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Was passiert genau, wenn der Lautsprecher "durchbrennt&

  • nihil baxter
  • 11. September 2005 um 20:20
  • nihil baxter
    Beiträge
    51
    • 11. September 2005 um 20:20
    • #1

    Hi,

    könnte mir bitte jemand ausführlich erklären, was mit einem Lautsprecher technisch gesehen genau passiert, wenn er zuviel Leistung (Die Endstufen laufen im roten Clipping Bereich) über eine längere Zeit bekommt bzw. häufig Feedbacks verursacht werden und danach tot ist? Was passiert mit den Spulen und/oder Lautsprechermembranen?

    Gibt es eine Möglichkeit, dass ein Lautsprecher auch dann zerstört wird, wenn ein Limiter davorgeschalten ist? Kann ein Limiter grundsätzlich alle Rückkopplungen vermeiden?

    Bitte helft mir, es ist dringend.

    Danke Gruß

  • djobi
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    • 11. September 2005 um 22:55
    • #2

    Ein Limiter hat erstmal nichts mit Rückkopplungen (= Feedbacks) zu tun.

    Wenn der Limiter nicht richtig eingestellt ist können trotz Einsatz eines solchen die Lautsprecher beschädigt werden. Natürlich können Lautsprecher auch sonst noch beschädigt werden (z.B. bei feuchten aufgeweichte Pappen, i. w. S. mechanischer Verschleiss, ..)

    Ganz grob erklärt:
    im Clipping bekommt die Endstufe ein übersteuertes, verzerrtes Signal und haut u.U. Gleichspannung raus. Dadurch erwärmt sich die Spule im LS übermäßig, sie kann dabei durchbrennen, aufquillen und so schabt der Speaker hörbar, ..
    Bei Gleichspannung lenkt die Membran mehr oder minder stark nach vorne aus. D.h. nicht das die Membran (= die reine "Pappe" vorne) auch kaputt gehen muss, meist ist es nur die Spule die hops geht.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • nihil baxter
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    51
    • 11. September 2005 um 23:07
    • #3

    HI,

    danke für Deine Antwort. Ich dachte ein Limiter verhindert auch gerade die Frequenzen, die bei Feedbacks enstehen. Heißt das, dass Feedbacks auch bei eingeschaltetem Limiter enstehen können und diese nur Mithilfe von Equalizern ausgefiltert werden können?

    gruß

  • montesuma
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    • 11. September 2005 um 23:19
    • #4

    Ein Feedback "entsteht" schon, wenn noch kein Ton gespielt wird, also im Ruhezustand der Endstufe. Hier hilft dann auch kein Limiter. Mit einem EQ liegst Du richtig. Das Mikro oder die Box hat bei einer bestimmten Frequenz die lauteste Wiedergabe. Diese Frequenz heisst es zu erkennen , indem man mit dem Mikro ganz schnell an der Box vorbei schwenkt, und soweit herunter zu regeln, bis der Feedback Ton nicht mehr entsteht und eine andere Frquenz die lauteste ist. Das macht man 2-3 mal, indem man mit demMikro immer näher zur Box geht. Mehr nicht, sonst wird alles zu leise.

    Wenn der Feedback Ton schon einmal "entstanden" ist, wird er natürlich sehr laut, wenn man das Mikro nicht schnell genug weg zieht. Hier kann dann ein Limiter schützen, damit die maximale Lautstärke des Lautsprechers oder des Verstärkers nicht erreicht wird.

  • nihil baxter
    Beiträge
    51
    • 11. September 2005 um 23:29
    • #5

    Alles klar, habe verstanden. Danke.


    Gruß

  • Chriss
    Gast
    • 12. September 2005 um 16:23
    • #6

    mit dem Mikro am Monitor "vorbeischwenken"

    na ihr habt Methoden :o)

  • ukw
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    • 12. September 2005 um 16:40
    • #7
    Zitat von "djobi"

    Ein Limiter hat erstmal nichts mit Rückkopplungen (= Feedbacks) zu tun.

