:44
    • #7

    Wenn man erfolgreich ist und womöglich diverse chartplatzierungen hat, spielt man zwangsläufig auf produktionen wie "Top of the Pops, The Dome, Mc Clip Chartshow" usw.
    und wenn man kein Megaseller ist, der gebucht wird um die einschaltquoten zu erhöhen spielt man dort halt halb bzw vollplayback... oder eben garnicht.

    Das Problem ist, dass Live fürs TV einfach sauteuer ist. Die anforderungen an die Technik und die Qualität des Sendetons sind bei solchen Produktionen um einiges höher als bei einem reinen konzert.
    Du brauchst nen extra mischer für den Üwagen, der sich um den Livesound kümmern muss, es darf im TV nicht koppeln usw usw.

    und wenn die künstler sich auf den kopf stellen von wegen credibility und "wir machen doch rockmusik" kann das schon sehr nervig sein.
    Diese Diskusion erlebe ich momentan bei der band die ich betreue.. (zum glück mach ich nur lampen an und aus... :) )

    da muss man einfach sagen: wer solche verkaufsfördernde veranstaltunegn machen will muss sich halt mit den bedingungen abfinden und Playback spielen.

    Problematisch wird es, wenn man nur noch Playback shows spielt... (also auch auf nem Festival mit Vollplayback anreist....

    Playback hat also Imho völlig seine berechtigung.

    irgendwann dreht sich der spieß dann eventuell um...
    wenn nicht ich als künstler der bittsteller bin und unbedingt auf solche einer produktion spielen will/muss,
    sondern die Produktion zu mir kommt weil sie mich braucht damit die hallne voll und die einschaltquoten hoch werden
    dann darf ich als künstler plötzlich mit eigenem FOH mann, Lichtcrew und Amtlichen Frontplatz arbeiten und ggfls. bleiben sogar die 12kW HMIs aus und ich mache eine vernünftige rockenrollshow im TV.....

  • Tobias Zw.
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    27
    • 13. April 2005 um 07:50
    • #8

    Hi Apostoli,

    ich glaube, es geht auch gar nicht darum, daß man eine Playbacknummer für's TV macht - das sollte eigentlich jedem professionellen Musiker klar sein, daß das manchmal sein muß. Spannend ist dann oft, wie "gut" es die Damen und Herren Profis dann hinkriegen... :roll:
    Was uns hier so erzürnte war die Aussage eines "Produzenten", eine Band müsse live mit Samples und Einspielungen arbeiten, um überhaupt Erfolg zu haben, und weil das außerdem auch alle anderen machen würden.
    Solche Aussagen halte ich für einfach für Unfug und der Spielfreude junger Musiker für abträglich.
    Schönes Beispiel: Boppin B'. Die haben m. E. in den letzten zehn Jahren nix gesamplet, und was passiert jetzt? :wink:

    MfG Tóbias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Sound-Klinik
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    • 13. April 2005 um 09:05
    • #9
    Zitat von "Apostoli"

    Das Problem ist, dass Live fürs TV einfach sauteuer ist.

    ... da muss man einfach sagen: wer solche verkaufsfördernde veranstaltunegn machen will muss sich halt mit den bedingungen abfinden und Playback spielen.

    ... welche "künstlerische Lebensberechtigung" haben solche "Künstler" eigentlich ?
    Es sind mit viel Werbeaufwand vermarktete (manchmal auch magersüchtige ...) "Hochglanz-Tussies" ... oder diese "coolen Typen" mit zu großen Hosen und lustigen Mützen (... weiter hinten steht ein noch coolerer Typ - meistens mit Sonnenbrille - an zwei Plattenspielern ... :D ), die dann den "Stoff" für Teenie-Zeitschriften liefern ... und oft selbst nicht einmal richtig singen ... geschweige denn überhaupt ein Musikinstrument spielen können ...

    Schade, daß die heutigen Teenies fast nur noch Retorten-Musiker "vorgebacken" bekommen - mein herzliches Beileid.

    Und diese "coolen"Typen sind für die Teenies dann Idole ... und sie kaufen sich Klamotten und andere Dinge aus diesen "Künstler-Kollektionen" (... um "trendy" zu sein !) und spülen damit Milliardenbeträge in die Taschen einer korrupten "Spaßindustrie".

    Und weil die männnlichen Teenies auch (wg. der Vorbildfunktion !) so cool aussehen wollen, träumen sie von einer Blitzkarierre als DJ-"Irgendwas" und kaufen sich Billigequipment vom Elektronikversender oder ersteigern irgendwelchen weggeworfenen "Müll" bei einem hinlänglich bekannt-berüchtigten Internet-Auktionshaus.

    Zitat von "Apostoli"

    Problematisch wird es, wenn man nur noch Playback shows spielt... (also auch auf nem Festival mit Vollplayback anreist....
    ...
    Playback hat also Imho völlig seine berechtigung.
    ...irgendwann dreht sich der spieß dann eventuell um...

