Gibt es eigentlich irgendeine Messgroesse, die die Impulseigenschaften eines Mikros beschreiben, also wie ein kurzer, den gesamten Frequenzbereich umfassender Tonimpuls uebertragen wird? Da sind die Anforderungen an die Kapsel doch bestimmt ganz anders als bei Sinustoenen.
Mir ist aufgefallen, dass die Uebertragung von rhythmischen Passagen auf der Flamenco-Gitarre, also das schnell aufeinanderfolgende kraeftige Anschlagen aller Saiten, besonders kritisch ist. Das klingt dann schnell nach Blech. Kann man das Klangverhalten eines Mikros unter diesen Bedingungen noch allein mit dem Frequenzgang erklaeren?
Woran erkennt man ein gutes Mic
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Zitat von "rubio757"
Gibt es eigentlich irgendeine Messgroesse, die die Impulseigenschaften eines Mikros beschreiben, also wie ein kurzer, den gesamten Frequenzbereich umfassender Tonimpuls uebertragen wird?
Nein. Theoretisch könnte man angeben wie lange es dauert, bis nach einem definierten Stoss die Membrane wieder in ihrer Null-Lage steht. Oder man könnte die Antwort eines Impulses grafisch darstellen. Meines Wissens macht das aber kein Hersteller. Weshalb eigentlich nicht? Weil es letztlich doch zuwenig aussagen würde? Keine Ahnung. Die entsprechenden Daten sind den Herstellern wohl bekannt, da sie bei der Entwicklung von Mikrofonen erhoben werden. Sie werden aber offenbar nicht veröffentlicht.Als Anwender kann man sich immerhin an die Logik halten, welche besagt, dass bei einer grösseren Membrane sehr viel mehr Masse bewegt und gebremst werden muss. Ich zweifle manchmal etwas daran, dass dieser Sachverhalt und dessen Auswirkungen allen Grossmembran-Verfechtern bekannt ist. Ein A/B-Vergleich - möglichst blind - kann hier gelegentlich Wunder wirken :wink:
Zitat von "rubio757"
Da sind die Anforderungen an die Kapsel doch bestimmt ganz anders als bei Sinustoenen.
Das ist eine der Unzulänglichkeiten eines Amplitudenfrequenzgangs.Zitat von "rubio757"Kann man das Klangverhalten eines Mikros unter diesen Bedingungen noch allein mit dem Frequenzgang erklaeren?
Nein. Andernfalls müssten Mikrofone mit gleichem on-axis-f-Gang und ähnlichem Richtverhalten vergleichbare Ergebnisse liefern. Das ist aber oftmals nicht der Fall.Ich habe schon mit erfahrenen Technikern Test gemacht, indem anhand von f-Gängen auf die zugehörige Audio-Aufnahme eines Einzelinstrumentes geschlossen werden sollte. Ohne nähere Kenntnisse der Situation und des verwendeten Mikrofons ist dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt.
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Zitat
Als Anwender kann man sich immerhin an die Logik halten, welche besagt, dass bei einer grösseren Membrane sehr viel mehr Masse bewegt und gebremst werden muss. Ich zweifle manchmal etwas daran, dass dieser Sachverhalt und dessen Auswirkungen allen Grossmembran-Verfechtern bekannt ist. Ein A/B-Vergleich - möglichst blind - kann hier gelegentlich Wunder wirken
Das finde ich interessant! Das wuerde dann ja moeglicherweise bedeuten, dass Grossmembran-Mikros schlecht fuer Flamenco waeren! Das wuerde ich mal gerne ausprobieren (besitze leider kein Grossmembran-Mikro :cry: ).
Und wie ist das dann mit dynamischen Mikros? Sind die nicht auch traeger als Kondensator-Mikrofone? -
Zitat von "rubio757"
Gibt es eigentlich irgendeine Messgroesse, die die Impulseigenschaften eines Mikros beschreiben, also wie ein kurzer, den gesamten Frequenzbereich umfassender Tonimpuls uebertragen wird? Da sind die Anforderungen an die Kapsel doch bestimmt ganz anders als bei Sinustoenen.
