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Hilfe für F-Weiche für Kappa 15 mit Craaft HT1640

  • hw
  • 13. Oktober 2005 um 18:52
  • hw
    Beiträge
    33
    • 13. Oktober 2005 um 18:52
    • #1

    Hallo,
    hab ein paar HT 1640 geerbt und mir bei ebay günstig ein paar Kappa 15 geschossen. Dies alles in eine "Holzkiste" :P (85l) geschraubt und mit meiner aktiven Freq.Weiche ein wenig rumprobiert.
    Jetzt möcht ich ne passive Weiche bauen, hierzu hab ich mit dem F-Rechner vom Lautsprechershop etwas rumgespielt. (kriegs aber leider nicht gebacken das Schaltbild hier zu Posten) :(
    Möchte bei 2000 HZ trennen 12dB Okt. und den HT 6 dB absenken (der is schweine laut :shock: )

    Was haltet Ihr davon? bzw hat jemand ne andere Idee??

    Gruß
    HW

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 13. Oktober 2005 um 21:21
    • #2
    Zitat von "HW"

    Jetzt möcht ich ne passive Weiche bauen, hierzu hab ich mit dem F-Rechner vom Lautsprechershop etwas rumgespielt. (kriegs aber leider nicht gebacken das Schaltbild hier zu Posten) :(
    Möchte bei 2000 HZ trennen 12dB Okt. und den HT 6 dB absenken (der is schweine laut :shock: )
    ...
    ... hat jemand ne andere Idee??

    ... eine typische Frage, auf die es - ohne sich die Sache genauer anzuschauen - keine brauchbare Antwort geben kann.

    Eine Weichenentwicklung beschränkt sich nicht auf "Trennung mit 12 dB und einer Pegelabsenkung um 6 dB" - wie sieht es denn mit den Übertragungeigenschaften der einzelnen Treiber in der "Kiste" aus ... wie ist die Anordnung auf der Schallwand, wo liegen die akustischen Zentren ... und wie schaut es mit der elektrischen Impedanz aus ?

    Falls Du eine der Fragen nicht verstehst bzw. beantworten kannst, gebe ich Dir eine "Idee": Kauf dir eine fertige Kiste - je nach Budget - neu oder ggf. gebraucht ...

  • cnc
    Beiträge
    207
    • 13. Oktober 2005 um 22:29
    • #3

    Hallo Manfred,

    danke für deine Infos, nur finde ich es immer wieder schade dass man bei Weichenbau-Threads immer wieder das Selbe hört!

    Es ist möglich, mit etwas Hintergrundwissen, brauchbarem Messsystem usw. eine akzeptable Weichenabstimmung hin zu bekommen. Natürlich kann man sich einen Bausatz kaufen, nur erschlägt das den eigenen Forscher- und Entwicklerdrang.

    Es stellen sich bei der Weichenentwicklung für mich folgende Fragen:
    1. welchen Einfluss hat die Impedanz auf die Weichenentwicklung (Stichwort Impedanzlinearisierung)
    2. wie bestimmt man die akustischen Zentren
    3. welchen Einfluss hat der Weichentyp auf den Phasengang
    usw, bin zu faul zum Schreiben (sind ja zur Zeit nur 9: http://img333.imageshack.us/img333/4320/image0044qh.jpg
    wegen u.A. denen hier: http://img411.imageshack.us/img411/5084/pict00355do.jpg)

    Dass ein ebener Frequenzgang keine gute Trennung prophezeit weiß ich übr. dann doch schon!
    Was mich wundert: Jeder schimpft über den Eigenbau von Passivweichen, nur hängen statt den Passivweichen vorher meist Aktivweichen an den Kisten. Diese muss doch auch korrekt eingestellt werden und liefert bei falscher Bedienung den selben "Müll".

    Mich würden einfach mal brauchbare Inputs interessieren, von mir aus auch eine Buchempfehlung oder einfach mal "Nachhilfe". Bin ja hier, um etwas zu lernen :)

    Wer Motoren bauen will muss ja z.B. auch erst wissen, was ein Torsionsträgheitsmoment ist!

