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Wie sind bei euch im Live Bereich die Preisspannen?

  • Seven
  • 7. Januar 2003 um 18:12
  • Seven
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    • 7. Januar 2003 um 18:12
    • #1

    Moin
    ich wollte mal eben fragen wie groß die Preisspanne in eurer Region bei Standard Live Musik VAs sind.
    Ein Standard Setup sieht bei uns in etwa so aus:
    - 4 Stacks PA (jeweils 2 Bässe ein Horntop pro Seite)
    - 4 Kanal Monitor Anlage
    - FoH Platz mit 32 Kanälen und bissi Siderack (kein BSS kein Behringer)
    - Mikrofonset
    - 4-5 6er Bars Par 64
    - 4 Scanner 575W

    Und eben alles was halt dazugehört wie Amps, Dimmer usw.

    Bei uns machen dir die billigsten Firma solche VAs für 850 €, die teuersten liegen dann bei 1800 €. Für einen Tag versteht sich.
    Geht die Schere bei euch auch so weit auseinander? Ich würde sagen die Regel ist dann ein Preis von 1000 € (incl 1 Lichttechniker und ein Tontechniker und eine Aufbauhilfe)

    gruß
    Seven

  • Joachim Flottmeier
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    • 7. Januar 2003 um 18:28
    • #2

    Wir das bei uns in der Gegend ist kann ich nicht so sagen. Aber ich denke es liegt warscheinlich auch am Material wie teuer man ist. Nexo Alpha E ist ja ganz klar teurer wie ne gleich gute Selbstbau-Anlage(Selbstbau muss ja nicht schlecht sein).
    Und Hobbisten sehen das ja auch anders wie die Pro`s, wobei die Hobbisten ab und zu ja auch besser sein können wie die, die davon leben müssen.
    Ich denke die Preisspanne wird bei uns sehr ähnlich sein.
    Obwohl ich mir bei einem bei uns aus der Gegend auch vorsetllen könnte das er das für
    500,00 macht:-)ist dabei auch gar nicht mal schlecht, nur seine Denkweise finde ich sehr
    komisch.

    http://www.flottmeier-rehrmann.de

  • Anonymous
    Gast
    • 7. Januar 2003 um 18:59
    • #3

    Hab hier gerade ein Angebot liegen so in etwa wie deines für 1190 Euro. Frontanlage ist dann Seeburg Zeug

  • ADMIN
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    • 7. Januar 2003 um 19:05
    • #4

    Bei allem, was da an Material aufgezählt wurde, liegen die Einkaufspreise für das billigste und das teuerste Material um mehr als den Faktor zwei auseinander. Warum sollte es da nicht auch deutliche Differenzen beim Mietpreis geben?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Franky
    Gast
    • 7. Januar 2003 um 20:27
    • #5

    Ich weiß nicht.

    Meine Erfahrung geht immer mehr in die Richtung, daß es immer weniger großartige Margen beim Material gibt (Selbstbau mal ausgenommen), sondern daß es beim Techniker(leute)einsatz liegt.
    So riesige Unterschiede sind mit unterschiedlichem Material einfach nicht möglich, evtl. zieht noch `ne Midas etc., aber ab einer bestimmten Qualitätsmarke ist das eh` alles schnuppe.
    Ob ich nun Coda Audio (wie ich) oder HK oder EV oder..., genauso egal, ob ich 8, 10 oder 20 Boxen brauche; der Unterschied ist relativ gering zu der Gesamtmarge.

    Frank

  • Steffen
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    • 8. Januar 2003 um 00:09
    • #6

    Also, ich hab bei uns die Erfahrung gemacht, daß doch noch Einiges übers Material geht. Allerdings versteh ich nicht wirklich, wie einige Leute rechnen... Da gibts z.B. das ein und selbe Pult mit Siderack (leicht diferenzierende Bestückung), Pult ML3000-40er Rahmen von 70 EUR bis 320 EUR...
    Was den Techniker-Lohn betrifft, da gibt es halt immer noch Leute, die nie gelrnt haben zu kalkulieren (Auszug aus der Preisliste einer hier im Saarland nicht ganz unbekannten Firma, die Leute sind alle Studenten, haben aber aufgrund "Papis Geldbeutel" ernstzunehmendes Material : "Lichttechniker, tagessatz 80EUR"... Na ja, und wir sind bei 250 EUR /Tag kalkulatorisch eigentlich noch viel zu billig.

