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Seile für PSA

  • marcus-pdm
  • 22. Dezember 2005 um 23:11
  • marcus-pdm
    Beiträge
    8
    • 22. Dezember 2005 um 23:11
    • #1

    Hi,

    hab da mal ne frage an alle Rigger unter euch...

    bin kurz davor den lehrgang zum "sachverständigen......" zu machen und bin mir mit der PSA soweit im klaren, also was ich kaufen werde und so...

    Das einzigste ist noch das Thema Seile...

    Es gibt ja nun Statische, halbstatische und dynamische, welche sind dabei fürs abseilen etc zu empfehlen??? Die statische, oder eher die dynamischen und warum???

    Welche Längen sind sinnvoll???


    Vielen Dank schonmal in Voraus

    MfG
    Marcus....

  • lj_fritz
    Beiträge
    155
    • 23. Dezember 2005 um 09:46
    • #2

    Hallo,

    meine Erfahrungen beim Klettern, Abseilen und Höhlenklettern (auch beim Riggen) waren folgende.

    Das statisches Seil, macht wie der Name schon sagt praktisch keine Dehnung. D.h. beim Abseilen bleibst du beim Anhalten (Blockieren vom Achter / Abseilgerät) genau an deiner Position. Sich in das Seil fallen zu lassen (auch nur sehr geringe Höhen: 0,5m) sollte man auf jedem Fall vermeiden da es sehr schmerzhaft ist, weil praktische keine Dämpfung stattfindet. Weiterhin ist hier der Mantel dichter geflechtet, wodurch sich Schmutz und Feuchtigkeit schlechter festsetzt

    Das dynamische Seil ist "sehr" angenhm bei Stürzen ins Seil durch die Seildehnung. Zum Abseilen ist es bedingt einsetzbar, da du beim Abbremsen immer leicht schwingst. Das Aufsteigen am Feixseil (hier dynamisch) mit Steigklemmen macht sehr wenig Spaß, da man hier am Anfang erst mal das ganze Seil dehnen muss. Je länger das Seil ist, dest größer natürlich die Effekt.

    Ich habe meistens ein dynamisches und ein statisches Seil dabei, wobei man dann notfalls ein Seil noch als Materialseil verwenden kann.

  • marcus-pdm
    Beiträge
    8
    • 23. Dezember 2005 um 12:21
    • #3

    danke erstmal...

    also sind wahrscheinlich statische, bzw halbstatische sinnvoller!?

    wie sieht es denn nun mit den längen aus???

    brauche ich beim riggen wirklich nen 50m seil wenn die decke meistens sowieso nur 10m hoch ist, da reichen doch dann auch 25-30m oder???

    is ja auch irgendwo ne kostenfrage....

    wieviel seile habt ihr immer mit dabei???

    MfG

    Marcus

  • hasenfuß
    Beiträge
    1.142
    • 23. Dezember 2005 um 15:14
    • #4
    Zitat von "Marcus-pdm"

    also sind wahrscheinlich statische, bzw halbstatische sinnvoller!?

    wie sieht es denn nun mit den längen aus???

    brauche ich beim riggen wirklich nen 50m seil wenn die decke meistens sowieso nur 10m hoch ist, da reichen doch dann auch 25-30m oder???

    is ja auch irgendwo ne kostenfrage....

    das kommt halt alles auf deinen bedarf an, so pauschal
    kann man das einfach nicht sagen..

    wenn du immer nur auf 10 m arbeitest, brauchst du natürlich keine
    65 m seillänge und wenn du dich nur abseilen willst auch kein
    dynamisches seil.
    was aber nicht ausschließt, daß 65 m dynamikseil in einem anderen
    kontext wesentlich sinnvoller wären.

    warum kaufst du dir das seil nicht einfach NACH dem lehrgang
    mit den dort gewonnen erkenntnissen ?

    ______________________________

    meister vt
    gMA operating
    photo
    dj

  • marcus-pdm
    Beiträge
    8
    • 23. Dezember 2005 um 15:23
    • #5

    nun ja, das auf jeden fall, wollte nur mal die meinung von den leuten hören die damit täglich zu tun haben und damit ich auch im forfeld besser informiert in das seminar gehen kann...

    kann denn mal jmd anwendungbeispiele für die einzelnen arten angeben, also die wichtigsten...

    danke

    MfG

    Marcus

  • fproadshow
    Beiträge
    313
    • 20. Januar 2006 um 12:14
    • #6

    http://www.safeworkingload.de

    Dahinter verbirgt sich Steffen Boschert.


    da gibt es prof psa, und alles was man braucht

    Ich will sofort bis zum hals in Stagehands stecken...................

