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Platinenbohrer

  • manuela
  • 7. März 2006 um 08:08
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. März 2006 um 08:08
    • #1

    Welche Sorte Bohrer setzt man am besten ein für Epoxyplatinen mit recht dicker beidseitiger Kupferauflage?
    Ich hab die leidige Erfahrung daß die Lebensdauer eines Spiralbohrers (1mm, verstärkter Schaft, HSS, W) nicht besonders hoch ist. Beim Bohren auf einer Koordinatenbohrmaschine kommt es relativ oft zum Bruch.
    Das Gerät arbeitet mit 8.500 und 0.02mm/u Vorschub

    Erhältlich sind:

    HSS Werzeugtyp H, N, W
    Ew9Co10 H,N
    VHM P10, P20 H,N
    HSS titanbeschichtet N,W

    und welcher davon ist der Richtige für Epoxyplatinen ?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 7. März 2006 um 08:57
    • #2

    Hm, also für jemanden, der nach eigener Auskunft breitbandig fertigungstechnisch unterwegs ist, stellst Du manchmal erstaunlich laienhafte Fragen...

    Na, sei's drum:
    Der HSS Typ W ist sicherlich der schlechteste, den Du kriegen konntest.
    Epoxidplatinenmaterial ist durch den Glasanteil hochabrasiv.
    Typ W >> langspanendes Material

    Das einzige, was unter dem Gesichtspunkt der Standzeit einigermassen funktioniert, ist ein VHM (Vollhartmetall) Bohrer, Typ H.
    Fraglich, ob Deine Maschine das hergibt, die Spannung muss ausgesprochen rigid sein.
    Sonst bricht er nicht, weil er stumpf geworden ist, sondern weil er sich kaputtvibriert.

  • ohu
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    602
    • 7. März 2006 um 11:03
    • #3

    Hinweis für unbedarfte: Vollhartmetall-Werkzeuge sind grundsätzlich äußerst vorsichtig zu behandeln - z.B. den Z-Nullpunkt nie mit stehendem Werkzeug anfahren. Berührt man mit der Schneide die Werkstückoberfläche, bricht sie aus.
    Ansonsten toll, man kann jedenfalls ordentlich Gas geben mit den Dingern... :)

  • manuela
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    9.103
    • 7. März 2006 um 12:30
    • #4

    Gasgeben kann die alte Kiste leider nicht, 8.500 ist schon die alleroberste Stufe. Die bohrt lieber mit großen Werkzeugen, ich muß halt nehmen was da ist. Dafür ist sie sehr positionsgenau, auch die ICs passen ohne Rumbiegen sofort.
    Platine ist doppelseitig kupferkaschiertes Material, von daher fand ich "W" durchaus geeignet. Nunja, sie bohrt im Schnitt 250 - 350 Löcher, dann bricht der kleine Bohrer weg. Leider ist die Platine dann noch nicht fertig, Werkzeugwechsel und weiter.
    Sehr ärgerlich ist, daß der Werkzeugbruch nicht erkannt wird, das "Weitermachen" ist daher etwas mühsam, man muß den Programmstep ertmal finden wos geknackt hat :D Hauptsache es funzt.
    Wenn der Bohrer nun seine 400 - 650 Löcher durchhält hat er seien Pflicht erfüllt, damit wär ich happy.

    Sorten VHM:
    P10
    P20

    erstere ist wohl etwas härter.
    Ich bestell mal beide, in "H".

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 7. März 2006 um 15:38
    • #5

    8.500 ist eigendlich zu langsam. "Alte Kiste", na ja, das muss nix heissen.
    HM Sorte "K" wäre eigendlich besser geeignet.

    Evtl. kriegst Du auch welche in Ausführung PM, pulvermetallurgisch hergestellt.
    Die sind so auf dem halben Weg zwischen HSS und HM.

  • arnoh
    Beiträge
    6
    • 7. März 2006 um 21:19
    • #6

    Hallo,
    Probier mal Hartmetall- Speerbohrer.
    Gibt es bei C.. z.B.: BestNr 81 45 49 F4
    oder einer aus
    http://www.google.de/search?hl=de&q=Hartmetall+%2BSpeerbohrer+-Conrad&btnG=Suche&meta=
    Die haben auch einen recht massiven Schaft.
    Arno

  • manuela
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    9.103
    • 8. März 2006 um 06:38
    • #7

    Die Idee ist klasse. Leider werden diese Bohrer mit einem abartigen Schaftdurchmesser hergestellt, 3,2xxmm, ich hab dafür keine geeigneten Spannzangen. Verfügbar sind nur 2,0 / 3,0 / 4,0mm usw.
    Da müßte dann erst was für gedreht werden, mit kleinen Bohrfutterchen oder so.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    • 8. März 2006 um 09:03
    • #8

    Der Schaftdurchmesser ist nahebei 3,2 mm, korrekterweise 3,17 mm oder auch 1/8 ".
    Und das ist absolut nicht "abartig", sondern in einem grossen Teil der Welt wesentlich verbreiteter als metrische Abmessungen... :wink:

    Was sind das für Spannzangen? Regofix ESR?

