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Bestimmung der Belastbarkeit von Lautsprechern

  • montarbo
  • 27. Dezember 2005 um 02:36
  • montarbo
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    758
    • 27. Dezember 2005 um 02:36
    • #1

    Ich habe hier einen haufen gleicher (Bass) Chassis liegen, für die ich eine Belastungsangabe bräuchte, um zu verhindern, das sie später mal auf nem gig alle auf einmal sich verabschieden, ohne aber Leistung zu verschenken.
    Zu den Chassis gibt es leider Herstellerseitig keine Daten.

    Wie stelle ich das am besten an, hab schon verschiedenes überlegt:

    Als Signal wird Pink Noise wohl am besten geeignet sein. Bandpass gefiltert? Auf welchen Frequenzbereich (18")

    Als Amp lieber großen Brocken 3kw gebrückt drauf, oder ehr praxis nah 700W

    Woran kann ich festmachen das ich an der (Thermischen) Belastungsgrenze angekommen bin? Wenn's nach Kleber riecht? Wenn die Impedanz sich nachhaltig verändert.

    Achja, ist zu befürchten, das bei einem Speaker Defekt die Endstufe Schaden nimmt?

    ceterum censeo functionum unum esse utendum
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Funktion One verwendet werden muss.

  • manuela
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    9.103
    • 27. Dezember 2005 um 06:36
    • #2

    Was hast du denn mit Chassis vor deren TS Daten du garnicht kennst?
    Das gibt bestenfalls ne singende Obstkiste.

    Versuch sie anhand von Fotos und Herkunft vollständig zu identifizieren, nur so ist es auch möglich passende Gehäuse zu machen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Hörnli
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    • 27. Dezember 2005 um 08:46
    • #3

    Moin,

    @ Manuela: Die TS- Parameter sind meßbar.

    @ Montarbo: Zunächst mußt Du die Box entwickeln, denn die Belastbarkeit ist extrem abhängig vom Gehäuse. Da Herstellerangaben, nicht nur aus diesem Grund, ohnehin bedeutungsarm sind empfehle ich folgenden Test, den auch bei mir jede Konstruktion durchlaufen muß.

    Überlege Dir in welcher Leistungsklasse Du die LS betreiben möchtest. Am Beispiel einer 15" Bassreflex teile ich das in 200 Watt Party, 500 Watt Beschallung, 1000 Watt Truckspaceoptimiert ein. Gemeint ist jeweils die RMS Leistung des Amp gemessen ab 20 Hz.

    Dann nimmst Du einen Amp mit doppelter Leistung und spielst die Musikrichtung die angedacht ist oder universell die Top Ten also 10 Titel. Vollformat ist wichtig, keine MP3s. Die Aussteuerung jeden Titels sollte die ClipLED etwa 50 mal je Titel zum Leuchten bringen, und der Limiter sollte nach den Vorstellungen eingestellt sein und betrieben werden. Nach 10 Stunden weißt Du obs hält.
    Betreibst Du diesen LS dann mit der halben Testleistung ohne Clipping >>und<< ohne weiteres Limiting am Controller bist Du auf der sicheren Seite.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • deep-house
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    • 27. Dezember 2005 um 12:52
    • #4

    hallo,

    wenn die chassis gleich sind, warum willst du feststellen weshalb sie unterschiedlich belastbar sein sollten?

    wenn sich alle gleichzeitig verabschieden ist das doch optimal?!?

    miß die TSP (alle) und bestimme den x-max, vergleiche sie und konstruier dir dafür ein passendes gehäuse...(ausreißer ggfs. aussortieren)
    wenn du feststellen willst wie hoch sie überhaupt belastbar sind, dann krieg den schwingspulendurchmesser und orientier dich an vergleichbaren chassis.

    falls du bei sonst gleichen chassis feststellen willst ob es ab 250w sinus oder 300W sinus nach kleber riecht dann ist das unwichtig (0,8dB abweichung)


    falls die chassis sich aber doch mehr unterscheiden (vielleicht gar nicht gleich sind) verkauf sie, sonst "singende obstkiste.

    das der amp beim spulendurchbrennen schaden nimmt kann ich mir kaum vorstellen, es sei denn die schwingspulenzuleitung reißt ab und schließt zu der anderen kurz, sowas ist aber ja nach chassis gar nicht möglich oder sehr unwahrscheinlich

    gruß uweS.

    Gruß UweS.

  • tufkains
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    • 28. Dezember 2005 um 14:05
    • #5

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (30. September 2008 um 23:22)

  • test
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    • 29. Dezember 2005 um 00:49
    • #6

    warum der ganze aufwand. einen guten amp kaufen und die chassi auf 700 von 1000 möglichenw laufen lassen. der amp darf nur selten mal klippen (rechteck) und alles ist gut. der pegelgewinn mit 300w ist zu vernachlässigen. außerdem macht das chassi dann sicher 20-30 partys mehr mit.
    beispiel: seeburg infra*2= 3,2kw sinus.
    qsc pl4 an 2 ohm: 2kw
    keine kaputte pappen seid 4 jahren und gerade aus kann ich trotzdem nicht sehen unter vollgas.
    ansonsten ist das einzige was geht eine impendanz überwachung. nur so kann ich an die grenze der pappe gehen. das macht nexo ja vor. eleganter fand ich syrincs. beide varianten werden für den normalen selbstbauer aber wohl ausscheiden.
    um was für pappen geht es denn?