    Andererseits habe ich gerade wieder bei ner großen Produktion, die wir gefahren haben (große Kirche, Duke Ellingtons "Sacred Concerts" mit Big Band (so ziemlich alles übertrieben besetzt), ca. 80 Leuten Chor (8 bis 10-stimmig) sowie mehreren Vocal-und Instrumentalsolisten) erlebt, daß einer der sog. "Großen" (aus dem Kölner Raum) uns rausgedrückt hat mit nem totalen Kampfpreis...

    Da fragt man sich, ob die "Riesen" eigentlich nur noch Monopole wollen oder was... Das kann doch nicht im Sinne des Kunden sein...

  • ADMIN
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    • 8. Januar 2003 um 01:03
    • #7
    Zitat

    Da fragt man sich, ob die "Riesen" eigentlich nur noch Monopole wollen oder was... Das kann doch nicht im Sinne des Kunden sein...

    Nicht wenigen grossen steht das Wasser bis zu Hals. Der "kleine Krauter" mit seinen drei nebenberuflichen, die eher Freunde als Mitarbeiter sind, streicht halt mal den Urlaub, wenn Flaute ist, und es werden drei Geräte weniger ins Rack geschraubt.

    Die große Firma, der gerade massenhaft Industriekunden wegbrechen, die aber viele Festangestellte hat, Material, das geleast ist oder auf Kredit gekauft, die kämpfen um's Überleben.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Go Zuppi
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    • 8. Januar 2003 um 01:45
    • #8

    Zitat "Bei uns machen dir die billigsten Firma solche VAs für 850 €, die teuersten liegen dann bei 1800 €. Für einen Tag versteht sich."

    Hi Seven,
    nee stimmt nich, so ne Anlage (na ja weniger Licht also Bühne bunt und hell) bekommtst Du je nach Art der Veranstaltung in Mittelhessen für viel weniger Kohle. Wenn Du sagen würdest für gewerbliche Veranstaltungen kann ich mit Dir konform gehen.
    Was meinst Du wie VA im Muk, Traumstern oder AK 47 gerechnet werden?
    Im Endeffekt ist es doch so, daß die Besucher die komplette Veranstaltung finanzieren sollen, und wenn das längere zeit nicht klappt gibt es keine Veranstaltung mehr.
    150 Leute a 6 EUR ergibt 900 EUR, davon bekommt die Mucke ca 300, der VA Techniker 250, die Gema 70, und den Rest der Veranstalter für Booking Plakate aufhängen Saalmiete Personal und Bürokosten usw..
    Und nun zeich mir die Band, welche 150 Leute irgendwo zieht.
    Einen schönen Ton wünscht der
    Go

  • southarsch
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    • 8. Januar 2003 um 07:34
    • #9

    @go
    du hast es erfasst !

    das ist auch der Grund warum nen Teil der kleineren Bands die ihre Konzis selberorganisieren sich Stück für STück eigene Anlagen zulegen bzw sich das Zeugs billigst von diversen andren Bands zusammenleihen

  • Franky
    Gast
    • 8. Januar 2003 um 12:48
    • #10

    Also die Fixkosten sind ja sehr unterschiedlich: Kosten für Lager/Büro, Angestellte, Fahrzeuge, Kredite...

    Das Material muß rechnerisch/buchhalterisch auch eine Mindestausleihzeit haben, um sich zu rentieren. Was passiert also, wenn die Fixkosten gleich bleiben, der Cash Flow aber nicht mehr stimmt? Pleite.

    Ich glaube deshalb, daß die großen Firmen immer mehr bedacht sind auch kleinere Jobs zu machen, damit in bestimmten Zeiten überhaut Umsatz erzielt wird; die Fixkosten sind ja ohnehin vorhanden.

