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  5. Boxen und Amps

Leistungsanpassung: Amp zu Box

  • maddddin
  • 21. Januar 2003 um 17:10
  • maddddin
    Beiträge
    66
    • 21. Januar 2003 um 17:10
    • #1

    Hallo,
    mit welcher Leistung sollte ich eine Box ansteuern?
    Um es nicht zu kompliziert zu machen, spreche ich nur von einem Endstufenkanal und einer Box, wobei sich die rms Wattzahlen des Amps auf die Boxenimpendanz beziehen.
    Also, sollte man den Amp lieber etwas überdimensionieren, wie es viele profesionelle Boxenhersteller angeben, oder genügt ein Verhältnis von 1:1. Gerade im Bassbereich erscheint mir dies aber oft zu wenig, was meint ihr dazu?
    Wikt sich eine Endstufendimensionierung schon bei geringer Lautstärke auf den Klang aus, oder erst an der Leistungsgrenze des Amps?
    Da ich schon viele Gigs mit nur halber Ampleistung gesehen habe und diese meistens scheusslich waren (Clippen im Dauerbetrieb) würde ich gerne mal eure Meinung zu dem Thema wissen.
    Gruss Maddddin

    maddddin

  • speffik
    Beiträge
    1.323
    • 21. Januar 2003 um 17:46
    • #2

    Hallo,

    dazu gibt es schon viele Antworten im Forum aber nur für dich versuch ichs nochmal:

    Die Ampleistung sollte immer über den Leistungen der Lautsprecher sein. Wieviel es sein sollte? Da trennen sich die Geister. Ich halte ca. 20% für ausreichend.

    Ein clippendes Signal zerstört die Chassis schneller als ein zu großer Amp der aber saubere Signale abgibt.

    Also, wenn irgendetwas clippt--->Pegel runterfahren...

    MfG Stephan

  • Claudi
    Beiträge
    171
    • 22. Januar 2003 um 13:29
    • #3
    Zitat von "maddddin"

    Hallo,
    Wikt sich eine Endstufendimensionierung schon bei geringer Lautstärke auf den Klang aus, oder erst an der Leistungsgrenze des Amps?
    Da ich schon viele Gigs mit nur halber Ampleistung gesehen habe und diese meistens scheusslich waren (Clippen im Dauerbetrieb) würde ich gerne mal eure Meinung zu dem Thema wissen.
    Gruss Maddddin

    Zunächst mal sollten sich Leute die ihre Systeme ins gnadenlose Clipping treiben klar machen, dass meistens eine Reduzierung der Lautstärke um 1,5 bis 2 dB vollkommen ausreicht um das Clipping auf ein erträgliches Maß (bei Peaks problemlos) zu reduzieren, und dies ist lautheitsmäßig völlig vernachlässigbar.
    -3dB bedeuted eine HALBIERUNG der Leistung !!! Wer das immer noch nicht kappiert hat, sollte echt nicht an eine PA herangelassen werden....
    Betrachtet man die Zusammensetzung des Musiksignals, fällt auf, dass selbst dicht komprimierteste Hardcore-Stromgitarrenmucke einen Crestfaktor von 6dB niemals unterschreitet!
    Das bedeutet das Verhältnis von Peak- zu Dauerleistung ist nie kleiner als 4 zu 1, weshalb also leistungsstarke RMS-Amps mit hartem Netzteil ???
    Entscheidend für die Wiedergabequalität ist doch eindeutig eine hohe Peakreserve sowohl bei den Amps als auch bei den Speakern !!!
    Oder wollen die Leute mit ihren Amps etwa schweissen.... :o

    Gruß Claudi

    God gave Rock`n`Roll to you, so keep on...

  • Helmut Brunnert
    Beiträge
    5
    • 22. Januar 2003 um 21:11
    • #4

    Hi,
    es ist nicht ganz einfach, die tatsächlich benötige Leistung zu ermitteln. Eine Endstufe, die wesentlich mehr Leistung liefert, als die Lautsprecher verkraften können, kann die Lautsprecher zerstören. Aber hast du gewusst, dass auch eine Endstufe mit zu geringer Leistung die Speaker beschädigen kann? Ein mit zu wenig Leistung betriebener Lautsprecher "zwingt" den Verstärker zu härterer Arbeit, die Endstufe übersteuert (Clipping), was zu einer Überhitzung und Zerstörung der Lautsprecher-Schwingspulen führen kann. Im Zweifelsfall solltest du lieber ein paar Watt mehr einplanen.

