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Beschallungsproblem: 2 Anlagen in einer Halle...

  • georgenomex
  • 29. Januar 2006 um 19:11
  • georgenomex
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    • 29. Januar 2006 um 19:11
    • #1

    Wie würdet ihr folgende Aufgabe lösen? :

    Halle: 60m lang, 12m breit, 10m hoch
    Musik: Techno, Drum & Bass

    Die Halle soll in der Mitte abgetrennt werden, mit, von einem Hallenkran herunterhängenden, Kunststoffplanen (dick und schwer wie Lastwagenplanen). Dann kommt auf jeder Seite eine Bühne und Anlage hin, die zu beschallende Fläche sind je 350m².

    An Boxen stehen 16 C7 Bässe + 8 C7Tops + 4 B2 zur Verfügung.

    Was wäre optimal: beide Anlagen aussen / Rücken an Rücken in der Mitte / ev. 4 Punkt Beschallung auf beiden Seiten?

    Die Aufgabenstellung lautet leider so, andere Räumlichkeiten stehen nicht zur Verfügung...

    vielen Dank im Voraus!

    /\/0/\/\3><

    Encyclopedia Dramatica - Austria

  • Seven
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    • 29. Januar 2006 um 19:35
    • #2

    Ich denke mal ein wichtiges Ziel bei den Rahmenbedingungen ist eine gezielte Beschallung, also möglichst wenig von der Anlage aus "Raum A" in "Raum B" und umgekehrt.
    Im anderen Fred wird ja noch diskutiert, ob sich CSA auch mit C7 Sub realisieren lässt. Ich würde hier doch mal d&b direkt kontaktieren, ob und wie sich das realisieren lässt.
    Da ich mal davon ausgehe, dass das funktioniert (CSA ist ja, wie bereits erwähnt, nix neues in der Beschallerwelt) würde ich wohl die Bühnen "Rücken an Rücken" bauen. Pro PA Seite jeweils ein CSA aus jeweils 3 C7 Subs, dazu 2 B2 im Infra Mode und nach Möglichkeit 2 C7 Tops fliegen. Bei 12 Meter Breite und 30 Meter Länge würde ich die C7 Tops untereinander fliegen. Die B2 mittig vor die Bühne und die C7 außen nebeneinander als CSA (also keine Türmchen bauen).

    Damit sollte IMHO die beste Trennung erfolgen.

    So und jetzt zerlegt mich... :wink:

  • Kracky
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    • 29. Januar 2006 um 22:01
    • #3

    Auch ich würde in deinem Fall probieren denn Aufbau Rücken an Rücken der Anlagen zu fahren, so das zumindest der Direktschall beider Anlagen nur in den zu beschallenden Raum geworfen wird. Problematisch ist das Problem, das es in vielen Discos mit mehreren Floors auch gibt das dir in leisen Passagen die hämmernden Bässe das anderen Floors störend einwirken. Trotzdem würde ich noch Probieren diese Abtrennung beidseitig noch mit dickem Molton zu behängen und wirklich möglichst viel zu dämmen, vorrausgesetzt das ich Gewichtsmäßig möglich. Selbst wenn du viel probierst mit den Bässe wirst du kaum was daran ändern können da du bestimmt auch mit einen wohlmöglich noch Schwingboden rechnen mußt der einfach überträgt. Ist eine Aufgabe die man nur bestmöglich aber nie 100% lösen kann. Aber wie du schon sagst, du hast keine andere Location also bleibt nur es bestmöglich zu lösen und mit dem Rest zu leben.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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  • audio-zenit
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    • 29. Januar 2006 um 23:16
    • #4

    Rücken an Rücken ist bei unterschiedlichem Musikmaterial sicher für den Bass worst case, zumal wenn man nicht mit grossem Setup für ausreichend Richtwirkung sorgen kann.
    Wie wäre es denn mit einer Aufstellung jeweils an der Längsseite der geteilten Halle mit der Hauptbeschallungsrichtung parallel zur Plane.
    Hierbei sollten seitliche Interferenzen bewusst ausgenutzt werden, indem man die Bässe etwa 2,5m und die Infras etwa 5m auseinander stellt ( ein wenig mit der Aufstellung experimentieren ).
    Auch mit den Tops sollte man mit der Aufstellung etwas variieren, um die seitliche Energieausbreitung zu minimieren.