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • tufkains
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    • 29. Dezember 2005 um 23:36
    • #7

    ----

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (30. September 2008 um 23:22)

  • Sound-Klinik
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    • 9. Januar 2006 um 09:51
    • #8

    ... die mechanische Belastbarkeite ist sehr stark vom jeweiligen Einbau abhängig - die elektrische Belastbarkeit (im Gehäuse eingebaut !) läßt sich über die Zunahme des Gleichstromwiderstandes Re der Schwingspule (temperaturabhängig !) indirekt über die Zunahme vom Scheinwiderstand Z messen (Messverfahren: Spannungs- und Strommessungen ... Quotient ergibt Z ... induktiver Anteil "herausgerechnet" ergibt Re).

    Man sollte das verwendete Material (Kupfer oder Alu ...) kennen ... sonst muß Re vom Chassis bei wenigstens zwei Temperaturen bestimmt werden (im thermischen Gleichgewicht ... d.h. "längere" Zeite auf die gewünschten Temperaturen bringen, bis "alles gleichwarm" ist ...).

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 10. Januar 2006 um 07:20
    • #9

    Moin,

    @ Inspiron: >>Ansonsten heißt es mindestens ein Chassis den Hitzetod sterben zu lassen.<<

    Vielleicht stirbt es ja auch den mechanischen Tod?

    Ich habe noch nie ein Chassis "on Job" verloren, was bedeutet das? Entweder ich bin zu zaghaft, oder ich weiß was ein LS kann. Dazwischen liegt die "sinnige" Wahrheit :wink:

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

    Einmal editiert, zuletzt von Hörnli (10. Januar 2006 um 07:34)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. Januar 2006 um 07:26
    • #10

    Ein sehr interessanter Aspekt ist auch daß die Lautstärke kurz vor dem Erreichen der höchstzulässigen Belastbarkeit nichtmehr nachweisbar zunimmt. Also da wos nichtmehr lauter wird - STOP

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 10. Januar 2006 um 08:09
    • #11

    Moin,

    Gefragt ist ja die Belastbarkeit, um diese Frage zu beantworten, muß man in der heutigen Zeit der quasikeramischen Kleber den Klang außer Acht lassen. Schon sehr weit vorm Zusammenbruch meldet sich der LS mit "Überlastartefakten". Doch zweifle ich die Konsistenz der subjektiven Wahrnehmung an. Überlastartefakte klingen in den Ohren "aller" DJs geradezu geil. Nur bei sehr guten Lautsprecherkonstruktionen kommt man ohne ätzenden Klang überhaupt in den Bereich der thermischen Kompression. Möchte man also einen Lautsprecher, der die Grenzen des Machbaren erreicht, sollte man die akustisch- physikalischen Hausaufgaben machen. Dann macht auch der von mir durchgeführte Test Sinn. Danach weiß ich ob die Pappe fest mit dem Spulenträger verklebt ist und ob die thermische Kalkulation stimmt. Konstruktionen, die schon weit vorher müllig klingen teste ich erst garnicht auf Belastbarkeit, Lärm ist nicht mein Job.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 10. Januar 2006 um 08:16
    • #12

    ... und die mechanischen Grenzen können über eine Klirrmessung (Mikrofon mit hohem max. SPL bei wenig Klirr erforderlich !) gemessen werden ... und dann mit dem Messmikro recht nah an die Kiste, damit keine "Raumgeräusche" als Klirranteile gemessen werden ... :wink:

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 11. Januar 2006 um 04:21
    • #13

    Moin,

    @ Soundklinik: Beschreibe mal mit welchen Verfahren Du solche Klirrmessungen durchführst. Mit welchen Messignalen arbeitest Du.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 11. Januar 2006 um 08:14
    • #14
    Zitat von &quot;Hörnli&quot;

    @ Soundklinik: Beschreibe mal mit welchen Verfahren Du solche Klirrmessungen durchführst. Mit welchen Messignalen arbeitest Du.

    ... Du brauchst ein möglichst klirrarmes Sinussignal (der Minirator von NTI liefert sehr klirrarme Signale !) und ein Gerät, mit dem sich Klirranteile messen lassen (z.B. Minilyzer (THD+N ... wobei Noise dann wohl weniger stark ins Gewicht fällt ...) UND natürlich ein klirrarmes Mikro (z.B. ein Echtkondensatormikrofon von GRAS mit unter 1% Klirr bei 160 dB SPL).

    Man gibt verschiedene Frequenzen drauf und mißt den Klirr, während der Pegel langsam erhöht wird (gleichzeitig Spannungsmessung mit Echteffektivmultimeter am Endstufenausgang) - allerdings sollte auch nicht zu lange Leistung auf die Chassis gegeben werden, weil es sonst zu Überhitzungen kommen kann.

    Wichtig: Nebengeräusche durch schwingende Gittter, Rollen oder Gegenstände im Raum produzieren - meßtechnisch gesehen - natürlich "Klirranteile" - daher: möglichst nah an Schallaustrittsöffnungen rangehen.

    Übrigens: Man findet praktisch bei jeder (z.B. Bass-) Box Frequenzen, wo es recht früh "rappelt" ... bei Messungen in der Fachpresse werden solche Phänomene aber manchmal "übersehen" ...

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