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Fernsehton Podiumsdiskussion

  • mirkot
  • 23. November 2005 um 16:34
  • mirkot
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    • 23. November 2005 um 16:34
    • #1

    Guten Abend werte Forengemeinde,

    mir steht etwas "Neuland" ins Haus.

    Im konkreten Fall geht es um die Abnahme einer Podiumsdiskussion, 1 Moderator, 8 Gäste und ca. 30 Personen Publikum.

    Da das ganze im kleinen Kreis stattfindet, ist eine Beschallung nicht zwingend erforderlich und vom Kunden auch nicht gewünscht.

    Was aber gewünscht wird ist die Abnahme der Veranstaltung für das anwesende Kamerateam.

    Raumakkustik, genaue Anzahl der Gäste auf dem Podium und zu erwartender Geräuschpegel durch die Besucher sind unbekannt.

    Daher verfolge ich imo folgenden Ansatz:

    Der Mod bekommt ein Lavallier mit Taschensender, die Gäste auf dem Podium teilen sich 2 Handsender mit Kondenserkapsel - 1 weiterer Handsender steht für Publikumsfragen zur Verfügung.

    Das dürfte zwar optisch nicht das beste Bild abgeben - sollte aber wenigstens ein gut brauchbares Ergebnis sicherstellen.

    Als Alternative kämen Kondensatormikrofone a la AKG C391B (wären bequem verfügbar) auf Bodenstativen in Betracht (4 Stück)...aber was wenn der Raum ekelhaft schallert?

    Kämen Richtmikrofone als funktionssichere Alternative in Betracht?
    Bitte bedenkt bei den Antworten das Alternativlösungen gesucht sind und nicht budgetsprengende Optimallösungen (z.B. jeder bekommt ein Lavallier o.ä.)

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • morrigan
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    • 23. November 2005 um 17:34
    • #2

    Hallo Mirko

    Wieso sprengt die Variante jeder bekommt ein Lavalier den Budgetrahmen?
    Oder meinst du mit "Jeder" = "Jeder, der überhaupt da ist"?
    Ich würde zumindest alle Podiumsredner mit Lavaliers ausstatten! Ich habe etwas ähnliches mal in einem ganz gruseligen Raum gemacht (Hallfahne von mehreren Sekunden und nicht mal schön), waren wenige Leute da, weniger als Deine VA.
    Auf der Aufnahme waren dann nicht nur die Stimmen sauber sondern auch noch die Publikumsfragen verständlich mit aufgenommen (über die Lavaliers, Publikum saß aber auch sehr dicht dran). Handsender für Publikumsfragen wollte keiner :?.
    Ich denke, wenn im Grunde keine Raumbeschallung vorhanden ist, vergessen die Redner das Handmikro ganz schnell! Mit Lavaliers müssen sie nicht drüber nachdenken.

    Grüße
    morrigan

    Real stupidity beats artificial intelligence every time

  • mringhoff
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    • 23. November 2005 um 17:43
    • #3

    kann morrigan nur zustimmen.
    Wenn fürs Publikum und für die Redner nichts zu hören ist, dann wird wohl kaum einer das Handheld annehmbar verwenden.
    Ich würde entweder eine kleine Saalbeschallung aufbauen (Nachteil: je nach Raumakkustik kannst Du sie nur relativ leise betreiben, sonst kommt der Raumhall über die Mikros wieder rein) oder alle Redner mit Lavalliers ausrüsten und die Publikumsfragen durch einen Tontechniker mit Tonangel abnehmen, der das ganze über Kopfhörer kontrolliert.

    Freistehende Kondenser ergeben auch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Du hast evtl. zuviel Raumhall mit drauf, außerdem machen sich Kammfiltereffekte bemerkbar, je nach Positionierung der Mikros und des jeweiligen Redners. Besser wirds höchstens, wenn die Mikros wie bei einem Rednerpult nahe am Redner dran sind, aber das sieht im Fernsehbild nicht sehr schön aus.

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  • Akustikfuzzi
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    • 23. November 2005 um 17:50
    • #4

    Du solltest jeden Diskussionsteilnehmer und auch den Moderator mit einem Taschensender und einem Lavalliermikro ausstatten.

    Dazu ein oder zwei Hand-Sender in den Publikumsbereich und eine ganz dezente Monitorbox auf die Bühne, damit die Podiumsteilnehmer auch die Fragen des Publikums verstehen.

    Die Variante "2 Leute teilen sich einen Handsender" kann ich ja nur als schlechten Scherz empfinden. Stell dir mal die Hin- und Her-Wechselei vor. Das zeugt von hoher Professionalität. Es erinnert mich an einige Aufnahmen kleinerer regionaler Privatsender, auf denen das Mikrophonkabel des Moderators in Kinnhöhe seitlich aus dem Bild verschwand.

    Mit den Lavalliers solltest du keine Probleme bekommen, da du ja keine Beschallung im Raum hast. Das einzige Problem sollte eine gute Weiche und die entsprechenden Sender sein. Ich würde in diesem Falle große Shure (U-Serie) oder Sennheiser (3000er oder 5000er) einsetzen.

