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Wie sind bei euch im Live Bereich die Preisspannen?

  • Seven
  • 7. Januar 2003 um 18:12
  • Franky
    Gast
    • 9. Januar 2003 um 14:02
    • #21

    Also keiner verdient mit Eintrittsgelder die richtige Kohle.
    Es wird doch erst interessant wenn ordentlich was an der Theke rausgegeben wird.

    Außerdem denke ich, daß das Risiko der VA ja nun beim Veranstalter bleiben sollte, entweder es klappt oder nicht, dann sollte dieser das Konzept/Planung verändern.

    Live Veranstaltungen sind doch immer mehr zurückgegangen, erst so in den letzten Jahren gab`s wieder ein paar neue Schuppen.

    Das Schwierige ist einfach: kein Mensch gibt ordentlich Zaster raus für unbekannte Gruppen, mögen die auch echte Klasse haben.
    Vieleicht spielen immer noch die Uraltmucker auf den größten Konzerten und saugen die Gelder weg (soll jetzt keine Musikbewertung sein :smile: ).

    So in den 80`s war`s wirklich nett, auch gute Sachen, ich weiß noch wie die Scorpions hier vor 50 Leuten anrockten in Mini-Clubs :smile:

    Gruß
    Frank

  • Kracky
    Profi
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    • 9. Januar 2003 um 14:21
    • #22

    Bei uns in der Gegend ist es üblich das der VA garnichts mit der Technik zu tun hat, hier buchst du eine Musik, die kostet dann meinetwegen 4500-6000 Euro und da ist dann die Technik mit drin. Und hier ist es sicher auch nicht unüblich das die Technik dann bis zu 2000 Euro einnimmt. Zu über 90% ist das bei diesen Bands aber nichts eigenes sondern es sind feste Verleiher.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Anonymous
    Gast
    • 9. Januar 2003 um 14:42
    • #23

    Ich glaube ich muß die Gegend wechseln!
    Aber mich würde es auch mal interessieren was nehmt ihr so für diese Anlagengröße?
    Ich glaube schon das, das abhängig von der Gegend ist.

  • Franky
    Gast
    • 9. Januar 2003 um 14:46
    • #24

    Hier ist das sehr gemischt.

    Oft wird den Musikern auch Technik (installiert) angeboten, die für diesen Zweck recht ungeeignet ist (z.B. sprachoptimiert, oft in Hotels).
    Denen fehlt`s dann an vielen Stellen, haben keine Abhöre, usw. Dem VA ist das egal, Gruppe gebucht und Schluß.

    Die müssen dann für adäquate Technik selber noch löhnen, bloß wie und wieviel???

    Und wenn die von etwas weiter kommen, haben die häufig keine Ahnung was das für`n Raum ist, was für`ne Anlage...

    Dann bin ich schon in Versuchung (nicht nur Versuchung) die dicken Prozente zu geben, weil letztlich steht man auf der selben Seite.

    Und wenn ich sehe was für Gelder für das Essen gezahlt wird, für irgendwelche Zauberer, usw., dann stimmt das Verhältnis nicht.

    Bei einem Fall hatten die Musiker sogar (hatten keinen Techniker bestellt, nur Monitoring mit Transport) die Seitenboxen für die Bühne zum Zuschauerraum gedreht, damit die Leute wenigstens ein bischen Sound hatten; das nur zu installierten Boxen.

    Gruß
    Frank

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 9. Januar 2003 um 15:27
    • #25

    Wir arbeiten oft als Technikfirma für Galabands. Eigene Technik ist nicht vorhanden und wir passen die Licht- und Tonanlagen auf den Rahmen an. Da Galaveranstaltungen gut bezahlt werden, kommt dann auch die Technik nicht zu kurz (1000 Euronen und mehr sind hierbei Standard). Nur bei Stadtteilfesten und ähnlichem gibt´s bei uns oben genannte Konditionen ab EUR 400.00

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • Seven
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    • 10. Januar 2003 um 08:02
    • #26

    @Go:
    Natürlich geht das billiger. Ich meinte jetzt eher Veranstaltungen Richtung Stadtfeste oder die viel zu häufigen Zeltveranstaltungen oder Livebands in Bürgerhäusern. Das so was im MUK net klappt is klar. Ich habe früher auch schon PA (naja klein-PA) gestellt und für 3 Bands im Jokus in Giessen Ton gemacht. Und wenn eben keiner kam, dann hab ich auch nur 200 DM genommen. Aber das war unter Freunden und in keinster Weise gewerblich. Im MUK gibbet 250 € fürn Techniker?? Net schlecht, vielleicht sollte ich wieder dort anfangen.

    Klar sind die Anschaffungspreise für das Material nicht gleich hoch. Aber versuch doch mal auf einem Markt wie in Mittelhessen, wo es einfach zu viele Leute gibt, die meinen sie müssten Anlagen verleihen (imho), deinem Kunden zu erklären er soll 1000 € an dich zahlen, weil du eine Martin PA stellst und nicht 800 € an einen Mitbewerber XY, der aber nur verramschtes Dynacord Holz hinstellt. Ich habe es doch schon oft erlebt, dass sogar Bands lieber 150 € mehr einstecken, als gute Leute oder gutes Equipment zu bezahlen und ich rede von 150 € geteilt durch 6 Bandmitglieder. Wenn es also Musikern teilweise wichtiger ist, eine Kiste Bier mehr am Abend zu verdienen, als eine gute Show abzuliefern, dann schau ich als Verleiher mit meinem guten Equipment auf diesem Markt in die Röhre. Und da dann einige Industriesachen weg brechen, bzw. hartem Preiskampf unterliegen. Und da 800 € für mein Holz immer noch besser ist, als es am Wochenende im Lager stehen zu haben, sagt sich jeder, der nicht unter der momentanen wirtschaftlichen Lage leidet: "Komm her, ich machs auch für 800 €"


    gruß
    Seven

  • Fx´er
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    • 15. Januar 2003 um 19:53
    • #27

    Das Problem is bloss, das du dann bei diesem VA in der Zukunft auch nich mehr als 800 Euronen kriegst.
    Is halt bei uns in Sachsen das gleiche Problem.
    Wenn du ein paar mal so unter dem Preis geblieben bist, bist du zwar beim VA beliebt aber ansonsten bist du ein gebranntes Kind und irgendwann bringst du auch noch dein Catering von zu Hause mit.
    Ja solche Leute gibts!!

