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Messung DIN VDE 0702

  • Stephan Graeske
  • 30. März 2006 um 23:24
  • Stephan Graeske
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    1.217
    • 30. März 2006 um 23:24
    • #1

    Hallo,

    habe eine Frage zur Messabfolge der 0702:

    Nehmen wir an, ich möchte ein empfindliches Gerät prüfen (z.B. Digitalpult)

    Zuerst wäre ja die Messung des Schutzleiterwiderstandes dran (falls es ein Schutzklasse 1 - Gerät ist). Das sehe ich keine Bedenken.

    Dann wäre Isolationswiderstand und Ersatz-Ableitstrom dran. Die Messgeräte prüfen dies mit 500V Prüfspannung.

    HIER MEINE FRAGE: Kann diese Spannung im Normalfall (Gerät o.k.) oder im ungünstigen Fall (z.B. das Gerät ist defekt) einen Schaden am Gerät verursachen??

    Wann ist es erlaubt, statt Isolationswiderstand und Ersatz-Ableitstrommessung eine Messung des Schutzleiterstroms bzw. des Berührungsstrom im NORMALBETRIEB als Ersatz durchzuführen, zu dokumentieren und zu beurteilen?

    Wie macht ihr das?

    Viele Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • TomyN
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    • 31. März 2006 um 14:19
    • #2

    Hi,

    also Ersatzableitstrom muss man nur messen bei

    SK I wenn Entstörkondenstoren eingebaut oder ersetzt wurden, oder falls bei Heizgeräten der Isolationswiderstand zu gering ist.

    Der Ersatzableitstrom wird im übrigen mit galvanisch getrennter Wechselspannug von 1.06*Unenn gemessen.

    Die Isolationswiderstandsmessung ist normalerweise unproblematisch da die Entstörkondensatoren auf Erde min 630V DC haben. Da die beiden Pole der Netzleitug miteinander verbunden werden, kann da eigentlich nix passieren, wenn das Gerät auch im Normalbetrieb funktioniert.

    Und der Hersteller muss das Gerät ja auch testen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • hasenfuß
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    • 31. März 2006 um 15:29
    • #3
    Zitat von "Stephan Graeske"


    Wann ist es erlaubt, statt Isolationswiderstand und Ersatz-Ableitstrommessung eine Messung des Schutzleiterstroms bzw. des Berührungsstrom im NORMALBETRIEB als Ersatz durchzuführen, zu dokumentieren und zu beurteilen?


    wenn du (z.b. bei empfindlichen geräten) bedenken hast,
    selbige zu beschädigen.

    allerdings war hier im forum schon mal ein beitrag
    von MA, daß sie ohne bedenken der grandMA diese
    gleichspannungen zumuten..

    ______________________________

    meister vt
    gMA operating
    photo
    dj

  • Stephan Graeske
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    • 1. April 2006 um 12:55
    • #4

    Vielen Dank für die Infos.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Stephan Graeske
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    • 1. April 2006 um 12:57
    • #5

    Noch ne Frage:

    In welchen Abständen muss das Messgerät (z.B. Gossen Metratester 5) kalibriert werden und wer mach so eine Kalibrierung, damit diese im Zweifelsfall auch Bestand hat?

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • buzz
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    • 1. April 2006 um 16:17
    • #6

    Also ich lasse meinen Secutest einmal jährlich beim Hersteller (GMC) überprüfen und kalibrieren.

    Es gibt aber auch noch selbständige Kalibrierdienste, welche allerdings vom Hersteller des jeweiligen Messgeräts zertifiziert sein sollten, um im Ernstfall nicht im Regen zu stehen...


    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • Stephan Graeske
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    • 4. April 2006 um 14:43
    • #7

    Gibt es eine gesetzliche Forderung der regelmäßigen Kalibrierung? Welche Zeitintervalle sind vorgegeben?

    Viele Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Copic
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    223
    • 4. April 2006 um 21:41
    • #8

    Die Hoffman Gruppe bietet auch einen Kalibrierservice an, kostet ca. 50€ wenn ich mich recht erinnere.[/url]

  • buzz
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    • 5. April 2006 um 09:05
    • #9

    Meines Wissens gibt es keine gesetzliche Forderung, nach der Du Dein Messgerät irgendwo kalibrieren lassen musst.

    Der Unternehmer hat nur dafür zu sorgen, dass die Messwerte auch den Tatsachen entsprechen und dass immer mit den aktuell gültigen Grenzwerten gearbeitet wird.

    Ich sehe keine Möglichkeit, oben genannte Punkte zu erfüllen, ohne das Messgerät regelmässig kalibrieren zu lassen.

    Ich habe schon erlebt, dass ein Mitarbeiter der Gewerbeaofsichtsamtes neben den Messprotokollen auch die letzte Kalibrierbescheinigung des Messgerätes sehen wollte. Seither hefte ich selbige immer an die Unterlagen, die zum Kunden gehen.


    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • TomyN
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    • 5. April 2006 um 09:14
    • #10

    Hi,

    das ist ja interessant. Ich hab hier so ein Buch zum Thema 702, in dem der Autor klar von der Erfassung absoluter Werte abrät, da diese sehr von den Umgebungsbedingungen abhängen (z.B. der Isowiderstand von der Luftfeuchtigkeit o.ä).
    Er legt vielmehr sehr viel Wert auf die sinnvolle Interpretation der Ergebnisse, unabhängig vom absoluten Wert. So ist es kritischer, wenn ein 5 Meter Verlängerungskabel grad noch den IsoWiderstand besteht, als wenn z.B. ein Heizkissen diesen etwas unterschreitet.
    Von daher denke ich mal, ist es auch relativ egal ob das Gerät nun 1.15MOhm oder 1.3MOhm anzeigt.
    Meines ist sowieso noch eine altes mit Zeigeranzeige, da gibt es schon einige Fehler.

