Hi,
auf welche technischen MErkmal muss ich ein Auge werfen, wenn ich mir ein Mic kaufen möchte.
Bitte eine Mikrophone Empfehlungen ausprechen. Mit geht es nur um die Merkmale.
Schwerpunkt ist Moderation. Manchmal auch gesang!
MFG
Krikus
Hi,
auf welche technischen MErkmal muss ich ein Auge werfen, wenn ich mir ein Mic kaufen möchte.
Bitte eine Mikrophone Empfehlungen ausprechen. Mit geht es nur um die Merkmale.
Schwerpunkt ist Moderation. Manchmal auch gesang!
MFG
Krikus
Am Namen? Am Preis?
Sorry, aber ich fürchte daß diese Fragestellung zu nichts führt.
Woran erkennt man ein gutes Auto?
Du willst keine Empfehlungen? Dann wird es schwierig! Meistens erkennt man ein gutes Mikro durch Ausprobieren und daraus resultiert halt eine Empfehlung für ein bestimmtes oder auch mehrere Mikros.
Marcus
Kann ich mir nicht vorstellen,
Mann doch sagen ein Mikro welche sollte diese bis diese Frequenz darstellen können, und sollte min diese Empfindlichkeit haben.
Frage: Woran erkennt man ein gutes Mic?
Wenn ein guter Sänger davor steht ![]()
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ganz klar, objektive kriterien für ein mikro gibt es nur sehr begrenzt.
bei einem studio-kondensator kann man erst mal davon ausgehen das ein sehr grader frequenzgang erwünscht ist, das ein 100% flacher aber in der realität nicht vorkommen wird muß man sein ohr zur hilfe nehmen.
wonach man an "werten" gehen kann ist bei kondensern die schalldruckempfindlichkeit je nach einsatz zweck (z.B. kick).
bei live mikros würde ich auf die robustheit achten.
der rest ist sache des ohres!
Zitat von "Krikus"Schwerpunkt ist Moderation. Manchmal auch gesang!
Funk oder Kabel? Live oder Ton- oder Rundfunkstudio?
Zitat von "Krikus"Kann ich mir nicht vorstellen,
Mann doch sagen ein Mikro welche sollte diese bis diese Frequenz darstellen können, und sollte min diese Empfindlichkeit haben.
Im Prinzip nicht ganz falsch, aber...
Vielleicht macht es ein Vergleich anschaulicher: Du würdest doch sicherlich kein Auto kaufen nur mit den Daten PS, Höchstgeschwindigkeit, Kofferraumgröße und Gewicht usw.. Wahrscheinlich würdest Du Dich zumindest mal reinsetzen, Materialqualität anfassen, Sitze testen und mal ne Runde probefahren um zu testen, wie sich die Kiste für Dich persönlich anfühlt.
Mit Mikros ist es genauso, auch wenn auf etwas niedrigerem Preisniveau.
Marcus
Zitat von "Krikus"Hi,
auf welche technischen MErkmal muss ich ein Auge werfen, wenn ich mir ein Mic kaufen möchte.
Für die Wahl eines Mikrofons gibt es ebensoviele objektive Kriterien, wie für einen Lautsprecher, ein Mischpult, ein Auto oder eine Waschmaschine. z.B.:
- passender Frequenzgang on axis (obschon immer mit Vorsicht zu geniessen); allenfalls abhängig von Stimme.
- keine störenden Peaks im f-gang; flacher on-axis-Verlauf von ca. 300-4k
- möglichst gleichmässige Richtcharakteristik
- Bass roll-off, evtl. integrierter Hochpass-Schalter
- elektrische Bauweise (dynamisch, elektrostatisch)
- hohe Körperschallunterdrückung (evtl. Druckempfänger?)
- mechanische Stabilität und Robustheit
- optische Anforderungen (Farbe, Grösse)
- Bauweise (Hand, Stativ, Tisch, Headset, Ansteck, ...)
- Ein-/Ausschalter (ja? nein?)
- Windschutzkonstruktion (wie effektiv?, wie stark klangfärbend?)
- Wirkung der Nahbesprechung (wie und auf welche Einsprechdistanz wurde sie kompensiert?)
- Richtwirkung (ja? nein? welche?)
