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Max. Pegel am Pulteingang?

  • Hubert Barth
  • 31. Oktober 2005 um 21:16
  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 31. Oktober 2005 um 21:16
    • #1

    Hallo Kollegen.

    Inzwischen ist mein kleines, aber feines, Monitorsetup für meine Band fast komplett. (Bei Gelegenheit werde ich das mal Fotografieren und ins Netz stellen.)

    Die Komponenten:
    3x OTZtronics Aktivsplitter
    01V96 mit MY8 ADDA96 Karte, Case mit Doghouse und Anschlußpanel (Messerleisten und XLR)
    Systemverkabelung incl. Bühnenunterverteilung

    Nun geht es langsam ans erste Aufbauen und testen, dabei ergibt sich eine praktische Frage:
    Einerseits wollen die Wandler ordentlich ausgesteuert werden, andererseits darf ich die Eingänge der angeschlossenen FOH Konsolen nicht grillen.
    Die Splitter erlauben eine Eingangsverstärkung von -6 bis +60 dB.

    Wieviel Pegel vertragen eure Pulte maximal? Was wäre ein sinnvoller Wert? (Es gibt ja inzwischen einige Konsolen ohne PAD).

    Alternativ: Um wieviel müßte ich den FOH Ausgang (über einen noch zu installierenden Spannungsteiler) dämpfen wenn ich den Splitter durchschnittlich bei +4 dBu aussteuere?

    Ich hoffe auf konstruktives Feedback.

    Gruß

    Hubert

  • derautor
    Profi
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    1.089
    • 1. November 2005 um 12:33
    • #2
    Zitat

    Die Splitter erlauben eine Eingangsverstärkung von -6 bis +60 dB.

    Wieviel Pegel vertragen eure Pulte maximal? Was wäre ein sinnvoller Wert? (Es gibt ja inzwischen einige Konsolen ohne PAD).

    Ich denke, das ist von Kanal zu Kanal unterschiedlich, je nach Quelle. Eigentlich spricht ja nichts dagegen, aus Mikrofonpegeln bereits auf der Bühne Line-Signale zu machen, also würde ich da pauschal mal 20-30 dB Vorverstärkung vorschlagen. Andererseits gibt es auch Kombinationen von Mikros/Pulteingängen, wo das schon viel zu viel ist. Bei meiner Venice z.B. steht der Gain immer auf Linksanschlag, wenn ich eine ATM 87-Grenzfläche in die Bassdrum lege, und die Anzeige geht trotzdem ins Rote, so viel Pegel gibt das Mikro aus.

    Problematisch könnte es auch werden, wenn ihr mit eurem Setup auf Festivals aufschlagt und der (padlose) FoH wegen Eurer etwas anderen "Pegelpolitik" plötzlich sämtliche Gains umstellen muss bzw. nicht genügend absenken kann. Das muss man den Leuten vor Ort erst mal verklickern, weil nicht alltäglich. Am schnellsten und stressfreiesten gehen solche Sachen erfahrungsgemäß immer dann, wenn der Splitter exakt das ausgibt, was an den Eingängen hineingeht und das FoH gar nicht "merkt", dass da ein fremder Monitorsplit in Reihe ist.

    Besonders praktisch in solch einer Situation sind natürlich Splitter mit getrennt regelbaren oder zumindest in 10dB-Schritten umschaltbaren Ausgängen. Oder Du schaltest WW's Wurst-Preamp :D vor die Karte und lässt den Pegel davor so wie er ist.

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    13
    • 1. November 2005 um 13:50
    • #3

    Stopp, so geht das nicht!

    Zunächst muss man sich verdeutlichen, was so ein Gain im Splitter macht. Es bekommt eine Spannung (vom Mirko oder Keyboard oder sonstwas) vorgesetzt und macht daraus dann einen bis zu 60 dB größeres Signal (oder auch ein bis zu 6 dB kleineres).

    Das Signal eines Mirkofons ist so etwa 50 - 60 dB kleiner als das Signal eines Keyboards (Linesignal).

    Wenn man es also "vernünftig" machen will, sollte man für den Gain am Splitter zumindest grob zwischen Mikro und Line unterscheiden.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Ton_Opa
    Profi
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    490
    • 1. November 2005 um 17:24
    • #4
    Zitat

    Am schnellsten und stressfreiesten gehen solche Sachen erfahrungsgemäß immer dann, wenn der Splitter exakt das ausgibt, was an den Eingängen hineingeht und das FoH gar nicht "merkt", dass da ein fremder Monitorsplit in Reihe ist.

    Ich würd auch sagen: Die Foh-Leitung unangetastet lassen und sich selbst per Y - aber über die Splitter trafoisoliert dranhängen. Du kannst die Gains schrauben wie Du willst und am FOH ist alles wie immer. So solls sein!

    Bitte keine passiven Spannungsteiler in den FOH-Weg basteln. Die Ausgangsimpedanz steigt und die Symmetrie ist gefährdet. Und das vor der langen Leitung zum FOH ist pfui,pfui!