    Ggf. gibt's für das Futter doppelt geschlitzte Spannzangen, die fassen auch solche Durchmesser.

  • manuela
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    9.103
    • 8. März 2006 um 09:55
    • #9
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Was sind das für Spannzangen? Regofix ESR?

    Ggf. gibt's für das Futter doppelt geschlitzte Spannzangen, die fassen auch solche Durchmesser.

    Eine gute Frage, ich habs eben nicht gelernt ...

    Die gehören in einen Zweispindelvorsatz der Fa Hagen&Göbel Soest, wir haben den an die Alzmetall montiert.
    Du bekommst umgehend ein Foddo, ich muß das aber erst machen.

    Manu

    edit 8)

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  • manuela
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    9.103
    • 8. März 2006 um 10:38
    • #10

    der Schaftdurchmesser der Zange ist etwa 8mm, sie wird von vorn durch Überwurfmutter festgezogen. Schlitze =3. Das Ding ist aus gehärtetem Stahl und da wo es glänzt rundgeschliffen (die schwarze Länge ist untermaßig). Die Borung ist durchgehend.
    Ich hab davon: 2/3/4/5 und 6mm

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    • 8. März 2006 um 15:29
    • #11

    Oh je...

    Das sieht mir doch sehr nach einer "in-house" Lösung aus.
    Deckel hat früher auch mal so einen ähnlichen Mist fabriziert, das war mit nix kompatibel.

    Was ich eigendlich meinte, waren Spannzangen nach DIN 6499-B (ER), und die spannen in der Grösse bis 1 mm unter Nennmass, und sind von div. Herstellern erhältlich.

    Wieso eigendlich Doppelspindel-Vorsatz?
    Nutzt Ihr davon nur die eine Spindel?

    Was hat die Maschine an sich für eine Spindel-Aufnahme?
    Morsekegel mit Anzugsgewinde? Steilkegel?

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. März 2006 um 16:14
    • #12

    Die Maschine hat einen Kegel 4.
    Dadrin ist ein Adapter auf Rundflansch, an diesem ein externes Vorgelege 1:5 mit MK2 Innengew, --> Adapter --> direkt dadran der Zweispindelvorsatz von Göbel.
    Kreuztisch mit Kugelgewindeantrieben und Programmsteuerung 800x600mm Verfahrweg. Eine simple 3-Achsen also, Z= Bohrtiefe

    Selbstverständlich bohrt die 2 Layouts gleichzeitig, sonst wär das ja Verschwendung kostbarer Zeit. Es dauert auch so schon lange genug.

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  • DJheini
    Moderator
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    • 8. März 2006 um 17:04
    • #13

    Hier mal die Homepage von Hagen & Göbel:

    http://www.hagengoebel.de/start.html

    Ist bei mir um die Ecke. 8)

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Bertram Schall
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    • 8. März 2006 um 17:29
    • #14

    Ich hab auch recht gute Erfahrungen mit den Hartmetall Sperbohrern von Proxxon gemacht.

    http://www.ton-fasching.com

  • Mechwerkandi
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    • 8. März 2006 um 17:43
    • #15
    Zitat von "Manuela"


    Selbstverständlich bohrt die 2 Layouts gleichzeitig, sonst wär das ja Verschwendung kostbarer Zeit.

    Axo.

    Wie sieht denn das mit den ganzen Adaptern und Vorgelegen mit der Rundlaufgenauigkeit an der Werkzeugaufnahme aus?

    Ich hatte das weiter oben schon mal kurz angerissen, wenn die HM Werkzeuge nicht < ~ 10 mü rundlaufen, geht das ziemlich auf die Lebensdauer.

    Mit einer ER Spannzange schafft man etwa 6 mü, vorausgesetzt, alles andere ist ok und die Werkzeugaufnahme sitzt direkt in der Spindel.

  • manuela
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    9.103
    • 9. März 2006 um 12:05
    • #16

    Das vorgelege ist dazu da die Drehzahl hochzubekommen, die Alzrapid kann nur 2000 sonst. Ölgefülltes Präzisionsgetriebe, sehr robust.
    Und der Zweispindelvorsatz, hm. gemessen hab ich das nie, müßte man mal mit einer Messuhr ran.
    Der gehört eigentlich auf eine Gewindeschneidmaschine, hab ihn mir von der geborgt da die eh stillgelegt ist 8)
    Sieht auch sehr robust aus, ebenso ölgefülltes Getriebe mit guten Lagern.
    Ich weis, das Ganze ist mehr oder weniger Zweckentfremdung, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, es bohrt ja sehr genau .

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