    Ganz grob erklärt:
    im Clipping bekommt die Endstufe ein übersteuertes, verzerrtes Signal und haut u.U. Gleichspannung raus. Dadurch erwärmt sich die Spule im LS übermäßig, sie kann dabei durchbrennen, aufquillen und so schabt der Speaker hörbar, ..
    Bei Gleichspannung lenkt die Membran mehr oder minder stark nach vorne aus. D.h. nicht das die Membran (= die reine "Pappe" vorne) auch kaputt gehen muss, meist ist es nur die Spule die hops geht.

    :!: u.U. Gleichspannung raus. :?:

    Das will ich sehen :wink:

    ... for a few dB's more . . .

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  • deep-house
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    • 12. September 2005 um 17:32
    • #8

    wenn du mal den oszi anklemmst und die stufe mit einem 40Hz sinus weit aussteuerst kriegt die welle irgendwann ein "flachdach" und dan ist es ein rechteck. das würde ich auch als gleichspannung bezeichnen, zumindest wirkt es so, obwohl man es eher als rechteck bezeichnen sollte. zumindest lenkt der TT treiber extrem aus und die kühlende bewegung wird reduziert. dann riecht es schnell nach kleber.

    gruß Uwe

    Gruß UweS.

  • djobi
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    • 12. September 2005 um 17:43
    • #9

    danke uwe !

    (vll zur gütlichen Einigung: rechtecksignale enthalten einen recht hohen gleichspannungsanteil im Vergl. zu normalen Musik- bzw. Sinussignalen :wink: )

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • test
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    • 12. September 2005 um 17:52
    • #10

    und was der limiter nicht kann: rechteck eliminieren, das durch das rote am pult enstanden ist. das kann man bei z. b. pioneer immer schön demonstrieren

    http://www.crystal-hannover.de
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  • akustikkoppler
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    • 12. September 2005 um 17:59
    • #11

    stimmt es eigendlich, das glühbirnen (oder trafos?) keine rechtecksignale durchlassen?

    besondere vorkommnisse erfordern besondere maßnahmenhttp://www.xn--bjrnherzog-fcb.de
    für meine postings gilt die creative commons lizenz
    audio?? PRO!!

  • Apostoli
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    • 12. September 2005 um 18:00
    • #12

    nein

  • manuela
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    • 12. September 2005 um 18:15
    • #13
    Zitat von "deep-house"

    wenn du mal den oszi anklemmst und die stufe mit einem 40Hz sinus weit aussteuerst kriegt die welle irgendwann ein "flachdach" und dan ist es ein rechteck. das würde ich auch als gleichspannung bezeichnen, zumindest wirkt es so,

    Du hast grundsätzlich ein Plus-Rail und ein Minus Rail, es geht immer im Wechsel hin und her (verpolend). Somit entsteht eine echte Wechselspannung, unabhängig von der Amplitudenform.
    Da der Limiter Signal gegen Masse abregelt kürzt er beide Railhalbwellen im Gleichlauf, somit bleibts auch im Clip bei Wechselspannung.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Volker Holtmeyer
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    • 12. September 2005 um 22:59
    • #14
    Zitat von "djobi"


    vll zur gütlichen Einigung: rechtecksignale enthalten einen recht hohen gleichspannungsanteil im Vergl. zu normalen Musik- bzw. Sinussignalen


    Das ist falsch. Ein zur Zeitachse symmetrisches Signal hat keinen Gleichspannungsanteil (egal ob sinusförmig oder rechteckig). Als Gleichspannungsanteil wir ein Off-Set in positiver oder negativer Richtung bezeichnet.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • N-Dee
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    • 13. September 2005 um 00:21
    • #15

    Exakt. Ein Rechteck-Signal hat ausserdem einen höheren RMS-Wert bzw. einen geringeren Crest-Faktor als ein reines Sinus-Signal. (Sinus: -3dB, echtes Recheck 0dB relativ zum Peak).