    Tomy

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  • buzz
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    • 5. April 2006 um 09:41
    • #11

    Bei dem von mir eingesetzten Secutest hast Du (leider) nicht die Möglichkeit alle Werte genau anzusehen und zu interpretieren, da dieses Gerät den Messablauf bei überschreiten eines Grenzwertes abbricht und "nicht bestanden" auswirft. Ist sicherlich für die (nur) unterwiesene Person gut, aber manchmal eben auch großer Mist.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • Swemers
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    • 5. April 2006 um 18:20
    • #12

    Hi,
    EDIT: Ups, erst in ruhe lesen, dann antworten, daher Inhalt gelöcht.

    mfg
    Swemers

  • Stephan Graeske
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    • 6. April 2006 um 18:06
    • #13

    Danke für die Infos.

    Ich habe ein Gossen Metratester 5 (bestellt).

    Welche Etiketten benutzt Ihr?

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • korschi
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    229
    • 6. April 2006 um 18:45
    • #14
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Welche Etiketten benutzt Ihr?

    Wir arbeiten zwar mit Fluke, aber von Gossen gibt es ein ähnliches System:

    Jedes Gerät hat ein Etikett für die Gerätenummer, in Form von nem Barcode (einfaches Verwalten der Geräte) sowie ein weiteres Etikett mit dem Vermerk bis zu welchem Monat das Gerät geprüft ist.

    Sind ganz normale 0815 Etiketten mit Tesa drüber.
    Die ganzen teuren "Speziallösungen" von Seton und Co. haben sich nicht bewährt

  • buzz
    Profi
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    • 6. April 2006 um 18:49
    • #15

    Wofür?

    Als Barcode-Etiketten-Drucker (für die zu prüfenden Geräte) habe ich einen Brother P-Touch PC am Start, der mit entsprechender Software auch mit der PS3 von GMC kommuniziert.

    Als Prüfplaketten verwende ich spezielle "E-Check" Plaketten, die ich irgendwoher beziehe, musst aber Mitglied in der Elektroinnung sein, um die Plaketten verwenden zu dürfen.

    Apostoli hat Zugriff auf einen Drucker für Prüfplaketten, kannst Dich ja mal mit Ihm in Verbindung setzen...

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • Stephan Graeske
    Profi
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    1.217
    • 6. April 2006 um 23:23
    • #16

    Guten Abend,

    Mitglied der Elektroinnung bin ich nicht, sondern Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten - also dass was man im Veranstaltungstechnikbereich lernt.

    Mir geht es nicht um den Barcode, sondern um die Kennzeichnung des Termins. Muss ich da überhaupt "fertige" Etiketten kaufen oder kann ich mit P-Touch einfach eigene Etiketten erstellen (z.B. auf einem roten Streifen).

    Zum Termin: Wird das Gerät mit dem Prüfdatum oder mit dem nächsten Prüftermin gekennzeichnet?

    Viele Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • lambda-halbe
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    365
    • 7. April 2006 um 08:34
    • #17

    Hallo,

    wenn Du keine ein Mann Bude bist, sondern Mitarbeiter beschäftigst, bist Du auch Mitglied einer BG. Die stellen Dir gerne Prüfplaketten KOSTENFREI zur Verfügung. Anruf oder Bestellung im Internet genügt.

    Stephan

  • Stephan Graeske
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    • 7. April 2006 um 14:10
    • #18

    Danke für den Hinweis.

    Mir geht es jedoch nicht so sehr um die Kosten. Die Nutzung des P-Touch hätte den Vorteil, dass die Etiketten einerseits individuell gestaltet werden können. Ich fände das schick.

    Bleibt noch die Frage ob
    - der Prüftermin (wann wurde das Gerät zuletzt geprüft)
    - oder der Termin der nächsten Prüfung (wann muss das Gerät wieder geprüft werden)
    aufs Etikett gehört.

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • buzz
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    • 7. April 2006 um 15:09
    • #19

    Also vorgeschrieben sind die Prüfplaketten schonmal definitiv nicht! Die Dinger dienen ausschliesslich dem besseren Überblick. Kaum ein "Prüfer" lässt sich durch das bloße Vorhandensein von Prüfplaketten auf den Geräten davon abhalten, die Protokolle einsehen zu wollen.

    Back to topic:

    Du kannst Deine Prüfplaketten so gestalten, wie es Dir am Besten passt. Meine Plaketten sind rund, haben "Ausstanzflächen" am Rand für den Monat und das Jahr der letzten Prüfung. Innen steht neben dem "e-check"-Logo und dem Text "geprüft nach VDE" noch der Firmenname und ein Feld "Nächste Prüfung", welches mitels feinspitzigen Permanetntmarker ausgefüllt wird.

    Wenn Du Deine "Prüfplaketten" selbst mittels P-Touch herstellen willst, spricht aus meiner Sicht absolut nichts dagegen.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • Markus Verza
    Verifiziert
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    • 7. April 2006 um 16:31
    • #20

    Prüfplaketten hin und her, ich darf hier an die Betriebs-Sicherheits Verordnung erinnern die eine Dokumentation erfordert.

    Somit ist ein Barcode + eine entsprechende Datei in der die Ergebnisse abgelegt werden sicher die Praktikabelste Lösung.

    IIch halte es auch für Idiotich für jedes Schukokabel eine solche Doku zu fertigen aber es gibt keine unterscheidung zwichen Kabel / Bohrmaschine oder Kernkraftwerk

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