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earaction, Aktion gegen Lärm / Gehörschädigung

  • kater
  • 21. April 2005 um 01:48
  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 21. April 2005 um 01:48
    • #1

    Gerade eben durch einen Bericht im TV drauf aufmerksam geworden:

    http://www.earaction.de/

    Ok, der Online-Hörtest, lassn wir mal so stehn...

    Aber ansonsten ein absolut lobenswertes Projekt., wäre doch schön wenn sich bzgl. AG Veranstaltungstechnik auch da ws täte, schliesslich tragen wir auch da eine gewisse Verantwortung! Und Initiative seitens das Admins in die Richtung ist ja eh da ...

    Zitat

    Werden Sie Partner im earaction-Projekt!


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    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 21. April 2005 um 01:55
    • #2

    Bei der Gelegenheit noch ein Link zu einem kostenlosen Hörtestprogramm:

    http://www.sax-gmbh.de/htts/httsmain.htm

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 23. April 2005 um 17:08
    • #3
    Zitat von "kater"

    wäre doch schön wenn sich bzgl. AG Veranstaltungstechnik auch da ws täte, schliesslich tragen wir auch da eine gewisse Verantwortung! Und Initiative seitens das Admins in die Richtung ist ja eh da ...

    Sollen wir Aufträge die inhaltlich offensichtlich so bemessen sind daß die Gäste zu hart beschallt werden (sollen!) ablehnen und sind wir wirklich dafür verantwortlich oder führen wir das im Auftrag des verantwortlichen Veranstalters durch ?

    Ich denke ich bin aus dem Schneider wenn der Auftrag genau so formuliert wurde. Jedenfalls haben wir heute abend eine Veranstaltung zu beschallen:

    Techno & Dance House Party, 600 qm

    dafür wurden bestellt und bar bezahlt:
    über 40kW, komplett horngeladene PA, Controler, Macrotech Amps,
    DJ wird gestellt.

    ich hab den Veranstalter unterzeichnen lassen daß die von ihm georderte Anlage nicht fachgerecht weil überdimensioniert und daher dazu fähig ist, dauerhafte Gehörschäden bei den Gästen zu verursachen, somit der Einsatz davon ausschließlich in seinem Verantwortungsbereich und auf ausdrücklichen Wunsch erfolgt.

    Er hat es grinsend unterschrieben, somit ist der Aufbau im Gange.

    Und es wird immer so sein. Daran kann man genausowenig etwas ändern wie an Rennwagen im Stadtverkehr. Die Leute wollen es einfach.
    Sie haben sich eine Location dafür gewählt wo es nicht stört, und gönnen sich die volle Breitseite.
    Und wir leben nunmal davon...

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • ADMIN
    Administrator
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    1
    • 24. April 2005 um 00:21
    • #4

    Die einschlägige zivilrechtliche Rechtssprechung sieht die Verantwortung ganz klar beim Veranstalter. Wenn man sich das auch noch unterschreiben lässt, hat man auch im Innenverhältnis nichts zu befürchten.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 24. April 2005 um 21:01
    • #5

    ... na dann gute Nacht.

    Schön wenn du rechtlich aus dem Schneider bist, aber für mich gibts auch noch sowas wie moralische Verantwortung. Man muss nicht jeden Scheiss mitmachen, und auch wenn man solche Jobs des Geldes wegen macht kann man trotzdem versuchen Verantwortungsvoll damit umzugehen und versuchen durch fachmännischen Rat den ein oder andren Spinner zu "bekehren".

    Aber natürlich kann man es sich auch leicht machen und sahen "die wolln es doch so", wenn das alles ist was euch dazu einfällt, dann ....

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 25. April 2005 um 14:08
    • #6

    Stimme da Kater voll zu. Klar, Manu ist rechtlich aus dem Schneider.

    Aber ich denke auch immer, jeder, der auf eine Veranstaltung kommt, hat das Recht, unbeschadet auch wieder nach Hause zu gehen. Ob, und wo ich da jetzt eingreife, ist natürlich auch Ermessenssache. Aber Waffen zu stellen, und zu sagen: ICH schieße doch nicht, ist meiner Meinung nach moralisch verwerflich.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 25. April 2005 um 15:02
    • #7

    Kater das kommt zu 100% auf die Kunden an. Das Beste was man machen kann ist gut beraten und stets Lösungen anbieten die dem Ideal so nah wie nur möglich kommen. Das wird gewiß auch jede Firma die was auf sich hält so machen, es gibt ja auch sehr viele Kunden die den Rat gerne annehmen und es dann so durchziehen.
    Genauso wie es die "Unbelehrbaren" gibt, wenn du denen sagst das mach ich nicht, zuviel Druck, dann rennen sie in den Nächsten Verleih und holen sich das Zeug eben da.
    Wir leben in einer schweren Zeit, das Geld liegt leider nicht auf der Straße, und man muß auch ans wirtschaftliche Überleben denken. Denn wenn man geschlossen hat weil alle zur konkurenz rennen hat man genausowenig davon ! Ich bin daher der Ansicht das richtig zu handhaben.

    Ich versuche auf die Anforderungen einzugehen indem ich bewußt Systeme anbiete die konstruktionsbedingt nicht so gefährlich sind, vor allem geflogene Tops und Stacks mit hohem Unterbau der Tops, damit erreicht man eine geringere Schallkonzentration im Nahfeld der Tops (welche ich für 95% aller Gehörschäden als Ursache vermute! ).
    Es ist nämlich erheblich günstiger eine VA mit Stacks zu beschallen, bei solchen aufbauten bekommst du in der 5 Meter Zone vorn Werte die den Rest der Fläche um ein mehrfaches überbieten.
    Wenn allerdings soviel Material geordert wird daß die gesammte Fläche zu laut wird, dann hilft das auch nicht mehr .

    Die "gefährlichsten" Geräte im Hinblick auf Gehörschäden, die ich anbiete , sind Martin Audio W8L (3-Weg Fullrange LA Boxen, voll horngeladen). Diese dürfen bei mir nur in Zusammenhang mit Flugmontage gebucht werden. Das Betreiben als "Top" auf Discofeten ist schlicht und einfach tabu (weil die bis zu 140dB drücken im Nahfeld), verlange ich eine Mindestflughöhe von 2,5 Metern zur Boxunterkante, 3,5 Metern wenn sie über dem Publikum fliegt.
    Obwohl das immernoch geringe Abstände sind, damit ist es dann wenigstens einigermaßen fachgerecht durchgeführt. Trotz dieser Auflagen sind sie dermaßen beliebt daß die Aufträge den Bestand übersteigen, ich muß weitere kaufen.
    Was ganz klar zeigt, es ist Geld in der Gemeinde, hier im Frankfurter Raum werden teils VA gemacht bei denen der Aufwand übertrieben teuer erscheint. In anderen Gegenden kann man nur mit Billigzeug ran weil sie sparen an allen Enden, das geht dann auch schnell auf Kosten von Qualität und Gesundheit.

    Aber unabhängig von all den dingen, ich werde mein Möglichstes tun die Kunden über Schäden und Folgeschäden aufzuklären. Wer sich aber über diese Dinge vorsätzlich hinwegsetzt, der will es so und muß es auch ausbaden, in dem Falle laß ich unterschreiben und bau ebenfalls auf wie gewünscht.

    Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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