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Vor- und Nachteile zwischen Pultdach und Satteldach

  • jaan2204
  • 23. April 2006 um 14:16
  • jaan2204
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    • 23. April 2006 um 14:16
    • #1

    Hallo!

    Da wir zur Zeit unseren ganzen Bestand optimieren, stellt sich für uns die Fragen, ob man bei unseren Traversen nicht noch den Verwendungszweck erweitern kann und zwar in Richtung Bühne. Wir haben (wie vielleicht schon bekannt) Prolyte MPT-Tower, H30V und H40V. Gedanken gehen in Richtung einer kleine 6x5m Bühne und einer 8 x 6m Bühne bis max. 10 x 6m Bühne. Die Frage, welche sich jetzt für uns stellt, Pultdach oder Satteldach????

    Nach jetztigen Recherchen und Kostenanlayse würde sich bei unserem Budget, bei einer Satteldachbühne, der Gibel aus einer aufgelegten und verschraubten H40V Stecke bestehen. Nachteil dabei ist, dass zur lichten Höhe, noch die Truss+Gibelhöhe dazukommen und somit ein Aufbau von ca. 1m zu verzeichnen ist. Da wir insgesamt bis mind. zur 8 x 6m größe aber nicht über 5m kommen wollen (wegen Baubuch) haben wir nur noch ein max. lichte Höhe von 4m. (ev. noch abzüglich Toweraufbau)

    Bei einem Pultdach würden wir einfach das Ground Support, wie bei der Puldachbühne von Eurotruss, modifizieren, was uns vom System her sehr gut gefällt. Vorteil dabei ist, dass man die Fronttruss fas 1m höher nehmen kann, als bei der Satteldachbühne und immer noch unter 5m bleibt. Knackpunkt: Wie verfahre ich ein Pultdach anständig, da ja gerade Strecken an der Seite zur Orienterung fehlen?

    Nun ist aber meine Frage, welche Vor- und Nachteile bringen eine Pultdach- und eine Satteldachbühne?

    Was ist im Verleihgeschäft bis zu einer Größe von 10x6m besser geeignet und warum?

    Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Bühnen sammeln könnnen und auf was würdet ihr gehen mit welchen Hintergedanken?

    Ich hoffe, auf viele Meinungen und bedanke mich bereits im voraus.

    mfg
    andré

  • jaan2204
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    • 23. April 2006 um 18:18
    • #2

    Kann keiner aus seinen Erfahrungen etwas berichten? Wurde irgendwo schon einmal mit der Pultbühne von Eurotruss gearbeitet?

  • jaan2204
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    • 24. April 2006 um 09:18
    • #3

    Kann mir wenigsten jemand beziffern, wie die minimalen lichten Höhen für folgende Bühnemaße sein müssen, damit diese im Bühnengeschäft überhaupt verwendbar sind:

    06 x 05m Bühne
    08 x 06m Bühne
    10 x 06m Bühne

    Reichen lichte Höhe, also Boden bis Fronttraverse Unterkante 4m???

    mfg
    andré

  • xcite
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    • 24. April 2006 um 09:56
    • #4

    na moin...

    manche Leute gehen arbeiten und können nicht täglich hier schreiben :D

    Die Frage ist, was in deiner Region gebraucht wird und was es schon mehr als genug im Angebot gibt. Da bleibt dir nichts anderes übrig, als bei deinen Kollegen, Konkurrenten und Kunden Recherchen durchzuführen, wo der Bedarf liegt.

    4m lichte Höhe würde ich ab 8m x 6m als Minimum ansehen. Aber es kommt auch immer auf den Einsatzzweck an.

    Greetz, der Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • jaan2204
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    • 24. April 2006 um 11:37
    • #5

    ...es gibt ja Internet via Satellit, sonst würde das bei mir auch nicht funktionieren. 8) Bei uns gibt es zum großen Teil Satteldachbühnen, aber wo jetzt der Vorteil einer Satteldachbühne zu einer Pultdachbühne ist bzw. auch Nachteil, weiss ich nicht so richtig?????? :?