  • bergmann
    Beiträge
    163
    • 21. Januar 2006 um 19:12
    • #7

    Spricht eigentlich was dagegen ein Kletterseil (Vollseil aus dem Alpinbereich) zu benutzen und ebenfalls die Steigklemmen und Sicherungsgeräte aus dem Alpinbereich im Rigging einzusetzen? ...oder gibt es da irgendwelche Vorschriften, die nur bestimmte Gerätschaften zulassen?

    (Das es sich nur um Material mit geprüfter Sicherheit handelt, sei vorrausgesetzt.)

  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 24. Januar 2006 um 01:29
    • #8

    Ich hatte einmal ein dynamisches Seil in der I´D, kannst du voll vergessen!

    Zitat von "LJ_Fritz"


    Das dynamische Seil ist "sehr" angenhm bei Stürzen ins Seil durch die Seildehnung. Zum Abseilen ist es bedingt einsetzbar, da du beim Abbremsen immer leicht schwingst. Das Aufsteigen am Feixseil (hier dynamisch) mit Steigklemmen macht sehr wenig Spaß, da man hier am Anfang erst mal das ganze Seil dehnen muss. Je länger das Seil ist, dest größer natürlich die Effekt.

    Wenn du beim Riggen ins Seil fällst hast du eh was falsch gemacht, im alle eines Falles hast du in einen Falldämpfer zu fallen.

    Zitat

    kann denn mal jmd anwendungbeispiele für die einzelnen arten angeben, also die wichtigsten...

    Die gibt es eigentlich nicht, da du ohne Höhenarbeiter-Schulung eigentlich nur für untergeordnete Arbeiten im Seil zu sein hast, also Abseilen zur Mittagspause etc. und im Seil nicht arbeitest! In der Praxis mag das anders ausehn.

    Als Grundausstattung sollte ein statisches Seil in ausreichender Länge genügen, zum dämpfen eines Falls sind wie gesagt andre Sachen da!

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

    Einmal editiert, zuletzt von kater (24. Januar 2006 um 01:48)

  • kater
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    • 24. Januar 2006 um 01:47
    • #9
    Zitat von "bergmann"

    Spricht eigentlich was dagegen ein Kletterseil (Vollseil aus dem Alpinbereich) zu benutzen und ebenfalls die Steigklemmen und Sicherungsgeräte aus dem Alpinbereich im Rigging einzusetzen? ...oder gibt es da irgendwelche Vorschriften, die nur bestimmte Gerätschaften zulassen?

    (Das es sich nur um Material mit geprüfter Sicherheit handelt, sei vorrausgesetzt.)

    Ich hab gelehrnt: in der Veranstaltungstechnik nur Kernmantelseile, in wiewiet das jetzt einer Vorschrift entspricht weiss ich nicht.

    Abseilgeräte müssen selbstblockierend sein, die Sachen müssen den gültigen DIN-EN entsprechen, is ne ganze Liste, hab leider grad keinen Scanner zur Hand. Die Überschneidung der Produktpaletten für Klettern PSA sind aber recht groß.

    Ganz nette Infos gibts immer im Anhang des Katalogs von Petzl ...

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • Tobias Zw.
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    • 24. Januar 2006 um 09:41
    • #10
    Zitat von "kater"

    ...du ohne Höhenarbeiter-Schulung eigentlich nur für untergeordnete Arbeiten im Seil zu sein hast, also Abseilen zur Mittagspause etc. und im Seil nicht arbeitest!...

    Da muß ich dem Kater mal voll und ganz Recht geben, und zwar in mehrererlei Hinsicht.

    a) Dynamikseile gehören in die Eigernordwand, haben aber auf der Baustelle nix verloren. Bevorzugt werden in der VT sog. Speläo-Seile (statische Seile) verwendet, und zwar ausschließlich in Verbindung mit einem zugelassenen Falldämpfer. Ein Fall von ungefähr zwei Metern ohne Falldämpfer in's Statikseil schickt schon, um Dir das Becken zu brechen, und das ist eine schlimme Verletzung.

    b) Ohne entsprechende Ausbildung / Unterweisung durch einen qualifizierten Rigger sollte niemand klettern. Ich bin ja kein übergroßer Freund des VPLT, aber die Ausbildung zum Sachkundigen für VA-Rigging möchte ich jedem, der beruflich steigen muß, sehr an's Herz legen (http://www.vplt.org/recht_regeln/d…ard_SR30_DF.pdf). Die Gefahren durch mangelndes Wissen sind beim Klettern genau so hoch wie in anderen Teilbereichen unseres Berufes.

    c) Man klettert nicht, wenn nicht ein zweiter Rigger (qualifizierter Rettungsrigger) mit Equipment anwesend ist, oder wenn man sonst per Steiger oder Leiter gerettet werden kann. Wenn man nach einem Sturz in den Gurt bewußtlos oder bewegungsunfähig im Seil hängt, setzt nämlich nach zehn Minuten der orthostatische Schock ein, und dann wird's lebensbedrohlich.

