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compressor was kann ich wie wo falsch machen

  • urmelii
  • 2. Mai 2002 um 23:36
  • urmelii
    Beiträge
    90
    • 2. Mai 2002 um 23:36
    • #1

    hi
    ich steh noch ganz am anfang meiner laufbahn als tontechniker und hatte bei einem meiner letzten gigs ein paar compressoren im rack. ich hab mir mal erklären lassen was die wo machen aber ich hatte nicht das gefühl daran groß was zu beeinflussen am klang/pegel.
    was kann man denn so als generell grundregel nehmen um die dinger sinnvoll zu nutzen?

    gruß
    felix

    frohes fest!

  • Detlef
    Profi
    Beiträge
    611
    • 3. Mai 2002 um 07:51
    • #2

    Hallo Felix,

    zunächst mal solltest Du Kompressoren nur einsetzen, weil Du meinst Sie zur Signalbearbeitung zu brauchen, und nicht weil Sie im Rack vorhanden sind.
    Ich setze gern Kompressoren mit "automatischer" Parameterwahl z.B. für Gesang/Sprache ein. Zur Einstellung gibts zu sagen: Probieren und hören ! Die Kompression soll weitgehend "unhörbar" bleiben, d.h. es soll nicht pumpen oder eben komprimiert klingen.
    Perkussive Instrumente erfordern im allgemeinen dann doch schon komplett einstellbare Parameter. Auch hier gilt probieren und hören was passiert.
    Generell lassen sich komprimierte Signal einfacher im Mix positionieren.

    Gruss

    Detlef

  • Tobias
    Reaktionen
    8
    Beiträge
    878
    • 3. Mai 2002 um 09:43
    • #3

    dann hast du doch alles richtig gemacht. den besten compressor hört man nämlich nicht :grin:

    nee, im ernst. wie stark man was komprimiert hängt mal wieder von unheimlich vielen faktoren ab. und je besser die band, umso weniger muß man komprimieren. pauschal kann man da rel. wenig zu sagen.

    fang am besten zuhause an, mikrosignale oder summen (CD) komprimieren. da hörst du am schnellsten, wenns pumpt oder scheiße klingt.
    (und was der compressor überhaupt macht)
    danach im proberaum ein bißchen die sänger nerven, und beim nächsten livegig bist du dann schon etwas fitter.

    in 1. linie werden die vocals komprimiert (aber auch nicht immer), bei vernünftigen comp. brauchst du dich da um attack und release nicht kümmern, einfach auf "auto" stellen. nimm eine moderate ratio (ca. 3:1), versuche so etwa 5-8dB Gainreduction zu bekommen und warte bis die sängerin sich beschwert......

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 3. Mai 2002 um 10:12
    • #4

    ...und auf jeden Fall den Gain am Pult aufziehen!
    Ich hasse die Leute, die am Pult den Gain auf Minimum lassen (zumal dann ja auch kein vernünftiger Pegel in den Compi geht)!

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 3. Mai 2002 um 10:43
    • #5

    ich würde dir empfehlen.

    sehr sanft zu komprimieren.

    das heisst bei z.b. 3:1 und stimme nur 2-3 dB mehr finde ich schädlich für das schwache signal. vorallem hat der sänger das gefühl, dass er sich unnötig verausgabt gegen ein gummiband läuft.

    Bei Gitarren würde ich einen sehr schnelle kompression so fast am limiter verwenden. da sie sehr schnell zuschlägt aber dann wieder auf machen soll. nur um die nervigen Peaks weg zu nehmen.

    wenn es richtig komprimiert ist also ein bischen hier ein bischen dort dann wirkt der sound kompakter runder.

    wenn du den eindruck hast dann stimmt es.

    Das ist natürlch immer davon abgängig, was da von der Bühne kommt.

    wenn die Band gegeneinander kämpft dann wirst du das auch nie kompakt hin bekommen.

    Nimm eine CD mit einselsignalen und probiere etwas rum vergleiche auch verschidenen Compressoren .