    Falls nun ein Veranstalter ein niedrigeren Preis aushandelt, ist es allemal besser ein weniger dotierten Auftrag auszuführen als gar keinen (vorausgesetzt, man bekommt keinen Verlust).

    Ich habe deshalb die Befürchtung, daß damit viele "kleinere" Jobs, die sonst von eben auch kleineren Vermietern gemanagt wurden, weg sind.

    Frank

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    • 8. Januar 2003 um 13:00
    • #11
    Zitat

    Ich habe deshalb die Befürchtung, daß damit viele "kleinere" Jobs, die sonst von eben auch kleineren Vermietern gemanagt wurden, weg sind.

    Das kann nur ein vorübergehendes Problem sein, weil die Großen mit ihrer Kostenstruktur die kleinen Gigs nicht kostendeckend machen können.

    Entweder springt die Konjunktur wieder an, oder die bauen Personal und Material ab, zur Not dadurch, dass einige Firmen pleite machen.

    Wichtig ist jetzt, dass die, die überhaupt noch die Wahl haben, sich nicht auf einen Preiskrieg einlassen. Und die Wahl haben derzeit eigentlich fast nur noch die "kleinen Krauter", also die Nebenerwerbs-Buden und die Firmen ohne fest angestellte Mitarbeiter. Wenn die jetzt auch noch die Nerven verlieren, dann knüppeln wir das Preisniveau so weit nach unten, dass es sich in 5 Jahren nicht mehr richtig erholt.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Franky
    Gast
    • 8. Januar 2003 um 14:28
    • #12

    Nicht kostendeckend arbeiten...

    stimmt, aber mal ehrlich, es gibt ja auch die "weichen" Fixkosten, dann wird eben Personal entlassen, ganz nach dem Muster "last hired, first fired".

    Nun, gutes Personal ist bestimmt nicht ruck-zuck zu finden, aber "Schleppjobs" können viele machen. Wir hatten schon mehrere Anfragen (z.B. von Ehem. bei Rocksound, gestern Hannover, heute Hamburg), die um eine neue Stelle angefragt haben.

    Wie dem auch sei, Industriejobs werden recht zurückhaltend gefragt, immer mit Kostendeckel verknüpft. Und i.d.R. sind (waren) das auch die lukrativsten.

    Ich sehe das hier in Hannover (z.B. CeBIT), wo ein Preisgefecht in Gang gekommen ist, das mir ganz schön stinkt.

    Außerdem sind die Fixkosten auch bei kleineren Vermietern vorhanden (Lager, etc.), die ebenso weiterlaufen. Und dann kommt ja noch der Druck dazu seine Marktpräsenz (Stichwort Kontakte) aufrecht zu halten, neues Material hinzustellen...

    Ich fand das Vorwort im VPLT Magazin sehr gut, es kam schlimmer als befürchtet, allerdings sollte man sich nicht entmutigen lassen.

    Auch wir haben Stammkunden und ich schätze Mal, daß es einiges gibt, was Kleinere den Großen voraus haben (Flexibilität, weniger Vorlaufzeit...), das sollte man nützen.

    Mit positivem Denken
    Frank

  • AMLB
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    • 8. Januar 2003 um 20:21
    • #13

    Ach, nein: so hoch sind die Fixkosten bei uns "Kleinen" nicht: Wir haben rund 15 KW To, 40 KW Licht und 2 mobile Bühnen. Alles auf unserem Eigenen Gelände bzw. im eigenen Lager. Einzige laufende Kosten: 1 Leasing-Transporter.
    deshalb können wir die Preise individuell anpassen. Für unbekannte Bands gibt´s oben genanntes Equipment mit Techniker für rund 400 Euonen; bei Industriejobs nehmen wir dafür rund 1200 Euronen. Und alle sind glücklich...