    Grüsse
    Holger

    "Ja .......muss so laut"

  • Seven
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    • 15. Januar 2003 um 23:36
    • #28

    Kewl 2000 € für ne Coverband. Also hier im Raum bekommste dafür schon was geboten. Sogar für weniger. Für 1800 € + Unterkunft fahren wir auch weiter wech....
    Ich würde ja mal die url der Website meiner Band hier setzen, aber die is momentan nix und wird gerade entwickelt. später mehr....


    gruß
    Seven

  • medimax
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    364
    • 2. Februar 2003 um 20:27
    • #29

    Ich denke doch, dass das eigentliche Geld nicht beim Eintritt verdient wird sondern in der Gastronomie. Die Veranstalter sehen das nur nicht so und sind schon froh, wenn sie bei Kosten für Band, Anlage & Co. schon Gewinn machen.
    Das bei guter Band und gutem Ton vielleicht mehr Leute beim nächsten Mal zur Veranstaltung kommen und man mehr Einnahmen durch Getränke und Essen macht, sieht doch keiner...

    VG
    Sebastian

  • Seven
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    • 2. Februar 2003 um 22:44
    • #30

    Meine Rede.
    Aber leider denken viele Veranstalter nicht so. Die machen lieber Diskos mit billigen DJ für Kiddies und wenig Fixkosten aber wenig Gewinn als ne Rockveranstaltung mit trinkfreudigem Publikum, wo ein gewisses Risiko da ist, aber wo auch richtig Gewinn gemacht werden kann....

    Es ist wie überall, ohne Risiko kann man nix großartiges verdienen...

    gruß
    Seven

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 3. Februar 2003 um 19:33
    • #31

    Ich möchte hier erst eines sagen: Ich bin kein Beschaller, sondern meistens ein Mieter des Equipments. Trotzdem befasse ich mich mit dem Thema, weil ich später vielleicht auch mal in die Branche einsteigen will, wenn man das hier so hört, überlegt man sich das jedoch 2 Mal (oder 3x)…

    Ich versuche es jetzt mal von der anderen Seite zu betrachten.
    Ein großes Problem heutzutage ist ja auch die Erwartung des Publikums: Sie wollen für am besten 0 Euro Eintritt die Stones, Bryan Adams oder sonst wen auf der Bühne sehen. Das das nicht geht, scheint nur wenigen bewusst zu sein. Ich betreue bei unserem Karnevalsverein die Tontechnik. Seit wir in einer ca. 750 Mann Halle Karneval machen, muss da natürlich auch entsprechende Technik stehen. Wie soll sich das nun so ein kleiner Karnevalsverein wie wir leisten (ich meine nicht nur Technik…)? Rechnen wir mal mit ca. 1000 voll bezahlenden Besuchern, das wären 1000 x 10 Euro = 10000 Euro. Davon gehen ab:

    Hallenmiete: 1500 Euro
    Band: 3500 Euro
    Deko: 1000 Euro
    Kostüme: 2500 Euro

    Und dann sieht man erstmal, was noch übrig bleibt, z.B. für Technik. Ich weiß auch, dass es bei Euch keinen Deut besser aussieht. Wenn man nun einmal bedenkt, was man dem Publikum für diese 10 Euro bietet, ist das schon sehr traurig, dass es keiner richtig würdigt:

    - 3-4h volles Karnevals-Programm
    - anschließend noch Tanz bis 3 Uhr
    - Barbetrieb
    - u.s.w.

    Wir können als Verein übrigens keine Gastronomie betreiben, dass wird von externen Leuten erledigt, da wir sonst steuerlich dafür aufkommen müssten und das können wir uns beim besten Willen nicht leisten! Wir MÜSSEN also alles über den Eintritt abdecken.

    Nächstes Beispiel: Ich bin ebenso „Ton“i in einem Gospelchor bestehend aus 30 Leuten Chor, 4 Mann Band, Chorleiter, 2 Techniker. Wir machen das alles nur aus Spaß und Freude und verdienen da kein Stück dran, stecken eher noch rein. Was meint Ihr, was die Leute bereit sind, dafür zu zahlen: 700 Euro. Und davon müssen alle Unkosten für 40 Mann gedeckt werden. Man muss noch dazu sagen, dass wir eine komplette PA und LICHT mitbringen. Das Einzige was wir hören ist: Uff, soviel, geht nicht auch weniger?
    Irgendwo stimmen hier die Relationen nicht mehr. Ich denke wir leben in der Spaßgesellschaft. Anscheinend haben aber alle vergessen, dass "Spaß haben" auch (eine Menge) Geld kostet. Stattdessen spart man allen Ecken und Enden und verlegt sich lieber auf’s Meckern und Mosern, dass ja die VA’s so schlecht geworden sind.

    So, genug rumgefrustet…

    Wir hoffen auf bessere Zeiten

    VG SEBASTIAN

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