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Ela-100V-Technik! Klärt mich mal auf

  • Anonymous
  • 25. Juli 2005 um 18:10
  • Anonymous
    Gast
    • 25. Juli 2005 um 18:10
    • #1

    Jo, also folgendes!
    Mich würd das mal interessieren, wie das abläuft.
    Hab da keine Erfahrung damit. Ist das im Endeffekt so, das du da deinen Verstärker hast und dann von diesem in den ersten Lautsprecher/das erste Horn gehst und dann alle einzeln durchschleifst?

    Hab leider im I-net nur Händler aber überhaupt keine Infos über die Technik an sich gefunden.
    Also wie funktioniert das und was hat es damit auf sich?Prinzipiell,Leistungstechnisch zum Beispiel(wie viel Leistung benötige ich um einen Dorffußballplatz mit Sprache zu beschallen)...

    Hab das absichtlich hier im Partyforum gepostet damit sich da keiner beschweren kann und übrigens es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

  • slaytalix
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    • 25. Juli 2005 um 19:41
    • #2

    http://www.bell-audio.de/PRODUCTS/More_…PA12/upa12.html

    Guckst Du bitte mal dort & scrollst herunter. Das sind Multiimpedanz Anschlüsse.

    Die 100 V Ela Teile sind in den Boxen mit Übertrager (Ringkerntrafos) versehen.

    PA Boxen arbeiten mit 4, 8 oder 16 Ohm, die Ela Teile sind hochohmig

    & noch ein Link zur Ela-Technik:

    http://www.phoenix-pa.com/html/de/Ela-technik.php

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Anonymous
    Gast
    • 25. Juli 2005 um 20:02
    • #3

    Danke für die Links, aber dort werden ja auch nur Produkte vorgestellt und keine Grundlagen behandelt um welche es mir gehen würde

  • Kracky
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    • 25. Juli 2005 um 21:22
    • #4

    Wenn du ein Musiksignal so auf eine Leitung packst hast du große Leitungsverluste um dieses zu umgehen für Festinstallationen oder ähnliches wo lange Kabelwege benötigt werden wird hier das Signal mit einem 100V Träger zusammengefügt und im Lautsprecher mit einem Trenntrafo wieder getrennt, somit hat man wenig Leitungsverlust, so das man mit kleinen Kabelquerschnitten auf lange Distanzen fahren kann. Bei vernünftigem Material sind die klanglichen defizite akzeptabel.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • -martin-
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    • 25. Juli 2005 um 22:04
    • #5

    ich sag blos Telefonkabel :grin:

  • skyper
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    • 30. Juli 2005 um 21:00
    • #6

    Kracky:

    Das stimmt so nicht ganz. Es wird kein zusätzliches Signal auf die Leitung mit aufmoduliert.

    Das Nutzsignal wird lediglich so weit amplitudenmäßig aufgezogen, dass bei Vollaussteuerung der Endstufe eine Signalamplitude von 100V auf der Leitung anliegt. Das System wird dabei so ausgelegt, dass die Ausgangsspannung konstantbleibt, während der Strom von der Last abhängt, und zwar über den gesamten Leistungsbereich. (also von quasi nix bis Nennleistung)
    (ist bei "normalen" Amps ähnlich, da verdoppelt sich ja auch im Idealfall die Leistung bei halbierter Impedanz)
    Bei den technischen Ausführungen gibt es zwei Ansätze:
    a) man banutzt Transformatoren, um das Ausgangssignal eines konventionellen Amps auf die 100V Amplitude hohzutransformieren, oder
    b) man benutzt eine Endstufe mit sehr hoher Ausgangsspannung. (geht z.B. mit einer Crown VZ5000 oder Crest 9001 ganz vorzüglich... und dann ist da mal richtig Power für ELA vorhanden...)

    Jeder angeschlossene Speaker erhält dann über den Trafo die für ihn angedachte Leistung. Dabei ist durch die Parallelschaltung über jedem Trafo die Spannung gleich. Die Abgriffe auf der Sekundärseite sind dann eben nach Leistung gestaffelt, die der Speaker bei voller Signalspannung abbekommt.
    (letztendlich ist das System ja das gleiche wie mit dem Strom aus der Steckdose. Eine Nachttischlampe mit 12V/10W, eine Schreibtischlampe mit 12V/50W und ein Lichteffekt mit 24V/250W-Leuchtmittel werden alle aus der selben Steckdose gespeist, und jeder Verbraucher hat eben einen entsprechend dimensionierten Trafo vorgeschaltet.)

    Schön an der 100V-Technik ist, dass
    a) sehr dünne Kabel verwendet werden können, da die Leitungsverluste minimiert werden, und
    b) jeder Speaker aus einer gemeinsamen Speiseleitung eine andere Leistung zugeteilt bekommen kann (solange die Summe eben nicht größer wird, als der Amp abkann.)

    U.a. schlecht an der 100V-Technik ist, dass für manche Anwendungen die Verluste immer noch zu groß sind... Daher wurde z.B. in der Nähe von Moskau im Luzhniki-Stadion ein "ELA"-Anlage in 200V-Technik eingebaut...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 7. August 2005 um 11:05
    • #7

    gast:

    Zitat

    wie viel Leistung benötige ich um einen Dorffußballplatz mit Sprache zu beschallen

    Wenn Du den mit paar Druckkammertröten bestückst, so 25-50W.