    Dann wirst du schon ein gefühl dafür bekommen.

    und weniger ist bekanntlich mehr.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Anonymous
    Gast
    • 3. Mai 2002 um 11:03
    • #6
    Zitat


    tthorsten schrieb am 2002-05-03 10:43 :
    ich würde dir empfehlen.

    sehr sanft zu komprimieren.

    das heisst bei z.b. 3:1 und stimme nur 2-3 dB mehr finde ich schädlich für das schwache signal. vorallem hat der sänger das gefühl, dass er sich unnötig verausgabt gegen ein gummiband läuft.


    ....Signal auf zwei Kanäle splitten und den Comp. nur für FOH einsetzen - Monitor unkompriemiert - kein Gummiband und weniger Feedbackgefahr
    :smile:
    mfg
    willi

  • mischpultschorsch
    Profi
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    3.503
    • 3. Mai 2002 um 11:12
    • #7
    Zitat


    Anonymous schrieb am 2002-05-03 11:03 :


    ....Signal auf zwei Kanäle splitten und den Comp. nur für FOH einsetzen - Monitor unkompriemiert - kein Gummiband und weniger Feedbackgefahr
    :smile:
    mfg
    willi


    Ich hab 2 Kanäle vom Kuhnle Eightcomp in der Vox-Subgruppe stecken. Im Gesangskanal mag ich genau wegen Moni-Gummibandeffekt keine CoLi´s.
    Sonst eigentlich immer die Kickdrum & Snare (NACH dem Gate) und den E-Bass komprimieren..
    Bei fiesen Key-Sounds hat´s auch schon was gebracht.

  • Markus
    Beiträge
    255
    • 3. Mai 2002 um 11:18
    • #8

    Gerade, wenn Du Gesang mittels Kompressor bearbeitest und die Monitore mit übers Frontpult fährst, möchte ich Dir anraten, alle Gesänge auf eine Subgruppe zu legen, und diese durch einen Stereo-Kompressor zu jagen, da dann der Kompressor das Monitorsignal nicht beeinflußt
    Dies erspart Dir Feedbackprobleme auf den Monitoren, da ein komprimiertes Signal deutlich rückkopplungsanfälliger ist. (mit einem Kompressor kann man auch vorzüglich Feedbackfrequenzen aufspüren und die Anlage einpfeifen)
    Falls Du noch genug Kanäle am Pult frei hast, kannst Du als Alternative einen Gesangskanal mittels Y-Kabel auch auf 2 Pultkanäle aufteilen: einer mit aufgestecktem Kompressor für die Front, mit dem anderen Kanalzug pegelst Du dann die Monitore aus. Von Vorteil sind dabei dann auch die getrennten Klangregelungen der beiden Kanäle.

  • Anonymous
    Gast
    • 3. Mai 2002 um 16:11
    • #9
    Zitat


    Markus schrieb am 2002-05-03 11:18 :
    Gerade, wenn Du Gesang mittels Kompressor bearbeitest und die Monitore mit übers Frontpult fährst, möchte ich Dir anraten, alle Gesänge auf eine Subgruppe zu legen, und diese durch einen Stereo-Kompressor zu jagen, da dann der Kompressor das Monitorsignal nicht beeinflußt
    Dies erspart Dir Feedbackprobleme auf den Monitoren, da ein komprimiertes Signal deutlich rückkopplungsanfälliger ist. (mit einem Kompressor kann man auch vorzüglich Feedbackfrequenzen aufspüren und die Anlage einpfeifen)
    Falls Du noch genug Kanäle am Pult frei hast, kannst Du als Alternative einen Gesangskanal mittels Y-Kabel auch auf 2 Pultkanäle aufteilen: einer mit aufgestecktem Kompressor für die Front, mit dem anderen Kanalzug pegelst Du dann die Monitore aus. Von Vorteil sind dabei dann auch die getrennten Klangregelungen der beiden Kanäle.