Mir ist aufgefallen, dass die Uebertragung von rhythmischen Passagen auf der Flamenco-Gitarre, also das schnell aufeinanderfolgende kraeftige Anschlagen aller Saiten, besonders kritisch ist. Das klingt dann schnell nach Blech. Kann man das Klangverhalten eines Mikros unter diesen Bedingungen noch allein mit dem Frequenzgang erklaeren?ok, also da ist dann doch eher der wiedergebende lautsprecher das massebehaftete system, oder ?
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ein bändchenhochtöner nicht zwingend.....
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Zitat von "rubio757"
Gibt es eigentlich irgendeine Messgroesse, die die Impulseigenschaften eines Mikros beschreiben, also wie ein kurzer, den gesamten Frequenzbereich umfassender Tonimpuls uebertragen wird? Da sind die Anforderungen an die Kapsel doch bestimmt ganz anders als bei Sinustoenen.
Mir ist aufgefallen, dass die Uebertragung von rhythmischen Passagen auf der Flamenco-Gitarre, also das schnell aufeinanderfolgende kraeftige Anschlagen aller Saiten, besonders kritisch ist. Das klingt dann schnell nach Blech. Kann man das Klangverhalten eines Mikros unter diesen Bedingungen noch allein mit dem Frequenzgang erklaeren?Mir ist nur bekannt daß Sennheiser mit den niedrigen Verzerrungen der MKH Serie wirbt. Zahlen werden da aber auch nicht genannt.
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Zitat von "rubio757"
Das finde ich interessant! Das wuerde dann ja moeglicherweise bedeuten, dass Grossmembran-Mikros schlecht fuer Flamenco waeren!
Zumindest anders. Besser/schlechter ist ja oftmals mehr von subjektiven Kriterien abhängig.Zitat von "rubio757"Das wuerde ich mal gerne ausprobieren (besitze leider kein Grossmembran-Mikro :cry: ).
Dann hast du schon ein paar Probleme weniger. :lol:Zitat von "rubio757"
Und wie ist das dann mit dynamischen Mikros? Sind die nicht auch traeger als Kondensator-Mikrofone?
Genau; wenn man mal von Bändchen-Mikros absieht, die es aber ja kaum noch gibt. -
Zitat von "tonzwerg"
ok, also da ist dann doch eher der wiedergebende lautsprecher das massebehaftete system, oder ?
Das mag man meinen, tatsächlich muss man sich aber davor hüten, bei dieser Betrachtung davon auszugehen, dass ein Lautsprecher die exakte Umkehrung des Mikrofons ist. Genau das ist nämlich hier nicht der Fall!Die Mikrofonmembrane reagiert auf eine Kraft, welche grundsätzlich unveränderlich gegeben ist, nämlich auf den Schalldruck oder bei einem Richtmikrofon auf die Differenz der Druckvektoren. Bei einem Lautsprecher hingegen interessiert die - grundsätzlich veränderbare - Antriebskraft.
Eine Vergrösserung der Membranenmasse hat zunächst KEINEN Einfluss auf das Impulsverhalten, weil nun auch die akustische Energie umgekehrt proportional zur Masse kleiner wird (vorausgesetzt die Memebranenfläche bleibt gleich). Der Wirkungsgrad des LS wird also kleiner.
Gleicht man die Wirkungsgraddifferenz wieder aus, indem man mehr elektrische Energie zuführt, dann erzeugen beide LS identische Schall-Leistung ("Lautstärke") bei identischem Impulsverhalten, trotz unterschiedlicher Masse.
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Woran erkennt man ein gutes Mic?
Am Klang!
Wenn es fuer die gewuenschte Aufgabe so klingt wie man es moechte ist es gut!
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