- Preis
Einiges davon ist aus dem Datenblatt und aus den Herstellerangaben oft nicht ersichtlich; deshalb: mehrere in Frage kommenden Typen ausprobieren! Wie man die einzelnen Punkte gewichtet kann individuell sehr unterschiedlich sein (je nach Anforderungen ist ein Bus einem Sportwagen vorzuziehen; dann ist es gerade wieder umgekehrt).
irrelevant sind (bei einem Mikrofon aus der Pro-Abteilung):
- Empfindlichkeit
- Geräuschspannungsabstand
- Grenzschalldruck
- Nennimpedanz
- viele weitere technische Daten
Nur mal so zum anfangen und um der "Phantasielosigkeit" der Kollegen etwas auf die Sprünge zu helfen. Sicher habe ich noch 1001 Dinge vergessen.
@ Markuz
Genau sowas hab ich mir vorgestellt.
Danke für den Beitrag.
@ MarkusZ
Kann dir in deinem letzten Teil nicht ganz zustimmen...
der Geräuschspannungsabstand (wenn man mal von wirklich guten Mics ausgeht) mag noch zu vernachlässigen sein, Empfindlichkeit und Grenzschalldruck m.M.n. aber keinesfalls. Das sind hin und wieder sogar die ausschlaggebenden Faktoren.
Zitat von "DavidH"Empfindlichkeit und Grenzschalldruck m.M.n. aber keinesfalls. Das sind hin und wieder sogar die ausschlaggebenden Faktoren.
Bei "gebräuchlichen" Mikrofonen sollten diese Parameter innerhalb eines Toleranzbereichs liegen, der für die nachgefragte Anwendung (Moderation, evtl. Gesang) und in einer halbwegs professionellen Umgebung (Mic-Pre) keine ausschlaggebende Rolle spielen sollte.
Oder denkst du an eine bestimmte Situation, welche mir entgangen ist?
Bei heiklen Aufnahmen oder im Studio würde ich sicher auch mehr Wert auf diese Daten legen, aber danach wurde ja nicht gefragt.
Zitat von "Krikus"@ Markuz
Genau sowas hab ich mir vorgestellt.
Danke für den Beitrag.
Bitte gern geschehen. Meiner Meinung nach hast du auch genau die richtige Frage gestellt. Wenn man sich ein wenig Gedanken über die (objektiven) Unterschiede von Mikrofonen macht und darauf basierend eine Entscheidung trifft, bringt das doch viel mehr, als wenn man blind einer Empfehlung folgt wie: "Verwende unbedingt XY, das brauch ich auch und es klingt sehr schön und selbst der professioenlle Verleiher um die Ecke hat mindestens 10 Stück davon und noch nie hat sich jemand beschwert, selbst beim Megasuperstar YZ habe ich es schon gesehen und blablabla" :wink:
Naja, damit hast Du ja viele eindeutige Kriterien für das richtige Mikrofon...
Lass uns mal wissen, wie Du Dich letztendlich entschieden hast.
Marcus
MarkusZ
ok, wenn man es auf den nachgefragten Zweck eingrenzt, stimme ich Dir auch da zu, wobei die Empfindlichkeit z.B. bei Rednerpult Anwendung imho nicht ganz unwichtig ist...
Meine persönliche Vorliebe für diese Anwendung liegt bei Shure; sei es Beta58, Beta87A oder SM86. Was aber imho entscheidender ist, ist eine robuste Verarbeitung und ein ebener 0°-Frequenzgang sowie eine gutmütige Richtcharakteristik. Wie schon erwähnt bei Rednerpult oder allg. Distanz-Anwendungen würde ich der Empfindlichkeit wegen zu Kondensator-Mics greifen, hier ist das Spektrum eher groß...
Zitat von "DavidH"Wie schon erwähnt bei Rednerpult oder allg. Distanz-Anwendungen würde ich der Empfindlichkeit wegen zu Kondensator-Mics greifen, hier ist das Spektrum eher groß...
Ich würde auch Elektrostaten bevorzugen. Allerdings sehe ich das Problem der Empfindlichkeit noch nicht. Bei einem dynamischen muss ich halt die Eingangsverstärkung entsprechend mehr erhöhen. Der schlechtere Signal-/Rauschabstand den man sich dadurch einfängt, spielt doch bei einer Live-Sprachapplikation keine Rolle?
ich würde sagen, das hängt entscheidend vom Pult ab!