    Und Grundsätzlich zu Gains in Analogsystemen sei angemerkt, dass mit dem Signalpegel immer auch der Klirrfaktor steigt (bei Trafo-Systemen erst recht).
    Die Vorstufen werden am besten bei "Nominal-Pegel" betrieben und das ist bei den meisten Konsolen 10 Uhr bzw ca 20dB in der Mikrofonvorstufe.
    Manche Splitter, die schaltbare Gains haben, sind auch nicht so richtig klasse und rauschen auch ganz gut. Ausprobieren, ob man den Gain nicht lieber der Konsole überlässt.

    schöne Grüße
    Opi
    Ausnahmen bestätigen den Opa.

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Hubert Barth
    Profi
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    1.416
    • 2. November 2005 um 10:18
    • #5

    Zusatzinformationen, da wurde offensichtlich einiges mißverstanden:

    Der Gain ist natürlich eingangsseitig und wirkt sich auf alle 4 Ausgänge aus. Ein 1:1 Passivbetrieb ist nicht vorgesehen!
    Die Vorverstärker sind besser als bei den allermeisten Pulten mit denen wir zu tun bekommen, da habe ich keine Bedenken.

    Derzeit habe ich vor alle Kanäle standardmäßig auf max. 0dBu zu pegeln. (Eine statische Verstärkung um x dB auf allen Kanälen halte ich für unsinnig, schließlich habe ich Drehschalter mit 6dB Schritten).
    Wenn es dann Probleme gibt kann ich immer noch einen Zacken herunterschalten (das ist bei 24 Kanälen schnell gemacht).
    Wir reisen übrigens mit eigener Mikrofonierung, da sollten die Eingangssignale am Splitter ziemlich konsistent sein, das wäre sonst auch für die Pultprogrammierung nicht zweckmäßig.
    Ich habe natürlich XLR-Peitschen, um mir, z.B. bei einem Festival, Signale von einem vorhandenen Splitter abholen zu können. Dto. in die andere Richtung.

    Generell:
    Mir ist natürlich klar daß das eigene Setup in Festivalsituationen erst mal *mehr* Arbeit machen kann. Ich habe aber keinen allzu großen Bock mehr auf ungechecktes IEM, und zu oft gibt es Probleme die geforderten 8 Monitorwege zu bekommen, ich möchte da für die Band einfach mehr Konsistenz reinbekommen.
    Ein anderer Gedanke bei der Konzeption war, daß es nun sehr einfach ist einen Mehrspurmittschnitt anzuhängen.

    Falls wir wirklich mal auf dem Luxusfestival über Midas XL oder PM1D spielen kann man das eigene Setup ja auch mal im Bus lassen 8)

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 2. November 2005 um 22:31
    • #6
    Zitat

    Derzeit habe ich vor alle Kanäle standardmäßig auf max. 0dBu zu pegeln.

    Weiß ja nicht, ob das reicht.

    Die ADDA 96 braucht 24 dBu für 0dBfs. Damit wirst Du die meisten Mischer mit Mic-Eingang gnadenlos überfahren.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 3. November 2005 um 00:26
    • #7

    Der Splitter könnte ja +24 dBu, ein wenig Headroom kann ich mir bei 24 Bit aber doch lassen ;)

  • Hubert Barth
    Profi
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    1.416
    • 6. November 2005 um 12:26
    • #8

    So, kurzer Zwischenbericht:
    Gestern haben wir mal beim befeundeten Verleiher einen Testaufbau gemacht.
    Das System für sich spielt wunderbar (Splitter und 01V96).
    Wir haben dann das Pult mit den empfindlichsten Mikroeingängen rangehängt das verfügbar war, ein älteres kleines Spirit.
    Das hat keinen PAD und macht 10 dB Gain bei Linksanschlag.

    Da war es dann schwierig, einen Punkt zu finden die Wandler noch genügend auszusteuern ohne das Spirit zu überfahren.

    Die Konsequenz wird sein den Ausgang 4 mit einem schaltbaren 20 dB PAD nachzurüsten. Wenn ich den einschalten muß ist der Rest der Anlage so schlecht, daß eine eventuelle Klangverschlechterung durch den PAD keine Rolle mehr spielt. Die Umschaltung geht in Sekunden.

    Ich danke allen für ihre Beiträge.

  • tonzwerg
    Profi
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    1.068
    • 6. November 2005 um 22:06
    • #9

    ist halt auch nicht die waffe, mit so einem pegel dann auf 100m multicore oder mehr zu gehen...
    op amps können spannung ODER strom.
    also, große kabellast hintendran, dann besser weniger pegel fahren, respektive mit step down-trafo runterpegeln. das ist das prinzip, das jeder di-box innewohnt.
    pegel hoch macht weder das signal besser noch die symmetrie.
    meine meinung.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • Hubert Barth
    Profi
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    1.416
    • 7. November 2005 um 20:08
    • #10

    Welche Op-Amps meinst Du?

    Was Deine Bedenken angeht: Es hat einen Hörvergleich gegeben Passivsplitter gegen Aktiv auf 100m zum Ü-Wagen.
    Der Unterschied zugunsten des Aktivsystems hat alle Beteiligten verblüfft.

    Ähnliche Signalverteilungen gibt es übrigens beim Rundfunk seit Jahrzehnten, wüßte nicht daß es da nennenswerte Probleme gegeben hätte.

  • DJheini 13. Februar 2021 um 14:10

    Hat das Thema aus dem Forum FOH nach Sonstiges verschoben.

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