    Wichtig finde ich vor allem (wurde auch schon geschrieben), daß hier die Lautsprecherimpedanzen genau so bemessen sind, daß die Lautsprecher bei Vollaussteuerung des Verstärkers (also 100V auf der Leitung) genau ihre Nennleistung zugeführt bekommen.
    Das bedeutet also, wenn man einen 3W-Lautsprecher an eine 100W-Endstufe anschließt und voll aussteuert, kann der Lautsprecher nie kaputtgehen, da er nur 3W Leistung aufnimmt.

    skyper:

    Zitat

    Daher wurde z.B. in der Nähe von Moskau im Luzhniki-Stadion ein "ELA"-Anlage in 200V-Technik eingebaut

    Wundert mich, daß die da keine fernschaltbaren Endstellen eingesetzt haben.
    Aber prinzipiell geht das auch, entweder man hat in den Verstärkern Übertrager mit 200V-Ausgang drin oder man schaltet zwei Verstärker ausgangsseitig in Reihe.

    MfG

    DirkB

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. August 2005 um 16:28
    • #8

    jetzt mal für einfache Leute :grin:

    ELA ist 100 Volt Technik, das wurde schon erklärt.

    Der Unterschied zu normalen Anlagen ist im wesentlichen dieser:

    1.) Die Impedanzen der Lautsprecher sind nach ihrer Leistung ausgelegt und somit nicht immer gleich.
    2.) Man darf beliebig viele Speaker parallelschalten, und zwar soviele bis ihre Gesammtleistung die der Endstufe erreicht. Das geht bei anderen System nicht.
    3.) Man darf Speaker unterschiedlicher Leistung auch parallelschalten, dabei gibt jeder nur "seine" Leistung ab.
    4.) Es gibt für ELA-Speaker auch einschleifbare Lautstärkeregler (Drahtpotis) um die Pegel einzener Boxen in so einem Haufen anzupassen. Das funktioniert mit nur einer Endstufe.
    5.) Das hintereinanderschalten von ELA-Speakern ist unzulässig da es durch die eingebauten Übertrager zu einer Änderung des Frequentgangs kommt, sie wirken dann wie Drosseln und würgen die Höhen ab. Bei normalen Anlagen ist Serienschalten von Lautsprechern durchaus üblich, dort sind ja auch keine Übertrager vorhanden.

    ELA wird da eingesetzt wo man mit vielen verschiedenen Lautsprechern an einer Endstufe beschallt, überwiegend in Kirchen, Behörden, öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen (Durchsageverstärker).

    Die Leístung von ELA Verstärkern wird nicht in "RMS" angegeben sondern in SINUS-DAUERLAST. Sie erfüllen im Rahmen ihrer Leistungsbereiche wesentlich höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit, daher gibt es Anwendungen wo nur ELA-Systeme zulässig sind. Der maßgebliche Unterschied ist die Größe des Netzteils: Ein Ela-Verstärker hat immer genug Strom um seine Nennleistung auch als stundenlangen 20-Hz-Dauerton abgeben zu können, ebenso ist sein Kühlsystem darauf ausgelegt, jeder "Profi-Amp" würde das nach 10 Minuten mit einem Thermal-Protect beenden. Kurz: Ein ELA System kennt keinen "Crestfaktor", es überträgt absolut alles was kommt, auch dauerhaft.

    so 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 8. August 2005 um 10:07
    • #9

    Richtig. Deswegen wiegen 100W-Endstufen auch mehr als 1kW-"Profi"-Endstufen. Üblicherweise sind die Verstärker auch nur konvektionsgekühlt.

    MfG

    DirkB

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 8. August 2005 um 16:06
    • #10

    Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine ganz normale Endstufe zu nehmen. Bei uns in der Schützenhalle hängt ein ganz normaler Camco-Amp (Modell weiß ich jetzt nicht genau), der gebrückt 500W an 8Ohm abgibt. Der ist an einen 100V Trafo angeschlossen. Von da aus geht es dann zu den ganzen Lautsprechern im Saal.

    Gruß
    Thomas

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 9. August 2005 um 09:12
    • #11

    Das geht natürlich auch, wenn man auf die Dinge, die Ela-Verstärker zusätzlich bieten, verzichten kann.

    Eins will ich noch anmerken: Ela-Verstärker haben hier m.E. den Ruf billiger, mäßig brauchbarer Kaufhaus- und Fahrstuhlbeschallungstechnik. Völlig zu Unrecht, wie ich meine.
    Sicher, es gibt eine ganze Reihe Geräte von durchschnittlicher Qualität für eben den beschriebenen Zweck.
    Daneben existieren aber auch Verstärker, die es hinsichtlich Verzerrungen / Verfärbungen und Leistungsabgabe mit Bühnenverstärkern bei höherer Betriebssicherheit aufnehmen können (Manuela schrieb schon was dazu).

    MfG

    DirkB

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 11. August 2005 um 16:40
    • #12

    Für meine K&H Endstufen gab's zumindest früher noch 100V Übertrager zum Einbau-Nachrüsten.

    Die einzig mir bekannten Nachteile der Technik sind die Übertrager, die bei voller Last gerne mal für Verzerrungen sorgen.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 12. August 2005 um 09:24
    • #13
    Zitat

    Die einzig mir bekannten Nachteile der Technik sind die Übertrager, die bei voller Last gerne mal für Verzerrungen sorgen.

    Das kann passieren, wenn sie zu klein sind. Großer Vorteil, der mir noch einfällt: die Ausgänge sind symmetrisch und erdfrei.

    MfG

    DirkB

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