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Meyersound LA - kurzer Praxisbericht

  • f8274
  • 4. November 2005 um 11:53
  • f8274
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    • 4. November 2005 um 11:53
    • #1

    Habe kürzlich mit einem DJ-Team in einer ca. 25m breiten und 60m langen Industriehalle (Höhe ca. 15m) gearbeitet, in der ein Meyersound Linearray installiert wurde (nicht das Kompakt-LA): Pro Seite 6 Tops.

    Aktive Subs befanden sich hinter der Bühne als Centercluster auf dem Boden.

    Muss sagen, dass ich vom Klangeindruck ziemlich enttäuscht war, ein undifferenziertes Wummern, selbst kurz vor der Bühne richtig matschiger Sound. Zudem wirkte sich die große räumliche Trennung von Tops zu Subs negativ aus, kein geschlossenes Klangbild mehr.

    Die PA wurde offensichtlich auf Sprachverständlichkeit getrimmt, die nach 50m - mit Abstrichen - noch gegeben war. Inzwischen schon oft erlebter LA-Nachteil: Im Nahbereich zu leise und drucklos. Als Band- und Discobeschallung hätte ich daher dort lieber den klassischen Weg gesehen, bei dem zu einer potenten Front-PA mehrere Delaylines geflogen werden. Lauter, druckvoller und klanglich besser.

    Sehe die LAs für Sprachanwendungen bei Galas als sinnvoll an (ratz-fatz aufgebaut), für richtig Rock´n´roll und Disco bin ich da inzwischen skeptisch geworden.

    Wir planen für 2006 eine Livebeschallung für einen ca. 180m langen und 30m breiten Raum, und werden wohl davon Abstand nehmen, wie ursprünglich angedacht mit Meyersound-LAs zu arbeiten. Der Mehraufwand durch die dezentralere Baschallung wird durch ein überzeugenderes Ergebnis belohnt.

  • bertz
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    • 4. November 2005 um 12:55
    • #2

    so ein statement kann ich nicht einfach so stehen lassen...

    ich hab mit MeyerSound LA's (MILO und M1D) nur gute Erfahrungen gemacht. Allerdings ist MeyerSound ein Hersteller, der keine Fehler verzeiht. Weder in der Aufstellung (-hängung), in der Dimensionierung, noch in der Bedienung der Drive-Unit.

    SUBs hinter der Bühne??? Laufzeiten angeglichen??? Haben die Tops schön an eine gegenüberliegende Wand gebrezelt??? Wie ist eingemessen worden? Oder hat man gar nichts gemacht??? Also ich vermute einfach einen Setupfehler. Auch wenn mir diese Beurteilung aus der Ferne nicht zusteht. Genausowenig übrigens, wie ein LA zu beurteilen, ohne die Räumlichkeit, den Systemler und die Anwendung mitzubetrachten.

    Meyer geht sehr wohl im Line Array für Rock'n'Roll. Die letzte Gentleman-Tour war mit MILO!!!!!!!!! Der Sound war echt gut!!! Farin Urlaub spielt oftmals über MILO!!! Soviel zur "Rock'n'Roll Untauglichkeit".

    Bitte einfach nochmal unter anderen Bedingungen checken!!! Eventuell von einer anderen Firma eingerichtet.

    Gruß,
    Bert

    http://www.klanggeschaeft.de

  • karel noon
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    • 4. November 2005 um 12:59
    • #3

    ähm, kannst du vielleicht noch etwas ausführlicher auf die aufstellung eingehen? gerade bei LAs tippe ich in den meisten fällen doch eher auf anwender als auf systemfehler.
    ich bin zwar nicht gerade ein großer meyer-fan, aber wirklich schlecht sind deren systeme ja nicht. Das vorne zu leise ist, ist bei LAs aber nicht grundsätzlich so, dafür gibt es ja die möglichkeit der winkelung, und zu guter letzt noch infills.
    Zu der produktion nächstes jahr:
    eine dezentrale beschallung durch ein LA ersetzen würde ich auch nicht machen, zumindest wenn es nicht gewünscht ist das es eine "bühnenorientierung gibt. aber selbst bei 160 metern würdest du mit mindestens einer delay-LINE (haha wortspiel) arbeiten müssen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • f8274
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    • 4. November 2005 um 15:42
    • #4

    Bis vielleicht auf leichte Platzierungsfehler (Subs) möchte ich Setupfehler ausschließen, da die Company ausschließlich und mit vielen Meyersoundsystemen arbeitet. Wenn selbst die ein Produkt nicht korrekt benutzen könnten, spräche doch auch etwas gegen das Produkt an sich, oder?

