Hat jemand Frequenzkurven die auch das Alter berücksichtigen? So wie diese hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Akustik_db2phon.jpg
Hab mir überlegt das es evtl. sinnvoll wäre bei überwiegend älterem Publikum die Controllersettings zu verändern. Lässt ja alles nach mit zunehmendem Alter.
Empfindlichkeit des Gehörs nach Alter
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guck mal in der lärm bg glaube da mal sowas drin gesehen zu haben
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ich halte eine anpassung der controllersettings für älteres publikum für keine gute idee.
folgende überlegungen:
- erstens sind die leute an den gegenüber ihrer jugend dumpferen sound gewöhnt (das geht ja seeehr langsam), sie vermissen die höhen also wahrscheinlich gar nicht.
- zweitens müsste man dann möglicherweise zusätzliche hochtöner anbringen, um besipielsweise den höhenverlust eines 60jährigen über 12kHz auszugleichen
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Also bis 60 geht mein Publikum nicht. Eher so bis 45. BMS Coax macht schon so einiges möglich. Allesdings muß ich mich weigern den Sound für schwerhörige K4 geschädigte, Auto Hochtöner A-Säulen montierer, richtig einzustellen. Den Rest vom Publikum nervt das dann extrem. Muß ich leider immer wieder bei schwerhörigen DJ´s feststellen.
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bei einem publikumsalter "bis 45" würde ich mir da noch keine all zu großen sorgen machen.
die meisten deiner zuhörer hören sicher noch ganz gut, wenngleich die 15kHz marke nur noch von wenigen erreicht wird.
und wie gesagt, die haben sich daran gewöhnt und vermissen die obersten höhen überhaupt nicht! -
Über 3 kHz passiert doch eh nichts mehr....oder?

Grüßle
Spirou
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Ja, bei 1,2,3 Promille ändert sich das Gehöer ja auch noch mal.

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Ich halte das nicht für den richtigen Weg. Mal angenommen du hast recht und die Leute haben schon einen im Schnitt altersbedingten Hörverlust zu hohen Frequenzen. Du passt als "Komfortmassnahme" deine Controllerkurve an. Was passiert?
1. Es nervt die Leute trotzdem (wie schon bemerkt wurde, sind sie an den "dumpferen" Klang ihrer Ohren gewöhnt)
2. Es nervt die, die noch besser hören, fast noch mehr (und führt zur Kritik, wie sie nach manchen Konzerten über "taube Mischer" geäußert wird), weil sie keinen so selektiven Hörverlust haben und daher die künstliche Überhöhung vielleicht noch intensiver wahrnehmen.
3. Du schlägst kräftig in die Frequenzkerbe, die deine Gäste eh schon haben, bläst also dort, wo's eh schon etwas fehlt, noch kräftiger rein. Auf die Tour wirds sicher auf Dauer nicht besser.Ich würde es also nicht empfehlen. Wenn überhaupt, dann bei großen Räumen lieber über dezentrale Beschallung nachdenken, das wird gleichmäßiger und kann ingesamt etwas leiser = imho sehr viel entspannter.
Janko
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dezentrale Beschallung halte ich auch für die bessere Lösung und im Zweifelsfall dazu noch eine Induktionsschleife legen

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Naja, also den Ansatz kann ich zumindestens nachvollziehen, auch wenn ich's nicht tun würde.
Man kennt ja diese gehörgeschädigten Tonleute, die sich ihren Supersound zusammenlügen. :shock: Sie nennen das "knackig" aber eigentlich tut's nur noch weh
. Erlebe ich jedes Jahr wieder auf irgendwelchen Open-Airs.Jetzt ist aber Hörschaden nicht gleich Hörschaden!
Man muß unterscheiden zwischen altersbedingter und lautstärkebedingter Schwerhörigkeit. Altersbedingte Schwerhörigkeit beginnt tatsächlich ziemlich weit oben im Frequenzspektrum und senkt sich über die Jahre langsam ab. Allerdings halte ich die von Dir angesprochene Zielgruppe für durchaus voll hörfähig - altersbedingte Schwerhörigkeit setzt erst deutlich später ein! Beschwerden aus dieser Zielgruppe wg. z.B. zuviel Bass oder zuwenig Präsenzen halte ich vielmehr der Geschmacks(VER)bildung geschuldet. (Schau Dir mal an, womit man im Durchschnittshaushalt so Musik hört - meistens das Küchenradio)
Etwas Anderes ist es mit dem Lautstärkeschaden. Der beginnt mit einem "Frequenzloch" bei ca. 4kHz. Man kann also durchaus noch bis 12, 14 oder 16kHz hören hat aber einen Einbruch bei den sog. "scharfen" Frequenzen, welcher sich mit zunehmender Schädigung ausweitet. Das liegt im Aufbau des Innenohres begründet: Da, wo der Gehörgang seine erste Biegung in die Schnecke hinein macht, passiert eine Verwirbelung. Bei entsprechend hohen Schalldrücken entsteht dort dann ganz einfach eine mechanische Schädigung der umliegenden Häärchen (Rezeptoren, Hörnerven). Und das sind eben die, die für den Frequenzbereich um die 4 kHz zuständig sind.
Ich bin mir nicht sicher ob ich das jetzt medizinisch ganz korrekt ausgedrückt habe, aber so hat's mir mal ein HNO-Arzt erklärt, der mich unbedingt über die Risiken meiner Berufswahl aufklären mußte.

FAZIT Da Du in den seltensten Fällen weißt, welche Art von Hörschaden beim Publikum vorliegt
(Schon die Annahme eines Solchen halte ich schlichtweg für Diskriminierung
) gibt es keine Controllereinstellung, die für alle passt.Ich rate Dir deshalb, Dich an eine möglichst lineare Entzerrung der PA zu halten. Ich bin seit vielen Jahren mit der Oldie-Tour unterwegs (d.h. mit den Originalen aus den 60ern und 70ern), und ich versuche, als Zugeständnis an den Geschmack der Zielgruppe (meistens zw. 40 und 65) mich mit den Bassinstrumenten im Mix etwas zurückzuhalten und die Vocals deutlich in den Vordergrund zu mischen (so, wie man's aus'm Radio kennt)
Viele Grüsse aus DD
Der Karsten