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • gsds
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    • 13. September 2005 um 00:46
    • #16

    Und aussehen könnte die Spule dann so:

    Draht ab
    Heiß!

    Einmal editiert, zuletzt von gsds (10. März 2006 um 10:33)

  • deep-house
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    • 13. September 2005 um 15:20
    • #17
    Zitat von "Manuela"

    Du hast grundsätzlich ein Plus-Rail und ein Minus Rail, es geht immer im Wechsel hin und her (verpolend). Somit entsteht eine echte Wechselspannung, unabhängig von der Amplitudenform.
    Da der Limiter Signal gegen Masse abregelt kürzt er beide Railhalbwellen im Gleichlauf, somit bleibts auch im Clip bei Wechselspannung.


    ich weiß es ist wegen der zeitachse keine gleichspannung, einigen wir uns darauf, es bleibt also bei einem rechteck oder irgendeiner mischform, auf jeden fall hat es das flachdach oben und unten (limiter mal außen vor) bei starker überlastung fehlen jegliche modulationen durch die begrenzte railspannung. es ist idealisiert wie ein beispielsweis mit 40Hz betätigter umschalter der die "railspannung" auf die spule schaltet, die den treiber veranlassen kann in oder über das hubmaximum zu kommen. ob was kaputt geht das hängt nun wieder von so vielen faktoren zusammen. wie hoch ist die spannung bzw. wie weit fährt man in den clipp, wie ist die treibercompliance, welches system liegt vor br/sealed, welche tiefte grundwelle führt zum clippen, wie hoch ist die thermische belastbarkeit der spule, wie groß ist der luftspalt, wie gleichmäßig ist die zentrierung ...
    noch ideen...

    gruß uwes.

    Gruß UweS.

  • ukw
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    • 14. September 2005 um 00:16
    • #18

    Das liest sich so wie man es auf einem Ozi sehen kann.

    Wenn man in die Übergänge von der clippenden Sinus Amplitude zum Flachdach zoomt, erkennt man die heftigen Überschwinger der Amplitude in diesem Bereich.
    Diese Signale werden bei einer passiv Box an die Hochtöner weitergegeben. Deren Schwingspule verabschiedet sich dann recht schnell, weil sie sich stark erwärmt und zusammenschmilzt.

    Dies ist eine Form der Überlastung eines Chassis/ Treibers. Es gibt noch andere.

    Wo ist noch der Thread mit dem "Voice Coil Displacement" oder wie hieß das?

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  • flolee
    Beiträge
    1
    • 21. Dezember 2005 um 17:05
    • #19
    Zitat von "deep-house"

    wenn du mal den oszi anklemmst und die stufe mit einem 40Hz sinus weit aussteuerst kriegt die welle irgendwann ein "flachdach" und dan ist es ein rechteck. das würde ich auch als gleichspannung bezeichnen, zumindest wirkt es so, obwohl man es eher als rechteck bezeichnen sollte. zumindest lenkt der TT treiber extrem aus und die kühlende bewegung wird reduziert. dann riecht es schnell nach kleber.

    gruß Uwe

    Wie geht's das noch mal mit den TT's? War immer der Meinung, dass voll ausgesteuerte oder nicht leitende TT's sich am wenigsten aufheizen. (->Verglieche Digitaldimmer u.ä). Als viel Problematischer für den Amp sehe ich die von der Membran erzeugte und aufmodulierte Spannung an. Diese Wirkt sich auf TTs und auch Netzteil des Amps aus.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 21. Dezember 2005 um 17:51
    • #20

    richtig. Phasenverschobene Rücklaufströme von den Stack werden im Amp verwärmt. Daher hat er auch bei Vollaussteuerung einiges zum Heizen. Besonders interessant ist das bei PWM-Geräten, da diese rücklaufenden Ströme analog sind und auch so bis an die Endstufe gelangen. so ganz "digital" ist es also nicht im gehäuse.

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