    Die Bananen waren parallel zueinander ausgerichtet, keine Infills für den mittleren Nahbereich. Die Tops hingen in der Tiefe der hinteren (!) bühnenkante, damit wurde auch die bühne selbst erreicht. die 4 aktiven meyersoundbässe (filz, wohl doppel-18" BR) standen in einer reihe nebeneinander auf dem hallenboden, jedoch nochmal ca. 15m hinter der hinteren bühnengrenze, hinter der großbildleinwand. die leinwandkonstruktion war jedoch 0,8m tief (!), selbst auf der bühne kam nur gebrummel an.

    Hier geht es also nicht um Handlingfehler (Controller, Laufzeiten - schließlich waren keine Anfänger am Werk), als vielmehr meine persönliche kritische Anmerkung, dass nicht immer ein LA das beste Ergebnis zu erzielen vermag.

  • mischpultschorsch
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    • 4. November 2005 um 16:05
    • #5
    Zitat von "f8274"

    Bis vielleicht auf leichte Platzierungsfehler (Subs) möchte ich Setupfehler ausschließen, da die Company ausschließlich und mit vielen Meyersoundsystemen arbeitet. Wenn selbst die ein Produkt nicht korrekt benutzen könnten, spräche doch auch etwas gegen das Produkt an sich, oder?

    Da hat das Eine mit dem Andern wenig zu tun. Wenn die Company normale Hornsysteme zwar korrekt stacken kann, heißt das noch lange nicht, daß sie auch ein LA des selben Herstellers richtig hängt. Und das Problem bei dem Produkt zu suchen, wenn der Operator seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, ist sicher ebenso falsch.
    Das richtige Arrayen eines LA´s ist eine komplexe Angelegenheit, bei der Fehler sich drastisch auswirken. Vielleicht auch ein Grund für die "eigenwillige" Gehäuseform einer VRX, die Fehler an diesem Punkt zu verhindern vermag.

  • Elias
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    • 4. November 2005 um 16:14
    • #6

    Was war es denn fuer ein Meyersound LA.
    Ich habe auch schon mit Meyersound LAs gearbeitet und habe sie auch schon an div. Orten gehoert.
    Das M2D und M3D hatten mich an keinem Ort ueberzeugt. Phasenprobleme und schlechte Reichweite.
    Ja, bei einigen Orten wurde es auch falsch geflogen, aber ich habe auch schlechte Erfahrungen an Orten wo es bestimmt korrekt geflogen wurde gemacht.
    Fuer die neueren Systeme wie das Milo kann ich nicht sprechen, da ich das noch nie gehoert habe.

    Fuer einen Raum mit 30m Breite und 160m laenge wuerde ich auf keinen Fall ein LA mit 90Grad oder noch mehr verwenden (diese Winkel sind ja bei vielen LAs ueblich.)
    Ev. mal d&b C3 oder Lacoustics Kudo checken.

    Gruss Elias

  • wora
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    • 8. November 2005 um 22:44
    • #7

    ich habe auch schon ein paar gigs auf meyer LAs gemacht.
    enttäuscht war ich vom "M2D", richtig begeistert dagegen vom "Milo".

    zum beschriebenen phänomen:
    1. es wäre imho schon interessant zu wissen, um welches system es sich gehandelt hat.

    2. die position der bässe 15m hinter der bühne (!?!?!?!?) und die banane an der hinterkante der bühne lässt darauf schliessen, das hier für den veranstalter wohl nicht das soundergebnis wichtig war sondern eher optische gründe. sowas kann den sound natürlich erheblich beeinträchtigen, wenn nicht sogar total vermiesen.

    3. hallenakustik
    wir kennen wohl alle die ein- oder andere location wo selbst das eigene lieblingssystem nicht mehr schön klingt weil die akustik einfach zu mies ist. und da ist es auch wirklich egal welcher lautsprecher da hängt, es ist dann halt nur mehr oder weniger schlimm...

    ich fürchte es handelte sich bei der beschriebenen veranstaltung um einen missglückten versuch schlechte akustik, sinnlose veranstalterwünsche und ein nicht ganz geglücktes lautsprecherkonzept unter einen hut zu bekommen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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