    Ich geh dann deiner Antwort zu folge davon aus, dass eine Höhe bei einer 10 x 6m Bühne von 4m (Boden-Unterkante Fronttruss) nicht mehr brauchbar für Bühnengeschichten, insbesondere Bands ist???

  • ogni
    Profi
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    • 24. April 2006 um 23:16
    • #6

    Also, ich würde sagen bis 8x6m ca. 4m

    Das resultiert auch sicherlich aus

    a) den Benötigten Aufbauhilfen, wie Lifte ala VMB, Work, usw...

    b) der Baubuchpflicht bei Überschreitung von 5m Gesamhöhe über Boden
    siehe DIN 4112 Fliegende Bauten...


    Ab 8x6m liegt die höhe dann so zwischen 6-7m, je nach Hersteller...


    Die Höhe brauchts auch schon für eine Bühne in der Größenordnung, wo ja oft genug ein zusätlicher Tower für PA angebaut wird.

    Und dann bist du mit Motor und Cradle je nach System schon wieder nen meter tiefer.... also lieber 7 Meter...


    Ob nun Pultdach odder Satteldach ist glaube ich eine Glaubensfrage..

    Ein Satteldach erfordert bei zusätzlichen Anbauten an den Seiten einen trockenen Übergang zum Storage bzw. Service-Desk bzw. PA Wing...

    Bei einem Pultdach hast du das Wasserprobelm halt auf der Rückseite...

    Es gibt aber gute Bühnenbauer, da tropft auch bei einem Satteldach nicht in de Nacken... machbar ist alles. .. wilst du den ein System von der Stange kaufen oder dir was zusammenstellen, dann kommen natürlich solche Sachen wie Baubuch usw. auf dich selber zu, was du bei Euurotruss für die Standardbühnen halt dazukaufen kannst.

    Wobei die auch nicht wirklich preisgünstiger sind als wenn du dir eins beim Michael direkt machen lässt.

    Also, alles hat vor- und nachteile, auchhier wie beim multicore - die glaubensfrage...


    Hoffe geholfen zu haben, Ingo

  • Mister.Lange
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    • 25. April 2006 um 10:41
    • #7

    Ich kann Dir zwar nicht sagen welche Bühne zu Euch passt, bzw welche Ihr braucht.

    Aber ich wollte nur noch mal kurz darauf hinweisen dass Du auch unterhalb von 5m einen Standsicherheitsnachweis brauchst. Du musst also trotzdem rechnen lassen. Der einzige Vorteil ist, Du musst den Bau nicht jedesmal anzeigen.

    Die meisten Hersteller von Traversen haben ja Dächer im Programm, und da gibt es dann auch schon fertig gerechnete Baubücher/ Statiken dazu. Vielleicht sollte man also die Frage nach der Bauform nach dem Angebot der Herstellers beantworten.

  • jaan2204
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    • 25. April 2006 um 13:06
    • #8

    Einen Statiknachweis bzw. Standsicherheitsnachweis bekomme ich preiswerter als ein Baubuch und wenn eine Bühne mit 8x6m und Gesamthöhe von 5m/lichte 4m reichen würden, dann müßte ich ja ein Baubuch nicht unbedingt von der Stange brechen. Des weiteren ist mittlerweile soviel Truss da, dass ich ohne zukaufen zu müssen, daraus locker ein Bühnengerüst bauen kann, es muss nur noch eine Plane drauf, die Stahlseilverspannungen angefertigt werden und Ballast.

    Da wäre es jetzt sicherlich unrentable noch eine komplette Bühne extra zu kaufen.

    Ein Pultdach kann ich nur vorn eventuell noch näher an die Tops der Tower ziehen, da der höchste berechnete Punkt ja immer der Tower bzw. der Gibel (in diese Fall die Fronttruss) ist. Die größte Höhe wird ja eigentlich und hauptsächlichst immer in der Front benötigt.

