Habe kürzlich mit einem DJ-Team in einer ca. 25m breiten und 60m langen Industriehalle (Höhe ca. 15m) gearbeitet, in der ein Meyersound Linearray installiert wurde (nicht das Kompakt-LA): Pro Seite 6 Tops.
Aktive Subs befanden sich hinter der Bühne als Centercluster auf dem Boden.
Muss sagen, dass ich vom Klangeindruck ziemlich enttäuscht war, ein undifferenziertes Wummern, selbst kurz vor der Bühne richtig matschiger Sound. Zudem wirkte sich die große räumliche Trennung von Tops zu Subs negativ aus, kein geschlossenes Klangbild mehr.
Die PA wurde offensichtlich auf Sprachverständlichkeit getrimmt, die nach 50m - mit Abstrichen - noch gegeben war. Inzwischen schon oft erlebter LA-Nachteil: Im Nahbereich zu leise und drucklos. Als Band- und Discobeschallung hätte ich daher dort lieber den klassischen Weg gesehen, bei dem zu einer potenten Front-PA mehrere Delaylines geflogen werden. Lauter, druckvoller und klanglich besser.
Sehe die LAs für Sprachanwendungen bei Galas als sinnvoll an (ratz-fatz aufgebaut), für richtig Rock´n´roll und Disco bin ich da inzwischen skeptisch geworden.
Wir planen für 2006 eine Livebeschallung für einen ca. 180m langen und 30m breiten Raum, und werden wohl davon Abstand nehmen, wie ursprünglich angedacht mit Meyersound-LAs zu arbeiten. Der Mehraufwand durch die dezentralere Baschallung wird durch ein überzeugenderes Ergebnis belohnt.