    ... da Kunst (übrigens nicht nur Musik) zunehmend nur noch billiger Kommerz ist, sinkt die Qualität der Musik.
    Glücklicherweise gibt es aber immer noch Musiker, die richtig spielen können ... und hin und wieder wachsen auch jüngere Musiker (denen es die Musikindustrie sehr schwer macht !) nach, die dann "ihr eigenes Ding" durchziehen. Vor solchen Musikern habe ich Hochachtung ... die billigen Retorten-Künstler aber braucht eigentlich - sinnvoll betrachtet - kein Mensch ... :?

  • K-Ulrich
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    • 14. April 2005 um 14:56
    • #10

    Ich finde es durchaus legitim, wenn bei einem Live Konzert ein Sampler mitlläuft, der ein paar Shaker oder andere Zusatzsignale liefert, man kann ja nicht einen Percussionisten mitnehmen, nur weil bei einem Song ein Paar Congas vorkommen. Nur sollten die Konservensignale keine tragende Rolle spielen.
    Problematisch wird es halt bei den "designten" Acts, die die ganze Zeit auch noch Choreografie tanzen sollen, das passt einfach mit dem Singen nicht zusammen (Das Thema hatte wir ja schon mal). Allerdings finde ich, statt dann die Vocals vom Sampler kommen zu lassen, sollte man lieber das Tanzen reduzieren oder ganz drangeben.
    Dann wäre es auch wieder ein Live-Konzert
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • tonzwerg
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    • 15. April 2005 um 00:34
    • #11

    es wäre schon cool, den percussionisten mitzunehmen, denn gerade eine conga ist ein unfaßbar komplexes instrument. wen können wir denn sonst noch so wegrelaxen aus der band ? dann sind wir schnell wieder beim halbplayback.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • ThomasL
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    2.438
    • 15. April 2005 um 07:15
    • #12

    @ K-Ulrich

    Das Problem ist, daß der "Look" gerade bei diesen "Tanzmausprodukten" wichtiger wird als der Inhalt...und deswegen reduziert man das Singen und die Musik, damit die Kids sehen, wie unglaublich talentiert das Tanzmäuschen ist, ihren Körper parallel zu den anderen auf der Bühne zu schwingen.
    Zum Glück sind nicht alle so. Ich halte Sequenzer nicht für "teufelszeug", es gibt sinnvolle Anwendungen und viele Bands die sich hier in der Gegend rühmen ohne einen solchen auszukommen, wissen einfach nur nicht wie er zu bedienen ist. ABER ich freu mich jedesmal, wenn ich wieder eine sequenzfreie RocknRollTruppe machen darf :)
    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Haytech
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    632
    • 15. April 2005 um 10:45
    • #13

    Es lebe SMPTE und MIDI
    schade nur, dass man den "Dancefloor" nicht "getriggert" unter Spannung stellen darf so würden alle Tanzmäuse wirklich "synchron" tanzen. Dies würde auch einige Imposante Lichteffekte erzeugen :D

    MfG
    Sebastian

  • bertz
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    • 27. April 2005 um 14:26
    • #14

    Hi,

    ich finde die Diskussion ziehmlich sinnlos. Meiner Meinung nach sieht es doch so aus:

    "GUT" ist:

    Bands, die ihre Instrumente beherrschen und gut rocken. Soundtüftler, die ihre Hausaufgaben am Sampler gut gemacht haben. Kann beides gut sein!!!!!!!

    "SCHLECHT" ist:

    Bands, die zwar live spielen, aber es eigentlich nicht können. Playbacks und Samples, die schlecht produziert sind.


    Es gibt doch auf beiden Seiten gute und schlechte Geschichten. Ich sehe also keinen Grund, sich für oder gegen Samples und Playbacks zu entscheiden.

    Gruß,
    bert

    http://www.klanggeschaeft.de

  • karel noon
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    • 27. April 2005 um 14:44
    • #15

    Danke bertZ!!!!!!

    so sehe ich es auch, wer einmal prodigy ode faithless live gesehen hat weis das man eine mischung aus live instrumenten und samples machen kan!

    dagegen gibt es auch das genannte beispiel live anders als im studio, eine coverband die ich betreue wollte gerne einen shania twain song nachspielen, tüftelte drei wochen lang ohne erkennbaren erfolg, bis ich mich dann mal eingemischt habe, und ihnen eine live version des selben songs zu hören gegeben habe!
    und siehe da: der sequenzer wurde durch zwei gitarren erstetzt, der rhytmus ist anders, da es ein echter schlagzeuger spielt, und ihre stimme? ja die ist genauso, denn singen kann die gute ja.

    Also den oben erwähnten produzenten sollte man erschiessen, oder ihn zwingen nur noch seine eigenen produktionen zu hören, 24 stunden am stück!

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • ThomasL
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    • 27. April 2005 um 15:13
    • #16

    @ Mediennutte
    Siehe Bericht über Shania Twains großes Rocktheater und die grandiose Produktion von Mutt Lange im Production Partner ;)

    http://www.lange-ohlemeyer.de

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