    Aber es muss doch auch sicherlich Vorteile im Satteldach geben, sonst hätte es sich ja nicht mehr verbreitet als die Pultdächer.

    mfg
    andré

  • xcite
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    • 26. April 2006 um 07:59
    • #9

    na moin...

    das ist eine gute Frage :?

    Vielleicht ist das Satteldach windstabiler (beim Pultdach wird eher eine Böe von vorn unter das Dach fahren, als bei einem Satteldach, das vorne quer ja nochmal extra verstrebt und geschlossener ist)?
    Vielleicht ist es wetterfester (von vorn schirmt es den Regen besser ab, da bei gleicher Oberkante der Backtruss die Fronttruss niedriger liegt, als beim Pultdach)?
    Vielleicht sieht es besser aus, wenn die Fronttruss auf gleicher Höhe wie die Backtruss liegt? Zudem kannst du Traversen, die in der Mitte extra eingezogen werden leichter verstecken - beim Pultdach sind diese ja dann niedriger als die Fronttruss?

    Aber ob das wichtige (und richtige) Gründe sind....?? keine Ahnung.

    Ist es denn ein riesiger Aufwand (ausser natürlich der Plane) ein Satteldach auf ein Pultdach umzubauen, wenn ihr für den Rest sowieso genug Truss habt? Die Auflageelemente sollten doch fast gleich sein, oder? Dann wäre man flexibler.

    by the way: heisst es eigentlich "das Truss" oder "die Truss"?

    Greetz, der Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • ogni
    Profi
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    119
    • 26. April 2006 um 15:22
    • #10
    Zitat von "ogni"

    ...
    b) der Baubuchpflicht bei Überschreitung von 5m Gesamhöhe über Boden
    siehe DIN 4112 Fliegende Bauten...
    ...

    Ich denke Mr.Lange ist der Unterschied zwischen Baubuch und Standsicherheitsnachweiß nicht bekannt, oder nur überlesen???


    Natürlich brauche ich trotzdem einen Standsicherheitsnachweiß...


    Den brauche ich aber im Prinzip für jede Trussbox die ich baue, und eigentlich für alles was ich mache.

    Nur lohnt sich bei manchen Sachen der ganze Aufwand nicht...

    Generell gilt:

    Es muss alles ausreichend bemessen, standsicher, rutschfest, bla bla bla sein.

    Und ich muss im Worst Case auch für alles nachweisen können, das es so war... Oder auch nicht, wenn was passiert ist...

    Ein elendiges Thema über das viel zu wenige richtig bescheid wissen...

    Tschö, Ingo

  • Christoph
    Profi
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    166
    • 27. April 2006 um 21:02
    • #11

    N`abend zusammen,

    das ganze Geschwätz über Standsicherheitsnachweiß, Baubuch... ist hier doch überflüssig. Das sowohl Satteldach- als auch Pultdachbühnen die entsprechenden Nachweise brauchen sollte selbstverständlich sein (je nach Bundesland und geltender Bauordnung).
    Zum Thema:
    Wir bauen seit Jahren nur Pultdächer mit Alu-Dach und fahren ganz gut damit. Satteldächer aus Alu-Dach sind eher selten bis unmöglich.
    Der Vorteil unserer Dächer ist die Flexibilität. Ich kann die Breite des Daches individuell entscheiden, ohne für jede Größe eine spezielle Plane zu besitzen. Nachteil ist das Packvolumen. So eine Aluplatte ist 5 Meter lang, also muß ich zwangsläufig einen LKW bemühen. Da wir über eigene LKW verfügen haben wir uns vor Jahren für diese Pultdächer entschieden.
    Welche Variante für Euch besser ist, müßt Ihr mal wieder selbst entscheiden.
    Was gefällt Euch optisch besser?
    Welche vorgefertigten Lösungen gibt es?
    Was Kosten die?
    Was seid Ihr bereit zu zahlen? (Eine selbst erstellte Statik incl. Prüfstatik und Baubuch kostet etwa 5.000€, abhängig vom Aufwand). Nach oben sind da keine Grenzen gesetzt.