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 13. Oktober 2005 um 23:39
    • #4

    Fuer die Grundausstattung das hier:

    http://www.pvconsultants.com/audio/targetgen/pcdc.htm

    wenn Du dir die Mühe machst den Frequenzgang der Chassis und den Impedanzverlauf einzugeben, kannst Du mit dem hier eine Weiche sehr gut simulieren (ist dann eine sehr gute Naeherung):

    http://www.pvconsultants.com/audio/crossover/pcd.htm

    Und schließlich diesen hier, ist aber leider nur die beta-beta-Version mit einigen Fehlern (nur mit Erfahrung zu benutzen):

    http://www.pvconsultants.com/audio/crossover/xoversim.htm

    Bei allen brauchst Du gemessenen Frequenz und Impedanzverlauf sowie offset und/oder phase der Chassis. Und verabschiede Dich von dem design-Grundsatz erst alles mit linearisierungsgliedern glattbügeln zu wollen um anschließend Lehrbuchweichen verwenden zu koennen: das führt nur zu unnoetig aufgeblähten Schaltungskonzepten, die noch nicht mal gut funktionieren.

    Viel Spass

    SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 14. Oktober 2005 um 10:34
    • #5
    Zitat von "CNC"

    ...nur finde ich es immer wieder schade dass man bei Weichenbau-Threads immer wieder das Selbe hört!

    ... die Probleme, die bei einer Weichenentwicklung auftreten können (z.B. Unterimpedanzen durch unzureichende Bedämpfung der Filter u.v.m. ...) werden aber auch regelmässig unterschätzt.

    Zitat von "CNC"

    Es ist möglich, mit etwas Hintergrundwissen, brauchbarem Messsystem usw. eine akzeptable Weichenabstimmung hin zu bekommen. Natürlich kann man sich einen Bausatz kaufen, nur erschlägt das den eigenen Forscher- und Entwicklerdrang.

    ... sicher kann man mit einem einfachen Meßsystem eine Abstimmung mit einem halbwegs brauchbaren F-Verlauf hinbekommen ... nur sollte man parallel dazu IMMER Impedanzmessungen machen und die Leistungsverteilung an den Lautsprechern (Horntreiber !) - und den Bauteilen auf einer Weiche (besonders Widerständen) - berücksichtigen. Bist Du Dir sicher, daß sowas häufig bei Selbstbauprojekte gemacht wird ?

    Zitat von "CNC"

    Es stellen sich bei der Weichenentwicklung für mich folgende Fragen:
    1. welchen Einfluss hat die Impedanz auf die Weichenentwicklung (Stichwort Impedanzlinearisierung)
    2. wie bestimmt man die akustischen Zentren
    3. welchen Einfluss hat der Weichentyp auf den Phasengang
    ...

    ... eine Linearisisrung der elektrischen Impedanz wird bei hochwertigen HiFi-Systemen gelegentlich gemacht ... bei PA-Systemen ist sowas nicht immer "auf Gedeih und Verderb" anzustreben, weil es sonst auf der Weiche im Praxisbetrieb bei den üblichen Leistungen ein "Feuerwerk" gibt ...

    Zitat von "CNC"

    Mich würden einfach mal brauchbare Inputs interessieren, von mir aus auch eine Buchempfehlung oder einfach mal "Nachhilfe". Bin ja hier, um etwas zu lernen :)

    ... wie man bei einer Weichenentwicklung konkret vorgeht, hab ich hier im PA-Forum bereits mehrfach beschrieben (sogar recht detailliert die einzelnen Schritte ...).
    Ich finde es dann schon ermüdend, wenn immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden.

    Ich mache es kurz:

    1. Bei einem ernsthaftem Projekt beginnt man mit der Auswahl (auch zueinander !) passender Lautsprecher !

    2. Dann müssen (die Gehäuseberechnung überspringe ich mal ...) die LS-Systeme im eingebautem Zustand gemessen werden (auch mehrere Hörpositionen, elektrische Impedanz, Bestimmung der akustischen Zentren an einer halbwegs repräsentativen - mittleren - Abhörposition in wenigstens einigen Metern Abstand).

    3. Jetzt können die ermittelten Daten in ein Programm verschoben werden und Simulationen durchgeführt werden. Wichtig hierbei ist nicht nur der F-Verlauf, sondern auch der Spannungsverlauf an den Chassis über der Frequenz und der elektrische Impedanzverlauf. Je nach geplanter Anwendung sollte man sich auch Gedanken über den bestmöglich geeigneten Filtertyp (z.B. Konstantleistung oder Konstantspannung ...) machen

    4. Wenn man eine brauchbare "Start"-Weiche gefunden hat, wird - frei verdrahtet (noch NICHT löten !) etwas aufgebaut und angeschlossen.