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • marcoboy
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    • 8. Januar 2003 um 22:39
    • #14

    also 800 euro find ich als die unterste schmerzgrenze überhaupt ! zwei leute die aufbaun das geht schon mal man weiß aber dann auch was man gemacht hat und dann als dank segelt dir ne Bierflasche quer übers K2 ! oder einer pinkelt dir in Endstufenrack

    alles erlebt :sad:


    Das problem ist das veranstalter meist nich viel mehr geld übrig haben für so ne 1000man party + guter Band

  • Kracky
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    • 9. Januar 2003 um 01:22
    • #15

    Tja, das ist leider traurige Realität. Wenn ich alleine unsere Veranstalter so anschaue und vorallem das Publikum dann könnte man schon manchmal gerne laut losschreien. Da bietest du schon alles als dry hire an, damit es günstig für den Veranstalter ist, 200 Euro mit schon 50 Euro Rabatt für die kleine HK Premium plus 4 CH Licht und etwas Effekte für Disco zum selbst abholen usw. und dann bekommst du als Antwort macht jemand anderes um fast den halben Preis und baut das Zeug auch noch auf! Sorry, kann selbst ich nicht mithalten um nicht zu sagen, da will ich erst garnicht mithalten! Und siehe da, alte Freunde kommen immer wieder und nu ist der Rabatt futsch! Man kann das Fell des Bären erst verteilen wenn er erlegt ist. Also ruhig bleiben, Fixkosten drücken oder vermeiden den die anderen machen sich langsam alle selber kaputt.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • AMLB
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    • 9. Januar 2003 um 08:48
    • #16

    Also. Vollgepinkelte Boxen, mit Bier versiffte Racks: Das kennen wir nicht. Wir arbeiten nicht im "harten Rock´n Roll Business", sondern eher im Gala-, Jazz- und Partysektor. Deshalb sind selbst unsere auf dem Boden verlegten Kabel zumeist noch völlig sauber! Und Catering ist sowieso immer mit drin!

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • dichter
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    • 9. Januar 2003 um 11:01
    • #17

    Also,um mal wieder zum eigendlichen Thema zurückzukommen.
    Ich denke mal das diese Anforderung so mit ca 900 € angemessen wäre. Ich setze jetzt mal Standard Material wie ,sagen wir mal db, Turbosound, R-Serie voraus.
    Mann sollte immer bedenken das es sich für den Veranstallter noch lohnen sollte sonst können wir bald alle einpacken da es bdann keine Veranstaltung mehr gibt.
    Rechnet doch mal zusammen:
    Coverband 2000€
    Beschallung 900€
    Saalmiete 300€
    Webung 200€
    Gema 200€
    Security: Keine Ahmungaber sagen wir mal 500€
    Hab garantiert noch was vergessen aber egal.
    Sagen wir alles in allem rund 4500€ Kosten.
    Bei einem Entritt von 5€ müssen dann schon 900 zahlende Gäste kommen bevor er einen cent verdient.

  • Kracky
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    • 9. Januar 2003 um 12:51
    • #18

    Ähm.. ja! Sorry, aber wenn du ne Coverband um 2000 Euro irgendwo her bekommst(bei uns gibts nichts brauchbares um den Preis) dann verlangt man doch nicht 5 Euro Eintritt? Also die billigsten Aktionen fangen hier bei uns so ab 7 Euro Eintritt an. Ok, bleibt sich im Endeffekt alles gleich, du hast meist so um die 600 Personen, viel Arbeit und nix verdient. Wenn du dann keine BAR hast, die Asche macht war das ganze Just for Fun!

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    André Ruhnau
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    • 9. Januar 2003 um 13:43
    • #19

    Runden wir mal Werbung ein wenig auf und rechnen noch ksoten für die Tresenkräfte dazu, dann sind wir bei 6000,- Euro.

    Wenn der Besucher im Schnitt mit Eintritt 15,- Euro da lässt, dann hat man einen break even bei 400 Nasen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • dichter
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    • 9. Januar 2003 um 13:55
    • #20

    OK. Soll mir auch alles recht sein!
    Aber überlegt mal!
    Welcher Veranstalter bucht dann eine PA/Licht die 1800 € kostet wie es oben geschrieben wurde.
    Klar ist bei 850-900 € für die Technik nicht die Welt verdient dran. aber ich denke der Preis ist doch durchaus realistisch. Oder Vielleicht immer noch zu teuer.

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