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Volker Holtmeyer
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    • 29. Januar 2006 um 23:28
    • #5
    Zitat


    Die Halle soll in der Mitte abgetrennt werden, mit, von einem Hallenkran herunterhängenden, Kunststoffplanen (dick und schwer wie Lastwagenplanen).


    Das wird nichts. Oder frei nach Markus Zehner ...

    Zitat von &quot;MarkusZ&quot;


    Vielleicht wird sich eine vorbeikommende Schallwelle dann zu Tode lachen, womit das Problem auch gelöst wäre.

    Du hast sicherlich auch schon mal deine Notdurft hinter einem Schützenfestzelt verrichtet - genau so wird's in dem anderen Hallenbereich auch klingen. Nur noch etwas schlimmer, da ja Reflexionen und Nachhall hinzukommen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 29. Januar 2006 um 23:50
    • #6

    ich beneide euch nicht um diese situation, denn das übersprechen der beiden anlagen ist vorprogrammiert.

    bei der aufstellung der bühnen "rücken-an-rücken" sind monitoring-probleme für die musiker vorprogrammiert. denn auch eine LKW plane eignet sich wahrlich nicht zum abgrenzen der grundtonenergie die von der bühne kommt.
    man wird dann auf der bühne also immer viel von der anderen bühne hören!
    deshalb halte ich diese lösung für die mit den größten nachteilen.

    eine beschallunglösung "face-to-face" wäre hier klar besser, aber diese hat das problem das die PA sehr genau ausgerichtet werden muss (machbar), evtl. mit genau gezielten delays arbeiten um im hinteren bereich zumindest noch ein bisschen verständlichkeit hinzubekommen.

    die idee von audio-zenit finde ich die beste.
    damit bekommt man in allen bereichen eine höhere direktschallenergie, was IMHO die beste lösung darstellen sollte.


    die allerbeste lösung wäre freilich, wenn die veranstaltungen zu beiden seiten der halle an unterschiedlichen tagen stattfinden könnte...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Markus Verza
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    • 30. Januar 2006 um 00:31
    • #7

    Ein weiteres Problem der Abtrennung, wenn du 2 oder mehr Lagen Folie oder Molton übereinander legst ist dein B1 Gutachten hinfällig. Es konnt dann zwichen den LAgen zu einem Kamineffekt.

    Wir haben so etwas mal bei einem Industriekunden (Automobilhersteller) ernsthaft überprüft. Hier sollte Lärm aus einer Werkshalle abgetrennt werden. Geld war weniger das Problem wir hatten ein Produktionsbudget im Mio Bereicht (ja du guten alten Zeiten), nur auch mit Geld war das nicht zu machen. Wir hätten eine KS Wand hochziehen müssen. Das war dan doch zu teuer bei fast 600m²

    Glaub Volker, wir bezahlen Ihm und seinen Kollegen für solchen Rat viel Geld :)
    und bis jetzt hat es immer gestimmt.

  • ADMIN
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    • 30. Januar 2006 um 00:49
    • #8
    Zitat von &quot;georgenomex&quot;

    Lastwagenplanen). Dann kommt auf jeder Seite eine Bühne und Anlage hin, die zu beschallende Fläche sind je 350m².

    Heisst jetzt Bühne "Live", oder heisst das jetzt "da steht der DJ drauf"?

    Zum Thema Schalldämmung: Je tiefer die Frequenz, desto mehr Masse braucht's für die Dämmung. Die Dämmung von Plane im Bassbereich ist nur noch messtechnisch zu erfassen, hören tut den Unterschied wohl keiner mehr.

    Jetzt lautet nun mal die Aufgabenstellung so. Was kann man probieren?

    1.) Mit der Aufstellung experimentieren. Hohe Erwartungen habe ich nicht daran. Wie viele Tage steht denn die Halle vorher zur Verfügung?

    2.) Vermutlich aussichtslos, aber zumindest eine Möglichkeit: Besteht die Chance, dass die DJs (wenn's denn nicht Live ist) ihren Umpf-umpf-umpf-umpf synchronisieren?