    5. Wenn ein (z.B. Mittelhochton-) System irgendwie "komisch" klingt, sollte man sich das Zeitverhalten (Resonanzen ?) auch mal anschauen etc. etc. etc. - und die Dimensionierung entsprechend anpassen.

    6. Wichtig: Nicht nur auf die F-Messungen schauen, sondern mit Musikmaterial (nicht nur Chartmucke - auch richtige INSTRUMENTE !!!) aufmerksam zuhören ... Messen ... hören ... - das Ganze auch mal außerhalb der 0°-Achse (Überhöhungen sind dort - gerade bei Monitoranwendungen - sehr störend ...).

  • cnc
    Beiträge
    207
    • 14. Oktober 2005 um 13:11
    • #6

    Vielen Dank für diese Infos, das bringt einen doch mal weiter!

    Ich weiß, dass diese Fragen immer wieder auftauchen, vielleicht könnte man diesen Thread oben festpinnen, da

    1. sehr gute Infos hier stehen und
    2. sehr viele Threads oft einfach "verschwinden" bzw. sie die Suchmaschine nicht ausspuckt!

    was würde dieses Forum blos ohne SRAM, SK usw. tun?

    Ich hoffe HW liest hier schon noch mit und sucht schon nach einem günstigen Messsystem *fg*

    OT: wie kann man am einfachsten Impedanzen von Spulen messen?
    LC-Glied, und über Resonanzfrequenz und bekannte Kapazität die Induktivität bestimmen? Wenn man die Resonanzfrequenz in den Bereich von einigen kHz bringt wäre der Resonanzfall doch auch über eine einfache Soundkarte messbar, oder? Die Toleranz der Messung wäre natürlich von der des Kondensators abhängig, was zur Wahl einer geringen Toleranz des Messkondensators führt.

    Theorie soweit richtig?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 14. Oktober 2005 um 13:50
    • #7

    ... eine Impedanzmessung über der Frequenz kann man prinzipiell mit jedem System, welches die Messung der Spannung über der Frequenz ermöglicht, durchführen.

    Hierzu nimmt man einen Vorwiderstand (min. 1 kOhm) in Reihe vor einem Eichwiderstand (z.B. 8,2 Ohm) und mißt den Spannungsdabfall am Eichwiderstand. Nun stellt man die Eingangspannung so ein, daß man am Eichwiderstand z.B. 82 ... oder 820 mV ... mißt.

    Wird der Eichwiderstand jetzt gegen einen Lautsprecher ausgetauscht, mißt man die Impedanz über der Frequenz, wobei 100 mV ... bzw. 1 V ... dann 10 Ohm entsprechen. Bei niedrigen Werten ist die Genauigkeit sogar recht gut ... bei größeren Werten tritt ein mit steigender Impedanz wachsender Fehler auf (... der aber zu vernachlässigen ist, solange der Vorwiderstand deutlich größer als der zu messendee Widerstand (bzw. LS) ist.

    Impedanzmessungen kann man mit MLS ... aber auch sehr gut mit einem Sinus-Sweep (schließlich gibts keine Raumreflektionen bei einer Impedanzmessung ...) durchführen.

  • hw
    Beiträge
    33
    • 14. Oktober 2005 um 20:18
    • #8

    Hoppla!!
    Ich muß zu meiner Schande gestehen, dass ich das Thema unterschätzt habe.
    Dass es nicht ganz einfach ist, war mir schon klar, nur dass ohne Messungen nicht viel dabei raus kommt muß ich dann wohl einsehen.

    Werhält es sich bei der aktiven Trennung genauso?

    Und wie verhält es sich bei einigen Eminence Bausätzen vom Lautsprechershop, wo 2 oder 3 verschiedene Bausätze die gleiche Weiche (LDX 29) haben?

    Bezüglich meiner Box werd ich auf den Conradtreiber wechseln und die Weiche von SK bauen....

    Gruß
    HW

  • cnc
    Beiträge
    207
    • 14. Oktober 2005 um 23:10
    • #9

    die Universalweichen führten oft nur zu unbefriedigenden Ergebnissen, Begründung ergibt sich aus oben stehenden Fakten

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