    Das Budget sollte es eigentllich auch nicht sprengen, da die meisten Sendeanstalten schon wissen, was so etwas kostet. Und selbst mit dieser Variante solltest du zwar im oberen 3-stelligen Bereich, jedoch nicht im 4-stelligen liegen.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 23. November 2005 um 17:51
    • #5

    und vergiß nicht auch ein ambience mikro zu setzen, die wollen bestimmt auch den Applaus der Gäste auf eine Spur haben.

    Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Akustikfuzzi
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    208
    • 23. November 2005 um 18:01
    • #6

    Diesen Punkt könnte man ja notfalls noch mit den im Publikum befindlichen Mikros für Fragen abhandeln

  • ADMIN
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    • 23. November 2005 um 19:23
    • #7

    Fernsehteam heisst nicht zwingend "öffentlich-rechtliche Anstalt", das kann auch ein klammer Regionalsender sein.

    Bei Podiumsdiskussion stelle ich mir etwas mit Tischen vor. Dort könnte man 'ne Grenzfläche drauflegen, vielleicht kommst Du auch günstig an Schwanenhals-Mics ran.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Sven M
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    • 23. November 2005 um 19:44
    • #8

    Für mich klingt das eher nach Industrie Event wo es ein semiprofessionelles Kamerateam gibt.
    Je nach Anspruch, der sich natürlich auch im Budget niederschlagen muss, sollte das schon professionell gelöst werden.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • karel noon
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    • 23. November 2005 um 21:21
    • #9

    Hi, also ich würde auch mal folgende option in betracht ziehen, einfach für die gäste plus moderator lavalier, und für die 30 gäste verteilst du 4-6 grenzflächen auf dem boden, an den außenrand der bestuhlung. damit sollte man alle publikumsfragen verstehen.
    wird live gemischt? oder wird nachträglich bearbeitet? wenn ja könnte man noch mit ambience mikros zusatzspuren aufmehmen, und mit diesen dann versuchen durch auslöschungen etc. die raumakustik zu filtern. habe ich schon mal bei einer theaternummer gemacht, ging recht gut.
    ein kleiner monitor für die bühne ist vielleicht nicht ganz schlau, sobald die leute lautsprecher sehen reden sie wenn sie unerfahrne sind noch leiser als sowieso schon. also lieber sagen das es alles unverstärkt ist.
    viel erfolg!

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • mirkot
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    • 23. November 2005 um 22:32
    • #10

    Also das ganze ist kein Industrie-Event, ist auch kein öffentlich-rechtlicher Sender, auch kein Lokal-Sender - es wundert mich das das Budget vorhanden ist, langsam erwacht in gewissen Leuten Bereitschaft Dienstleistungen zu bezahlen - daher soll die Sache mit gutem Ergebnis aber nicht als unterbezahlte "Materialschlacht" laufen.

    Lavalliers für´s alle wären vermutlich machbar gewesen, dann hätte ich mir aber für die Zukunft jede Chance auf vernünftige Preise bei diesem Kunden verbaut.
    Die ganze Aktion bewegt sich im unteren dreistelligen Bereich, mir wurde die Option auf ein Päckchen Lavalliers geboten, je nach Verfügbarkeit am Termin (sah gut aus) aber wie gesagt...das bringt mich nicht weiter.

    Atmo-Mics sind eingeplant, werde ich nach Bedarf reinmischen.

    Gemischt wird live.

    Tische wird es leider keine geben - wieder mal das "aufgelockerte Runde mit Sesseln"-Spiel.

    Tja, was soll ich noch sagen...ich werd mir noch ein paar Gedanken machen, ist ja nicht so das im Fernsehn niemals Mikros durch die Gegend gereicht würden - da wir hier von keiner ARD-Produktion reden und ich nicht weiß ob das Ganze überhaupt jemals gesendet werden soll, gehe ich das relativ gelassen an.

    Für weitere kreative Vorschläge bin ich nach wie vor offen.

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  • tufkamar
    Gast
    • 24. November 2005 um 08:42
    • #11

    wenn möglich - von der Decke für die "Redner" (also 8 Sesselsitzer) Richtrohre abhängen (die rennen vermutlich ja nicht durch die Gegend...), das selbe für's Publikum (4 Stück sollten da reichen) - halt nur möglich, wenn es der Raum zuässt... - vermutlich aber preislich höher als 8x Lav....

  • mringhoff
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    • 24. November 2005 um 09:56
    • #12

    Wenns also preisgünstig sein soll, dann würde ich folgende Lösung praktizieren:
    Moderator: das Lavallier,
    8 Gäste: 8 Kondensatoren auf Stativ, möglichst nah an die Person ran, allerdings so, daß es dem Regisseur/Kameramann noch gefällt.
    Dann fleissig und aufmerksam am Pult mitmischen und achten, daß nicht zuviele Mikros offen sind.
    AKG C391 sind schon o.k. Wenn Du an andere drankommst, dann z.B. C398 (nur andere Kapsel: hohe Richtwirkung, dann kannst mit dem Mikro weiter aus dem Bild raus).
    2 x Atmo fürs Publikum (re und li overhead)
    und wenns geht noch ein Handheldmikro mit einer flinken Person, evtl mit einer kleinen Tonangel, die dem Fragenden einfach das Mikro unter die Nase halten.