    3.) Licht passend zur Musik, so dass die Ablenkung durch den anderen Bereich etwas verkleinert wird.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • karel noon
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    • 30. Januar 2006 um 01:00
    • #9

    Also,
    auf jeden fall paralel aufstellen, und dann die bässe wie oben beschrieben in abständen aufstellen. So bekommt man zumidest eine gewisse richtwirkung im bass bereich, zu den seiten hin wird es deutlich leiser, und es ist auch leichter zu handhaben als eine CSA-lösung.
    mit den c7 tops kannst du auch relativ gerichtet arbeiten, so das es im hochtonbereich auch gut funktionieren sollte.
    auf der bühne würde ich versuchen eine inear lösung zu bekommen,
    das spart schon mal einiges an schallenergie.

    zu beneiden bist du wahrlich nicht, aber es ist in grenzen auf jeden fall machbar.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • Kracky
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    • 30. Januar 2006 um 08:46
    • #10

    Ihr könnt Bässe zwar bedingt richten, aber ich vergesst einfach den Boden einer solchen Halle. Im schlimmstenfall ein Sportschwingboden der gut 5-7cm Luft hat. Egal wie du deine Bässse hin stellst, der Boden nimmts dankbar an und gibt es supertoll weiter. Es wird auf jedenfall keine Superlösung werden. Die Seitliche Aufstellung hat natürlich auch was, da habt ihr nicht unrecht.

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  • georgenomex
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    • 30. Januar 2006 um 09:15
    • #11

    Danke mal für die vielen Antworten.

    Der Boden ist massiv aus Stein, ich denke der wird kaum mitschwingen.
    In den Wänden gibts viele Nieschen, die den Bass etwas dämpfen.

    Im Dezember gab es einen Pilotversuch mit face to face Aufstellung und nur 2 C7 Stacks pro Anlage. Es hat halbwegs gut funktioniert bis auf ganz ruhige Passagen wo man den bass vom anderen Floor hören konnte. 3m links und rechts von der Plane wars natürlich grausig...

    Diesmal soll aber deutlich mehr Bass dabei sein, ich denke auf die B2 werden wir auch diesmal verzichten. Die Lösung mit der parallelen Aufstellung wäre mal zu übrlegen, aber da wird dann die Tanzfläche eher klein...

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  • tufkamar
    Gast
    • 30. Januar 2006 um 10:08
    • #12

    wäre es vermessen zu überlegen, die PA jeweils an die Hallenenden zu stellen - dann wäre einfach schon mal 30m Luft bis zu nächsten Floor, alternativ vielleicht eine PA an's Hallenende, die andere an den Trenner?

    Zeit zum Probieren habt ihr vermutlich nicht?

  • wora
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    • 30. Januar 2006 um 10:59
    • #13

    du sprichst von "floor" und "tanzfläche", das sind klassische ausdrücke für Dj veranstaltungen.

    falls es sich also nicht um livebands handelt, würde ich am jeweils gegenüberliegenden hallenende eine 4-punkt beschallung vorschlagen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Lamia
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    • 30. Januar 2006 um 12:11
    • #14

    Ich erinnere mich mit Grauen an die Libro Music Hall in Wien wo man im hinteren Bereich selbst bei TOTO und Yes die Bässe au der benachbarten Disco gehört hat und das waren zwei getrennte Hallen.

    Da wird man sicherlich nur eine Bestmögliche aber nie eine gute Lösung finden.

    Aus der Erfahrung einer VA mit zwei Bühnen Livemusik "Rücken an Rücken" in zwei verschiedenen Räumen einer Location an einer Ziegel-Trennwand muß ich sagen das war damals die schlechteste Lösung und zwar für die Musiker.

    - Alex -

  • georgenomex
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    • 30. Januar 2006 um 13:35
    • #15

    Ja es handelt sich um Djs, eine Seite Techno, die andere Drum & Bass.
    Für die Djs ists sicher viel einfacher als für Livemusiker

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  • linearray
    Gast
    • 30. Januar 2006 um 13:53
    • #16

    In Anbetracht dass die Besucher der Veranstaltung das möglichst optimale Ergebnis verdient haben Rücken an Rücken beide Bühnen an die Planen. Dann Cardioid Setup für die Bässe und genügend Monitoring für die DJ's.

    Wichtig ist die Halle nicht mit Pegel zu überfahren und zu stark zum Nachschwingen anzurgen. Weniger Pegel auf beiden Seiten hilft massiv um die Anlagen akustisch besser voneinander zu trennen. So jedenfalls sind unsere Erfahtrungen in mit Molton abgetrennten Floors. So wird das Ertgebnig ganz akzeptabel.

    Gruss, Andi

  • wora
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    • 30. Januar 2006 um 17:20
    • #17

    ja, wenn es sich um DJs handelt sieht die sache wieder anders aus.

    erstens müssen die ja mit niemandem zusammenspielen und zweitens stört es keinen, wenn die einen kopfhörer aufsetzen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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