    Seit ich in unserer Firma mit zwei "gelernten" Riggern zusammenarbeite (und auch von beiden sehr viel gelernt habe), fühle ich mich zwar selbst besser, sehe aber so manche Kletteraktion von anderen mit gemischten Gefühlen. Wie gesagt, die Ausbildung bei der DEA möchte ich doch jedem sehr an's Herz legen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • kater
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    • 24. Januar 2006 um 09:53
    • #11

    zu b) da gäbs auch noch die FISAT, http://www.fisat.de

    zu c) is halt im Alltag oft nicht so, wie oft kommen 2 Mann die die Punkte machen und am nächsten Tag, wenn alles hängt, nur einer um sie totzuhängen ... selbst wenn man den einen nach nem Unfall mit Steiger oder sonstwas wieder runter bekommt, möchte wetten die meisten ohne Schulung, spätestens aber der Sani fängt dann mit stabiler Seitenlage an, dasagt dann das blut das die letzte viertel Stunde fröhlich in den Beinen abhing zum Herz servus und der klappt weg ...

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • kater
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    • 24. Januar 2006 um 09:58
    • #12
    Zitat von "kater"

    zu b) da gäbs auch noch die FISAT, http://www.fisat.de

    wobei mir da grad einfällt, das überschneidet sich ja jetzt, Thomas Wahls ( Fisat-Ausbilder ) hat letztes Jahr mal fröhlich aus dem VPLT-Magazin gegrinst ... btw genau der richtige Mann für so ne Schulung!

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

  • Tobias Zw.
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    • 24. Januar 2006 um 10:27
    • #13

    Jup, auf der Seite des FISAT wird an die DEA verwiesen.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

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    • 24. Januar 2006 um 14:12
    • #14
    Zitat von "Tobias Zw."

    b) Ohne entsprechende Ausbildung / Unterweisung durch einen qualifizierten Rigger sollte niemand klettern. Ich bin ja kein übergroßer Freund des VPLT, aber die Ausbildung zum Sachkundigen für VA-Rigging möchte ich jedem, der beruflich steigen muß, sehr an's Herz legen (http://www.vplt.org/recht_regeln/d…ard_SR30_DF.pdf). Die Gefahren durch mangelndes Wissen sind beim Klettern genau so hoch wie in anderen Teilbereichen unseres Berufes.

    Wobei man auf den Lehrgängen nicht nur lernt, wie man richtig klettert, sondern auch, wie man (zumindest halbwegs) vernünftig riggt. Und nach meinem Motto "Fremdgefährdung vermeiden geht vor Selbstgefährdung vermeiden" wäre das der wichtigere Teil.

    Zitat

    setzt nämlich nach zehn Minuten der orthostatische Schock ein, und dann wird's lebensbedrohlich.

    Wenn man den Schriften der Berufsgenossenschaft glauben darf (ich habe keine eigenen Versuchsreihen durchgeführt...), dann kann nach wenigen (also auch weniger als 10) Minuten Handlungsunfähigkeit eintreten, nach etwa 30 Minuten können die inneren Organe irreversible Schäden erleiden, nach etwa 60 Minuten kann der Tod eintreten.

    Rettungsrigger und/oder Steiger ist natürlich prima. Nun - machen wir uns da mal nichts vor - sieht die Realität oft leider auch etwas anders aus: Chef hängt oben und drei Azubis rätseln, was man denn nun tun könnte. In diesem Fall: SOFORT die Feuerwehr anrufen und erst dann weiter nachdenken, 10 Minuten hin oder her können da einen großen Unterschied machen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Laemmerman
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    • 24. Januar 2006 um 17:48
    • #15

    Bin ich nur froh, das wir bald einen Höhensicherungslehrgang machen (in der FFW)...

    - Wo ist denn hier bitte die Festleitung?
    - *auf ein etwas grösseres Kabel auf dem Boden zeigend* Na, da!

  • Tobias Zw.
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    • 26. Januar 2006 um 11:20
    • #16

    Nachtrag.

    Das hier: http://www.bgfe.de/bilder/pdf/bgr_198_a04-2005.pdf dürfte für so manchen hier ganz wertvoll sein - speziell die Punkte 6.1.8 und 6.1.11. So, meine lieben Kletterer, wer von Euch hat denn die G41 gemacht?
    (Ich kenne ehrlich gesagt auch nur die beiden Kollegen, die den Riggerschein gemacht haben.)

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • marcus-pdm
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    8
    • 30. Januar 2006 um 16:56
    • #17

    also g41 hab ich erst letzte woche gemacht und diese woche fängt der kurs zum sachverständigen bei der mediaacademy an.... mal gucken wo der mich hinbringt......

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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