    Die meisten Lautsprecher-Hersteller geben die Belastbarkeit ihrer Produkte mit zwei Werten an: die Dauerbelastbarkeit und die Spitzenbelastbarkeit. Unter Dauerbelastbarkeit versteht man die Leistung, die ein Lautsprecher über längere Zeit sicher verarbeiten kann, wohingegen sich die Spitzenbelastbarkeit (Programm-Material) lediglich auf kurze Impulsspitzen bezieht.

    Wie viel Watt sollen's denn nun sein? Du brauchst dir nun keine Endstufe zu kaufen, mit der du die Spitzenbelastbarkeit der Lautsprecher erreichen, aber ungefähr doppelt so hoch wie die Dauerbelastbarkeit der Lautsprecher sollte die Ausgangsleistung der Endstufe schon sein. Auf diese Weise kann ein Lautsprecher mit einer Dauerbelastbarkeit von 200 Watt und einer Spitzenbelastbarkeit von 800 Watt problemlos und sicher von einem 400-Watt-Verstärker angesteuert werden. Bedenke auch, dass der Dynamikumfang heutiger Digital-Audiogeräte extrem hoch ist. Deine Endstufe sollte also auch in der Lage sein, Signalspitzen ohne Clipping zu verarbeiten.

    Trotzdem sage ich immer
    "Leistung ist durch nichts zu ersetzten, ausser durch nochmehr Leistung!"

    Viele Grüße

  • maddddin
    Beiträge
    66
    • 22. Januar 2003 um 21:40
    • #5

    hallo
    schon mal besten dank für eure antworten. ähnlich hatte ich mir das auch überlegt. bei mir handelt es sich um folgendes Beispiel, welches komplett horngeladen ist und ich seit zwei jahren unverändert fahre:
    Angaben pro Seite, alles aktiv getrennt:
    2 x doppel 15" Subs (2 x 1200W rms) angetrieben von einer Lab 2002 (2 x 1000 W)
    2 x 12" Mittelton parallel (2 x 300W/8 Ohm) angetrieben von 500W/4Ohm
    1 x 1,5" Hochton (100 W) angetrieben von 300W/8Ohm
    Bei dem Hochmittelton handelt es sich um eine gemeinsame Endstufe, deswegen die dreifache Leistung am HT.
    Nach euren Angaben wäre also nur der Bass etwas unterdimensioniert.
    Würdet ihr dort etwas ändern ?
    Ich selbst habe das schon mal probiert und eigentlich nur im Grenzbereich eine sauberes Bassverhalten festgestellt.
    MfG
    Maddddin

    maddddin

  • speffik
    Beiträge
    1.323
    • 23. Januar 2003 um 08:00
    • #6

    Hallo,

    Und genau da kommt die Mehrleistung einer Amp auch am deutlichsten zum Tragen: im Grenzbereich.
    Ob sich eine größere Amp lohnt mußt du selbst entscheiden, schwachbrüstig sind 2x1000 Watt ja nicht gerade.

    Solltest jedoch drauf achten, wenn es jetzt überhaupt noch so ist, daß das Sytem an 240 Volt laufen kann. Denn nicht immer hat man Drehstrom zur verfügung...

    MfG Stephan

  • Claudi
    Beiträge
    171
    • 23. Januar 2003 um 14:10
    • #7
    Zitat von "maddddin"

    hallo
    2 x doppel 15" Subs (2 x 1200W rms) angetrieben von einer Lab 2002 (2 x 1000 W)
    2 x 12" Mittelton parallel (2 x 300W/8 Ohm) angetrieben von 500W/4Ohm
    1 x 1,5" Hochton (100 W) angetrieben von 300W/8Ohm
    Bei dem Hochmittelton handelt es sich um eine gemeinsame Endstufe, deswegen die dreifache Leistung am HT.
    Nach euren Angaben wäre also nur der Bass etwas unterdimensioniert.
    Würdet ihr dort etwas ändern ?
    Ich selbst habe das schon mal probiert und eigentlich nur im Grenzbereich eine sauberes Bassverhalten festgestellt.

    Alles anzeigen

    Hi,
    ich würd erst mal die Lab aus den Subs rausschmeißen und an die Zwölfer klemmen, LAB kann außer Töck-Töck keinen Bass...Das liegt unter anderem an dem harten Netzteil und der zu niedrigen Versorgungsspannung -> Peakleistung = RMS-Leistung
    Probier ne Crest 8001 oder CA12 (nur 4 Ohm!) oder besser CA18, oder aber ne Crown MA5000 (saugeil aber teuer!).
    Auch guter Bums, leicht und klein (relativ teuer): Powersoft Digam7000
    Probier es aus und berichte !!

    Gruß Claudi

    God gave Rock`n`Roll to you, so keep on...

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