Also wenn ich in einem Jugendzentrum hier Lesungen mache, dann ist das meist auf einem LX7. Da bin ich um jedes Quäntchen mehr Pegel, dass mir das KM140 gegenüber dem SM58 (z.B.) gibt froh. Das rauschen hört man nämlich sehr deutlich, gerade bei Sprache, wo der sonstige Geräuschpegel eher niedrig ist...
Solche Fragen nach objektiven Kriterien fuer MIkrofone habe ich mir auch schon gestellt. Wenn z.B. Kondensatormikrofon 155 dB abkann, ich es aber nur bis max. 100 dB brauche, "verschenke" ich dann evtl. etwas, d.h. das Mikro ist vielleich unnoetig teuer fuer meine Anwendung, oder handle ich mir damit andere Schwaechen ein (vielleicht schlechtere Klangeigenschaften bei sehr leisen Quellen)?
Bernd
Zunächst mal: Welches C-Mikrofon bringt 155 dB SPL :shock:
Grundsätzlich gibt es in der Physik nichts kostenlos. Aber das Zusammenspiel der Parameter eines Mikrofons ist viel zu komplex, als dass man es auf einfache Gleichungen wie z.B. "hoher dB max = ......" reduzieren könnte. Das hängt immer davon ab, was der Konstrukteur will und was er bereit ist dafür zu geben.
Allgemein gesagt, sollte aber ein besonders "SPL-starkes" Mikro gewährleiten, dass trotz hoher Pegel keine unerwünschten Nebenerscheinungen (z.B. erhöhtes Rauschen) bei niederigen Pegeln in Erscheinung treten (deshalb kann man z.B. auch nicht einfach "ungestraft" die Reibungshemmung der Membrane vergrössern oder die Membranenfläche verkleiner). Der Flaschenhals ist hierbei immer die Elektronik und nicht die Kapsel an sich.
Bei Elektrostaten geht man oft den Weg, dass man eine schaltbare Vordämpfung integriert, um die oben erwähnten Ziele zu erreichen; die zusätzlichen mechnaischen und elektronischen Teile kosten natürlich auch wieder Geld. Und wenn man die Dämpfung gar nie braucht, ist es vielleicht tasächlich möglich, ein genau so gutes Mikro zu einem günstigeren Preis zu bekommen. Aber wie gesagt: so pauschal lässt sich das nicht sagen.
ZitatZunächst mal: Welches C-Mikrofon bringt 155 dB SPL
Ich dachte da zB. an das DPA 4011, das kann angeblich 158 dB SPL!
http://www.dpamicrophones.com
Zugegebenermassen kann man bei dem Preis (ca. 2000 Euro) auch erwarten, dass es trotzdem in den anderen Eigenschaften ueberzeugt.
Wenn man allerdings nicht so viel Geld zur Verfuegung hat, sollte man sich schon ueberlegen, wofuer man das Geld ausgibt. Zum Beispiel fuer einen glatten Frequenzgang, vor allem auch off-axis, wenn man feedback auf der Buehne vermeiden will, oder ein niedriges Rausch-Level, wenn man leise Quellen aufnehmen will. Schade ist nur, dass man viele Daten nicht bekommt oder sie nicht mit anderen Produkten vergleichbar sind.
Zitat von "rubio757"
Ich dachte da zB. an das DPA 4011, das kann angeblich 158 dB SPL!
Im Allgemeinen ist doch der Grenzschalldruck von Interesse, bei dem ein gewisser THD-Wert (0.5%, 1%) überschritten wird. Diese Grösse wird auch von fast allen Herstellern angegeben (beim DPA4011: 110 bzw. 116 dB SPL).
Aber wie du richtig schreibst:
Zitat von "rubio757"
Schade ist nur, dass man viele Daten nicht bekommt oder sie nicht mit anderen Produkten vergleichbar sind.
Das ist in der Tat bedauerlich. Es gibt in diesem Bereich halt keine Normen, welche von allen Herstellern eingehalten werden. Die Interpretation der Daten ist dann oft ein Rätselraten oder erfordert umständliche Umrechnungen. Aber was will man auch anderes erwarten; meist weiss man ja noch nicht einmal, wie die on-axis-Frequenzgänge ermittelt wurden.