    ....und sparst dir einen Comp - mono am Kanalinsert statt stereo auf der Subgruppe
    :smile:
    willi

  • mischpultschorsch
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    • 3. Mai 2002 um 16:51
    • #10
    Zitat


    Anonymous schrieb am 2002-05-03 16:11 :


    ....und sparst dir einen Comp - mono am Kanalinsert statt stereo auf der Subgruppe
    :smile:
    willi


    ....es sei denn, man hat mehrere Gesangskanäle zu komprimieren, oder generell zu wenig Kanalinputs am Pult - dann ist halt wieder die Subgruppenlösung effizienter... :smile:


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: mischpultschorsch am 2002-05-03 16:52 ]</font>

  • Christian Engel
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    • 3. Mai 2002 um 16:59
    • #11

    also meint ihr wirklich, man sollte alle gesänge auf ne sub und dann compressor drauf? wie siehts denn aus, wenn zwei sänger + background zusammen kommen? mir widerstrebt es da ein bißchen, nicht jeden kanal einzeln zu komprimieren.
    auf einigen unserer letzten rider habe ich bemerkt, dass der behringer composer wieder "erwünscht" ist. was haltet ihr denn von dem? allemal billiger als dbx, usw., deswegen könnte man sich ja glatt ein paar davon ins eigene rack schrauben...

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • KREISS
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    • 3. Mai 2002 um 17:02
    • #12

    Also noch mal, der Behringer Composer sowie das Intelligate halte ich für äußerst brauchbare Geräte ( grad in Bezug auf den Preis ).
    Da habe ich schon weitaus schlimmeres gesehen ( und gehört ) wie zb. Yamaha und Alesis.

  • mischpultschorsch
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    • 3. Mai 2002 um 17:17
    • #13
    Zitat


    also meint ihr wirklich, man sollte alle gesänge auf ne sub und dann compressor drauf? wie siehts denn aus, wenn zwei sänger + background zusammen kommen? mir widerstrebt es da ein bißchen, nicht jeden kanal einzeln zu komprimieren.

    Kommt echt auch auf das Programm auf der Bühne an! Aber bei 90% der Anwendungen wird sicherlich die Gesangskompression auf der Subgroup ausreichen - einen vernünftigen Umgang mit dem CoLi vorausgesetzt! Ausser ich hab ne Produktion mit sep. Monitorpult, dann is mir freilich die Einzelkompression lieber!

  • Spleener
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    • 3. Mai 2002 um 18:06
    • #14

    Hi, man kann doch auch problemelos über nen Aux zum Compressor und dann auf nem Extra Kanal zurück, dann je nach gefallen mischen oder auch nur über den zusätzlichen kanal laufen lassen... Bei Gesang reicht ja ein Aux Weg und dann zurück evtl. Stereo sprich zwei Kanäle...
    axo und ist sicherlich sinnvoll headroom bei den kanälen zu lassen die man zum comp schickt, dann kann man ohne, dass es schlimm klingt noch den unkomprimierten teil ja nach geschmack dazumixen...

    mfG

    Peter

  • mischpultschorsch
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    • 3. Mai 2002 um 20:25
    • #15
    Zitat


    Spleener schrieb am 2002-05-03 18:06 :
    Hi, man kann doch auch problemelos über nen Aux zum Compressor und dann auf nem Extra Kanal zurück, dann je nach gefallen mischen oder auch nur über den zusätzlichen kanal laufen lassen... Bei Gesang reicht ja ein Aux Weg und dann zurück evtl. Stereo sprich zwei Kanäle...
    axo und ist sicherlich sinnvoll headroom bei den kanälen zu lassen die man zum comp schickt, dann kann man ohne, dass es schlimm klingt noch den unkomprimierten teil ja nach geschmack dazumixen...


    Also sei mir net bös, aber den Einsatz eines CoLi´s in nem Pre-Fade-Weg is mir jetzt völlig fremd. Welchen Sinn soll es machen, wenn man unkomprimierte und komprimierte Signalanteile zusammendreht??