    So weit...

    Christoph

    Christoph Ginzel
    Meister für Veranstaltungstechnik

    COMA media GmbH

    cginzel@comamedia.de

  • Mister.Lange
    Verifiziert
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    1.574
    • 28. April 2006 um 11:13
    • #12

    @ ogni

    Es ist mir wohl bewusst. Ich wollte auch nur erwähnen, dass wir uns auch unter einer Höhe von 5m noch in Deutschland bedinden :wink: .

    Im Grunde wollte ich auch nur, dass das mal im Thread mit erwähnt wird. Es lesen ja eventuell auch Leute mit die etwas Traverse haben und sich dann denken man schraubt halt einfach ein Viereck und macht dann eine Plane drüber. Solche Konstrukte hab ich schon zur Genüge gesehen.

    Also ab zum Thema!

    Von der Optik her finde ich übrigens die Pultvariante meist interessanter. Auf jedem Fall gegenüber einem Längsgiebel. Das lässt halt die Bühne "offener" erscheinen.

  • jaan2204
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    1.049
    • 29. April 2006 um 13:03
    • #13

    Danke für eure Anregungen. Als Pultdach kenne ich jetzt zwei System, welche sich gut mit einem Ground Support verbinden lassen. Das ist zu einem das Eurotrusssystem und eines von Litec (H1412D,H1210D). Bei Eurotruss benutzen sie sogenannten Torissionsgelenke, um die benötigte Dachneigung hinzubekommen. Bei Litec konnte ich bis jetzt leider noch nicht erkennen, wie sie diese Dachneigung erzeugen, da je eigentlich immer an den Towern ein bewegliches Element sein muss, um die benötigte Schräge zu erzeugen. Habt ihr eine Ahnung, wie das funktioniert?

    Kann mir vielleicht mal jemand ein paar Bilder schicken, wo man genau den Übergang vom Sleeveblock/Tower zum Dach sieht, um mal nachvollziehen zu können, wie diese Dachneigungen erzeugt werden?
    Mich interessieren vor allem System, bei welchen nicht auf einen Trussring vorn einfach noch eine 2 Trussstrecke oben draufgesetzt wird, um dann eine Schräge zu erzeugen, sondern bei welche der ganze Trussring nach hinten geneigt wird.

    mfg
    andré

  • Manuel001
    Beiträge
    73
    • 7. Mai 2006 um 22:52
    • #14

    Hallo,
    wir haben Litec Dächer in allen Grössen. Beim 8*6er ist das ein Satteldach, alles andere bauen wir aus Libera 76er mit 52 er Towern als Pultdach.
    da ist dann ein Neigeelement am Sleeveblock. Heißt, Dach wird montiert im geraden Zustand, das Neigeelement wird gelöst, vordere Motoren werden hochgefahren, wobei das Dach sich in Langlöchern verschieben kann, Neigeelemente verspannen und fertig. Geht ganz gut.

    Ein Dach jedoch ohne Baubuch, bis 5 m was bringt das?
    Oberkante 5m-0,8m Giebel- 0,5m Licht - 1m Bühnenhöhe = 2,70m Lichte Höhe. Was soll das sein?

    :idea: Vieleicht lieber ein ordentliches Dach beim freundlichen Konkurenzverleiher um die Ecke bei Bedarf ausleihen und keine Eigenkonstruktionen aufstellen.

    Mfg Manuel

  • FOCUTEC
    Beiträge
    61
    • 8. Mai 2006 um 11:07
    • #15

    Wir bauen gerade eine Pultdachbühne haben unse aber noch nicht für die Farbe der Dachplane entschieden. Was würdet Ihr da empfehlen? Und, aus welchem Material sollte diese Plane gefertigt werden. Habt Ihr eine Adresse (Baden-Württemberg), einer Sattlerei, die mit so etwas Erfahrung hat?

    Johannes Harter
    Freiburg

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