    Das Rumreichen von Handhelds find ich aus Erfahrungen nicht optimal, da es im Eifer des Redegefechts immer mal der ein oder andere vergisst, bzw. einfach das reden anfängt. Und gerade wenn vor Ort keiner den Unterschied merkt, ob man mit oder ohne Mikro redet (weil ja keine Saalbeschallung da ist), vermute ich mal, daß die Diszipliniertheit, Mikros zu verwenden bei 8 Personen besonderst schnell nachlassen wird. Und Du kannst als Tontechniker ja auch nicht immer "Mikro bitte" reinrufen oder permandnt ins Bild laufen und jemanden ein Mikro in die Hand drücken...

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  • djvomght
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    • 24. November 2005 um 10:08
    • #13

    Guten Morgen,

    wenn die Leute nicht so sehr mit Papier rascheln: PCC 160 auf die Tische und gut ist.

    Gruß Jörg

  • mringhoff
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    • 24. November 2005 um 10:21
    • #14
    Zitat von "MirkoT"

    Tische wird es leider keine geben - wieder mal das "aufgelockerte Runde mit Sesseln"-Spiel.

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  • karel noon
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    • 24. November 2005 um 10:46
    • #15

    dann einfach 4 grenzflächen auf den boden, in die mitte der runde.

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    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • mringhoff
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    • 24. November 2005 um 13:43
    • #16

    das finde ich dann schon wieder zu weit weg von den Leuten und man hört den Raum. 8 Leute, 4 Grenzflächen rund 1-2m davor, das kann man zur Unterstützung bei einer Saalbeschallung machen, aber im Original hört sich das nicht so gut an (Raumhall, Kammfiltereffekte...). Für ein Sendeton nicht grad das beste.

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  • akustikkoppler
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    • 24. November 2005 um 14:47
    • #17

    was kostet eigendlich dieses 'bundestags-linearray'-mic von gefell oder so im dry-hire? das müsste doch für sowas gemacht sein...

    besondere vorkommnisse erfordern besondere maßnahmenhttp://www.xn--bjrnherzog-fcb.de
    für meine postings gilt die creative commons lizenz
    audio?? PRO!!

  • Apostoli
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    • 24. November 2005 um 15:16
    • #18

    ich würde, bevor du irgendwelche dryhire anmiet geschichten machst, nochmal mit dem EB-Team Rücksprache halten. Nicht dass ich parallel am selben problem arbeitet. Meist bringen EB Teams auch einiges an eigenem Material mit.

  • mirkot
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    • 24. November 2005 um 16:43
    • #19

    Also: Mikros von der Decke abhängen scheidet aus, ist zeitlich und finanziell nicht machbar - ob es der Raum hergibt ist dann auch noch mal ne Frage.

    Für die Audioaufzeichnung kommt nur Material von mir - ich liefere fertig und direkt ans Kamerateam.

    Was ich mir vorstellen könnte wäre eine Kleinst-PA mitzubringen um die Verwendung der Handsender sicher zu stellen.

    Grübele grade noch an der Kondenserlösung, ausgehend von (incl Mod) 9 Personen auf dem Podium und 25 Zuschauern:

    4-5mal C391B fürs Podium
    2-4mal C391B fürs Publikum
    alles auf Bodenstativen
    (oder evtl. 2 Publikumsmics als OH mit Ausrichtung auf die "hinteren" Reihen?)

    Am bequemsten wäre da einfach mal ausprobieren, leider gibt es dazu keine Gelegenheit...schade. :wink:

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  • mringhoff
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    • 24. November 2005 um 17:28
    • #20

    Von der Decke würde ich es für ein Sendeton auch nicht machen, höchstens Theater o.ä. Selbes Problem wie bei am Boden aufgestellte Kondenser: es klingt einfach zu stark nach Raum (hallig, dünner Sound). Das Mikro soll relativ nah an den Sprecher dran (dann hört man auch die wärmeren, tieferen Anteile der Stimme).

    Bei der Kondensatorlösung würde ich daher für jeden Sprecher eins einplanen und möglichst nah an die Person ran. Fürs Publikum reichen sicher zwei als Overhead (mehr so auf die mittleren Reihen ausgerichtet, aber die C391 sind ja sowieso nur Niere/Hyperniere, Du schliesst da ja keinen aus...)

    Und wenn Du noch das Lavallier und den Handheldsender übrig hast, dann würde ich die wie oben vorgeschlagen (Moderator, Publikumsfragen mit Tonangel) auch verwenden. Man sollte nur die Mikros von der Klangfarbe etwas aufeinander abstimmen. Das Handheld kommt sicher sehr voll und warm rüber und wenn da ein C391 im Abstand von 1-2m eine Person aus dem Podium rüberbringt ist der Unterschied schon gross...

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