  • Tobias
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    • 3. Mai 2002 um 21:09
    • #16

    der composer ist halt typisch behringer... bei höherem gain rauscht er doch ziemlich!
    es sei denn du hast glück, die produktstreuung bei behringer ist ziemlich hoch...
    vorsichtig wäre ich bei perkussiven signalen, besonders schnell ist der composer nicht, aber für backing vocals, bass & Co. finde ich ihn durchaus brauchbar...

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • Anonymous
    Gast
    • 3. Mai 2002 um 21:28
    • #17

    die Composer von Behringer kosten doch so um die 100 Euro. Dafür wird ein absolut brauchbares Gerät für fast alle Anwendungsfälle geboten. Im Studiobereich sind die Fremdspannungsabstände nicht so fürstlich zu gebrauchen - aber im Outboardrack beim Stadtfest sind sie völlig ok. Ich nutze Composer in der Sub bei Vocals, für Bass und für Akustikgitarre. Ich kann eigentlich nicht viel Unterschied zu BSS beim Livegig feststellen.
    Nachteilig bei den Behringerteilen ist der innere Aufbau: alles sitzt in SMD hinter der Frontplatte! Ist was kaputt, kann man das Gerät besser kübeln - eine Reparatur lohnt sich da kaum. Ein BSS sieht da von innen schon anders aus, konservativ britisch - da kann auch mal was repariert werden. Wenn es denn jemals nötig würde!

    Und was die Boxen angeht? Wer nur Tanzmusik macht, Jugendheimdisco oder Vereinsheiminstallation - ok! Aber im ernsthaft betriebenen Verleihgeschäft macht ihr euch damit keine Freunde. Es fehlt auch an Image. Und ob die Ersatzteilsituation zufriedenstellend geregelt ist, wage ich bei der Behringerliefersituation anzuzweifeln!
    Ich würde es nicht kaufen - selbst wenn der Klang in Ordnung ist - es läßt sich nicht vermieten.
    Stefan
    Stefan

  • phil
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    912
    • 5. Mai 2002 um 20:04
    • #18

    Moin!
    Hatte letzte Woche das zweifelhafte Vergnügen ein Behringer Gerät zu Reparieren... Ich sach euch: "SCHEIß SMD technik!" wat hab ich geflucht... Außerdem ist der Support von Behringer nicht so doll... "Schaltpläne?! Ne... die dürfen wir Ihnen nicht geben!" GRRRR.... Aber im endeffekt waren nur 4 OPamps tot... Auteile für max 10 EUR... und so lange hab ich auch nicht gesessen... alles in allem hats sich schon gelohnt.

    Allerdings sind mir konventionell aufgebaute geräte doch um einiges lieber.

    bis denne
    Phil

  • Anonymous
    Gast
    • 6. Mai 2002 um 11:18
    • #19

    Grüsze!

    Zwar völlig off topic aber was soll's ...

    SMD-Löten ist anscheinend eine Gewohnheitssache. Ich mach' das "beruflich" (bin nicht "Löter" oder so was :smile: seit über 2 Jahren und muß sagen das es eigentlich viel einfacher ist als mit bedrahteten Bauteilen. Aufheizen und runter mit dem Bauteil, man hat nur eine Seite auf der gemessen, gelötet u.s.w. wird. Die Patine kan sogar eingebaut bleiben (Bei schlauem, 1-seitigem Aufbau)

    Als auf ins SMD-Zeitalter! :smile:

    mfg
    JF

  • Christian Engel
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    4
    • 28. Mai 2002 um 21:47
    • #20

    nochmal was zu gesangskompressor in der subgruppe: was passiert denn, wenn ich einzelne vocals panne? dann verschiebt sich doch die kompression stark auf eine seite, oder? evtl. alle vocals mittig lassen? was ist bei der compressoreinstellung in diesem falle genau zu beachten?

    gruß, christian

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

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